Riehl, Lothar

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Riehl, Lothar Richard (* Aschaffenburg/ Main, Ufr. 16. Jan. 1928) Dr. rer. nat.


Die Griechischen Schriften des Wortes Gottes

Unabhängig von Religionen und deren Institutionen aus dem Griechischen übersetzt von Dr. Lothar Richard Riehl

Kassel, Hessen: ⓒ Dr. Riehl–Verlag. 2007 / 2011. [Druck] 2012

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Zum Buch:

Titelblattinformation: "(irreführend allgemein als „Neues Testament" bezeichnet)". Übersetzt nach dem Nestle–Aland–Text). Die biblischen Bücher sind nach dem traditionellen Kanon geordnet. Als "Autor" zeichnet ´JHWH`, so auf dem Umschlag.

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Paperback in 8°– Format; 451 S.; Schrifttexte einspaltig abschnittsweise gesetzt, Fußnoten mit Erklärungen, Lesarten, Verweisstellen. Die neunseitige Einleitung beinhaltet A) Bemerkungen zur Griechischen Sprache • B) Allgemeine Bemerkungen. Die im MT bzw. TR zusätzlich enthaltenen Verse wie Mat. 17:21 und 18:11 sind nicht, der lange Markusschluß 16:9–20 und die Perikope Joh 7:53 – 8:11 aber wohl enthalten. Am Buchende ist ein Quellenverzeichnis abgedruckt; daraus ist zu ersehen, daß Herr Riehl folgende Texte eingesehen hat:

Buber – Rosenzweig, Die Schrift • Steurer & Dietzfelbinger, AT & NT Interlinear • Luther, Die Bibel • Translation Committee, Neue–Welt-Übersetzung • Kautzsch, Heilige Schrift • Gute Nachricht Bibel • sowie einige Nachschlagewerke und Wörterbücher.

So genannte ´religiöse` oder ´mystische` Begriffe wie ´Buße tun, Dämonen, Ewigkeit, Glaube, Kreuz, Heiden, Jünger` und die dazugehörigen Verben etc. werden im Abschnitt B) benannt und durch ´tatsächliche` Begriffe ersetzt. Die Art der Übersetzung ist ausgangssprachlich orientiert und – soweit bisher verglichen (Mai ´21) – recht formtreu. Mit der Kommasetzung nach und der Interpretation des ´heute` in Luk 23:43 stimme ich jedoch nicht überein; ebenso nicht mit der Erklärung zu u. a. Joh. 1:1.

Der Passus Joh. 10:30 und ähnliche Verse sind bei den Übersetzungen der ZJ– Jünger ein sogenannter Prüffall; Riehl übersetzt: »Ich und der Vater sind einmütig. Das ist auch eine Art, um die ´EINS` herumzunavigieren. Das Bekenntnis des Thomas Joh 20:28 wird vom Autor folgendermaßen übertragen: »Mein Herr und mein göttliches Wesen!«.

Zitate aus dem AT, die den Begriff griechischen ´kyrios` (HERR) enthalten, versieht Riehl mit der Anmerkung, hier stünde im Original das Tetragramm JHWH; konsequenterweise sei es auch so zu verdeutschen, z. B. in Hebr. 2:10 = Ps 102:25, »Du, JHWH, während [der] Anfänge hast du die Erde fest gegründet …«

Riehl´s Version gehört mit denen von Ladroner,_Walther und Einert,_Wolfgang zu der Kategorie NT bzw. Teile desselben, die sich aus den ursprünglichen Lehren der Zeugen Jehova heraus– oder weiterentwickelt haben. Riehl bleibt hinter den beiden zuvor genannten klar zurück, indem er Jesus als göttliches Geschöpf, identisch mit dem Erzengel Michael wahrnimmt. Das drückt er u. a. im Kommentar zu Off. 3:14 auch klar aus.

Dieses NT ist eines von mehreren, die die umstrittene Lehre von der Sterblich- bzw. Unsterblichkeit der Seele durch Kommasetzen (hier: Setzen des Doppelpunkts) in Lukas 23: 43 (in Verbindung mit Joh. 20:19) in eine bestimmte Richtung lenken. Unser Autor übersetzt:

Und somit sagte er ihm: "Gewiß sage ich dir heute: du wirst mit mir im Paradiese sein."

Weitere NT- Ausgaben, die mittels Interpunktionsverschiebung so oder ähnlich argumentieren, sind:

Jedermanns- Bibel (1930); Ludwig Reinhardt (1910), Wilhelm Michaelis (1934), Konkordantes NT (1939 ff), Neue Welt ÜS (1963 ff), Ernst Simon (1976 f), Heinz Schumacher (2002), Volxbibel (1.0 und 2.0; aber anders in 3.0 und 4.0).

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Biogramm:

Der in Unterfranken geborene L. R. Riehl studierte nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium Chemie, Physik und Pharmakologie an der Uni Würzburg und erwarb sich 1953 das Diplom für Chemie. 1955 promovierte er zum Dr. rer. nat. In der Folgezeit war er über 30 Jahre in leitender Postion auf dem Sektor der Herstellung von Chemiefasern in Forschung, Entwicklung und Produktion tätig. Nach einem zweijährigen "sogenannten" Bibelstudium trat er 1971 aus der katholischen Kirche aus, da einige ihrer Lehren biblisch nicht vertretbar waren und ließ sich als Zeuge Jehovas taufen. Da er aber sehr bald feststellen mußte, daß auch die Lehren der Wachtturm–Gesellschaft in vielen Punkten nicht mit der Bibel konform gingen, begann er autodidaktisch Mitte der 70er Jahre ein intensives Studium der Bibel, wobei er zahlreiche Bibelversionen u. a. auch die lateinische Vulgata, griechische Septuaginta und den hebräischen Text zu Rate zog. Dabei kam ihm die bei seiner humanistischen Ausbildung erworbene fundierte Kenntnis in Latein und Altgriechisch sehr zugute. Da er zu seinem Bedauern immer wieder feststellen mußte, daß die Wt.–Verantwortlichen auf biblische Hinweise und Warnungen nicht positiv reagierten, sondern in vielen Irrtümern verharrten, arbeitete er bewußt auf ein Bibellehrbuch hin mit dem Ziele, weitverbreitete, z. Tl. schon jahrhundertealte Irrtümer sowie Fehlinterpretationen der Bibel zu widerlegen und zu beweisen, daß alle Worte der Bibel wahr sind und sich nicht widersprechen, wenn man sie läßt, wie sie ursprünglich geschrieben waren.

Im Verlaufe der langjährigen Recherchen zu diesem Thema wurden viele neue Bibel–Erkenntnisse gewonnen. Durch Entmythologisierung der gesamten Bibel, frei also von Mystik und von jeglichem Dogma, konnte eine Brücke geschlagen werden zu moderner Weltanschauung. Die zukunftsweisenden Aspekte lassen erkennen, daß die Bibel ein "hochmodernes" Buch ist, das gerade uns heutigen Menschen sehr viel zu sagen hat. (…)

(Quelle: Einlegeblatt zu einem anderen Buch (2 Bände) des Autors: "Geht nicht über das hinaus, was geschrieben steht!“). Text leicht bearbeitet. [d. Vf.]

⇒ sektenausstieg.net/sekten/zeugen-jehovas/briefe/2299-ausschlussverfahren-von-dr-riehl-was-passiert-wenn-man-der-wtg-widerspricht ____ http://www.manfred-gebhard.de/Riehl.htm

Weitere Publikationen des Autors im Dr. Riehl Verlag, Kassel: "Kann man die Lehre von einem dreieinigen Gott biblisch beweisen?" (2000) • "Die Welt, in der wir leben, vor ihrem Ende / Gottes Wort ist lebendig und wirksam." (2006)