Wutz, Franz

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Wutz, Franz Xaver (* Eichstätt/ Altmühl 21. Okt. 1882 † 19. März 1938 ebenda) Priester, Professor Dr.


Erklärung der Psalmen

und der im römischen Brevier vorkommenden biblischen Cantica, mit besonderer Rücksicht auf deren liturgischen Gebrauch.

Von Dr. Valentin Thalhofer

Regensburg: Verlagsanstalt vorm. G. J. Manz Buch= und Kunstdruckerei 1914. Achte, verbesserte Auflage herausgegeben von Franz Wutz

Siehe bei: ⇒ Thalhofer,_Valentin

Die Psalmen

Textkritisch untersucht von Franz Wutz (hebr./ lat./ dt.)

München: Kösel & Pustet 1925

Imprimatur: Eystadii 1925
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Wie wir es gehört, so sahen wirs in der Stadt Jahves der Heerscharen,

in der Stadt unseres Gottes: Gott hat sie fest gegründet für ewige Zeiten (Sela).

Wir denken, o Gott, Deiner Gnade inmitten Deines Tempels.

Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Lobpreis bis an die Enden der Erde.

Voll von Gerechtigkeit ist Deine Rechte;

des freut sich der Sionsberg, es jubeln die Töchter Sions ob Deines Gerichtes, [Jahve].

Ps. 47: 9- 12 V

"Ein Gebet von Moses, dem Manne Gottes.

Herr, eine Zuflucht bist du uns gewesen für und für.

Eh die Berge geboren wurden, eh Erde und Erdkreis erzeugt war,

bist Du von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Du machst den Menschen wieder zu Staub und sprichst bloß:

"kehrt heim, ihr Menschenkinder!"

Denn tausend Jahre sind vor Dir wie der gestrige Tag,

der schon vorbei, oder wie eine Nachtwache:"

Ps. 89: 1-4 V 
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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Groß-8° - Band, Antiquadruck; (8), LXII & 472 S. Schrifttexte in hebräisch, lateinisch und deutsch. Psalmtexte lateinisch und hebräisch zweispaltig, hebräische Lesarten sowie deutsche Übersetzung darunter.

Ein zweiseitiges Vorwort schrieb Franz Wutz zu Eichstätt, im Juni 1925. Darin schreibt er zur Masora, zur Septuaginta und zur Übersetzung u. a.

»Ein interessantes Resultat, das paradox klingen mag, ergibt eine eingehende Untersuchung von Septuaginta und Masora: beide sind trefflich überliefert, letztere allerdings nur nach ihrem Buchstabenmaterial, insoferne keiner fehlt, auch wenn fehlerhafte Gestalt vorliegt. Der Ausgabe ist der Masoretentext nach dem Ginsburg– Psalmentext zugrunde gelegt, während der kritische Apparat der Biblia Hebraica (von Kittel) angefügt ist. Die Merkatischen Fragmente der 2. Kolumne der Origenes– Hexapla konnten beigefügt werden (…).«

Bemerkenswert an diesem Kommentar ist, dass die Einleitung zwar 48 Seiten, die Corrigenda 12 Ss, das Lexikon 15 Ss, ein Sach- und Wortindex der Pss 69 Ss, ein Stellenverzeichnis 2 Ss, Druckfehler- und Inhaltsverzeichnis 5 Ss umfassen, aber keine Bibliographie vorhanden ist; für ein Kommentarwerk diesen Umfanges eher außergewöhnlich.

Die Psalmen des Breviers

[Psalmen und Cantica] textkritisch untersucht von Franz Wutz (lat. / dt.)

München: Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet. o. J. (1926)

Imprimatur: Ratisbonae 1926
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Der höchste Gott, Jahve, spricht und ruft der Erde zu

vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang.

Aus Sion, der Krone Seiner Schönheit, strahlt auf Gott,

kommt hervor unser Gott und kann nicht schweigen:

Feuer frißt vor Ihm her, rings um Ihn stürmt es gewaltig;

Er ruft dem Himmel droben und der Erde,

daß Er richtet Sein Volk:

„Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund beschworen

beim Opfer." Und es künden die Himmel Seine Gerechtigkeit;

denn Gott selbst ist Richter (Sela).

Psalmus 49: 1- 6 V

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, denn heimgesucht

und Erlösung geschaffen hat Er Seinem Volke.

Das Horn des Heiles hat Er aufgerichtet im Hause Seines Knechtes David,

wie Er durch Seiner Heiligen Mund versprochen; Seiner Propheten,

die vor alters gelebt:

Rettung vor unsern Feinden und von der Hand all unsrer Hasser;

um Erbarmen zu üben an unsern Vätern,

und Seines heiligen Bundes eingedenk zu sein;

des Eides, den Er unserm Vater Abraham geschworen,

uns zu verleihen, daß furchtlos wir, aus Feindeshand errettet,

Ihm dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor Ihm all unsere Tage.

Benedictus: Luk. 1: 1- 8
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Zum Buch:

Gebundener Klein–8°– Band, Fadenheftung; LXXX, 8*, 534 & (30) S. rot gerahmt; Antiquadruck. Schrifttexte lateinisch / deutsch parallel und versweise gesetzt, Fußnoten mit Lesarten und Kurzerklärungen; Nummerierung nach V und H; jeder Psalm ist eingeleitet. Ordnung der Psalmen nach Vorkommen im Brevier.

Inhalt: Vorwort (2 S.) • Abkürzungen • Einführung in den lateinischen Text der Pss des Breviers (68 S.) • Stellenverzeichnis (6 S.) •• Index Psalmorum et Canticorum (16 S.) • Nachtrag und Lexikon (28 S.) • Stellenverzeichnis (1 S.)

»Der deutsche Text basiert auf dem heutigen hebräischen Konsonantenbstand mit masor. Vokalisierung. Jede Abweichung von diesem hebräischen Text wird durch Steildruck angedeutet. Der lateinische text des Breviers beruht in letzter Linie auf der alten Septuaginta, die eine wesentlich ältere hebräische Vorlage zur Übersetzung beziehen konnte. (…)«

Das Vorwort von Franz Wutz, datiert Eichstätt, im Juni 1926, bringt nur Allgemeines.

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Das Buch Job

Von Prof. Franz Wutz [†]

Stuttgart: Verlag von W. Kohlhammer • 1939

Reihe: Eichstätter Studien. Herausgegeben von der Bischöflichen philosophisch - theologischen Hochschule Eichstätt i. B.: III. Das Buch Job

Imprimatur: Eystadii 1938
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Kannst nun du den tiefsten Grund in Gott erkunden?

oder bis zur letzten Ursache beim Allmächtigen gelangen?

Der  e i n e n   Höhe ist die der Himmel — was willst du ausrichten?

tiefer als die Unterwelt jene — was willst du erkennen?

Weiter als die Erde ist sie an Ausdehnung

und breiter noch als die Ferne des Meeres.

Der   R a t s c h l u ß  zieht daher und zwingt auf die Knie (G),

und er fordert zur Versammlung, wer will ihm wehren?

Denn er weiß um die   g e r i n g s t e  Nichtigkeit

und schaut nach den  N i c h t s,  obschon es nicht bemerkbar ist.

Der Mann aber  f ä h r t  leichthin fest (G), und — ein junger Wildesel —

ist der Mensch   h a r t n ä c k i g. 

__________________________________________________

((G) = [Text rekonstruiert nach dem Griechischen]

Kap. 11: 7-12

21 Erbarmt euch mein erbarmt euch mein, ihr meine Freunde; / denn Gottes Hand hat mich getroffen!

22 Warum hetzt ihr mich wie ein fettes Tier, / da ihr doch nicht satt werdet von meinem Fleisch?

23 Ach, daß doch meine Leiden aufgezeichnte würden, / meine Worte brächte einer in ein Buch,

24 und eingegraben würden mit Eisengriffel auf Blei, / in Felsen eingehauen auf ewige Zeit.

25 Ich weiß jedoch, daß mein Erlöser lebt, / und als Sachwalter auf Erden sich schon erhebt,

26 und bürgt für meine Haut, zerrissen von Verletzungen.

Die volle Herstellung sehe ich durch den Allerhöchsten gesichert;

27 die Hilfe erblicke ich nur allein für mich, / nur meine Augen sehen (sie) und nicht die eines Fremden; / ich will sie völlig in meinem Busen versperren.

Kap. 19
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Zum Buch:

Kartonierter, fadengehefteter Groß–8°– Band; X, 206 & (2) S. sowie ein Einlegeblatt; Antiquadruck.

Inhalt:: Geleitwort • Vorwort • Einführung in den Inhalt • Septuaginta und Urtext •• Corrigenda • Wortschatz zu Job • Griech. Index zum hebr. Vokabular. – Schrifttexte (für die Dialoge) einspaltig und versweise gesetzt, weiteres im Fließtext. Fußnoten mit Lesarten und Konjekturen und Verweisstellen; Hebräisch– und Griechischkenntnisse sind vonnöten.

Dr. Michael Rackl, Bischof von Eichstätt, schrieb, datiert am Feste der hl. Katharina 25 November 1938, das Wort zum Geleit, auch anläßlich der Herausgabe dieses Buches, da F. Wutz erst einige Monate vorher verstorben war: »Besonders in den letzten Jahren seines arbeitsreichen Lebens hat er förmlich in der Heilgen Schrift gelebt. Man konnte mit ihm fast über nichts mehr anderes reden, als über das Buch der Bücher. Niemand hat die Heilige Schrift mehr geliebt und geschätzt und mit zarterer Ehrfurcht behamdelt als Wutz.«, so schreibt er Bischof.

Franz Wutz hat kurz vor seinem Tod, nämlich am 25. Februar 1938 zu Eichstätt, noch ein gut zweiseitiges Vorwort verfasst; darin schreibt er u. a.:

»Den Ausgangspunkt [zur vorliegenden Ausgabe des Buches Job] bildet der Grundtxt der ältesten griechischen Version (Septuaginta), ein Text, der mittels einer gesicherten Paläographie eruiert werden muß und kann.«

Der Verfasser liefert hier also einen sprachlichen Kommentar; er ist Linguist und alles Erbauliche liegt nicht in seinem Interessensbereich. Die Einführung umfasst neun Seiten, die vergleichende Studie zwischen Septuaginta und Urtext weitere sechs. Wortschatz und griechischer Index im Anhang erstrecken sich über 55 Seiten.


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Ort der Imprimatur: Dom zu Eichstätt

Das Hohelied

Von Prof. Franz Wutz †

Stuttgart: W. Kohlhammer Verlag • 1940

Reihe: Eichstätter Studien. Herausgegeben von der Bischöflichen philosophisch - theologischen Hochschule Eichstätt i. B. IV. Das Hohelied

Imprimatur: Eystadii 1939


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So leg mich um dein Herz denn wie ein Siegel,

gleich einem Siegelring um deinen Arm!

Denn grimmig wie der Tod ist ja die Liebe,

ihr Eifer wie die Unterwelt so hart,

(und) ihre Flammen sind wie Feuerlohe

von einer  u n g e h e u r e n   Glut;

gewaltige Wasser mögen sie nicht löschen,

und Ströme schwemmen sie nicht fort.

Gäb' einer seines Hauses ganz Vermögen hin,

durch Liebe würde   e r    e s   völlig  (neu)  g e w i n n e n. 

Kap.8: 6 - 7
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Zum Buch:

Kartonierter, klammergehefteter Groß–8°– Band; 48 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt; umfangreicher Kommentarapparat sprachlicher Natur. Die Einleitung zum Lied umfasst zwölf Seiten, sechs Seiten sind dem Wortschatz geschuldet.

J. Goettsberger [Dozent für orientalische Sprachen am Erzbischöflichen Priesterseminar in Freising] schrieb, datiert Neubiberg b. München, Januar 1940, einige Vorbemerkungen; darin heißt es u. a.:

»Das Manuskript lag bis zum letzten Federstrich vor, so daß nur die Drucküberwachung zu leisten war.«



Systematische Wege

von der Septuaginta zum hebräischen Urtext / Erster Teil

von Prof. Franz Wutz (Hebr. / griech. / dt.)

Stuttgart: Verlag von W. Kohlhammer. 1937

Reihe: Eichstätter Studien. Herausgegeben von der Bischöflichen philosophisch - theologischen Hochschule Eichstätt i. B. / I 1.

Imprimatur: Eystadii 1936
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Zum Buch:

Gebundener Groß–8° Band, Fadenheftung; XX, (2) & 1028 S. Antiquadruck.

Inhalt: Zueignung; Sendschreiben des Bischofs von Eichstätt Konrad Graf von Preysing, datiert Eichstätt, am Feste der hl. Walburga, 25. Februar 1934; Geleitwort des nachfolgenden Eichstätter Bischofs Dr. Michael Rackl, datiert ebenda, am Feste des hl. Albertus Magnus, 1936; das elfseitige Vorwort von Franz Wutz ist datiert Eichstätt, an Michaeli 1936. ––

Die Einführung ins Buch umfasst 16 Seiten. Darauf im Teil I: "Die Septugainta als Ausgangspunkt der Kritik“, folgende Unterpunkte:

Übersetzungtechnik in G als Textkriterium • Eingriffe in den hebr. Textbestand • Exegese als textkritisches Mittel • Der hebräische Text als Ausgangspunkt der Kritik • Rekonstruierte Texte.

Diese rekonstruierten verdeutschten Texte umfassen im Einzelnen:

1 Sam 1:1 bis 4:1 • 19:18 bis 21:1 • 2 Sam 1:1 bis 3:39 • 23:1–7 • 1 Kön 4:1 bis 5:14 • 10:1 bis 13:2 • 4:38 bis 7:20 • Jes 8:1 bis 33:24 • Jer. 9:11 bis 25:38 • Eze 23:26 bis 37:28 • Psalm 12 • 16 • 22 • 28 • 29 • 36 • 41 • 44 • 45 • 49 • 52 • 55 • 56 • 57 • 58 • 60 • 61 • 62 • 65 • 68 • 72 • 73 • 76 • 82 • 84 • 87 • 96 • 101 • 108 • 116 • 126 • 127 • 132 • 138 • 139.

Rekonstruierte hebräische Texte: Jes 38 • Eze 31 • Ps 29.

Viele weitere Texte sind übersetzt bzw. rekonstruiert; um diese alle zu sichten, muss erst ein Inhaltsverzeichnis angefertigt werden, das hat der Herausgeber leider unterlassen; bei fast 1000 Restseiten eine Mammutaufgabe....

Anm: Der zweite Teil, Band I,2 "Lexika und Indices" war nicht mehr erschienen, da Prof. Wutz recht früh im 50. Lebensjahr "verewigt" war.

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Biogramm:

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wutz --- https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2833678

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F. Wutz´ Monographie "Systematische Wege" ist Bischof Konrad Graf v. Preysing gewidmet,
der auch ein Geleitwort schrieb.