Walterscheid, Johannes

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Walterscheid, Johannes Peter ( * Bödingen / Sieg 20. Juni 1881 † 7. Juli 1975 Bonn am Rhein) Priester, Prälat, Monsignore, OStR. Dr. phil.


Inhaltsverzeichnis

Das Johannesevangelium

übersetzt und erklärt von Dr. Joh. Walterscheid

Düsseldorf, Niederrh.: Druck und Verlag von L. Schwann o. J. (1934)

Reihe: Religiöse Quellenschriften Heft 100 • Herausgegeben von Dr. Joh. Walterscheid, Bonn

 Imprimatur: Coloniae 1934
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"Wer von oben kommt, steht über allen:

wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch.

Wer vom Himmel kommt, steht über allen.

Was er gesehen und gehört hat, das bezeugt er,

aber niemand nimmt sein Zeugnis an.

Wer dagegen sein Zeugnis annimmt,

bestätigt damit, daß Gott wahrhaftig ist.

Wen nämlich Gott gesandt hat, der redet Gottes Worte;

denn nicht in kärglichem Maße verleiht Gott ihm seinen Geist.

Der Vater liebt seinen Sohn, denn er hat alles in seine Hand gegeben.

Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben, wer aber dem Sohne widerstrebt,

wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm."

Kap. 3: 31 - 36
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Zum Buch:

Am Schlußbändchen dieser Reihe, so der Herausgeber im undatierten und unverorteten Vorwort, wird dem katholischen Volk, dem anfangs der Hitlerzeit ein neuer Glaubens- und Gebetsfrühling attestiert wird, das Evangelium geboten, um eine Bibellesung zu fördern. Walterscheid schreibt u. a.:

"Unser katholisches Volk, davon sind die Gebildeten, sogar die Geistlichen nicht ausgenommen, ist in der Bibellesung viel zu wenig geschult, als daß es aus dem Text mit den dürftigen Anmerkungen den nötigen Gewinn ziehen und den wahren Reichtum des Gotteswortes erschließen könnte. Wenn der Leser der Bibel selbst in den Bibelzirkeln eine wirkliche Schulung erfahren soll, muß er eine ausgiebige gedruckte Erklärung haben, die mit dem Text verbunden ist...... Den Erklärungen ist das vorzügliche Johannesevangelium von Prof. Dr. Fritz Tillmann, Bonn, 4. Auflage, Hanstein, Bonn, zugrunde gelegt. Der deutsche Text des Evangeliums ist nach dem Urtext geformt, die besten Dienste leistete die vorzügliche Übersetzung von Prof. Dr. Fritz Tillmann, Kösel- Pustet, München […]. Findet diese Art der Bibelerklärung eine günstige Aufnahme,...., so folgen baldigst die anderen Teile des Neuen Testamentes."
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Imprimatur ausgestellt: Köln

Über die Hälfte der ca. 140 Seiten des kartonierten kl.8° Heftes nehmen die allgemeinverständlichen Erklärungen ein. Das Eigengut des Joh.- Ev. wird gesondert aufgeführt, ebenso eine Gliederung des Textes. Der darauffolgend abgedruckte Bibeltext ist nicht sehr wörtlich in einer liturgischen Sprache übersetzt. Poetische Teile, wie der Logosprolog, sind kolometrisch abgedruckt. Beigaben, wie Verweis- oder Parallelstellen, sind nicht zu finden. Zugeständnisse an die "neue Zeit", die etwa die Üs von Kap. 4: 22: "kommt doch das Heil von den Juden" auf den Prüfstand stellen würden, sind vom Katholiken Walterscheid nicht zu erwarten.

Zu bezweifeln ist, ob innerhalb dieser Reihe - die zeitlichen Umstände sprechen eher dagegen - wirklich noch weitere Evv- Texte erschienen sind. Jedoch sind eine Auswahl Psalmen erschienen in Heft 21: ⇒ Wintersig_=_Winterswyl,_L._A.


Biogramm:

Johann Peter Walterscheid,

1902 Reifezeugnis am Gymnasium in Münstereifel, Studium der kath. Theologie 1902-1904 in Bonn,

1904 - 1906 in Innsbruck, 1906 - 1907 in Bonn, 1910 - 1914 Studium der klassischen Philologie in Bonn,

24. März 1908 Priesterweihe, 1. Aug. 1908 bis 31. März 1913 Rektor in Rosellen bei Neuss,

vom 1. April 1914 – 1. Sept. 1915 freiw. Feldgeistlicher im 1. Weltkrieg,

28. Febr. 1916 Lehramtsprüfung, seit Ostern 1916 Religionslehrer am Königl. Gymnasium in Bonn, ab 1. April 1920 Studienrat,

1946 geht er in Bonn in den Ruhestand. 1951-1965 Subsidiar in Schwarzheindorf,

1952-1960 Dozent am Katechetenseminar in Bonn-Venusberg. Ehrenmitglied der Bödinger Schützenbruderschaft.

Er ist in Bödingen (heute: Hennef, Sieg) begraben.