Sachs, Michael: Unterschied zwischen den Versionen

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([Die Psalmen ✡ ספר תהלים])
(Die Psalmen)
 
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Gebundener Oktavband, XII & 214 S. Frakturdruck.  
 
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Diese Psalmen- Übersetzung ist die zweite Arbeit aus jüdischer Feder in hochdeutscher Sprache. (Die erste stammt von ''[[Mendelssohn,_Moses]]''). ''Sachs'' hatte seinen Entwurf dem Übersetzer, Dichter und Orientalisten ''Friedrich Rückert'' vorgelegt. Dieser hatte neben der Übersetzung des Koran (siehe unten) auch eine eigene Ps- Üs entworfen; dieses Werk wurde aber nie veröffentlicht. ''Rückert'' äußerte sich sehr wohlwollend über diese Arbeit. ''Sachs'' hat denn auch sein Buch "''Friedrich Rückert'', dem westöstlichen Dichter, dem sprachgewaltigen Meister des Uebersetzens und Auslegens, in innigster Bewunderung und Verehrung gewidmet".
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Diese Psalmen- Übersetzung ist die zweite Arbeit aus jüdischer Feder in hochdeutscher Sprache. (Die erste stammt von ''[[Mendelssohn,_Moses]]''). ''Sachs'' hatte seinen Entwurf dem Übersetzer, Dichter und Orientalisten ''[[Rückert,_Friedrich]]'' vorgelegt. Dieser hatte neben der Übersetzung des Koran (siehe unten) auch eine eigene Ps- Üs entworfen; dieses Werk wurde aber nie veröffentlicht. ''Rückert'' äußerte sich sehr wohlwollend über diese Arbeit. ''Sachs'' hat denn auch sein Buch "''Friedrich Rückert'', dem westöstlichen Dichter, dem sprachgewaltigen Meister des Uebersetzens und Auslegens, in innigster Bewunderung und Verehrung gewidmet".
  
 
Aus der beidseitigen Korrespondenz zur Übersetzungsarbeit ergab sich dann, daß Sachs anstelle seiner eigenen Version des 86. Psalms die des gewandteren und dichterisch erfahreneren Kollegen drucken ließ. In der revidierten Form, wie in der Zunz- Bibel enthalten, stammt der Ps dann wieder aus der Feder von ''Sachs''.
 
Aus der beidseitigen Korrespondenz zur Übersetzungsarbeit ergab sich dann, daß Sachs anstelle seiner eigenen Version des 86. Psalms die des gewandteren und dichterisch erfahreneren Kollegen drucken ließ. In der revidierten Form, wie in der Zunz- Bibel enthalten, stammt der Ps dann wieder aus der Feder von ''Sachs''.

Aktuelle Version vom 10. Februar 2020, 14:24 Uhr

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Sachs, Michael Jechiel *Sera Kodesch Stendahl יהיאל מיכל סקש (* Groß- Glogau, Niederschlesien 11. Elul 5568 / 3. Sept. 1808

Mem.png 23. Schwat 5624 / 31. Jan. 1864 Berlin) Rabbiner Dr.


Die Psalmen

übersetzt und erläutert von Michael Sachs

Berlin: Verlag von Veit und Comp. 1835

Koph.png Wortstimme

1 Gebet von Mose, dem Manne Gottes.

Herr, eine Ruhstatt bist Du gewesen uns / In allen Geschlechtern.

2 Ehe denn die Berge wurden geboren, / Und kreisten Erd' und Weltall;

Und von Ewigkeit bis Ewigkeit bist Du, Gott.

3 Du wendest den Sterblichen bis an Zermalmung, / Und sprichst: kehret zurück, Söhne des Menschen.

4 Denn ein Tausend der Jahr' in Deinen Augen, / Wie Tag des Gestern, wenn er vorbei, / Und eine Wache in der Nacht."

5 Wegschwemmst Du sie; / Ein Schlummer werden sie; / Mit dem Morgen, wie Grünes, schwindet er.

6 Am Morgen blühet er und ist frisch, / Zu Abend wird er abgeschnitten und verdorrt.

90.  

"Dem Sangmeister. Von David. Psalm.

Es erhebt sich Gott, es zerstäuben seine Feinde

Und es fliehen seine Hasser weg vor ihm.

Wie das Hintreiben des Rauches du hintreibst,

Wie das Hinschmelzen des Wachses vor dem Feuer

Umkommen Frevler vor Gott.

Und die Gerechten, sie freuen sich, frohlocken

Und jauchzen vor Wonne.

Singet Gott'! Saitenspielet seinem Namen!

Bahnet dem Fahrenden in den Steppen!

Im Jah ist sein Name; und frohlocket vor ihm!“

68: 1-5 übertragen von Friedrich Rückert
Bookmitband.gif
Zum Buch:

Gebundener Oktavband, XII & 214 S. Frakturdruck.

Diese Psalmen- Übersetzung ist die zweite Arbeit aus jüdischer Feder in hochdeutscher Sprache. (Die erste stammt von Mendelssohn,_Moses). Sachs hatte seinen Entwurf dem Übersetzer, Dichter und Orientalisten Rückert,_Friedrich vorgelegt. Dieser hatte neben der Übersetzung des Koran (siehe unten) auch eine eigene Ps- Üs entworfen; dieses Werk wurde aber nie veröffentlicht. Rückert äußerte sich sehr wohlwollend über diese Arbeit. Sachs hat denn auch sein Buch "Friedrich Rückert, dem westöstlichen Dichter, dem sprachgewaltigen Meister des Uebersetzens und Auslegens, in innigster Bewunderung und Verehrung gewidmet".

Aus der beidseitigen Korrespondenz zur Übersetzungsarbeit ergab sich dann, daß Sachs anstelle seiner eigenen Version des 86. Psalms die des gewandteren und dichterisch erfahreneren Kollegen drucken ließ. In der revidierten Form, wie in der Zunz- Bibel enthalten, stammt der Ps dann wieder aus der Feder von Sachs.

Sachs schreibt in der Vorrede:

»Als diese Übersetzung begonnen wurde, schwebte zunächst die Absicht vor, der hergebrachten paraphrastischen Weise, der es mehr um eine ungefähre Relation des Inhaltes, als um die Wiedergabe des Originals nach seiner besonderen Eigenthümlichkeit in Gliederung der Redemassen und Wahl und Gehalt der einzelnen Worte zu thun ist, ein eben diesen letzten Anforderungen entsprechenderes, getreueres Abbild des Urtextes entgegen zu stellen.«

Siebeneinhalb Seiten verwendet Sachs, um seine Üs. zu begründen. Er drückt seine Bewunderung für Rückerts Übersetzerkunst aus und setzt sich mit Heinrich Ewalds (1803-1875) Übertragungsfähigkeiten auseinander.

Seine eigene Übersetzung ist kolometrisch und versweise gesetzt, zu wenigen Psalmen schreibt er Anmerkungen. Um diese in vollem Umfang zu verstehen, sollte man des Hebräischen mächtig sein.


Biogramm:

... Friedrich Rückert: Er übersetzte noch die "Hebräische Propheten", dazu siehe unter ⇒ Rückert,_ Friedrich; weiterhin übertrug er 1822 den Koran. Anno Domini 1888 wurde dieser anläßlich Rückerts 100. Geburtstags beim Verlag Sauerländer in Frankfurt am Main posthum von August Müller (1848 - 1892) herausgegeben.

Neuerdings, 2009, ist diese sehr poetische Übertragung bei Anaconda Verlag, Köln, wieder erschienen. Ein anderer Bibelübersetzer, der ebenfalls den Koran übertrug, war der Jude Goldschmidt,_Lazarus. Siehe dort.


__________________________________


Sachs war auch Mitarbeiter der Übersetzergemeinschaft, die unter der Redaktion von Dr. Leopold Zunz die sog. >Zunz- Bibel herausbrachte (1838).

Hier zeichnete er für die Üs der Bücher Deuteronomium, Josua, Richter, Samuel, Jesaia, Joel, Amos, Habakuk, Zephania, Haggai, Maleachi, Hohelied, Klagelieder und Psalmen (revidiert, siehe dort) sowie, zusammen mit J. >Fürst, Jeremia verantwortlich.


Sachs´ für die Zunz- Bibel revidierte Psalmenübersetzung erschien während der Zeit des Ersten Weltkrieges noch einmal als Separatdruck:

¶ Die Psalmen in deutscher Übertragung

Berlin: Louis Lamm's Jüdische Feldbücherei 1915

P.S.:

Dieser Titel wird für das Archiv noch gesucht.

Eine weitere Ausgabe dieser Art, also eine Art Feld- Psalmenbüchlein wurde von May,_Benjamin_&_Levy,_Josef_Benjamin ebenfalls zu jener Zeit herausgegeben.



Die von Leopold Zunz redigierte Psalmenübersetzung von Michael Sachs ist auch Bestandteil einer vielbändigen Reihe mit dem Titel "Derek mesilah", die ⇒ Mendelssohn_&_Nachfolger näher beschrieben ist.

דרך מסילה ✡ Derek mesilah

[="erhöhete Straße" od. "gebahnter Weg"]

עם תרגום אונקלוס ותרגום אשכנזי ופירש רש”י mit Targum Onkelos und deutscher Übersetzung samt Raschis Kommentar.

פיורדא שנת ת”ר”א לפ” ק / שנת ת”ר”ב לפ”ק (Fjorda =) Fürth/ Mittelfr.: Druck u. Verlag von D. Zürndorffer u. J. Sommer.

ספר תהלים ♦ ספר זמירות ישראל ✡ Buch der Psalmen ♦ Buch der Lieder Israels

ספר ראשון Erstes Buch (Ps. 1 - 41)

[redigiert von Leopold Zunz nach der Übersetzung von Michael Sachs]

Fürth: wie oben, 1843

Koph.png Wortstimme

...

Bookmitband.gif
Zum Buch:

..

[Die Psalmen ✡ ספר תהלים]

Davidsternblau.png

.......... ........... (hebr. / dt.)

.......... ............


Koph.png Wortstimme

1. Dem Sangmeister. Psalm von Dawid.

2. Die Himmel erzehlen die Herrlichkeit Gottes, und seiner Hände werk thut die Wölbung kund.

3. Tag für Tag quillt das Wort, und Nacht für Nocht spricht sich aus die Kunde.

4. Nicht sind es Worte und nicht Reden, nicht gehört wird ihre Stimme.

Durch die ganze Erde gehet aus ihre Schnur, und an das Ende des Erdenrunds ihre Worte. Dem Sonneball hat er ein Zelt an ihnen gesetzt.

6. Und der wie ein Bräutigam hervorgehend aus seiner Kammer, frohlockt wie ein Held, die Bahn zu durchlaufen.

7. Am Ende der Himmel ist sein Aufgang, und sein Kreislauf über ihre Grenzen, und Nicht ist verhüllt seiner Glut. –

8. Die Lehre des Ewigen ist untadelig, seelenerquickend, des Ewigen Zeugniss bewährt, macht Thoren weise.

9. Die Befehle des Ewigen sind recht, herzenerfreuend, des Ewigen Gebot ist lauter, erleuchtet die Augen.

Psalm XIX ( Orthographie wie gesetzt )
Bookmitband.gif
Zum Buch:

Gebundener Sedezband, genau Größe wegen Beschnitt nicht klar. Mindestens (6), 133 & [6] S. Antiquadruck betreffs des Deutschen. Da das Titelblatt fehlt, kann über den / die Übersetzer, den Verlag und das Ausgabedatum nichts gesagt werden. Die Rechtschreibung – viele orthographische Fehler inbegriffen – deutet auf Anfang / Mitte des 19. Jahrhunderts hin; der Text ist nicht metrisch übersetzt. Das Tetragramm ist mit  »der Ewige«  wiedergegeben. Die spätere Übersetzung von Abraham Sulzbach (siehe unten) kommt dieser frühen sehr nahe, möglicherweise ist sie eine ursprüngliche Bearbeitung des Textes von M. Sachs.

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Stolperstein:

XLSchnitzerKantor.png










Im Buch befindet sich ein alter Ex Libris–Stempel von Meir (Meier) Schnitzer, Kantor in Oberendingen, Aargau.
Schnitzer war auch Prediger und Lehrer und übte das Amt von 1908 bis 1951 aus. Weiterhin eine handschriftliche Widmung 
o. ä. in Hebräisch, datiert תרסז (1907). Ob Widmung und Stempel aus einer Hand stammen, ist ungewiß.


Die Psalmen ✡ ספר תהלים

übersetzt von Michael Sachs. (hebr. / deutsch) / Durchgesehen von Prof. Dr. A(braham) Sulzbach

Frankfurt am Main (Rödelheim): Druck und Verlag von M. Lehrberger & Co. o. J. (1907)

{{Vorlage:Wortstimme |}

Bookmitband.gif
Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; (5) & 112 Doppelseiten, rechts der masoretische Text, links die Übersetzung in Frakturschrift. Der Schrifttext ist im Block gesetzt, Anmerkungen sind nicht vorhanden. Die Heiligungen vor und nach dem Sagen der "Tehillim" im Gottesdienst sind am Anfang und Schluß des Buches beigefügt, jedoch nur in Hebräisch.

Stolperstein:

Das Buch der Psalmen als Geschenk zum Lichterfest in dunkelster Weltnacht ... Dieses Büchlein enthält eine handschriftliche Widmung in Sütterlin; sie ist hier, soweit lesbar, wiedergegeben:

SachsSulzPss.png


Unserem Mitglied Herrn Salo Frank eine letzte  חנוכה = [Chanukka] Gabe des Verein zur Wahrung ...

Mhm. כסלו תרצ"ט [=Kislev 699] Dez. 1938. Der letzte Vorsitzende: Karl Darmstädter

Anm.:

Es handelt sich hier mit höchster Wahrscheinlichkeit um den letzten Vorsitzenden des »Verein zur Wahrung (des gesetzestreuen Judentums Baden)«, Mannheim, Prof. Karl David Darmstädter. Der im Dez. 1938 derart beschenkte Herr Salo(mon) Frank konnte noch nach Israel auswandern.

Letzlich zurückgekauft wurde das Buch von einem Antiquar aus Tel- Aviv.

Karl D. Darmstädter, geb. am 25. Sept. 1892 in Birkenau, Bergstraße, emigrierte über die Niederlande in die USA (1939/ 1940); er ließ sich nieder in Washington, D.C. Soweit bekannt, hatte er an der dortigen Howard University eine Professur in deutscher Literatur inne....... Er verstarb 1984. http://digifindingaids.cjh.org/?pID=431125

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Biogramm.png
Biogramm:

Michael Jechiel Sachs stammte aus einer Familie, die ursprünglich aus Stendal kam, von dort aber etwa 1510 vertrieben wurde oder Pogromen zum Opfer fiel. Seine Mutter Sara geb. Samson gebar außer ihm noch zwei Mädchen. Der Name Sachs ist ein Akronym: Die Anfangsbuchstaben ergeben in der deutschen Übersetzung den Hinweis auf "Die Nachkommen der heiligen Märtyrer aus Stendal" (siehe Name im Titel).

Bis zum zehnten Lebensjahr wurde er auf Grund einer sehr kränklichen Konstitution im Elternhaus unterrichtet, besuchte dann das evangelische Gymnasium in Glogau, wo er 1826 das Maturazeugnis erhielt. Seine besonderen Interessen galten nicht eben dem Kaufmannsberuf, den er in der Tradition des Vaters Hirsch Levin hätte erlernen sollen, sondern den klassischen Sprachen einschliesslich des Hebräischen sowie der klassischen Literatur. Noch in Glogau erwarb er das "morenu"- [=unser Lehrer] Diplom, das aufgrund der rabbinischen Studien an einer Jeschiwa verliehen wird.

Er entschied sich 1827 für ein klassisch humanistisches Studium an der Philosophischen Fakultät der Königl. Friedrich- Wilhelm- Universität zu Berlin. Neben Altertumskunde, Geschichte und Philosophie belegte er Hebräisch und Syrisch. Er hörte u.a. bei Georg F. W. Hegel, Fr. Schleiermacher, und Leopold von Ranke. Großen Einfluß auf ihn hatte August Boeckhs philologisches Seminar. Eine erste biblische Arbeit ließ er 1834 veröffentlichen: "Zur Charakteristik und Erläuterung des Buches Hiob", in dem er sich mit W. M. L. de Wettes Hiobstudien auseinandersetzte.

Im Wintersemester 1834 / 35 hörte er bei Leopold >Zunz Vorlesungen über die Psalmen. Offenbar faßte er zu dieser Zeit zusammen mit Heymann >Arnheim den Plan, eine Bibelübersetzung zu schaffen. Diese konnte in Verbindung mit anderen Gelehrten unter Redaktion von L. Zunz in Angriff genommen werden und war Ende 1837 fertiggestellt.

Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen konnte er schliesslich die Stelle des Predigers am Tempel (Altschul- Synagoge) in Prag erhalten. Vorher hatte er noch in Berlin Henriette Lehfeldt geehelicht. Hier war er wegen seiner homiletisch geprägten Predigten und seiner Abgrenzung von der Reformbewegung nicht unumstritten. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Christen hörte ihn gerne predigen, was aber schliesslich auf Betreiben des Erzbischöflichen Konsistoriums untersagt wurde. Ende 1844, nachdem er einen Ruf nach Berlin erhalten hatte, verabschiedete er sich von seinem Amt in Prag. Der Synagogenvorstand hatte ihn vergebens um die Weiterführung seines Dienstes gebeten. Der Abstand von Berlin, der als eng empfundene geistige Horizont Prags und die Sehnsucht nach dem intellektuellen Klima Berlins hatte ihn bestärkt, jenen Ruf dorthin anzunehmen.

Zurück in Berlin wurde er zum zweiten Rabbinatsassessor "Dajjan" gewählt; somit gehörte Predigen sowie die Überwachung des Religionsunterrichts zu seinen vornehmlichen Aufgaben. Innerhalb dieser Jüdische Gemeinde gab es bereits damals sehr kontroverse Strömungen von liberal bis orthodox; die deutsche Predigt sowie die Einführung der Orgel innerhalb des Sabbath- Gottesdienstes standen ebenfalls Mite des 19 Jhdts zur Diskussion. Sachs gehörte zur gemäßigt konservativen Richtung. Trotz aller Anfeindungen und Kritiken an seinem Amt schlug er vielfältige Rufe nach neuen Betätigungsfeldern in Frankfurt am Main, Leipzig, Wien und Pest schliesslich aus. Er blieb somit der einzige hauptamtliche Prediger der Berliner Hauptgemeinde. 1858 veröffentlichte er "Das Gebetbuch der Israeliten". Er starb, nachdem er bereits zwei seiner Söhne zu Grabe getragen hatte, viel zu früh 1864 im Alter von 56 Jahren an einer Virusinfektion. (>Bibliographie: Schad, M.)