Steiner, Rudolf

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Anthroposophie.png

Steiner, Rudolf Joseph Lorenz (* 27. Feb. 1861 Nieder Kraliewitz, Kroatien † 30. März 1925 Dornach, Ct. Solothurn)


Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament

Aufzeichnungen aus Notizbüchern, auf Notizzetteln, in Büchern und Briefen, sowie Passagen aus Vortragsmitschriften, ca. 1903 – 1923

ⓒ 2018 Herausgegeben von der Rudolf Steiner Nachlassverwaltung, Dornach. Die Herausgabe besorgen Anne–Kathrin Weise und David Marc Hoffmann. Gesamtausgabe Band GA 41a

Basel (Schweiz): ⓒ 2018 Rudolf Steiner Verlag. 1. Auflage 2018

Sigma.gif Wortstimme

In den Urbeginnen verdichteten die Götter das Aetherische und das Astralische.

Und das Aetherische war ungeordnet / es war finster (denn das Licht war erst im Astralischen), und über dem Aetherischen war der göttliche Geist

Und es offenbarte sich das Astralische im Aetherischen als Licht und es kamen hervor diejenigen, welche nicht zum Lichte konnten.

Die Geister des Lichtes machten den Tag; die Geister der Finsternis die Nacht.

Es schieden sich im Aetherischen, obere und untere Wesen.

–––––––––––––––––––

Und Gott setzte eine Feste, da, wo das Sichtbare aufhört und das Unsichtbare anfängt.

1. M. 1:1–5 __________ 1. M. 1:6–7

Vater, der du warst, bist und sein wirst.

In unser aller innerstem Wesen / Dein Wesen wird in uns allen verherrlicht und hoch gepriesen

Dein Reich erweitere sich in unseren Taten und in unseren Lebenswandel

Deinen Willen führen wir in der Betätigung unseres Lebens so aus / Wie Du, o Vater, ihn in unser innerstes Gemüt gelegt hast.

Die Nahrung des Geistes (das Brot des Lebens) / Bietest Du uns in Überfülle / In allen wechselnden Zuständen unseres Lebens

Den Versucher lässt Du nicht über unsere Kraft in uns wirken / Da in Deinem Wesen keine Versuchung bestehen kann

Denn der Versucher ist nur Schein und Täuschung / Aus der Du, o Vater uns durch das Licht Deiner Erkenntnis herausführst

Deine Kraft und Herrlichkeit wirke in uns / In die Zeitläufe der Zeitläufe

Mat 6:9–13 («Das esoterische Vaterunser» 
oder das «Vaterunser der Apostel»)
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; 293 & (3) S.; Bibelübertragungen aus Steiners gesammelten Notizen sind photomechanisch als "Übersetzungen und freie Übertragungen in der Handschrift von R. Steiner reproduziert auf linker, die exakte Transkription auf rechter Doppelseite wiedergegeben. Übertragungen aus Abschriften bzw. Mitschnitten sind in Sinnzeilen abgedruckt, häufig zusammen mit seinen Anmerkungen. Das Inhaltsverzeichnis der übertragenen Bibeltexte läßt folgende Abschnitte erkennen:

1. Mose 1:1-7 • 3:5 •• 2. M. 20:2–17 •• 1. Kön. 21:19 •• Ps 104:13 •• (Texte aus) Mat. 5 • 6 • 7 • 8 • 10 • 24 • 28 •• Mark 1 • 8 •• Luk 2 • 7 • 14 • 17 • 23 •• Joh 1 • 2 • 3 • 6 • 8 • 10 • 11 • 14 • 17 •• Apg 17 •• 1 Kor 2 • 12 •• Gal 2 •• Phi 2 •• Kol 3 •• 1 Tim 3 • 4 •• 2 Tim 1 •• Heb 5 •• Jak 1 •• Off 1 • 5 •• Nicht wenige Texte sind mehrfach in unterschiedlicher Form übersetzt bzw. übertragen.

Ab. S. 197 unter dem Titel "Zu dieser Ausgabe" ist alles Wissenswerte zur Textgestalt, zu Charaker und Funktion, zur Übersetzungspraxis und zum Kontext erzählt. –– "Hinweise zum Text" ab S. 206, ab S. 230 "Liste der Bibeln in der Bibiothek Rudolf Steiners. Zu finden sind neben Urtextausgaben Namen von Übersetzern wie J. Johlson, Philippson/ Landau/ Kämpf, M. Luther, Kautzsch/ Weizsäcker, van Eß, O. Hauser, R. Clemens, E. Hennecke sowie einige nicht–deutsche BA. Beschlossen wird das Buch mit dem umfangreichen "Verzeichnis der Bezüge auf Bibelstellen in der Rudolf Steiner Gesamtausgabe".

Zur Steiners Übersetzungpraxis ist folgendes gesagt:

Steiners Ringen um eine adäquate deutsche Version der Bibelstellen ist wesentlich am geistigen Sinn, wie er sich ihm erschlossen hat, orientiert, etwa analog zu den Übersetzungsversuchen des Goethe´schen Fausts, der »vom Geist recht erleuchtet« das griechische logos im Johannesprolog in immer neuen deutschen Begriffen zu fassen versucht: Wort …– Sinn – Kraft – Tat (…). So sprach er sich gegen eine nur am Wörterbuch orientierte «lexikographische» Übersetzung aus, bei der das «Wesentliche» nicht erfasst werden kann, und vertrat, dass man «hinübergleiten» muss «zu dem Sinn, den man treffen will in der andern Sprache». Dieser Ansatz geht damit einher, dass Steiner die Bibel, namentlich das Neue Testament, als «eine Art übersinnlicher Offenbarung» auffasste, die nicht allein «menschlichen Ursprungs» ist. Im Sinne dieser Aussage – «In der Bibel ist Geist! Man muss, wenn man die Bibel übersetzt, sie eben geistig übersetzen.» – hat Steiner sich bisweilen in seiner Sinnorientierung vom hebräischen oder griechischen Urtext entfernt und freie Übertragungen und Paraphrasen formuliert. Diese manchmal sehr freien Übersetzungen und Übertragungen (z. B. Joh. 1,14 und Galater 2,20) wurden schon unter frühen anthroposophischen Theologen, namentlich Rudolf Frieling [ ⇒ Frieling,_Rudolf ] aus philologischen Gründen wegen ihrer Abweichung gegenüber dem griechischen Urtext lebhaft diskutiert. (…)“

Im Abschnitt "Zu dieser Ausgabe" ist die interessante Vita des Gründers der Anthroposophie aufgeschrieben. Der Autor wuchs auf in Neudörfl, Burgenland, und nicht an seinem Geburtsort Nieder Kraliewitz (heute: Donji Kraljevec) im nördlichen Kroatien).

Siehe auch ⇒ Behrmann,_F._&_Steiner,_R. ___ Anthroposophisch_/_Christengemeinschaft

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Biogramm:

https://anthrowiki.at/Rudolf_Steiner __ https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Steiner