Schwanthaler, J.

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Schwanthaler, Jacob (?) (* .... Mem.png ...)


Israelitisches Gebetbuch ✡ תפלת ישראל

hebräisch und deutsch.

Verbessert und mit vielen neuen Übersetzungen vermehrt von J. Schwanthaler

Frankfurt am Main: Verlag von J. Kauffmann. Siebente Auflage o. J. (ca. 1892)

Beigebunden:

Deutsche Gebete

zum Gebrauche bei der häuslichen und öffentlichen Andacht von J. Schwanthaler.

Frankfurt am Main: Verlag von J. Kauffmann. o. J.


Koph.png Wortstimme

Dem Sangmeister, ein Psalm Davids.

Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und seiner Hände Werk verkündet das Firmament.

Tag für Tag quillt das Wort, und Nacht für Nacht spricht sich aus die Kunde.

Nicht sind es Worte und nicht sind es Reden, nicht gehört wird ihre Stimme.

Über den ganzen Erdkreis tönet ihre Saite, und dan das Ende des Erdenrunds ihre Worte.

Dem Sonnenball hat er ein Zelt an ihnen gesetzt, wo er wie ein Bräutigam hervorgeht aus seiner Kammer und wie ein Held sich freut, die Bahn zu durchlaufen.

Von jener Himmelsgrenze geht er aus, vollendet den Kreislauf bis wieder zu ihr hin und nichts bleibt seinem Scheine verborgen. –

Die Lehre des Ewigen ist vollkommen, seelenerquickend, des Ewigen zeugnis bewährt, macht Thoren weise.

Die Befehle des Ewigen sind recht, herzerfreuend des Ewigen Gebot ist lauter, erleuchtet die Augen.

Die Furcht Gottes ist rein, besteht ewig; des Ewigen Aussprüche sind wahr, sind gerecht allzumal.

Sie, die köstlicher sind als Gold und feines Geschmeide und süßer als Honig und Honigseim.

Psalm 19
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Zum Buch:

Auflagen– bzw. Druckinformationen:

  • 1. Aufl. 18??; 2. Aufl. 18xx; 3. Aufl. 1854;
  • Die 6. Auflage von 18xx wurde definitiv gedruckt in Rödelheim: Druck von M. Lehrberger u. Co.
  • Angabe in vorliegender 7. Auflage: Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein.) Frankfurt am Main.
  • 8. Aufl. ca. 1900; 9. Aufl. 19xx; 10. Aufl. 19xx; 11. Aufl. 19xx; 12. Aufl. ca. 1910; 13. Aufl. 19xx

Gebundener, fadengehefter Klein- 8° - Band. IV & 626 S. (Israelitisches Gebetbuch); sowie 32 S. (Deutsche Gebete). Frakturdruck (für den deutschen Text).

Das Publikationsdatum dieser siebenten Auflage, = vor 1894, ergibt sich aus einer Gravur auf dem Gebetbuch:

Clara Wagner / 21. Schewat 5654 (= 28. Januar 1894)

Folgende 46 Psalmen und weitere Schriftteile hat Schwanthaler aufgenommen, vielleicht sogar selbst übersetzt oder bearbeitet:

  • 2 M. 14 (57) - 5 M. 11 (69,171) - 15 (71,173,221) - 28 (15f) -
  • 1 Chr. 16 (25) - 29 (55) - Nehem. 9 (55)
  • Ps 19 (29) - 20 (127) - 24 (123) - 29 (161, 261) - 33 (41) - 34 (31) - 67 (387) - 90 (33) - 91 (35, 407) - 92 (43,165) - 93 (45,167) 95 (155) - 96 (155) - 97 (157) - 98 (159) - 100 (29) - 104 (317) - 113 (435) - 114 (435) - 115 (437) - 116 (439) - 117 (441) – 118 (441) - 120 (321) - 121 (321, 613) - 122 (321) - 123 (323) - 124 (323) - 125 (323) - 126 (323) - 127 (325) - 128 (325, 423, altern. ÜS 599) - 129 (325) - 130 (327) - 131 (327) - 132 (327) - 133 (329) - 134 (329 ) - 135 (37) - 136 (39) - 144 (387) - 145 (47, 125, 257, 299) - 146 (49) - 147 (49) - 148 (51) - 149 (53) - 150 (53)
  • Proverb. 31, 10f (195) - Mischnatraktat Pirke Avoth / Sprüche der Väter (331)
Seitenangaben im Buch in (Klammern).


Ein Vergleich hat ergeben, dass die Übersetzung in dieser "verbesserten und mit vielen neuen Übersetzungen vermehrten" Ausgabe der von Abraham Sulzbach recht ähnlich ist, die aber erst ca. 1907 erschien.

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Umschlagseite (hinten) mit Gravur für Clara Wagner 21. Schewat 5654
Vermutlich als Geschenk anläßlich ihrer Hochzeit (?), denn ihr Geburtsdatum
ist angegeben mit Schewath 5630 / 12. Februar 1870 [hier aber Datumsunstimmigkeit]

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Biogramm.png
Biogramm:

J. Schwanthaler: Mögliche(r) Kandidat(en) (laut alemannia-judaica.de und Jüdische-Gemeinden.de):

In der Synagogengemeinde Oberweilersbach, Kr. Forchheim, Mittelfranken: 1865/66 wirkte J. Schwanthaler als letzter Lehrer und Vorbeter. – Ende Januar 1866 schrieb ein Herr Schwanthaler einen kurzen Artikel zur Einweihung der Synagoge in Wailersbach bei Forchheim.

Bad Vilbel, Wetterau: An jüdischen Lehrern sind bekannt: 1877 Lehrer Schwanthaler

Bensheim, Bergstrasse: An jüdischen Lehrern werden im 19. Jahrhundert genannt: J. Schwanthaler (um 1878)

Im Jahre 1880 gab ein Jacob Schwanthaler im badischen Bruchsal folgenden Buchtitel heraus:

»Quellen des Heils – מעיני הישועה. Erziehliche und erbauliche Betrachtungen über die fünf Bücher Mosis, geordnet nach den Wochenabschnitten; ein Buch für Schule und Haus«.

Falls der Autor dieses Titels identisch ist mit dem des Gebetbuches, dann ist der Vorname Jacob gesichert.

Ein möglicher weiterer Hinweis stammt aus Bretten im Kraichgau, keine 20 km südöstlich von Bruchsal; in der dortigen jüdischen Gemeinde ist 1882 eine Fani Schwanthaler verh. Löwenthal geboren oder war dort beheimatet.