Wulff, Robert

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Wulff, Robert (* Franzburg, Pommern 4. Juni 1859 † .................) Seminardirektor


Der Römerbrief des Paulus

für jedermann, insbesondere für Seminarien übersetzt und erklärt von Robert Wulff

Leipzig, Sachsen: Dürr'sche Buchhandlung 1907.

Koph.png Wortstimme

"Dem aber, der euch stärken kann nach meiner Heilsbotschaft und der Verkündigung

von Jesu Christo, nach der Offenbarung des ewig verschwiegenen Geheimnisses,

welches nun aber geoffenbart und durch Verkündigungsschriften

gemäß dem Auftrag des ewigen Gottes zum Zweck von Glaubensgehorsam

allen Völkern kundgetan ist, dem durch Jesus Christus allein weisen Gott:

ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen!"

XXVI: 25- 27
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Zum Buch:

Vorliegender in Fraktur gedruckter Band wurde irgendwann nachgebunden bzw. neu gebunden; das genaue Format wird mit gr. 8° beschrieben. Umfang: 168 S. Schrifttext einspaltig gesetzt.

Bei Kollege K. Vegelahn findet sich eine Abbildung des Originalumschlags. Seminardirektor Wulff schrieb leider kein Vor- oder Nachwort. Eine zwanzigseitige Einleitung beschäftigt sich mit der Geschichte des Empfängers, der Christengemeinde in Rom, mit dem Verfasser und der Abfassungzeit des Briefes; er datiert etwa 58 n. Chr. Wulff gibt keine Angabe darüber, welche Textvorlage er für seine Üs. benutzte. Der Bibeltext selbst ist sehr übersichtlich in großer Fraktur fortlaufend einspaltig gesetzt. Pro Seite werden aber kaum mehr als etwa sechs Verse kommentiert. Der Kommentar ist sehr sachlich gehalten, die kritischen Töne fehlen; auch läßt sich der Seminardirektor nirgends zu Antijudaismen herab. Zitate aus dem AT sind durchgängig besprochen. Eine Übersicht zum Brief sowie eine Inhaltsangabe ist an den Schluß des Buches gesetzt.

Der Galaterbrief des Paulus,

für jedermann, insbesondere für Studierende der Theologie sowie für Seminarien und Lehrer /

mit Einleitung versehen, übersetzt und erklärt von Robert Wulff

Leipzig, Sachsen: Verlag der Dürr'schen Buchhandlung 1908.


Koph.png Wortstimme

6 Ich wundere mich, daß ih so schnell von dem, der euch mittels der Liebe Christi berufen hat, abgewandt worden seid, zu einer andern Botschaft vom Heil, 7 welche (doch) eine solche nicht ist, sondern (nur darin ihren Ursprung hat, daß) einige da sind, welche euch verwirren, und welche die Heilsbotschaft Christi verderben wollen.

8 Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel anders über das Heil lehren, als wir euch gelehrt haben, der sei verflucht!

10 Wie wir vorher ausgesprochen haben, so sage ich euch wiederum: wenn einer von euch anders vom Heil lehrt, als ihr gelernt habt, der sei verflucht.

10 Suche ich denn jetzt die Gunst von Menschen oder diejenige Gottes; oder strebe ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.

Kap. 1
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Zum Buch:

Kartonierter Oktavband in Oktav mit 66 S. Frakturdruck einspaltig.

Wulff schrieb eine zwölfseitige Einleitung zum Brief; darin setzt er sich hauptsächlich mit dem Versender des Briefes, Paulus, auseinander sowie mit den Adressaten, ihrer Abkunft und ihrer Stellung zum neuerstandenen Christentum. Weiterhin wird als III. Punkt die Abfassungsfrage erörtert.

Im Übersetzungs- und Erkärungsteil sind die Schrifttexte und Erläuterungen jeweils abschnittweise behandelt und optisch durch unterschiedlichen Deutschdruck voneinander unterschieden.

Den Zeitumständen Rechnung tragend, werden Judentum und Christentum als unvereinbar miteinander dargestellt. Befremdlich wirkt die Feststellung, Paulus habe sich "zum Christentum bekehrt", als ob der Alte und der Neue Bund keinerlei gemeinsame Schnittmenge hätten. Vom Christentum als dem «messianisch erfüllten Judentum» war zur Zeit der Abfassung dieses Kommentars, also Anfang des 20. Jhdts, keine Rede.


Biogramm:

Über Robert Wulff, dem königlichen Seminardirektor zu Verden, (das traditionell evangelisch- lutherisch geprägt war) ließ sich bisher folgendes eruieren:

Seminaroberlehrer, Verden, Neanderstr. 808." Dieser könnte der Autor der Briefe sein. Um 1907/ 08 war er königl. Seminardirektor in Verden/ Aller (laut beider Buchangaben).

Im Berufsleben ab Mitte Mai 1889, Ausbildung vermutlich im vorpommerschen Franzburg; er wurde von dort nach Mettmann, Rheinland versetzt, wo er ca. 1898 Seminaroberlehrer war. Ab dem 1. Okt. 1903 ist er in Verden/ Aller Pädagoge und Religionslehrer. In der Monatsschrift für Höhere Schulen, Band 23 von 1924, wird er noch als Seminardirektor benannt. Er dürfte danach mit ungefähr 65 Jahren in den Ruhestand gegangen sein. Es liegt nahe, dass das in Verden war. Mehr ist über ihn leider nicht bekannt.