Torczyner, H. = Tur-Sinai, N. H.

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Torczyner, Harry = Tur - Sinai, Naftali Herz – נפתלי הרץ טור‾ סיני

(* Lemberg, Galizien 15. Cheschwan 5647 / 13. Nov. 1886 Mem.png 21. Tischri 5734 / 17. Okt. 1973 Tel Aviv (Israel)) Dozent, Dr. phil.


Die so genannte »Berliner Bibel« war die neunte vollständige jüdische Ausgabe der Heiligen Schrift.

Ihr Erscheinen im Jahr 1937 ist deshalb so bedeutsam, weil sie gleichzeitig die letzte Bibel war, die in deutscher Sprache vor dem endgültigen Untergang des aschkenasischen Judentums erschienen war. (Die Ausgabe von M. Buber & F. Rosenzweig konnte 1938 nicht mehr vollendet werden, da das Unternehmen wegen der Auswanderung Bubers ins Stocken gekommen war) Ob diese Heilige Schrift innerhalb ihrer Leserschaft ein Erfolg geworden wäre, läßt sich nicht sagen, denn diese Menschen sind entweder umgekommen oder in nicht- deutschsprachige Länder ausgewandert. Der Wunsch des jüdischen Gelehrten Ismar Elbogen, die »Berliner Bibel« möge ein Volksbuch werden (siehe Anzeige unten), hat sich unter den heraufkommenden bösen Umständen nicht verwirlichen lassen.

Die unter Torczyners hebräischem Namen herausgekommene Neuausgabe erlebte in Israel auch nur eine Auflage.

Erst 35 Jahre später hat der evangelikal ausgerichtete Hänssler- Verlag für eine Renaissance gesorgt: Allerdings für ein in der Hauptsache nichtjüdisches Publikum.

(..........)

„Wer die Schönheiten und Rätsel von Buber- Rosenzweig wirklich kennt, greift auch zu „Torczyner". Es ist mit der größte Gewinn unserer Zeit, daß uns so ungewöhnlich gute Übersetzungen von jüdischer Seite geboten werden."

(Aus einer Rezension in "Der Morgen" von Ludwig Feuchtwanger, Juni 1937)

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"N. H. Torczyner" auf einem hebräischen Buchtitel


Das Buch Hiob

Eine kritische Analyse des überlieferten Hiobtextes. [Von] Harry Torczyner

Wien und Berlin: R. Löwit Verlag 1920

Koph.png Wortstimme

"Kannst Gottes Grenzen du erreichen, zu Schaddais Schranken du gelangen?

In Himmelshöhn — was schaffst du, und tiefer als Scheol —

was weißt du? Miß weiter als die Erde und tiefer als das Meer! [.....]

Wenn er vorüberzieht und ausliefert und versammelt,

wer hält ihn zurück? ..und verschont nicht, läßt nicht ungestraft.

Denn der Mensch  z e u g t  das  U n r e c h t,

und der Mann läßt reifen die Frucht der Sünde."

11: 7-12; fragmentarisch; Text nicht vollständig übertragen)



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Zum Buch:

Ein achtseitiges Vorwort schrieb Harry Torczyner zu Berlin, im Februar 1920. Die Forschungsergebnisse, die hier vorgetragen sind, stammen aus Torczyners Vorlesungen an der Wiener Fakultät in den zehner Jahren. Dieses Werk in gr. 8°- Format und wunderschöner Antiqua ist keine Übersetzung traditioneller Art, sondern eine sprachliche Studie: Der Text des Buches Hiob wird analysiert. Hebräischkenntnisse sind von Vorteil, denn solche Begriffe sind nicht in allen Fällen übersetzt. Bei der Rekonstruktion der schwierigen Textstellen kommt der Autor zur Überzeugung, daß die griechische LXX hier nicht wirklich unterstützend zu Hilfe kommt (versus Gustav Bickell); also verdient die Masorah als Textvorlage den Vorzug. Torczyner diskutiert und vergleicht die gängigen Üs derer von z. B. Gesenius - Buhl, Merx, Siegfried und Duhm und stellt sie auf den Prüfstand seiner Erkenntnisse: Daraus etwa noch ein Beispiel: Für die viel zitierten und besungenen Vv 25 f aus Kap. 19 schlägt unser Fachmann folgende Üs vor:

"Und ich erkenne  l e b e n d   meinen Erlöser und aus meinem Fleisch schau ich Gott. Den  i c h  selbst mir sehe, und meine Augen schauen und kein Fremder." oder alternativ:

"Ich selbst erschaue meinen Löser lebend, aus meinem Fleische seh' ich Gott. Den selber ich mir schaue, mein Aug erblickt und nicht ein Andrer."

Sehr ähnlich ist dieser Text übrigens in der Berliner Bibel wiedergegeben, worin Torczyner für dieses Buch verantwortlich zeichnet.

In den eher seltenen Fußnoten werden die Vorkommen Hiob- typische Begriffe, etwa ´El Schaddai`, durch das gesamte Testament verfolgt und erklärt.

Zu bedauern ist, daß der Bibeltext nicht vollständig vorhanden ist. Ebenfalls fällt auf, daß eine - sonst für ein wissenschaftliches Werk wie dieses übliche - Bibliographie hier fehlt.

Torczyner, der in den dreißiger Jahren nach Eretz Israel ausgewandert war, schrieb dort 1957 einen fast 600 Seiten umfassenden Hiob- Kommentar. Er basierte auf den Vorarbeiten der deutschen Ausgabe. Dieser kommt hier ebenfalls kurz zu Wort:

The Book of Job

A New Commentary by N. H. Tur - Sinai ( H. Torczyner). (Hebrew / English)

Jerusalem (Israel): Kiryath Sefer (1957). Revised Edition 1967

Koph.png Wortstimme

"Canst thou find out, by searching, God?

Canst thou reach out to Shaddai's end?

In heaven's height, what canst thou do?

And deeper than Sheol — what canst thou know?

(What is) longer than the earth in measure, and wider than the sea?

.....................................

If it is past, he shutteth it up,

maketh (man) forget it, and who bringeth it back?

But he, he knoweth the man of falsehood;

he seeth wickednes, observeth nothingness."

Zophar in XI: 7 - 11


"Oh that, therefore, my words were written?

That they were inscribed in a script?

On a plaque of iron and lead,

forever graven in the rock?

Yet I, I want to know my redeemer while alive —

but he who cometh later will stand at my dust.

After my body let them break it up!

Out of my flesh I want to see (my) God,

whom I shall see for myself, mine eyes shall behold and not another."

Job in XIX: 22 - 27
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Zum Buch:

..

Die Heilige Schrift ("Berliner Bibel" 1937)

neu ins Deutsche übertragen (in vier Bänden)

Frankfurt am Main: J. Kauffmann Verlag 1934 – 1937.

Auf Veranlassung der Jüdischen Gemeinde Berlin herausgegeben von Harry Torczyner / unter Mitarbeit von bzw. es zeichneten im Einzelnen für folgende Bücher verantwortlich:

Elias Auerbach (* Ritschenwalde, Posen 28. Jul. 1882 Mem.png Juli 1971 Haifa (Israel)) Dr. med.:

>Jehoschua, Jona, Haggai, Ester, Danijel, Esra, Hehemja,Dibre-ha- Jamim

"Emil Bernhard" Mosche Ben Dov Cohn (* Berlin 18. Feb. 1881 Mem.png 19. Adar 5608 / 28. Feb. 1948 Los Angeles CA, (U.S.A.)) Rabbiner:

>Tehillim

Max Dienemann (* Krotoschin, Posen 27. September 1875 Mem.png 10. April 1939 in Tel Aviv (Israel)) Rabbiner Dr. phil.:
SynagogeNeuBerlin.png

>Amos

Julius Galliner (* Zinten, Ostpreußen 3. Feb. 1872 Mem.png 7. Sep. 1949 New York, N. Y. / U.S.A.)) Rabbiner Dr. phil.:

>Schemuel

Sally Schemaja ben Michael Gans (* Wreschen, Posen 25. April 1878 Mem.png nach Okt. 1944 Auschwitz, Kleinpolen):

>Schofetim

Benno Jacob (* Frankenstein, Niederschlesien 7. Sept. 1862 Mem.png 24. Jan.1945 London, England) Rabbiner:

>Melachim

Emil Nathan Levy (* Dambach, Elsaß 27. Okt. 1879 Mem.png 16. Aug. 1953 Tel Aviv (Israel)) Rabbiner Dr.:

>Mischle

Ludwig 'Louis' >Levy (* Sulz, Oberelsaß 10. Juni 1881 Mem.png 26. Dez. 1946 Épinay - sur - Seine, Seine Saint–Denis (Frankreich)) Rabbiner Dr.:

>Mal'achi, Kohelet

Seligmann Pick s. A. (* Polnisch Krone a.d. Brahe 19. Juli 1863 Mem.png 16. Feb. 1928 Berlin- Pankow) Rabbiner Dr. phil.:

>Joël

Georg Salzberger (* Culm a. d. Weichel, Westpreußen 23. Dez. 1882 Mem.png 19. Dez. 1975 London, England) Rabbiner Dr.:

>Schir- ha- Schirim

Hermann Schreiber (* Schrimm, Posen 21. August 1882 Mem.png 27. Sept. 1954 Berlin) Rabbiner Dr. phil.

>Die Tora

Cäsar Seligmann (* Landau, Pfalz 14. Dez. 1860 Mem.png 3. Juni 1950 London, England) Dr. phil. Rabbiner:

>Echa, Rut

Harry Torczyner: (* Lemberg, Galizien 15. 13. Nov. 1886 Mem.png 17. Okt. 1973 Tel Aviv (Israel))

>Jirmejahu, Hoschea, Obadja, Micha, Nahum, Habakkuk, Zefania, Secharja, Ijob

Max Wiener (* Oppeln, Oberschlesien 22. April 1882 Mem.png 30. Juni 1950 New York, N. Y. (U.S.A.)) Rabbiner Dr.:

>Jescha´jahu, Jeheskel

»Von dieser Ausgabe der Heiligen Schrift wurden dreihundert Exemplare auf echt Bütten abgezogen und einzeln numeriert«, so in jeder Ausgabe am Buchende zu lesen.


Erster Band : TORA / FÜNFBUCH

Frankfurt am Main: wie oben, 1934

Sonderausgabe hergestellt für die Jüdische Buch-Vereinigung

Koph.png Wortstimme

"Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.

Die Erde aber war bloß und bar, und Dunkel lag über dem Grund, und Gottes Windhauch wehte über die Wasser.

Da sprach Gott: „Es werde hell!", und es ward hell.

Und Gott sah die Helle, daß sie gut war.

Da schied Gott zwischen der Helle und dem Dunkel.

Und Gott nannte das Helle Tag, das Dunkel aber nannte er Nacht.

Und es ward Abend und ward Morgen — ein Tag."

H. Schreiber: Bereschit — Anfänge I: 1-5
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Zum Buch:

Gebundener Kleinoktavband mit Fadenheftung, XII, 430 & (2) S. Antiquadruck. Schrifttext einspaltig. Rahmentexte fortlaufend, poetische Stücke kolometrisch gesetzt. Versnummerierung am Rand. Keine weiteren Beigaben.

H. Torczyner schrieb zu Jerusalem, im Oktober 1934, sein fünfseitiges "Zum Geleit". Darin heißt es u. a.
»Die vorliegende Übertragung will die jüdische Bibel so wiedergeben, wie sie durch Jahrtausende im Judentum lebendig und geheiligt gewesen ist. Sie ist daher bemüht, soweit dies möglich ist, den überlieferten hebräischen Text mit letzter Treue zu übertragen, auch da, wo er uns schwierig und dunkel erscheint. Nur in der Übersetzung des Gottesnamens ist statt des nach der Tradition zu sprechenden Adonai, Herr, die im deutschen Judentum angenommene Wiedergabe der Ewige beibehalten worden. (…) So schwierig es auch war, an dem Satzbau und Erzählungsstil des Hebräischen der Bibel festzuhalten, so war es doch unser Streben, in der Übertragung den Charakter des Grundtextes zu möglichst reinem Ausdruck kommen zu lassen. In unserem Wollen fühlen wir uns am meisten mit der vor einem Jahrhundert von Leopold Zunz herausgegebenen Bibelübersetzung verbunden, die, bei allem, was heute in Form und Inhalt an ihr zu besern sein mag, in ihrer anspruchslosen Art ein überaus wertvolles Denkmal jüdischer Gelehrtenarbeit an unserer Bibel darstellt. (…) Schon vor 30 Jahren gab der Berliner Gemeinderabbiner Prof. Dr. Siegmund Maybaum die Anregung, eine neue Übersetzung der Bibel zu schaffen, die für Schule und Haus die veralteten jüdischen wie die von christlichem Geist getragenen Übertragungen ersetzen sollte. Der von ihm damals vorgelegte Plan gelangte nicht zur Ausführung. Erst 1924 wurde auf Drängen des Herrn Robert Hirschfeld vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin erneut eine Kommission zur Vorbereitung er Durchführung einer deutschen Bibelübertragung eingesetzt. (…)«

Zweiter Band: NEBIIM RISCHONIM / VOLKSGESCHICHTE

wie oben: 1935

Koph.png Wortstimme

Und er sprach:„Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor den Ewigen hin."

Und sieh, der Ewige zog vorüber, ein Sturm, gewaltig und stark,

Berge reißend und Felsen trümmernd vor dem Ewigen —

nicht im Sturm war der Ewige; und nach dem Sturm ein Zucken —

nicht im Zucken war der Ewige. * Und nach dem Zucken war der Ewige —

nicht im Feuer war der Ewige, und nach dem Feuer ein leis verklingender Hall.

Es war aber, als Elijau das hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel,

trat hervor, und stellt sich an den Eingang der Höhle.

Und sieh, eine Stimme drang zu ihm, die sprach: „Was hast du hier, Elijah?"

Und er sprach: „Geeifert hab ich für den Ewigen, den Gott der Scharen;

denn verlassen haben die Kinder Jisraël deinen Bund."

B. Jacob: Könige I, 19: 11 - 14


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Zum Buch:

Gebundener Kleinoktavband mit Fadenheftung, 358 & (2) S. Antiquadruck. Schrifttext einspaltig. Rahmentexte fortlaufend, poetische Stücke kolometrisch gesetzt. Versnummerierung am Rand. Keine weiteren Beigaben.

Dritter Band: NEBIIM AHARONIM / DIE GOTTBEGEISTETEN

wie oben: 1936

Koph.png Wortstimme

"Der sagt: ‚Des Ewgen bin ich,‛

Und der nennt sich mit Jaakobs Namen,

Und jener zeichnet seine Hand: ‚Des Ewgen‛

Und heißt sich mit dem Namen Jisraëls.

So spricht der Ewge, König Jisraëls

Und sein Erlöser, er, der Ewige der Scharen:

Ich bin der Erste, ich der Letze,

Und außer mir gibts keinen Gott.

Wer ist wie ich? Der rufe

Und künde es und lege es vor mir dar;

Seit ich der Urzeit Volk gegründet,

Und künftiges und was da kommen wird,

Laßt sie es ihnen künden!"

M. Wiener: Jesch. 44: 5 - 7


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Zum Buch:

Gebundener Kleinoktavband mit Fadenheftung, XII, 498 & (2) S. Antiquadruck. Schrifttext einspaltig. Rahmentexte fortlaufend, poetische Stücke kolometrisch gesetzt. Versnummerierung am Rand. Keine weiteren Beigaben.


Vierter Band: KETUBIM / SCHRIFTTUM

wie oben: 1937

Koph.png Wortstimme

"Gebet von Mosche, dem Gottesmann.

„Herr, Heimstatt bist du,

Bists uns gewesen für und für.

Eh die Gebirge noch geboren,

Gekreißt die Erde mit dem Festland,

Und von der Ewigkeit zur Ewigkeit bist

Du Gott.

Du führst den Menschen bis zum Staub zurück,

Dann sprichst du:

‚Kehrt um, ihr Menschenkinder!‛

Denn tausend Jahre sind in deinen Augen

Wie Gesterns Tag, wenn er vorbei,

Wachtweile in der Nacht.""

E. Bernhard- Cohn: Preislied 90: 1- 4


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Zum Buch:

Daten: Gebundener Kleinoktavband mit Fadenheftung, 574 & (2) S. Antiquadruck. Schrifttext einspaltig. Rahmentexte fortlaufend, poetische Stücke kolometrisch gesetzt. Versnummerierung am Rand. Keine weiteren Beigaben.

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Erste, vierbändige Ausgabe; Band II ist trotz des beigen Einbandes nicht nachgebunden


Die Heilige Schrift ("Berliner Bibel" 2° 1937)

neu ins Deutsche übertragen. (Einband – Dünndruck - Ausgabe)

Auf Veranlassung der Jüdischen Gemeinde Berlin herausgegeben von Harry Torczyner

Frankfurt am Main: J. Kauffmann Verlag 1937. 1. - 10. Tausend. „Durchgesehen und in Einzelheiten verbessert"

unter Mitarbeit von Elias Auerbach, Emil Bernhard Cohn, Max Dienemann, Julius Galliner, Sally Gans, Benno Jacob, Emil Levy, Ludwig Levy, Seligmann Pick s. A., Georg Salzberger, Hermann Schreiber, Cäsar Seligmann, Max Wiener

Koph.png Wortstimme

"Was bleibt dem Schaffenden bei dem, womit er sich müht?

Ich sah das Geschäft, das Gott dem Menschen gegeben hat, sich damit zu befassen.

Alles hat er gemacht: Passend zu seiner Zeit.

Auch das Ewige hat er in ihren Kern gelegt — nur daß der Mensch das Werk, das Gott gewirkt, nicht finden kann — von Anbeginn bis zuende. *

Ich erkannte, daß es dabei kein Glück gibt, als ich zu freuen und sichs wohl sein zu lassen in seinem Leben. *

Aber auch, daß jeglicher Mensch ißt und trinkt und Glück genießt an all seiner Mühe, das ist Gottes Gabe.

Ich erkannt, daß alles, was Gott tut, für ewig besteht, dazu ist nichts hinzuzufügen und davon nichts zu nehmen, und Gott hat es so eingerichtet, daß man sich vor ihm fürchte."

L. Levy: Kohelet 3: 9 - 14


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Zum Buch:
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oben: Anzeige aus dem Gemeindeblatt der JG Berlin vom 5. Sept. 1937.
links: Einbandausgabe 1937; der ´Magen David` ist später aufgebracht.

Daten: Gebundener, fadengehefteter Kleinoktavband, Dünndruckpapier; XIV, 1866 & (4) S. Sonst wie die Einzelausgaben. Anmerkung am Buchende:

»Von dieser Ausgabe der Heiligen Schrift wurden dreihundert Exemplare in je ver Bänden auf echt Büttenpapier abgezogen und einzeln numeriert. Außerdem wurde eine Ausgabe auf holzfrei federleicht Dickdruckpapier in je vier Bänden hergestellt.«

Zu den Übersetzern:

Dr. phil. Harry Torczyner

gebürtig aus Galizien, war ein bedeutender deutschsprachiger israelischer Philologe und Bibelausleger. Mit sechs Jahren kam er nach Wien, ging dort zur Schule, studierte von 1905 bis 1909 Philologie und schloss sein Studium mit der Promotion ab. Gleichzeitig besuchte Torczyner die Israelisch-Theologische Lehranstalt des Rabbinats in Wien. Nach einem kurzen Studienaufenthalt in Berlin wurde er Lehrer am neu gegründeten hebräischen Gymnasium in Jerusalem (1910 bis 1912), Privatdozent für semitische Sprachen an der Wiener Universität (1912 bis 1919) und Dozent an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin (1919 bis 1933). In dieser Zeit entstand die erste Auflage seiner Übersetzung der Hebräischen Bibel. Ab 1933 wirkte Tur-Sinai an der Hebräischen Universität Jerusalem. Als Professor für Hebräisch galt er nach Gründung des Staates Israel 1948 als einer der besten Kenner der hebräischen Sprache in Israel.

Elias Auerbach

Dr. Elias (hebr. Eliahu) Auerbach wurde 1882 in Ritschenwalde in der ehemaligen preußischen Provinz Posen geboren (heute Ryczywół in Polen) und kam 1890 mit seiner Familie nach Berlin, wo er die Schule besuchte und Medizin studierte (Abschluss 1905 mit Doktorarbeit). Er entwickelte sich zum überzeugten Zionisten. Er war in der „Akademisch-zionistischen Gruppe“ engagiert und ein Mitglied der Jüdischen Humanitätsgesellschaft und des Bar Kochba Athletic Association (z. B. sind die ersten Turnvereine in Palästina unter tatkräftiger Hilfe von Elias Auerbach und Ernst Hermann, zwei ehemalige Berliner Bar Kochba Mitglieder, entstanden) und nahm an den Zionistenkongressen der Jahre 1903, 1905 und 1907 teil. Bereits Ende 1909 emigrierte er nach Palästina und begann in Haifa als Arzt zu praktizieren. 1914 kehrte er gemeinsam mit seiner Familie nach Deutschland zurück, um im Krieg als Militärarzt zu dienen. Im Oktober 1919 starb seine Frau Rahel in Wronke an der Spanischen Grippe. 1920 ging er mit seinen beiden Kindern wieder nach Haifa. Dort gründete er 1925 das erste jüdische Krankenhaus im britischen Mandatsgebiet. Zwischen 1930 und 1933 war Auerbach erneut in Berlin wegen einer Erkrankung seiner zweiten Frau. Während dieser Zeit lehrte er u.a. auch Bibelwissenschaft an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums.

Im Laufe seines Lebens veröffentlichte Auerbach zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte. Bekannt ist er jedoch vor allem für seine Beiträge zur jüdischen Bibelwissenschaft. Sein zweibändiges Hauptwerk Wüste und Gelobtes Land erschien 1936 bei Schocken in Berlin. Zwei Jahre nachdem der erste Teil seiner Autobiographie Pionier der Verwirklichung veröffentlicht worden war, verstarb Elias Auerbach 1971 in Israel. Der erste Teil endet mit dem Ersten Weltkrieg.

"Mein Leben war bunt und reich" beginnt Elias Auerbach die Niederschrift seiner Erinnerungen. "Wenn ich es noch einmal leben könnte, so möchte - und könnte - ich es nicht anders leben." Dieses Ja zum eigenen Dasein und Wirken springt wie ein Funke zum Leser über. Man ist von der ersten Zeile an "im Bilde", und ohne Mühe, mit innerer Anteilnahme und mit Freude am gebotenen Reichtum, erlebt man die heute völlig versunkene Welt der kleinen jüdischen Gemeinden der Provinz Posen, folgt dem Verfasser durch seine Schuljahre in Berlin, absolviert mit ihm das Studium der Medizin und begreift, welche Wandlung der Student durch den schon 1895 vollzogenen Anschluss an die zionistische Bewegung erfuhr.

Auerbach, der mit Theodor Herzl in persönlicher Verbindung stand, ließ sich 1909 als 27 jähriger in Palästina nieder, damals noch unverfälschter Orient mit Resten uralter arabischer und biblischer Bräuche, er wurde zum Zeugen der Anfänge des Neuen Erez Israel und wurde ein Mitschöpfer des modernen Haifa, seiner Stadt, in der er nun mehr als sechzig Jahre lebt.

Auerbach ist nach Palästina gezogen, als diese Land noch zum Osmanischen Reich gehörte und hat in Haifa das erste jüdische Krankenhaus gegründet und geleitet. Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, musste er einen abenteuerlichen Marsch durch Vorderasien unternehmen, um zu seinem Truppental nach Deutschland zu gelangen. Er stand dann vier Jahre im Feld und hat u. a. die Somme-Schlacht mitgemacht. In seinem Buch, das bis zum Ende des Krieges reicht, erweist er sich als der geborene Schilderer und Erzähler - er steckt voller Geschichten und Anekdoten -, als ein Mann der Wissenschaft - aber er ist nicht nur Arzt, sondern auch ein namhafter Bibelwissenschaftler - und als Mensch "im Ringen mit sich selbst, mit seinem Gott und seinem Schicksal".


Emil Bernhard Cohn

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Grabstein des Rav Mosche ben Dov HaCohen auf dem "Beth HaOlam"
in Los Angeles

Darauf der hebräische Schrifttext aus dem Buch des Künders Jescha'jahu (Zwei: 3), das Max Wiener für die "Berliner Bibel" folgendermaßen übersetzte:

"Denn von Zijon geht Weisung aus, Und von Jeruschalaim Wort des Ewigen".

Ebenfalls in diesem Grab ist Rav Cohns Frau Grete beigesetzt; ihr hebräischer Name lautet Zippora bath R' Eliakim.

Die segnenden Hände bezeichnen in jedem Fall und ausschließlich einen Nachkommen des aaronitischen Priestergeschlechts, einen "Cohen". Die Hände segnen mit den Buchstaben "Schin", welcher für den Begriff "(El) Schaddai" steht.

Der aus Berlin gebürtige Rabbiner, Zionist, Schriftsteller und Bühnenautor Emil Bernhard Cohn (Pseudonym Emil Bernhard) schrieb zahlreiche Theaterstücke und Romane über das Judentum. Er war von 1906 bis 1908 Prediger in Berlin, verlor dort aber wegen zionistischer Äußerungen sein Amt. Von 1908 bis 1912 war er dann Rabbiner in Kiel und von 1912 bis 1925 Rabbiner in Essen. Erst 1925 kehrte er wieder nach Berlin zurück und war von 1925 bis 1936 Rabbiner der jüdischen Gemeinde Berlin-Grunewald. 1936 wurde er von den Nazis verhaftet, konnte aber auf dem Weg (Freigang) zur Bar-Mitzwa seines Sohnes Bernhard in die Niederlande entfliehen. Von dort aus gelang es ihm zusammen mit seiner Frau 1939 in die USA auszureisen. Dort verbrachte er das erste Jahr in New York. Von 1940 bis 1946 lebte er dann in Californien und war Prediger in der Peninsular Synagoge in der Nähe von San Fransisco. Er war auch Berater der jüdischen Studenten an der Stanford University und ziviler Kaplan am Dipple General Hospital in der Nähe von Menlo Park. Von dort zog er 1946 nach Los Angeles und fand eine Rabbiner-Anstellung in dem Vorort Glendale. 1948 wurde er Bibliothekar am Jewish Community Council of Los Angeles. Beim Überqueren der Straße zu seiner Arbeitsstelle wurde der 67jährige von einem Auto erfaßt und tödlich verletzt. Eine von seiner Enkelin Deborah Horner im Jahr 2009 herausgegebene Biographie, in Englisch bei Hentrich & Hentrich, Berlin erschienen, schweigt sich allerdings über die Psalmenübersetzung aus. (Birnbaum forscht dazu weiter...)

Max Dienemann:

Rabbiner Dr. Max Dienemann kam im Spätsommer 1875 in Krotoschin, in der Provinz Posen zur Welt, studierte in Breslau, promovierte 1898 und gehörte bereits vor seiner Berufung zum Gemeinderabbiner in Offenbach zu den Vertretern eines traditionsorientierten liberalen Judentums, insbesondere vor dem Hintergrund der Assimilation.

1919, im Jahr seiner Berufung nach Offenbach, erschien seine Schrift »Judentum und Christentum «, die nicht nur die Unterschiede zwischen den Religionen hervorarbeitet, sondern auch einen Einblick in seine Auffassung vom Judentum gibt.

1933 wurde er ins KZ Osthofen verschleppt, im November 1938 nach Buchenwald. Aus Buchenwald kam er frei, musste jedoch das Land verlassen und so reiste er über London nach Palästina aus. Im März 1939 erreichte Rabbiner Dienemann Tel Aviv und verstarb dort schon am 10. April. (Quelle: www.compass-infodienst.de)

Sally Gans:

Nach seiner Ausbildung zum Rabbiner wurde Dr. Sally Schemaja ben Michael Gans gemäß Information aus dem Jahre 1908 der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin als Religionslehrer nach Preußisch-Stargard berufen. Dort wirkte er 1909 und 1910. Von 1910-1943 arbeitete er dann als Lehrer an der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt in Berlin, welche von 1856-1943 bestand. (Die letzte Adresse war im Mai 1943 in der Lindenstraße 48-50 im Gebäude der liberalen Synagoge 1) Am 17. Juni 1943 wurde er in das KZ Theresienstadt deportiert, von dort dann am 28. Okt. 1944 in das KZ Auschwitz, wo er umkam. Der genaue Todestag ist nicht bekannt. Zum Zeitpunkt der Deportation mitte Juni 1943 wohnte er auf der Tile-Wardenberg-Str. 19 in Berlin-Moabit 2. In der Liste des KZ Theresienstadt 3 wird er als Dr. Sali Gans geführt, in der Opferliste bei Yad Vashem 4 als Salli Gans.

Emil Nathan Levy:

Emil Nathan Levy stammt aus einer rabbinischen Familie im Elsass. Sein Vater, Marcus Levy aus Hagenau, war Rabbi in Hagenau und Weißenburg. Emil besuchte das Gymnasium in Hagenau und machte dort 1897 sein Abitur. Von 1897-1903 studierte am orthodoxen Rabbinerseminar des Rabbi Esriel Hildesheimer in Berlin. Dort war er auch Präsident des ernst-heiteren Studenten-Vereins "Dibbuk Chawerim". Von 1903-1905 studierte er Ägyptologie und altsemitische Sprachen an der UNI Berlin, wo er 1905 den Dr. der Philosophie erhielt. 1904 erwarb er sein Rabbinerdiplom. Von 1905-1914 war er Rabbiner des Religionsvereins "Westen" Berlin, Passauer Str. 2. Er war bekennender Zionist und nach einer Palästinareise Mitbegründer des ersten hebräischen Konversationsklubs in Deutschland "Ha-Megamgem" (Der Stotterer). Um 1911/13 Leiter der Religionsschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin in der Delbrückstraße 20, um 1913 Lehrer an der IX. Religionsschule, Joachimsthaler Str. 31-32. Von 1914-1916 war er Feldrabbiner bei der 2. deutschen Armee, 1916 Oberrabbiner in Straßburg im Elsaß, Département Bas-Rhin. Von 1919-1934 amtierte er als Rabbiner an der liberalen Synagogengemeinde in Berlin-Charlottenburg, Pestalozzistraße. Um 1926 Kursleiter zur Ausbildung konservativer Religionslehrer und Lehrerinnen und Leiter der XIV. Religionsschule in Berlin, Schillerstraße 26. Mitglied in der Vereinigung der traditionell-gesetzestreuen Rabbiner Deutschlands, bis Okt. 1934 Vorsitzender im Verband der Berliner Gemeinderabbiner; Mitglied der Montefiore-Loge (1906 / um 1929) und des Berliner Lokalkomitees der Alliance israélite universelle (um 1911). 1934 emigrierte er nach Palästina wo er dann bis 1952 Rabbiner in in der Gemeinde "Iḥud Šivat Ṣiyon" in Tel Aviv war.

(Quelle: "Biographischen Handbuch der Rabbiner" Tl. 2 Bd. 2, Seite 381+382, Nr. 2355)


Seligmann Pick:

Rabbiner Seligmann Pick war zum Zeitpunkt der Drucklegung der ersten Auflage bereits verstorben. Er stammte aus Polnisch Krone (Crone) an der Brahe und war der Sohn des [Seligmann?] Jacob Pick, Rabbi in Kreuzberg, Crone a. Br., Bojanowo and Obornik. Über ihn ist z. Zt. nur sehr wenig bekannt: 1888 wurde seine an der Leipziger "hohen philosophische Facultät" eingereichte doctorale Dissertation

  • "Das dritte Capitel der Klagelieder in seinem sprachlichen Verhältniss zu den Weissagungen Jeremias" veröffentlicht.

Im BB befinden sich diese beiden Bücher, darunter eine Streitschrift:

  • Die auf Jesus gedeuteten Stellen des Alten Testaments Quellenstudien.

Dieses 84 Seiten starke Buch war 1923 in Frankfurt am Main bei J. Kauffmann erschienen.

Seligmann Pick war von 1915 bis zu seinem Tod 1928 Rabbiner an der Gemeinde »Agudath Achim« in Berlin- Pankow. Er war Mitglied in der Vereinigung der traditionell- gesetzestreuen Rabbiner Deutschlands, also konservativ.

Caesar Seligmann:

war von 1903-1932 Rabbiner der Israelitischen Gemeinde und gehörte zu den führenden Vertretern der jüdischen Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seligmann wurde im Jahr 1860 in Landau in der Pfalz in eine alte Rabbinerfamilie geboren. Am JüdischTheologischen Seminar in Breslau wurde er zum Rabbiner ordiniert, in Halle promovierte er. Nachdem er von 1889 - 1902 als Prediger einer liberalen Synagoge, des "Tempels", in Hamburg tätig war, wurde er 1903 nach Frankfurt berufen. Hier sollte er die inzwischen geschwächte jüdische Reformbewegung neu beleben. Während seiner Frankfurter Zeit wurde Seligmann zum Führer der religiösliberalen Strömung in Deutschland. Zuerst schuf er ein neues liberales Gebetbuch für die Frankfurter Gemeinde, danach ein Einheitsgebetbuch für die liberalen deutschjüdischen Gemeinden. Er gründete die Zeitschrift "Liberales Judentum" und war maßgeblich an der Vereinigung der Liberalen in Deutschland beteiligt. Im Jahre 1912 verfaßte er die "Richtlinien", welche die theoretischen Grundlagenund das Programm eines neuen Judentums im Geiste des religiösen Liberalismus bilden sollten. Diese Richtlinien lösten heftige Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinde aus und konnten nicht in den religiösen Alltag umgesetzt werden. Im Jahre 1932 trat er in den Ruhestand. 1939 gelang es ihm, nach England zu emigrieren. In London wurde er Mitbegründer einer liberalen Frankfurter Emigrantengemeinde. Dort starb er 1950. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen Aufsätze, Predigten und Vorträge, die Bearbeitung der PessachHaggada sowie sein Hauptwerk, die 1922 gedruckte "Geschichte der jüdischen Reformbewegung". (Quelle: www.judengasse.de)

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Unter seinem hebräischen Namen Naftali Herz Tur- Sinai wurde die H.S. in den 50er Jahren in Israel neu bearbeitet und herausgegeben.

Der Hänssler- Verlag druckte sie 35 Jahre später ohne die Masorah unverändert nach: _______________________________________________________________________________________

Die Heilige Schrift (1958) ✡ מקרא ותרגומו

תורה נביאים וכתובים

Neu ins Deutsche übertragen von Naftali Herz Tur - Sinai (H. Torcyner) עם תרגום לגרמנית מאת נפתלי הרץ טור‾ סיני

mit dem hebräischen Text nach M. H. Letteris *

Jerusalem (Israel): Hozaah Ivrith / The Jewish Publishing House. ירישלים: הוצאה עברית בע "מ

[* Zolkiew, Galizien 13. Sept. 1800 Mem.png 19. Mai 1871 Wien (Austria)]


Erster Band: TORA / FÜNFBUCH

Jerusalem: wie oben: © 1954

Koph.png Wortstimme

"Ist keiner, gleich Jeschurun, Gott,

Der hin am Himmel fährt, ist dir zur Hilfe,

Einher in Höhen in Erhabenheit.

Der Zuflucht vor der Vorzeit Göttern war,

Die unten nun, der Urzeit Arme;

Er hat den Feind vor dir vertrieben

Und sprach: ‚Vernichte!‛

So wohnt denn sicher Jisraël,

Selbstsicher Jaakobs Quell,

In einem Land von Korn und Most,

Auch seine Himmel träufeln Tau.

Heil dir, o Jisraël, wer ist dir gleich?

Du Volk, dem Hilfe ward vom Ewigen!

Er, deines Schutzes Schild,

Der deines Stolzes Schwert!"

Debarim - Rückschau 33: 26 - 29a
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Zum Buch:
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Gebundener Oktavband, fadengeheftet; IX, 701 & (2) S. Buch öffnet von vorne; Übersetzung auf linker, masoretischer Text auf rechter Doppelseite. Schrifttext fortlaufend, poetische Stücke kolometrisch gesetzt. Versnummerierung am Außenrand.

Zu Jerusalem, im Jahre 1954 schrieb N. H. Tur–Sinai jeweils ein hebräisches und deutsches (dreiseitiges) "Zum Geleit".


Zweiter Band: NEBIIM RISCHONIM / VOLKSGESCHICHTE

Jerusalem: Wie oben: o. J. (1954)

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Buchdaten: wie oben; 618 & [4 Leer–] Seiten. Kein extra Vorwort.

Dritter Band: NEBIIM AHARONIM / DIE GOTTBEGEISTETEN

Jeruslaem: wie oben: o. J. (1957)

Koph.png Wortstimme


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Zum Buch:

Buchdaten: wie oben; 650 & [5 Leer–] Seiten.


Vierter Band: KETUBIM / SCHRIFTTUM

Jerusalem: wie oben: o. J. (1958)

Mit einer Beilage "Geleitschrift" zum Schlußband (Band IV):

Die Heilige Schrift im hebräischen Urtext und in Übertragung

Jerusalem: wie oben: o. J. (1958)

Koph.png Wortstimme


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Zum Buch:

Buchdaten: wie oben; 790 & [5 Leer–] S.

Die Geleitschrift zum Schlußband umfasst 48 S. Darin auch das Nachwort des Herausgebers N. H. Tur–Sinai, datiert 10*. März 1959 / 10. Adar II 5719. Darin heißt es u. a.:

»Der Übersetzer einer traditionellen jüdischen Bibel hat grundsätzlich dem in allen wesentlichen Punkten unabänderlichen masoretischen Text zu folgen und in mmöglichster Treue den Inhalt wiederzugeben, der sich in den so oft nur allzu dunkeln Worten dieses Textes bergen mag. (…), und darin liegt der Fortschritt in der hier vorgelegten neuen Übersetzung, auch gegenüber jenem früheren Übersetzungswerk, das der Verfasser, unter Benützung von Vorarbeiten anderer, im Auftrag der jüdischen Gemeinde Berlin in den Jahren 1935 – 37 herausgegeben hat. (…)« 

[Das Datum 10. ist ein Druckfehler; es muß heißen: 20. (d. Vf.)]


Die Heilige Schrift

Neu ins Deutsche übertragen von Naftali Herz Tur - Sinai

(Einband- Ausgabe, deutsch)

Stuttgart: Hänssler Verlag 1993; weitere Auflagen

Holzgerlingen, Württ.: SCM – Hänssler (5. Auflage 2008)

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Zum Buch:

Der Drucksatz des deutschen Textes der Jerusalemer Ausgabe von 1958 wurde samt Vorwort unverändert übernommen.


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links: erste deutsche Auflage, rechts Einband der 5° 2008