Schlögl, Nivard

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Schlögl, Nivard Johann (* Gaaden, Wienerwald 4. Juni 1864 † 24. Juni 1939 Wien (Austria)) Pater Prof. Dr. O. Cist.

Nivard Schlögl war Anfang des 20. Jahrhunderts der Hecht im Karpfenteich römisch– katholischer Bibelübersetzer; auch deswegen fiel er bei der episkopalen Obrigkeit in Ungnade und die Approbationen und Imprimaturen wurden seinen Bibelbüchern nachträglich entzogen und indiziert oder gar nicht erst erteilt. Wenn seine Kollegen mehr oder weniger treu aus der Vulgata und aus dem Griechischen traditionell das Deutsche herausarbeiteten, holte sich der Zisterziensterpater Inspirationen oft aus den lateinischen Kirchenvätern, den alten apostolischen Schriften und den frühen römischen Kirchenlehren. Manche der Kommentare zu den Arbeiten seiner Vorgänger sind von einer Arroganz geprägt, die ihresgleichen sucht. Weiterhin: Die Schriften des AT sind seiner Einschätzung nach durchaus nicht durchgängig von inspirierten Schreibern auf uns gekommen, sondern oftmals fehlerhaft hergestellt: „die Übersetzer waren oft ihrer Aufgabe nicht gewachsen“, schreibt er. So scheut er sich nicht vor Textumstellungen und kritischer Zuweisung von Dokumenten der Pentateuchschriften in vor– bzw. nachexilisch.


Die Heiligen Schriften des Alten Bundes

Bde. I & II: ✱ Aus dem kritisch wiederhergestellten hebräischen Urtexte übersetzt und kurz erläutert von Dr. Nivard Schlögl

ab Band III: ✱ Unter Mitwirkung von Fachgenossen herausgegeben von Dr. Nivard Schlögl

Erster Band:

Das Buch Mosche, Jehoschua und Schophetim

(Pentateuch, Joschua, Richter, 1. Schem. 1-7)

deutsch von Nivard Schlögl

Wien (Austria): Burgverlag Richter und Zöllner 1922

Imprimatur: Wien 1921 -- indiziert 1922 
[siehe: INDEX LIBRORVM PROHIBITORVM -- 1948]
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„Jisrael, niemand gleicht deinem Gotte.

Im Himmel zwar thronend bringt er die Hilfe, Sieg, obgleich er so weit wie die Wolken.

Ja, droben wohnet der uralte Gott, Und herunter reichet sein ewiger Arm.

Er vertrieb vor dir her die Feinde, Vertilgte die Amoriter;

Ließ Jisrael sicher wohnen, Unnahbar die Nachkomen Jaqobs Im Lande des Kornes und Mosts;

Sein Himmel träufelt ihm Tau.

Jisrael, Heil dir! Wer ist dir gleich, Du Volk durch Jahwe siegreich, Der dir schirmender Schild und siegreiches Schwert ist, Dass deine Feinde gezwungen dir huld'gen Und du über ihre Höhen dahingehst."

Deut. 33: 26- 29


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Zum Buch:

Gebndener, fadengehefteter Oktavband, XXXII, 424 & (4) S. mit zwei lithographierten Tafeln. Fraktur– bzw. Antiquadruck, je nach Textart, ob vor– oder nachexilisch verfasst. Schrifttexte einspaltig, stellenweise kolometrisch gesetzt. Kurzerklärungen und Verweisstellen in Fußnoten. Schlögl verwendet eine eigene Einteilung, die traditionellen Kapitel- und Versangaben sind in Klammern gebracht.

Nahezu sieben Seiten verwendet der Pater O. Cist. auf sein Vorwort, datiert Wien, am Feste des heiligen Leopold 1921. Darin heißt es u. a.:

»Aus dem bisher Gesagten ist schon klar, daß der alttestamentliche Bibeltext durchaus nicht unverändert in unsere Hände gekommen ist. Besitzen wir doch von mehreren Büchern und Teilen von Büchern nicht einmal mehr den hebräischen Text, sondern nur Übersetzungen.« [Hier spricht er auf die deuterokanonischen Schriften an]

Zweiter Band:

Das Buch von beiden Reichen

(1 Schemuel 8-31, 2 Schemuel, 1 und 2 Könige), Das Buch der Chronik (1 und 2 Chr., Esra 1-6, Nehemia 1-13, Esra 7-10), Tobija, Jehudit, Ester, Erstes und Zweites Buch der Maqqabäer deutsch von Nivard Schlögl

Wien: Burgverlag Richter und Zöllner 1922

Imprimatur: ------ [nicht erteilt]


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Da sprach Haman zum König Kschejarscha:

„Es gibt da ein besonderes Volk, das unter den Völkern in allen Provinzen deines Reiches zerstreut und verteilt ist; ihre Gesetze sind verschieden von denen jedes anderen Volkes, und die königlichen Erlässe befolgen sie nicht; es ist daher unbillig, sie in Ruhe zu lassen.

Wenn es dem König recht ist, werde eine Schrift erlassen, daß man sie vernichte. Dann will ich 10 000 Talente Silbers den Werkleuten auf die Hand wägen, daß sie es in das königliche Schatzamt bringen.

Ester 3: 8- 9
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Zum Buch:

Wie oben, XVI, 607 & (2) S. samt einer Doppeltafel. Schriftworte meist einspaltig in Fraktur– bzw. Antiquadruck, je nach Originalität des Textes. Schlögl nimmt seine eigenen Benennungen und Zählungen der biblischen Bücher vor, die Samuel– und Königsbücher bezeichnet er "Das Buch von den beiden Reichen 1 bis 96", die Bücher der Chronik, Esra und Nehemia nennt der "Das Buch der Chronik 1 bis 86"; die traditionelle Kapitel– und Verseinteilung setzt er in Klammern. Die deuterokanonischen Schriften Tobija, Jehudit sowie die nur griechisch erhaltenen Teile von Ester sind in Doppelspalten abgedruckt, je eine für die LXX und die Vulgata; das trifft nicht zu für die ÜS der Maqqabäerbücher.

Vorwort ist keines geschrieben. Zur Nichterteilung der kirchlichen Druckerlaubnis hüllt Schlögl sich in Schweigen.

Die poetisch = didaktischen Bücher (1. Teil)

1. Teil: Die Psalmen

aus dem kritisch wiederhergestellten hebräischen Urtext ins Deutsche metrisch übersetzt und erläutert von Dr. Nivard Johann Schlögl

Wien und Leipzig: Orion = Verlag 1915

Imprimatur: Wien 1915


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1a Gebet Mošes, des Mannes Gotte. Herr, von Ewigkeit her bist du, 2c Von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.

a Bevor noch die Berge geboren, b Bevor noch erzeugt war der Erdkreis.

3 Du lässest den Menschen zu Staub wieder werden; Du sprichst: «Kehrt zurück, ihr Menschenkinder.»

4 Tausend Jahr´ sind vor dir Wie der gest´rige Tag, der vergangen.

5 Du säest sie Jahr für Jahr; Sie sind wie das Gras, das vergeht; 6 Das morgens blüht, um zu welken, Am Abend gemähet verdorrt.

_______________________________________

1b: Hebr.: ‚Herr, Wohnung (Griech.: Zuflucht) bist du uns gewesen in Geschlecht und Geschlecht';

4c: ‚und (wie) eine Wache in der Nacht' (Glosse)

5a: Hebr.: ‚Du schwemmst sie hinweg, ein Schlaf sind (sie)'.

90. (89.) Psalm


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Zum Buch:

Gebundener Quartband, Fadenheftung; XX, 146 & *36 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig kolometrisch und versweise gesetzt. Zählung nach dem Hebräischen, die LXX- Zählung in Klammern. Acht Seiten verwendet Sch. auf "I. Die biblisch=hebräische Metrik", knapp drei auf "II. Einleitung in die Psalmen". Nach S. 146 sind 35 Seiten "Erläuterungen" angesetzt, worin Sch.' Alternativübersetzungen, solche anderer Übersetzer, Lesarten und Worterklärungen anbringt. Auch verteidigt er darin seine Umstellungen. Vom Hebräischen ist mannigfaltig Gebrauch gemacht.

Die poetisch = didaktischen Bücher (2. Teil)

2. Teil: Das Buch Ijob

aus dem kritisch wiederhergestellten hebräischen Urtext ins Deutsche metrisch übersetzt und erläutert

Wien und Leipzig: Orion = Verlag 1916

Imprimatur: Wien 1916
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Erreichest du Gottes Wesen,

Dringst du zu des Allmächtigen Ende?

Hoch ist's über dem Himmel, was denkst du?

Tief ist's unter der Hölle, was meinst du?

Länger ist es an Maß als die Erde

Und breiter ist's als das Meer.

Wenn   e r   verurteilt, verhaftet,

Das Gericht berufet, wer kann es ihm wehren?

Er kennt ja die Menschen, die selber sich täuschen,

Er sieht ja das Unrecht, das sie übersehen.

Wird doch ein Hohlkopf zur Einsicht gebracht,

Ein Wildeselfüllen gelehrig gemacht.

Şophar in Kap. 11: 7-12

O schriebe man doch meine Worte,

O grüb' man auf eine Tafel sie ein,

Mit ehernem Griffel in Blei,

O hieb' man auf ewig in Fels sie,

Dann wüßt' ich: es lebt ein Verteidiger mir,

Und trät er auf Erden als Letzter auf.

So ist's eingeprägt mir unter der Haut

Und meinem Fleisch schau' ich dies ab,

Was ich allein für mich sehe —

Meine eigenen Augen seh'n 's und sonst niemand! —

O, das Herz zerbricht mir im Innern!

Kap. 19: 23- 27


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Zum Buch:

Gebundener Quartband, Fadenheftung; XII, 50 & *22 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig kolometrisch und versweise gesetzt, ausgenommen die Rahmenerzählung. Erläuterungen (siehe oben) nach S. 50.

In der einseitigen Einleitung erklärt der Pater O. Cist. u. a.:

»Ijjob (... vgl. arab. "Schlauch") ist eine historische Person (vgl. Tob. 2,12–15, Ez. 14, 14–20; Jak. 5,11) die zur Zeit der Patriarchen (um 2000 v. Chr.) als monotheistischer Beduinenhäuptling an der Westgrenze der syrisch–arabischen Wüste gelebt hat und deren Geduld im Unglück sprichwörtlich geworden war.«

[Die poetisch = didaktischen Bücher (3. Teil)]

3. Teil: Sprüche, Qohelet, Hohes Lied, Buch der Weisheit

war geplant, ist aber nicht erschienen.

[Die poetisch = didaktischen Bücher (4. Teil)]

4. Teil: Jesu'a Ben Sira

war geplant, ist aber nicht erschienen.

IV. Band

Die prophetischen Bücher (1. Teil)

1. Teil: Jesa'ja

aus dem kritisch wiederhergestellten hebräischen Urtext ins Deutsche metrisch übersetzt und erläutert

Wien und Leipzig: Orion = Verlag 1915

Imprimatur: Wien 1915


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Der eine wird sagen:   ‚J a h w e n   gehör' ich',

Der andre bekennt sich zu  J a ⊂ q o b s   G e s c h l e c h t,

der dritte verschreibet   J a h w e n   sein Können

Und bekennt sich als   I s r a e l i t e n .

Also spricht Jahwe, Jisraels König,

Sein Erlöser, Jahwe der Heere:

«I c h   bin der Erste und   i c h   der Letzte,

Außer mir gibt es keinen Gott.»

«Oder wer ist mir gleich? Der trete nur näher

Und künd' es und leg' es mir dar.

Wer hat seit jeher die Zukunft verkündet?

Sie mögen uns kundtun, was kommen wird!»

«Fürchtet euch nicht, ich hab's längst ja gesagt

Und verkündet, und ihr seid mir Zeugen.

Gibt's einen Gott außer mir?

Einen Hort, den ihr nicht kennt?"

Kap. 44: 5- 8
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Zum Buch:

Gebundener Quartband, Fadenheftung; XVII, 99 & *43 S. Antiquadruck. Schrifttexte einspaltig kolometrisch gesetzt, ausgenommen die historisierenden Texte. Aus den Erläuterungen (nach S. 99) wird ersichtlich, dass sich Schlögl der Theorie der Existenz eines Deutero– oder gar eines Tritojesaia (ab. Kap. 40) nicht verschreibt, aber nicht leugnet, dass späterhin Textänderungen, Entstellungen und Einschübe stattgefunden hatten.

Schlögl schrieb ein achtseitiges Vorwort, datiert Wien, am Feste Mariä Himmelfahrt 1915. Darin rechnet er mit einem seiner Hauptkritiker ab, nämlich Dr. Jetzinger, der in der Linzer Quartalschrift 1915 sein Psalmenbuch besprochen hatte. Andererseits lobt er die positive Kritik eines jüdischen Gelehrten, »der sicher schon als Kind die Psalmen besser kannte als mancher katholischer Theologe«, Dr. Samuel Krauss. Dieses Vorwort dient auch als apologetisches Schreiben samt Heraussteichung seiner (Schlögls) eigenen übersetzerischen Fähigkeiten.


IV. Band

[Die prophetischen Bücher (2. Teil)]

2. Teil: Jirmeja, Klagelieder, Baruk, Brief Jirmejas (Baruk 6)

war geplant, ist aber nicht erschienen.


IV. Band

[Die prophetischen Bücher (3. Teil)]

3. Teil: Jehezqel

war geplant, ist aber nicht erschienen.


IV. Band

[Die prophetischen Bücher (4. Teil)]

4. Teil: Daniel, Zwölfprophetenbuch

war geplant, ist aber nicht erschienen.



V. Band

[Ergänzungsband]

Darin: Textkritische Bemerkungen, Nachträge ausgelassener Stellen

war geplant, ist aber nicht erschienen.

Die Heiligen Schriften des Neuen Bundes

Aus dem Urtext übersetzt, mit Erläuterungen und einer Einführung - deutsch von Dr. Nivard Schögl O. Cist.

Wien: Burgverlag Richter und Zöllner 1920

Imprimaturen: Klosterneuburg 1920, Wien 1920 -- indiziert 1921 
[siehe: INDEX LIBRORVM PROHIBITORVM -- 1948]
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Betet also folgendermaßen: Unser Vater, der im Himmel du thronst, Deine Hoheit werde heilig gehalten.

Laß kommen zu uns dein Reich!

Dein Wille gescheh auf der Welt wie im Himmel!

Gib uns heut unser Brot nach Bedarf!

Vergib unsre Schulden uns, Wie auch wir unsern Schuldnern vergeben!

Laß nicht in Versuchung uns kommen, Sondern erlös uns vom bösen Feinde.

Matth. 6: 9- 13

Denn ich bin vom Herrn belehrt worden, wie ich auch euch mitgeteilt habe, daß nämlich der Herr Jesus in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, das Brot nahm, es verwandelte, brach und sprach: „Dies ist mein Leib, der für euch geopfert wird; dies tut zu meiner Gedächtnisfeier."

Ebenso tat er mit dem Weine nach dem Mahle und sprach: „Dieser Kelch ist dern neue Bund in meinem Blute. Dies tut, sooft ihr ihn trinkt, zu meiner Gedächtnisfeier."

Sooft ihr also   d i e s e s   Brot eßt und diesen Wein trinkt, predigt ihr den Tod des Herrn, bis er wiederkommt.

Paulus in 1. Korinther 11: 23- 26
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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Oktavband; 428 S. Frakturdruck; Schriftteste einspaltig abschnittweise gesetzt; poetische Stücke sowie Reden kolometrisch. Kurzerklärungen, Wortbedeutungen, Verweis–und Parallelstellen in Fußnoten. Die Evangelien, Apg, die Paulinischen und Katholischen Briefe sowie die Offenbarung sind eingeführt. Weiterhin sind vorhanden ein Abkürzungsverzeichnis und ein Verbesserungsblatt.

Schlögl hat den Kanon etwas umgestellt, die Apg folgt auf das Lukasev; darauf das Johannesev, die paulinischen, die katholischen Briefe und die Offenbarung Johannis.

Dr. P. Nivard Schlögl verfasste ein zweiseitiges Vorwort, datiert Wien, am Feste des hl. Hieronymus 1920; darin rechnet er recht gnadenlos mit anderen Übersetzern ab, sowohl katholischen als auch protestantischen, denn seine Üs allein kann es richten; er bleibt dabei katholischer als es nottut: Zur Vorlage fürs Griechische dient die Tradition: Das Wort αδελφος (adelphos) (gr.) und frater (lat.) bedeutet nicht "Bruder", sondern, weil im gesamten NT kein Bruder nachzuweisen ist, “Vetter“. Ευλογειν, ευχαριστειν (eulogein, eucharistein) beudeuten nicht "danken", sondern "verwandeln", das wohl, um die Transsubstantiationslehre biblisch zu untermauern. Nicht überall greift er zu weit, Gedankenlosigkeit kann man ihm nicht vorwerfen. Eine sonderliche Formtreue, geprüft an relevanten Stellen, ist ihm aber auch nicht eigen.

Welche Grundlage für seine außergewöhnliche Üs benutzte, sagt er in einem zweiseitigen Nachwort:

»Da von verschiedenen Seiten betreffs meiner Übersetzung des Neuen Testaments nach dem griechischen Urtext Bedenken geltend gemacht wurden, weil ich an manchen Stellen sehr von den gewöhnlichen Übersetzungen abweiche und scheinbar nciht die Vulgata übersetze, sondern ihr widerspreche, sei es mir gestattet, diese Bedenken zu entkräften.« Darauf führt er diverse Fehlübersetzungen seine Vorgänger auf, wie bereits im Vorwort begonnen. "Brüder Jesu" zu übersetzen, branntmarkt er z. B. als Gotteslästerung. Schlögl behauptet allen Ernstes, nach 36-jährigem Schriftstudium die erste richtige und erste deutsche Übersetzung des Neuen Bundes zu bieten.

Die Psalmen hebräisch und deutsch

mit einem kurzen wissenschaftlichen Kommentar. Von Dr. Nivard Schlögl, O. Cist.

Graz und Wien: Verlagsbuchhandlung Styria 1911

Imprimatur: Graecii 1911
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Lied für Wallfahrten

Aus den Tiefen rufe ich zu dir, Jahve; höre meine   S t i m m e .

mögen deine Ohren aufmerksam sein auf die   S t i m m e   meines Flehens.

Wenn du Verschuldungen nachträgst,   J a h v e ,  wer wird bestehen?

Nein, bei dir ist Vergebung, auf daß man dich fürchte, Ich   h a r r e   auf   J a h v e ,  es   h a r r t   meine Seele auf sein Wort.

Ich warte auf den   H e r r n ,   zuversichtlicher als die Wächter auf den Morgen.

Es   w a r t e t   Israel auf   J a h v e ;   denn bei ihm ist Erbarmen Und reichlich bei ihm Erlösung von all seinen Verschuldungen.

130. Psalm


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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Quartband, XXVIII & 236 S. Schrifttexte in zwei Spalten, links je der masoretische Text. Frakturdruck. Textkritik, Lesarten, Verweisstellen etc. in Fußnoten. Verbesserungen und Nachträge ab S. 231.

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Ein Vorwort (1 S.) ist geschrieben, datiert Wien, im Juni 1911. Darin führt er u. a. aus:

»Der Zweck dieses Kommentars ist ja, soviel als möglich den Urtext herzustellen und zu übersetzen, wie er aus der Hand des Verfassers oder des Redaktors, dem die jetzige Textgestalt zu verdanken ist, hervorging und von ihm selbst verstanden wurde.«

Die Einleitung zum Psalter umfasst 18 S. Kenntnis der hebräischen Sprache ist hilfreich.

Buchbesprechung aus: "Der Israelit", Nov. 1911. Hier heißt er Schloedl.

Die Bücher Samuelis oder Erstes und zweites Buch der Könige

übersetzt und erklärt

Wien: Verlag von Mayer & co. 1904

Reihe: Kurzgefasster wissenschaftlicher Commentar zu den Heiligen Schriften des Alten Testamentes

auf Veranlassung der Leo - Gesellschaft herausgegeben von Prof. Dr. Bernhard Schäfer, Wien

Abtheilung 1, Band 3, I. Hälfte

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Daher seiest du gepriesen, Herr, Gott, denn dir ist keiner gleich, und nicht gibt es außer dir einen Gott, nach allem, was wir mit eigenen Ohren gehört haben.

Wo aber auf der Welt gibt es ein Volk, wie dein Volk Israel, dass Gott hingegangen wäre, es sich als sein Volk zu erlösen und und sich durch seine Groß thaten an ihm einen Namen zu machen auf Erden, (zu vertreiben) vor deinem Volke her, das du dir aus Ägypten erlöst hast, Völker und Götter?

Denn du hast dir dein Volk Israel zu einem Volke für immer gemacht, und du hinwieder, Herr, Gott, bist ihm zum Gotte geworden.

2. Sam. 7:22- 24 nach der Vulgata

Mein Herr Jahwe, um dich zu ehren und um dich zu verherrlichen, habe ich all diese Pracht beschafft, um kundzuthun deinen Dienern auf diese Weise die Größe Jahwes, unserers Gottes.

Denn keiner ist dir gleich, und es gibt keine Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren eigenen Ohren gehört haben.

Und welches andere Volk gibt es auf Erden wie dein Volk Israel, dass Gott hinggegangen wäre, es loszukaufen sich zur Gemeine und sich einen Namen größer und erstaunlicher Thaten zu machen, zu vertreiben wie vor deiner Gemeine her, die du die aus Ägypten losgekauft hast, Völker und Götter?

Und du machtest deine Gemeine Israel auf immer, und du, Jahwe, wurdest ihnen zum Gotte.

2. Sam. 7:22- 24 nach dem corrigierten masoretischen Text
Imprimatur: Viennae 1904
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Zum Buch:

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Die Bücher der Könige ♦ Die Bücher der Chronik

(Drittes und viertes, hebr. erstes und zweites)

übersetzt und erklärt

Wien: Verlag von Mayer & co. 1911

Imprimatur: Viennae 1911

Reihe: Kurzgefasster wissenschaftlicher Commentar zu den Heiligen Schriften des Alten Testamentes

auf Veranlassung der Leo - Gesellschaft herausgegeben von Prof. Dr. Bernhard Schäfer, Wien

Abtheilung 1, Band 3, II. Hälfte


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Und als er dorthin gekommen war, blieb er in einer Höhle; und siehe, das Wort des Herrn erging an ihn, indem er zu ihm sprach:

»Was machst du hier, Elias?« Dieser aber antwortete: »Von Eifer brannte ich für den Herrn, den Gott der Heerscharen, weil die Kinder Israels deinen Bund verließen, deine Altäre niederrissen,

deine Propheten mit dem Schwerte töteten; ich bin allein übrig,
und sie trachten mir das Leben zu nehmen.«

Jener sprach zu ihm: »Tritt heraus und steh auf dem Berge vor dem Herrn. Und siehe, der Herr geht vorüber und ein großer und heftiger Sturm, der die Berge erschüttert und die Felsen zerschellt, vor dem Herrn; doch nicht im Sturme ist der Herr. Und nach dem Sturme Erdbeben; doch nicht im Erdbeben ist der Herr. Und nachd dem Erdbeben Feuer, doch nicht im Feuer ist der Herr. Und nach dem Feuer das Wehen einer sanften Brise.«

Als Elias das hörte, verhüllte er sein Angesicht mit dem Mantel, trat heraus und blieb an Eingange der Höhle stehen; und siehe, eine Stimme sprach zu ihm: »Was machst du hier, Elias?«

Und er antwortete: »Von Eifer brenne ich für den Herrn, den Gott der Heerscharen, weil die Kinder Israels deinen Bund verließen, deine Altäre zerstörten und deine Propheten mit dem Schwerte töteten; nun bin ich allein übrig, und sie trachten, mir das Leben zu nehmen.

3. Könige 19: 9-14 V
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Zum Buch:

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Job und Sprüchwörter

übersetzt und erklärt von Nivard Schlögl

Wien: Verlag von Mayer & Co. ........

Reihe: Kurzgefasster wissenschaftlicher Commentar zu den Heiligen Schriften des Alten Testamentes

auf Veranlassung der Leo - Gesellschaft herausgegeben von Prof. Dr. Bernhard Schäfer, Wien

Abtheilung II, Band 2

war geplant, ist vermutlich aber nicht erschienen.

Imprimatur: ??

Biogramm:

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BERNARD von Clairvaux, Ordensgründer der Zisterzienser (*1090 † 1153)


http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Schlögl,_Nivard // http://de.wikipedia.org/wiki/Nivard_Schlögl

http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Schlögl,_Nivard/Bibliographie // http://www.academia.edu/1968921/P._Dr._Nivard_Schlögl_O.Cist._Bibelwissenschaftler_und_Studentenseelsorger

Nivard Schlögl war durchaus offen für Antijudaismus. Als Novizenmeister des Br. Jörg LanzLanz_von_Liebenfels,_Jörg, eines Inspirationsgebers Adolf Hitlers, hat er sich keinen rühmlichen Namen erworben.