Wette, W. M. L. de

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de Wette, Wilhelm Martin Leberecht (* Ulla, Thüringen 12. Januar 1780 † 16. Juni 1849 in Basel (Schweiz)) Prof. Dr. theol.

Augusti, Johann Christian Wilhelm (* Eschenbergen, Sachsen - Gotha 27. Okt. 1771 † 28. Apr. 1841 Koblenz/ Mosel) Dr. Dozent, Prof.

Schmid, Johann(es) (* Schönholzerswilen, Thurgau 14. Aug. 1820 † 26. Mai 1889 Florenz, Toskana) Lic. theol., Dozent, Pfarrer, Dekan


¶ Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments

Uebersetzt von Dr. W. M. L. de Wette

Ersther Theil: Die historischen Bücher des A.T.

Heidelberg: J. C. B. Mohr; (1814) Zweite, umgearbeitete Ausgabe 1831

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Zweiter Theil: Die poetischen, prophetischen und apokryphischen Bücher des A.T.

Heidelberg: wie oben. Zweite, umgearbeitete Ausgabe 1832

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Zum Buch:

Augusti hatte folgende Bücher übersetzt: Josua, Richter, Ruth, Esra & Nehemia, Esther, die salomonischen Schriften, Jesaia, Ezechiel, Jona, Buch der Weisheit, Jesus Sirach, Baruch, und Tobia) Vorwort: Basel, Ende März 1831


¶ Die Schriften des Neuen Testaments

Neu übersetzt von J. C. W. Augusti und W. M. L. de Wette

Mit einem Titelkupfer

Heidelberg: wie oben. 1814

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Zum Buch:

Augusti übersetzte folgende Bücher: Johannesevangelium, Hebräerbrief, katholische Briefe (Jakobus, 1. und 2. Petrus, 1., 2. und 3. Johannes, Judas) und Offenbarung;

de Wette übersetzte folgende Bücher: Matthäus-, Markus-, Lukasevangelium, Apostelgeschichte und die paulinischen Briefe)

Die Psalmen (1823)

Uebersetzt von W. M. L. de Wette.

Zweiter besonderer und verbesserter Abdruck aus der Bibel= Uebersetzung von Augusti und de Wette.

Heidelberg, Kurpfalz: bey J. C. B. Mohr. 1823

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Zum Buch:

Separatdruck in Frakturschrift. 194 S. Psalmtexte sind versweise gesetzt.

Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments.

Die apokryphischen Schriften des Alten Testaments

Uebersetzt von Dr. W. M. L. de Wette.

(4. Aufl. bearbeitet von Lic. theol. J. Schmid)

Heidelberg: Akademische Verlagsbuchhandlung von J. C. B. Mohr. (Dritte verbesserte Aufl. 1839) Vierte berichtigte Auflage 1858.

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Gesang Assaphs.

Gott, Gott Jehova, spricht, und beruft die Erde, vom Aufgang der Sonne

bis zu ihrem Untergang; aus Zion, der Schönheit Vollendung,

erscheinet Gott; unser Gott kommt, und nicht schweigt er:

Feuer frisset vor ihm her, und rings um ihn stürmet es sehr.

Er ruft dem Himmel zu oben, und der Erde, um sein Volk zu richten:

„Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen

beim Opfer!" Und der Himmel wird seine Gerechtigkeit verkünden;

denn Gott ist Richter. (Pause.)

„Höre, mein Volk, daß ich rede! Israel, daß ich dich ermahne!

Ich bin Gott, dein Gott.

Psalm L: 1-  7

Ich will gedenken der Werke des Herrn, und was ich gesehen, verkündigen! Durch das Wort des Herrn sind seine Werke.

Eine leuchtende Sonne überblicket er Alles, und seiner Herrlichkeit voll ist seine Schöpfung.

Selbst den Frommen hat es der Herr nicht gegeben all seine Wunder auszusprechen, welche er, der allmächtige Herr, bereitet hat, daß in seiner Herrlichkeit das All bestünde.

Den Abgrund und das Herz [der Menschen] erforschet er, und hre Anschläge durchschauet er. Denn der Herr kennt alles Wissen, und schauet die Wunderzeichen der Welt.

Er verkündiget das Vegangene und Zukünftige, und enthüllet die Spuren der veborgenen Dinge.

Ihm entgehet kein Gedanke, und vor ihm verbirgt sich auch nicht ein Wort. Die großen Werke seiner Weisheit hat er wohl geordnet, und ist immerfort, vor Ewigkeit und in Ewigkeit.

Jes. Sirach Cap. XLII: 15- 21

Joseph aber, ihr Mann, der fromm war und sie nicht beschimpfen wollte,

war Willens sie heimlich zu entlassen. Als er aber solches im Sinne hatte,

siehe, da erschien ihm ein Engel im Traume, und sagte:

Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen;

denn das in ihr Erzeugte ist vom heiligen Geiste; und sie wird einen Sohn

gebären, und du wirst dessen Namen Jesus [Retter] heißen; denn er wird

sein Volk retten von seinen Sünden. Das alles aber geschah,

auf daß erfüllet würde der Ausspruch des Herrn durch den Propheten,

der da sagt: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden, und einen Sohn

gebären, und man wir seinen Namen Emmanuel nennen, das ist

verdolmetschet, Gott mit uns. (Jes. VII, 14.)

Ev. Matthäus Cap. I: 19- 23
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Zum Buch:

Beschrieben wird hier nur die vierte Auflage. Diese ist, wie auch die dritte, in Großoktav hergestellt und in Fraktur zweispaltig gedruckt. Der Buchumfang umfaßt X, 1148 (incl. Apokryphen) und 308 Seiten. Eine Vorrede zur ersten Ausgabe ist nicht (mehr) enthalten, jedoch das Ende März 1831 in Basel verfasste Vorwort zur zweiten Ausgabe. Darin beschreibt der evangeliche Theologe W. M. L. de Wette auf vier Seiten die Grundsätze seiner mit Herrn Dr. Augusti veranstalteten Übersetzung. Bezugnehmend auf Luthers Werk wollte er die kindliche und naive Art, in der das Hebräische in ungemein menschlicher Art Gottes Wort erzählt, noch weiter vervollkommnen. Zielgruppe dieses Handbuchs sollte es ein Hülfsmittel sein: "Studirenden der Theolgie, Prediger, welche nie entweder mit dem Grundtexte, zumal dem hebräischen, sehr vertraut gewesen sind... auch unggelehrten Christen...., welche die Bibel mit Verstand lesen wollen." De Wette konstatiert, daß Luthers Übersetzung in den poetischen und prophetischen Teilen des AT so fehlerhaft sei, daß sie oft kein wirkliches Verständnis geben kann. Als Gewährsmann für die Erklärung des AT führt er den bekannten Theologen und Philologen Wilhelm Gesenius an, dessen Wörterbuch er zu Rate zog.

Mit Einverständnis seines verehrten Freundes und Mitarbeiters an der Erstausgabe Dr. Augusti wurde, um der Einheitlichkeit der Übersetzung willen, die zweite Auflage allein von de Wette umgearbeitet.

In dem kurzen Vorwort zur dritten Auflage, datiert Basel, im October 1838, bemerkt de Wette, er habe die Uebersetzung nach dem Grundtexte unter Zuziehung der seit der zweiten Ausgabe erschienenen Hülfsmittel verglichen,und nicht wenige Verbesserungen angebracht.

Lic. theol. J. Schmid, der nach dem Ableben de Wettes die Arbeit an der Bibel fortführte, schrieb, ebenfalls zu Basel im Juni 1858, das Vorwort zur vierten Ausgabe. Er schreibt: „ Bei Vorbereitung dieser neuen Ausgabe wurde der Grundsatz festgehalten, daß de Wette´ s Arbeit in ihrer vollen Integrität zu erhalten, und unter diesem Namen ` s e i n ` Werk, und nichts anderes als dieses, den Freunden desselben zu übergeben sei." De Wette´s letztes Handexemplar der dritten Ausgabe ist für jedwede Änderung maßgebens. Die in der dritten Ausgabe zweigeteilten Anmerkungen zum AT wurden an den Schluß desselben gesetzt und allfällige Druckfehler beichtigt.

Die Schrifttexte selbst sind nicht versweise, wie etwa bei Luther, angeordnet. Jedes Capitel ist eigens überschrieben; Verweis- und Parallelstellen sind - im AT eher spärlich- in die Fußnote gesetzt. Im NT stehen die Verweisstellen je am Versende; siehe WS. Am Schluß der beiden Teile sind Anmerkungsseiten zu finden: 28 für AT & Apokryphen, gut sechs Seiten für das NT.


Biogramme:

W. M. L. de Wette:

http://www.deutsche-biographie.de/sfz9815.html

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Gedenktafel an der Ev. Kirche Ulla, 
heute OT der Gemeinde Nohra nahe Weimar, Thüringen.

J. C. W. Augusti:

http://www.deutsche-biographie.de/sfz1588.html

Johann(es) Schmid:

Bürgerort Altnau bzw. Thundorf TG.

Er war zuerst Lehrer in Herrenhof bei Oberuzwil/ St. Gallen und errichtete dann eine Privatanstalt im Kanton Zürich. Ermuntert und begünstigt durch einflussreiche Männer, z.B. dem berühmten Alexandre Vinet, zog er im Herbst 1841 zum Studium der Theologie nach Tübingen; Ordination 1843, dann Vikar in Matzingen und Pfarrer in Hüttlingen, 1845 Pfarrer in Märstetten. Er wurde Privatdozent und Licentiat der Theologie in Basel, wo er eine Übersetzung der Pastoraltheologie von A. Vinet herausgab; er habilitierte sich 1854 in Basel, Lehrfach Praktische Theologie (in Basel an der UNI bis 1858 tätig), später Pfarrer in Frauenfeld/Thurgau, wurde von der thurgauischen Synode 1859 als Examinator der Kandidaten der Theologie ernannt. 1865 Pfarrer in Neunform, 1882 Pfarrer in Schwerzenbach, 1884 Dekan. in Zürich (?)