Storck, Wilhelm

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Storck, Wilhelm (* Genna b. Letmathe, Sauerland 5. Juli 1829 † 16. Juli 1905 Münster in Westf.) Prof. Dr. phil. Geh. Regierungsrat


Die Psalmen

in stabreimenden Langzeilen von Wilhelm Storck

Münster i. W.: Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung 1904.

Pe.png Wortstimme

Der Herrgott, der Gott der Götter, der Höchste,

Er redet ernsthaft und ruft die Erdenwelt

Von der Sonne Aufgange bis zum Untergang der Sonne.

Aus Sion erscheint, aus dem schönen Sitze,

Der herrliche Glanz des erhabenen Gottes.

Er will nicht schwegen, herrlich erscheint er:

Ihm flammt vor den Füßen fressendes Feuer,

Und wirbelnder Wettersturm umwogt den Waltenden.

Er beruft die Himmel aus ragender Höhe

Und die Runde des Festlandes, sein Volk zu richten:

„Herholt zur Mahlstätte mir meine Heiligen,

Die betend und opfernd aschten mein Bündnis!"

Die Himmel rühmen des Herrn Gerechtigkeit;

Er wägt und richtet und gerecht ist sein Wahrspruch.

„Mein Volk, ich nahe dir, vernimm mich fügsam,

Bezeige dich aufmerkend, Israel, dem Zeugnisse:

Ich bin dein Herrgott, dein Herrgott bin ich.

Psalm 50 (49)

Du zeigtest dich, Ewiger, als unsere Zuflucht,

Als Schutz und Schirm von Geschlechte zu Geschlechte.

Eh weiland die Berge wurden geboren

Und aufstieg die Erde und aller ihr Umkreis,

Da warst du von Ewigkeit zu Ewigkeit Weltherr,

O Gott alleinzig an Großheit und Allmacht!

Du wandelst Sterbliche in Staub und Verwesung,

Den Menschen gebietend mit mächtigem Bannworte:

„Ihr wurdet aus Erde, so werdet zu Erde!"

Ach, Ewiger! es dauert in deinen Augen

Ein ganzes Jahrtausend wie gestern der Tag,

Der nunmehr dahin ist und nimmermehr herkommt,

Gleich einer Nachtwache, enteilend im Nu.

Psalm 90 (89)
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Zum Buch:

Ein gut zweiseitiges Vorwort schrieb der Germanist Dr. phil. Wilhelm Storck zu Münster i. W. am 31. Oktober 1903. Darin weist er auf die mannigfaltigen Versuche, den aus der hebräischen Sprache erwachsenen Psalter in eine deutsche Verskunst hinein nachzubilden, hin. Bis dieses herausfordernde Unterfangen ein befriedigendes Ende gefunden habe und textlich irgendwann einmal erschlossen sein würde, propagiert er seine stabreimende Langzeile als deutlichste und eindringlichste künstlerische Form.

Das 258- seitige Buch ist in Kleinoktav hergestellt und in Fraktur gedruckt. Außer dem Vorwort gibt es keine Beigaben zum vollständig übersetzten Psalter. Auf eine Verseinteilung hat der römische Katholik verzichtet. Die Psalmen sind nach dem Hebräischen nummeriert, die Zählung der Vulgata ist in Klammern beigegeben. Ob Wilhelm Stork die Vulgata oder das Hebräische als Textgrundlage benutzt hat, kann auch ein Vergleich nicht genau klären; diese Art der Übertragung soll wohl auch keine Arbeit im wissenschaftlichen Sinne sein.

Lieder und Sprüche der Heiligen Schrift

in stabreimenden Langzeilen von Wilhelm Storck.

Münster i. W.: Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung. 1905.

Koph.png Wortstimme

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Zum Buch:

Dieses gebundene, fadengeheftete Buch ist in Kleinoktav hergestellt mit Lesebändchen und in Fraktur gedruckt; es umfaßt VIII & 272 S. Alle Texte sind einspaltig und abschnittsweise gesetzt, Kapitel– und Versangaben sind nicht gemacht. Im Anhang sind diese jedoch mit "Angaben der Fundorte" deklariert. Daraus ist ersichtlich, daß die Texte aus AT und NT in 101 Kapitel aufgeteilt sind.

Im einzelnen sind Verse aus folgenden Kapiteln übertragen:

  • 1. Moses 1 • 2. Moses 15 • 4. Moses 21 • 24 • 5. Moses 32
  • Richter 5 • 11 • 14 bis 16
  • I Sam. 1 • 18 • II Sam. 1 • 2.
  • I Chronik 16
  • Judith 16
  • Hiob 38
  • Salomo: Sprüchwörter 10 bis 29 • 31
  • Salomo: Prediger 1 bis 3 • 5 • 9 • 12
  • Salomo: Hohelied 2
  • Salomo: Weisheit 5
  • I Könige 8
  • Sirach
  • Propheten: Jesaias
  • I Makkabäer
  • Lukas 1 • 2

Im zweiseitigen Vorwort, datiert Münster (i. W.), am 5. Juli 1904. schreibt Wilhelm Storck unter anderem:

»In diesem Büchlein biete ich dem geneigten Leser „Lieder und Sprüche der Heiligen Schrift“ und zwar „in stabreimenden Langzeilen“, wie früher „Die Psalmen“. Die Auswahl der Stücke wurde so getroffen, daß keins dem Verständnisse Schwierigkeiten böte, sondern für jedes Auffassung und Bedeutung aus dem Schulunterrichte in „biblischer Geschichte“ sich ergäben. (…) Über die stabreimende Langzeile, die künstlerische Form der vorliegenden Vedeutschung, ist für den Kenner der altgermanischen Dichtung, mag er diese im Urtexte oder in Nachbildungen gelesen haben, ein erläuterndes Wort durchaus überflüssig und dürfte einzig die Bemerkung am Platze sein, daß die sämtlichen (4500) Langzeilen mit je vier Stabreimen versehen sind: aaaa oder abab oder abba.«

¶ Das Buch Hiob

in stabreimenden Langzeilen von Wilhelm Storck.

Münster i. W.: Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung 1906

Koph.png Wortstimme

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Zum Buch:
Noch nicht im Archiv!

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Biogramm:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Storck ________ Weiterhin ist eine interessante Vita erschienen bei www.sauerlaender-heimatbund.de/De_Suerlaender_Heimatkalender_1968.pdf _____- https://www.ulb.uni-muenster.de/sammlungen/nachlaesse/teilnachlass-storck.html