Ritter, Karl Bernhard

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Ritter, Karl Bernhard (* Hessisch Lichtenau 17. März 1890 † 15. Aug.1968 Königstein im Taunus) Dr. phil.


Inhaltsverzeichnis

DER DEUTSCHE DOM

Der Psalter

Nach D. Martin Luthers Übersetzung im Auftrage der Berneuchener Konferenz für den liturgischen Gebrauch herausgegeben von Karl Bernhard Ritter

Hamburg 36: Hanseatische Verlagsanstalt 1925 (sowie)

[Kassel, Kurhessen: Im Bärenreiter = Verlag 1935]

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Koph.png Wortstimme

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen,

von welchen mir Hilfe kommt.

Meine Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,

und der dich behütet, schläft nicht.

Siehe, unser Hüter

schläft noch schlummert nicht.

Der Herr behütet dich,

der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

Daß dich des Tages die Sonne nicht steche,

noch der Mond des Nachts.

Der Herr behüte dich vor allem Uebel,

er behüte deine Seele!

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang

von nun an bis in Ewigkeit!
Psalm 121
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Zum Buch:

Gebundener Klein–8° Band mit Fadenheftung. 216 S. Frakturdruck. Schrifttexte einspaltig kolometrisch gesetzt. Keine Versangaben, Überschriften nicht übersetzt. Die Psalmen sind nach drei Themenkreisen (1. Loben und Danken • 2. Gebet und Flehen • 3. Das Volk Gottes) und 27 Überschriften geordnet.

Der Herausgeber verfaßte ein zweiseitiges Vorwort; darin steht unter anderem:

»Der Versuch muß gewagt werden, durch Auswahl, Ordnung und Zusammenstellung den Psalter für den gottesdienstlichen Gebrauch einzurichten und ihn auch so für den einzelnen Christen als Erbauungsbuch zugänglicher zu machen. Luthers Uebersetzung schuf den deutschen Psalter. Wo Wendungen für ihn durch die kirchliche Gewöhnung noch Symbolkraft besaßen, die sie für uns verloren haben, ist mit aller Ehrfurcht versucht, die Eindeutschung für unser Empfinden entsprechend weiterzuführen. Selbstverständlich sind dabei die Ergebnisse der neueren Forschung zu Rate gezogen worden, die zuweilen eine stärkere Bildhaftigkeit des Ausdruckes nahelegt, als sie für Luthers Blicke sichtbar sein konnte. – Der Psalter ist Dichtung, das soll in der vorliegenden Ausgabe sinnfällig werden.«

Ein »Nachweis der Psalmen« am Buchschluss weist nach, daß folgende 14 Kapitel nicht aufgenommen wurden:

10 • 45 • 48 • 49 • 52 • 64 • 70 • 78 • 79 • 81 • 83 • 120 • 133 • 137


Ps121-8Lud'winkel.png

Die Portalinschrift an der evangelischen Kirche in Ludwigswinkel/ Pfalz (1893)
liest die Schriftstelle aus Psalm 121 in Verbindung mit 5. Mose 28: 6 etwas anders.

Biogramm:

Subtitel: »Pfarrer an der Stadt– und Universitätskirche zu Marburg an der Lahn.«

Karl Bernhard Ritter: Studium der ev. Theologie und Philosophie in Heidelberg, Halle und Erlangen. 1912 Promotion zum Dr. phil. Kriegsfreiwilliger im 1. Weltkrieg. 1922 Mitbegründer der Berneuchener Bewegung. In Marburg zählt er mit Wilhelm Stählin zu den Gründern der Michaelsbruderschaft und wurde ihr erster Leiter. Er war aktiv in der Hochkirchlichen und Liturgischen Bewegung. 1934 entzogen ihm die Nationalsozialisten das Amt des Studentenseelsorgers. Er schloss sich de Bekennenden Kirche an. Während des 2. Weltkrieges lebte er in Wien. Nach dem Krieg nahm er am ersten Treffen des Reichsbruderrates vom 21.- 24. August 1945 in Frankfurt teil.