Schierse, Franz Joseph: Unterschied zwischen den Versionen

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'''''Schierse, Franz Joseph''''' (* Beuthen/ Oberschlesien 27. Mai 1915 † 19. Mai 1992 Niederbreitbach/ Wiedtal) Pater S. J. säkularisiert; Professor  
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'''''Schierse, Franz Joseph''''' (* Beuthen, Oberschlesien 27. Mai 1915 † 19. Mai 1992 Niederbreitbach/ Wiedtal) Pater S. J. säkularisiert; Professor  
  
 
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Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium,
 
Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium,
den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur
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den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur. [Von] ''Franz Joseph Schierse''
  
Düsseldorf: Patmos Verlag 1968. 11. Aufl. 1978
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Düsseldorf/ Rhein: Patmos Verlag 1968. 11. Aufl. 1978
  
 
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Die apokryphen Texte sind entnommen aus: ''Hennecke- Schneemelcher'', Neutestamentliche Apokryphen. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen ³1959. Die Stellen aus den apostolischen Vätern aus: ''J. A. Fischer'', Die Apostolischen Väter, Kösel Verlag, München 1956.
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Daten: Klebegebundener Oktavband, Hardcover, 160 S. Schrifttexte in einer bis vier Spalten, Verweissetellen zum AT an den Versen, Worterklärungen in den Fußnoten. Am Buchschluß ab S. 153 das Stellenregister, Außerkanonische Schriften und Inhaltsverzeichnis.
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Die apokryphen Texte sind entnommen aus: ''Hennecke- Schneemelcher'', '''Neutestamentliche Apokryphen'''. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen ³1959. Die Stellen aus den apostolischen Vätern aus: ''J. A. Fischer'', '''Die Apostolischen Väter''', Kösel Verlag, München 1956.
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OStR Dr. h.c. ''Werner Trutwin'' schrieb hierzu eine vielseitige Einführung in sechs Abschnitten: "Die literarische und theologische Eigenart der synoptischen Evangelien." Im letzten Punkt st zur Übersetzung angemerkt:
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:»Die vorliegende <u>Übersetzung</u> von ''F. J. Schierse'' versteht sich als Arbeits– und Verständnishilfe. Darum folgt sie dem griechischen Wortlaut so eng wie möglich. Sprachliche Glätte oder leichte Lesbarkeit waren nicht um jeden Preis angestrebt. Andererseits ging es auch nicht darum, dem Leser durch ungewöhnliche oder gar modische Effeke zu schockieren. Die getreue Anlehnung an den griechichen text war oberster Leitsatz der Übersetzung. Gleiche Worte des griechischen Originals werden stets mit dem gleichen Ausdruck wiedergegeben. Vor allem lehnt sich die Satzstellung eng an den griechischen Satzbau an. (...) Die vorligende Synopse ist nicht vollständig. Aber die <u>Auswahl</u> ist so umfangreich, daß eine solide und zusammenhängende Arbeit mit ihr möglich ist. Ihr Leitfaden ist das <u<Markusevangelium</u>, daß als das älteste Evangelium vollständig und mit allen Parallelen dargeboten wird. (…)«
  
OStR Dr. h.c. ''Werner Trutwin'' schrieb hierzu eine vielseitige Einführung: Die literarische und theologische Eigenart der synoptischen Evangelien.
 
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Vater unser, der in den Himmeln,
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wie im Himmel auch auf Erden.
 
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Unser Brot, das für morgen <span style="color:#000000">†</span>, gib uns heute
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Unser Brot, das für morgen <span style="color:#000000">†</span>, gib uns heute.
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Und erlaß uns unsere Schulden,
 
wie auch wir erlassen haben unseren Schuldnern.
 
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Und sollst nicht hineinbringen uns in Versuchung,
 
Und sollst nicht hineinbringen uns in Versuchung,
 
sondern bewahre uns vor dem Bösen.
 
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<span style="color:#000000">†...so daß unser Sinn ist:</span> „Unser morgiges"<span style="color:#000000">  - das heißt zukünftiges -</span> „Brot gib uns heute."
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Diese Hamburger Lizenzausgabe ist bis auf den Umschlag (gebunden in dunkelblau) identisch zur o. g. Düsseldorfer Ausgabe. Lediglich die Angaben zur Imprimatur und Zulassung als Schulbuch sind weggelassen.
 
Diese Hamburger Lizenzausgabe ist bis auf den Umschlag (gebunden in dunkelblau) identisch zur o. g. Düsseldorfer Ausgabe. Lediglich die Angaben zur Imprimatur und Zulassung als Schulbuch sind weggelassen.
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==Patmos - Synopse [neu & erweitert 1979]==
 
==Patmos - Synopse [neu & erweitert 1979]==
 
Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium,
 
Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium,
den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur
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den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur. [Von] ''Franz Joseph Schierse''
  
 
Düsseldorf: Patmos Verlag. Neubearbeitete und erweiterte Auflage 1979 [= 12. Gesamtauflage]. 17. Aufl. 1984
 
Düsseldorf: Patmos Verlag. Neubearbeitete und erweiterte Auflage 1979 [= 12. Gesamtauflage]. 17. Aufl. 1984
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[Die zur Zeit (2013) neueste Auflage ist ein Nachdruck der 28. Auflage 2008, verlegt vom Oldenbourg Schulbuchverlag]
 
[Die zur Zeit (2013) neueste Auflage ist ein Nachdruck der 28. Auflage 2008, verlegt vom Oldenbourg Schulbuchverlag]
  
 
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25 '''Und siehe, ein Mann war in Jerusalem, sein Name Simeon, und dieser Mench war gerecht und fromm, wartend auf den Trost Israels, und heiliger Geist war auf ihm.
  
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26 '''Und es war ihm vom heiligen geist geweissagt worden, er solle den Tod nicht sehen, befor er den Christus des Herrn gesehen habe.
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27 '''Und er ging, im Geist, in das Heiligtum. Und in dem (Augenblick) brachten die Eltern den Knaben Jesus hinein, um zu tun, was nach dem betreffenden Gesetz Brauch war,''' 28 '''Und er nahm es'''<span style="color:#000000"> [*] </span> '''in die Arme und pries Gott und sprach:
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29 '''Jetzt entläßt du deinen Knecht, o Gebieter, nach deinem Wort in Frieden;''' 30 '''denn „gesehen haben“ meine Augen „dein Heil", das du bereitest hast im Angesicht aller Völker,''' 32 ''' ein „Licht zur Offenbarung des Volkes“ und die Herrlichkeit deines Volkes Israel.
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Lukas 2. [* es muß hier heißen: "<span style="color:#0000CD">ihn</span>",
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anstatt "es" (das Gesetz?)] 
  
 
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Imprimatur: Coloniae 1968
 
  
 
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Um dreizehn Textseiten (172 statt 159) erweitert erschien diese Synopse "in einer neuen, erweiterten und überarbeiteten Form", so ''F. J. Schierse'' in seinem nicht datierten und verorteten Vorwort zur 12. Gesamtauflage. Die bis dato (Anfang 2013) neueste unveränderte 28. Auflage wurde 2008 gedruckt (........)
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Daten: wie oben, jedoch als Paperbackausgabe. Um dreizehn Textseiten (172 statt 159) erweitert erschien diese Synopse "in einer neuen, erweiterten und überarbeiteten Form", so ''F. J. Schierse'' in seinem nicht datierten und verorteten Vorwort zur 12. Gesamtauflage. Weiter schreibt er:
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:»So enthält die Patmos– Synopse jetzt die fast vollständigen Passions–, Oster– und Himmelfahrtsgeschichten der vier Evangelien sowie die Kindheitserzählungen von Matthäus und Lukas nebst einer alttestamentlichen Parallele. (...) Am wichtigsten schien es uns, die sprachliche Form der Texte zu verbessern.«
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Die letzte unveränderte 28. Auflage wurde 2008 gedruckt.
  
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Links: Synopse Ausg. 1979 -- Rechts: Imprimatur- Ort: Köln
  
 
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''Biogramm'':
 
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Nach dem Abitur und drei Semestern Jurastudium an der Universität Breslau trat ''F. J. Schierse'' 1934 in den Jesuitenorden ein (Noviziat der Ostdeutschen Provinz im niederschlesischem Mittelsteine, dann, unterbrochen durch Reichsarbeitsdienst (RAD) und Wehrmacht, machte er die ordensüblichen Studien. Die Priesterweihe erhielt er am 16. März 1941 in Wien, weitere Theologiestudien folgten in Breslau. August 1944 bis Dez. 1945 amtierte er als Kaplan in Neiße, Oberschlesien. Danach wurde er zur Exegese bestimmt. Er absolvierte spezielle exegetische Studien in München von 1946 bis 1948, in Münster 1948/49 und am Pontificium Institutum Biblicum in Rom 1949/50. Er sollte danach an die Philosophisch- Theologische Hochschule nach Sankt Georgen in Frankfurt kommen, was jedoch am Veto des Generals scheiterte. Bevor er 1953 dann doch nach Sankt Georgen kam, war er schriftstellerisch tätig.  
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Nach Abitur und drei Semestern Jurastudium an der Universität Breslau trat er am 19. Sept. 1934 in den Jesuitenorden ein (Noviziat der Ostdeutschen Provinz im niederschlesischem Mittelsteine, heute Ścinawka Średnia in Polen), dann, unterbrochen durch Reichsarbeitsdienst (RAD) und Wehrmacht von 1939-1941, machte er die ordensüblichen Studien. Priesterweihe am 16. März 1941 in Wien, weitere Theologiestudien in Breslau, August 1944 - Dez. 1945 Kaplan in Neiße Oberschlesien. Danach wurde er zur Exegese bestimmt. Er absolvierte spezielle exegetische Studien in München von 1946-1948 mit Promotion zum Dr. theol. im Jahre 1949 in München, in Münster 1948/49 und am Pontificium Institutum Biblicum in Rom 1949/50. Er sollte danach an die Philosophisch-Theologische Hochschule nach Sankt Georgen in Frankfurt kommen, was jedoch am Veto des Generals scheiterte. Am 2. Febr. 1953 legte er seine letzten Gelübde ab. Bevor er 1953 doch nach Sankt Georgen kam, war er schriftstellerisch tätig. In Berlin 1950/51, 1951/52 in Innsbruck und 1952/53 in München. Schließlich wurde er doch Professor in Sankt Georgen und lehrte dort von 1953-1961 neutestamentliche Exegese. Im Gefolge eines Artikels von ihm über die Kindheitsgeschichten Jesu in "Bibel und Leben" wurde er als Professor abgesetzt, verließ den Orden und das Priestertum am 7. Nov. 1963 und heiratete. Beruflich war er dann Autor und Übersetzer beim Patmos-Verlag. Seine bedeutendste Leistung ist die "Patmos-Synopse" (16 Auflagen von 1968 bis 1983).  
  
Weitere Stationen: 1950/51 in Berlin, 1951/52 in Innsbruck und 1952/53 in München. Schließlich wurde er doch Professor in Sankt Georgen und lehrte dort von 1953 bis 1961.  
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''Schierse'' wurde ein tiefreichender Mangel an katholischem Sinn attestiert. Erst 1967 wurde der Antimodernisteneid stillschweigend von der Kath. Kirche abgeschafft.
  
Im Gefolge eines von ihm verfassten Artikels über die Kindheitsgeschichten Jesu in "Bibel und Leben" wurde er als Professor abgesetzt, verließ den Orden und das Priestertum und heiratete*. Beruflich war er dann Autor und Übersetzer beim Patmos-Verlag. Seine bedeutendste Leistung ist die "Patmos-Synopse" (16 Auflagen von 1968 bis 1983).
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:Weitere Stationen: 1950/51 in Berlin, 1951/52 in Innsbruck und 1952/53 in München. Schließlich wurde er doch Professor in Sankt Georgen und lehrte dort von 1953 bis 1961.  
  
* ''K. Schatz'' S.J.: »Der Fall ''Schierse''« (1961). »Ein vorkonziliarer Konflíkt mit tragischem Ausgang«. Ihm wurde ein tiefreichender Mangel an katholischem Sinn attestiert. Erst 1967 wurde der Antimodernisteneid stillschweigend von der Kath. Kirche abgeschafft.
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(Quelle: in der Hauptsache ''Klaus Schatz'' S. J.: Der Fall Schierse (1961). Ein vorkonziliarer Konflíkt mit tragischem Ausgang.)
  
  

Aktuelle Version vom 12. April 2018, 11:36 Uhr

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Schierse, Franz Joseph (* Beuthen, Oberschlesien 27. Mai 1915 † 19. Mai 1992 Niederbreitbach/ Wiedtal) Pater S. J. säkularisiert; Professor


Patmos - Synopse (1968)

Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium, den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur. [Von] Franz Joseph Schierse

Düsseldorf/ Rhein: Patmos Verlag 1968. 11. Aufl. 1978

Koph.png Wortstimme

Und herbeikam einer der Schriftgelehrten, der hatte gehört, wie sie stritten, (und weil er) wußte, daß ausgezeichnet er geantwortet hatte ihnen, fragte er ihn:

Welches ist (das) erste Gebot von allen?

Antwortete Jesus, daß (das) erste ist: „Höre Israel, ‚Herr´ (ist) unser Gott, ‚Herr´ ist ein einziger, und lieben sollst du (den) Herrn deinen Gott aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Verstandeskraft und aus deiner ganzen Stärke."

Ein zweites (ist) dieses: „Lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selber." Größer als diese ist kein anderes Gebot.

Markus 12: 28 - 31
Imprimatur: Coloniae 1968
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Zum Buch:

Daten: Klebegebundener Oktavband, Hardcover, 160 S. Schrifttexte in einer bis vier Spalten, Verweissetellen zum AT an den Versen, Worterklärungen in den Fußnoten. Am Buchschluß ab S. 153 das Stellenregister, Außerkanonische Schriften und Inhaltsverzeichnis.

Die apokryphen Texte sind entnommen aus: Hennecke- Schneemelcher, Neutestamentliche Apokryphen. Verlag J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) Tübingen ³1959. Die Stellen aus den apostolischen Vätern aus: J. A. Fischer, Die Apostolischen Väter, Kösel Verlag, München 1956.

OStR Dr. h.c. Werner Trutwin schrieb hierzu eine vielseitige Einführung in sechs Abschnitten: "Die literarische und theologische Eigenart der synoptischen Evangelien." Im letzten Punkt st zur Übersetzung angemerkt:

»Die vorliegende Übersetzung von F. J. Schierse versteht sich als Arbeits– und Verständnishilfe. Darum folgt sie dem griechischen Wortlaut so eng wie möglich. Sprachliche Glätte oder leichte Lesbarkeit waren nicht um jeden Preis angestrebt. Andererseits ging es auch nicht darum, dem Leser durch ungewöhnliche oder gar modische Effeke zu schockieren. Die getreue Anlehnung an den griechichen text war oberster Leitsatz der Übersetzung. Gleiche Worte des griechischen Originals werden stets mit dem gleichen Ausdruck wiedergegeben. Vor allem lehnt sich die Satzstellung eng an den griechischen Satzbau an. (...) Die vorligende Synopse ist nicht vollständig. Aber die Auswahl ist so umfangreich, daß eine solide und zusammenhängende Arbeit mit ihr möglich ist. Ihr Leitfaden ist das <u<Markusevangelium</u>, daß als das älteste Evangelium vollständig und mit allen Parallelen dargeboten wird. (…)«


Schul - Synopse

Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium, den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur

Hamburg: Furche Verlag 1970; © 1968 Patmos- Verlag Düsseldorf

Koph.png Wortstimme

So nun betet ihr:

Vater unser, der in den Himmeln, geheiligt soll sein dein Name!

Kommen soll deine Königsherrschaft!

Geschehen soll dein Wille, wie im Himmel auch auf Erden.

Unser Brot, das für morgen , gib uns heute.

Und erlaß uns unsere Schulden, wie auch wir erlassen haben unseren Schuldnern.

Und sollst nicht hineinbringen uns in Versuchung, sondern bewahre uns vor dem Bösen.

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†...so daß unser Sinn ist: „Unser morgiges" - das heißt zukünftiges - „Brot gib uns heute."

Mat.6:9-13
Bookmitband.gif
Zum Buch:

Diese Hamburger Lizenzausgabe ist bis auf den Umschlag (gebunden in dunkelblau) identisch zur o. g. Düsseldorfer Ausgabe. Lediglich die Angaben zur Imprimatur und Zulassung als Schulbuch sind weggelassen.

SchierseSchulSyn.png

Patmos - Synopse [neu & erweitert 1979]

Übersetzung der wichtigsten synoptischen Texte mit Parallelen aus dem Johannesevangelium, den apokryphen Evangelien und der frühchristlichen Literatur. [Von] Franz Joseph Schierse

Düsseldorf: Patmos Verlag. Neubearbeitete und erweiterte Auflage 1979 [= 12. Gesamtauflage]. 17. Aufl. 1984

 Imprimatur: Coloniae 1968

[Die zur Zeit (2013) neueste Auflage ist ein Nachdruck der 28. Auflage 2008, verlegt vom Oldenbourg Schulbuchverlag]

Koph.png Wortstimme

25 Und siehe, ein Mann war in Jerusalem, sein Name Simeon, und dieser Mench war gerecht und fromm, wartend auf den Trost Israels, und heiliger Geist war auf ihm.

26 Und es war ihm vom heiligen geist geweissagt worden, er solle den Tod nicht sehen, befor er den Christus des Herrn gesehen habe.

27 Und er ging, im Geist, in das Heiligtum. Und in dem (Augenblick) brachten die Eltern den Knaben Jesus hinein, um zu tun, was nach dem betreffenden Gesetz Brauch war, 28 Und er nahm es [*] in die Arme und pries Gott und sprach:

29 Jetzt entläßt du deinen Knecht, o Gebieter, nach deinem Wort in Frieden; 30 denn „gesehen haben“ meine Augen „dein Heil", das du bereitest hast im Angesicht aller Völker, 32 ein „Licht zur Offenbarung des Volkes“ und die Herrlichkeit deines Volkes Israel.

Lukas 2. [* es muß hier heißen: "ihn", 
anstatt "es" (das Gesetz?)]  
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Zum Buch:
SchierseSyops79.png

Daten: wie oben, jedoch als Paperbackausgabe. Um dreizehn Textseiten (172 statt 159) erweitert erschien diese Synopse "in einer neuen, erweiterten und überarbeiteten Form", so F. J. Schierse in seinem nicht datierten und verorteten Vorwort zur 12. Gesamtauflage. Weiter schreibt er:

»So enthält die Patmos– Synopse jetzt die fast vollständigen Passions–, Oster– und Himmelfahrtsgeschichten der vier Evangelien sowie die Kindheitserzählungen von Matthäus und Lukas nebst einer alttestamentlichen Parallele. (...) Am wichtigsten schien es uns, die sprachliche Form der Texte zu verbessern.«

Die letzte unveränderte 28. Auflage wurde 2008 gedruckt.

DomKöln99.png
Links: Synopse Ausg. 1979 -- Rechts: Imprimatur- Ort: Köln


Biogramm:

Nach Abitur und drei Semestern Jurastudium an der Universität Breslau trat er am 19. Sept. 1934 in den Jesuitenorden ein (Noviziat der Ostdeutschen Provinz im niederschlesischem Mittelsteine, heute Ścinawka Średnia in Polen), dann, unterbrochen durch Reichsarbeitsdienst (RAD) und Wehrmacht von 1939-1941, machte er die ordensüblichen Studien. Priesterweihe am 16. März 1941 in Wien, weitere Theologiestudien in Breslau, August 1944 - Dez. 1945 Kaplan in Neiße Oberschlesien. Danach wurde er zur Exegese bestimmt. Er absolvierte spezielle exegetische Studien in München von 1946-1948 mit Promotion zum Dr. theol. im Jahre 1949 in München, in Münster 1948/49 und am Pontificium Institutum Biblicum in Rom 1949/50. Er sollte danach an die Philosophisch-Theologische Hochschule nach Sankt Georgen in Frankfurt kommen, was jedoch am Veto des Generals scheiterte. Am 2. Febr. 1953 legte er seine letzten Gelübde ab. Bevor er 1953 doch nach Sankt Georgen kam, war er schriftstellerisch tätig. In Berlin 1950/51, 1951/52 in Innsbruck und 1952/53 in München. Schließlich wurde er doch Professor in Sankt Georgen und lehrte dort von 1953-1961 neutestamentliche Exegese. Im Gefolge eines Artikels von ihm über die Kindheitsgeschichten Jesu in "Bibel und Leben" wurde er als Professor abgesetzt, verließ den Orden und das Priestertum am 7. Nov. 1963 und heiratete. Beruflich war er dann Autor und Übersetzer beim Patmos-Verlag. Seine bedeutendste Leistung ist die "Patmos-Synopse" (16 Auflagen von 1968 bis 1983).

Schierse wurde ein tiefreichender Mangel an katholischem Sinn attestiert. Erst 1967 wurde der Antimodernisteneid stillschweigend von der Kath. Kirche abgeschafft.

Weitere Stationen: 1950/51 in Berlin, 1951/52 in Innsbruck und 1952/53 in München. Schließlich wurde er doch Professor in Sankt Georgen und lehrte dort von 1953 bis 1961.

(Quelle: in der Hauptsache Klaus Schatz S. J.: Der Fall Schierse (1961). Ein vorkonziliarer Konflíkt mit tragischem Ausgang.)