Refer, Karl

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Refer, Karl Eduard August (* Orbke, Lippe 2. Jan. 1883 † 15. März 1954 Dötlingen, Oldenburg) Pfarrer, Oberkirchenrat

Der Heiland ♦ Das Wort und Werk Jesu

nach den drei ersten Evangelien dargestellt von Karl Refer

Berlin: Im Furche = Verlag 1924

Koph.png Wortstimme

Und alsbald trieb ihn der Geist in die Wüste hinaus, und vierzig Tage wurde er von Teufel versucht und lebte mit den Tieren.

Als sie zu Ende waren, hungerte ihn. Da trat der Versucher zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden.

Er aber antwortete ihm: Es steht geschrieben: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.“

Matth 4:1f


Ich habe euch überliefert, was ich selbst überkommen habe: daß Christus gestorben ist für unsere Sünden nach den Schriften, und daß er begraben ist, und daß er auferweckt ist am dritten Tage nach den Schriften,

und daß er dem Kephas (Petrus) erschienen ist, danach den Zwölfen; darauf erschien er über fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten leben bis auf diesen Tag, etliche nur sind entschlafen, darauf erschien er dem Jakobus, danach den sämtlichen Aposteln.

Zuletzt aber von allen, wie einem unzeitig Geborenen, erschien er auch mir.

1 Kor. 15:3–8
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; 264 S. Frakturdruck. Schrifttexte einspaltig abschnittsweise gesetzt, teilweise auch kolometrisch, mit Überschriften. Keine Beigaben im Text, jedoch durchgängig Kommentare.

Inhalt: Vorwort (3 S.); Inhaltsübersicht (5 S.); –– Stellenregister (zum Auffinden im Kanon). Die drei Synoptiker sind Hauptthema, wenige Kapitelauszüge (aus 6–8–12) aus dem Johannes–Evangelium und neun Verse aus dem 1. Korintherbrief. Die Evangelientexte enden mit Jesus´ Begräbnis durch Joseph von Arimathia. Die Auferstehung wird als "Morgenglanz der Ewigkeit" nur nachösterlich, wie es im Theologendeutsch heißt, von Paulus von Tarsus berichtet. Siehe in der Wortstimme.

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Karl Refer verfasste ein dreiseitiges Vorwort, datiert "Bremen, am Auferstehungsfest 1924"; darin heißt es u. a.:

»Claus Harms hat in seinen berühmten Thesen vom Reformationsjubeljahr 1817 die Forderung aufgestellt: „Eine Übersetzung in eine lebende Sprache muß alle hundert Jahre revidiert werden, damit sie im Leben bleibe.“ Daß wir die Lutherbibel haben, ist uns fast ein Verhängnis geworden. Neben ihr kann jede neue Übertragung nur ein armseliges Werk sein. Und doch muß sie immer wieder gewagt werden, wenn anders sie uns wirklich das Original vermitteln soll. Dieses Buch ist ein neuer Versuch, indem es die in den drei ersten Evangelien des Neuen Testaments enthaltenen Zeugnisse von den Reden und Taten Jesu in eigener Übersetzung darbietet. (…) Der Zweck dieses Buches muß endlich die häufigen Zitate rechtfertigen. Voran stehen die auf unser Denken den tiefsten Einfluß üben: Goethe und Nietzsche (…).«

Amos - Die Worte des Propheten

[in Auswahl] übersetzt und gedeutet, mit Einleitung und Nachwort versehen von Karl Refer

München: Chr. Kaiser Verlag / 1927

Reihe: Eine alttestamentliche Schriftenreihe

Koph.png Wortstimme

Suchet das Gute und nicht das Böse, damit ihr lebt!

nur so wird Gott mit euch sein, wie ihr sagt.

Hasset das Böse und liebet das Gute und richtet das Recht auf im Tor!

Vielleicht ist dann gnädig der Herr einem Reste Josephs.

Auf allen Märkten Klage, auf allen Gassen schreit man: Oh, oh!

Und die Bauern rufen zur Trauer

und zur Totenklage die Klagemänner,

und in allen Weinbergen Wehklagen —

Wenn Ich durch deine Mitte schreite!

— spricht der Herr.

Weh denen, die den Tag des Herrn herbeiwünschen!

Was soll euch der Tag des Herrn?
Er ist Finsternis und nicht Licht,
Dunkel und ohne einen Strahl.

Wie wenn jemand vor einem Löwen flieht —

da trifft ihn der Bär,

aber er kommt ins Haus und stützt seine Hand an die Wand —

da sticht ihn die Schlange.
Kap. 5: 14 - 20


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Zum Buch:

Kartonierter Oktavband, Fadenheftung; 56 S.; Frakturdruck. Schriftexte abschnittsweise gesetzt. Textumstellungen und -auslassungen sind in der Einleitung sowie im Nachwort ab S. 38 begründet (als Gewährsmann für die zu jener Zeit übliche Schriftverstümmelung ist Ernst Sellin genannt), im Stellenverzeichnis am Buchende sind diese auch zu identifizieren.

Die undatierte Vorrede umfasst eine Seite und gibt einen Auszug aus Luthers “Kleiner Unterricht, was man in den Evangelien suchen und gewarten solle“, wieder. Auf sieben Seiten ist der Prophet eingeleitet.

Biogramm:

(* Geburtsort auch genannt: Bösingfeld, Lippe). Karl Eduard August Refer, Reformierter Pfarrer, Oberkirchenrat. Nach der Schulausbildung studierte er evangelische Theologie in Halle, Leipzig und Bonn. Ordination am 2. Juni 1907 in Heiden/Lippe, 12. Febr. 1907 – 31. Aug. 1907 Pastor in Heiden, Lippe, 15. Sept. 1907 – 31. März 1911 Pastor in Bösingfeld Kr. Lemgo, im Dez. 1910 zum Pastor in (Bremen)-Rablinghausen gewählt, trat er 1. April 1911 sein Amt dort an und hatte es bis zum 15. April 1934 inne, ab dem 16. April 1934 dann Pastor prim. in Bremen an St. Martini, 6. Juli 1938 Ernennung zum Oberkirchenrat, ständiger Vertreter des Kirchenpräsidenten und Landesbischofs bis 1940 und Leiter der kirchlichen Pressestelle, 1946 suspendiert. Am 31. Dez. 1947 ging er in den Ruhestand.

Refer stammte aus der reformierten Lippischen Landeskirche. Zur Zeit der Erscheinung seines Amos-Buches stand er der religiös-sozialen Bewegung positiv gegenüber. Refer war der Leiter der Montagsgesellschaft in Bremen, später der engste Mitarbeiter von Heinrich (Heinz) Franz Friedrich August >Weidemann, dem Landesbischof der Bremischen Evangelischen Kirche und anfänglich DC-Pfarrer (später Kommende Kirche). Er trat 1933 den DC bei und war Schriftführer und Kreisleiter der DC in Bremen. Mitarbeiter der Bremer Kirchenzeitung. Als Referent für Bibelübersetzungen tauchte er in der Zeitschrift „Zwischen den Zeiten“ auf. Mitglied des Bremer Kreises um Karl Stoevesandt.

Siehe auch ⇒ Bremer_Kreis Simon,_Matthias und >Vischer,_Wilhelm