Schwarz, Gottlieb

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Schwarz, Gottlieb Gedaljah גדל ברא שווארץ (* Kremsier Kr. Prerau, Mähren 13. Feber 1806 Mem.png 27. Mai 1875 ebenda) Oberlehrer




Chinnor Kodesch. Die Psalmen. ✡ כנר קדש הוא ספר תהלים

Zunächst für israelitische Religionsschulen wortgetreu übersetzt und mit erläuternden Anmerkungen versehen von Gottlieb Schwarz (hebr. / dt.)

Wien (Austria): gedruckt bei Josef Stöckholzer v. Hirschfeld. Verlag des Verfassers 1867

Koph.png Wortstimme

"Gebet von Mosche, dem Manne Gottes. Herr!

Zuflucht warst du uns in jedem Geschlechte.

Ehe die Berge geboren wurden, Erde und Welt

du entstehen ließest, und von Ewigkeit zu Ewigkeit

bist du, Gott. Du führst zurück den Steblichen

bis zum Zerfall, und sprichst: Kehret zurück ¹,

Menschenkinder. Denn tausend Jahre sind in deinen Augen

wie der gestrige Tag, der vergangen,

und eine Wache in der Nacht." _______________________________________________ ¹) Zum Staube. Auch: Kommt zurück. In Bezug auf die Seele.

90: 1-4
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Zum Buch:

Gottlieb Gedal Schwarz schrieb "im Monate der Befreiung 5626" (a. D. 1866) in Kremsier, Ostmähren (heute: Kroměříž, Tschechien) die Vorrede zur Psalmenausgabe »Die heilige Harfe«. Darin begründet er u. a. die Herausgabe mit der Behauptung:

"Doch besitzen wir auch den durchgreifenden Behelf (die Pflege und das Verstehen der Pss; d. Vf.) hiezu? —— Ich antworte mit: Nein! Die Uebersetzung unsers unsterblichen Meisters, Mendelssohns —— und das muß unstreitig jeder Kenner sagen —— taugt für die Schule ganz und gar nicht. Will der Lehrer treuer Übersetzungen, also der von Zunz, Philippson, Herxheimer, sich bedienen —— woraus soll der Schüler die übende Wiederholung vornehmen, da diese Werke der weit überwiegenden Zahl der Schüler unzugänglich sind?"

Rabbiner Josef Weisse (* Plumenau, Mähren 1812 Mem.png 1897 Neustadt a. d. Waag, Slowakei) schrieb auf hebräisch die offizielle Gutheißung zum Werk.

Zudem ist ein Briefwechsel mit einem christlichen "Freund" des Verfassers, Samuel Mosinger aus Warasdin, Kroatien, datiert 1. Dez. 1865, abgedruckt.

Pro Seite werden die biblischen Texte im von hinten sich öffnenden Buch zweispaltig abgedruckt; die rechte Spalte schreibt den hebräischen Text, die linke die Übersetzung. Deutscher Drucksatz im schmalen Oktavband ist Fraktur. Kurze inhaltliche Anmerkungen zum Text sind in die Fußnote gesetzt. Auch die sprachlichen Einschätzungen des mittelalterlichen Kommentators Raschi kommen zu Wort. Das Tetragramm übersetzt Lehrer Schwarz mit "der Ewige".

Obwohl als Schulbuch konzipiert, ist die Art der Üs alles andere als das, was wir heutzutage mit "leicht lesbar" definieren würden. Man legte damals andere Maßstäbe an das Können der Talmidim.....



Biogramm.png
Biogramm:

(wurde noch wenig herausgefunden......)

Im Register Sterbmatrik, Gemeinde Kremsier, Kreis Prerau) aus den Jahren 1847 bis1878 (tom II, Nr. 446) wird als Todesfall registriert :

Gottlieb Schwarz, Lehrer, Wohnsitz: Kremsier, Judenplatz 27, starb 27. Mai 1875, begraben 29. Mai 1875. Sohn des Abraham Schwarz und der Rebeka aus Kremsier. Alter: 69 Jahre.


Gedal Schwarz wurde in dem alten jüdischen Friedhof begraben, wo Bestattungen in den Jahren 1717 bis 1927 vorgenommen wurden.