Nachama, A. & Gardei, M.

Aus Bibelpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hauptseite · Übersetzungen · Übersicht Psalmen · Autoren/Titel · Gesamtausgaben · Einzeldarstellung · Bibliographie & Ex Libris
A · B · C · D · E · F · G · H · I · J · K · L · M · Schiboleth · N · O · P · Q · R · S · T · U · V · W · X · Y · Z


Davidsternblau.png Nachama, Andreas (* Berlin 27. Nov. 1951) Rabbiner Dr. phil.

Kreuz7.gif
Gardei, Marion (* 1957) Pfarrerin


Du bist mein Gott, den ich suche

Psalmen lesen im jüdisch–christlichen Dialog

[14 Psalmen polyphon übersetzt (M. Luther, Bibel in gerechter Sprache (BigS), M. Buber, M. Mendelssohn, M. A. Klausner, S. R. Hirsch, L. Zunz u. a.) und kommentiert]

Gütersloh: ⓒ Gütersloher Verlagshaus in der Verlagsgruppe Random House. 2012. 1. Auflage

Koph.png Wortstimme


Bookmitband.gif
Zum Buch:

Oktavband, Hardcover mit Klebebindung, 168 S. Jeder angesprochene Psalm wird unter diversen Gesichtspunkten behandelt (Beispiel): Auf den ersten Blick • Den Ursprung wahrnehmen • Den Text betrachten • Aus jüdischer Perspektive • Vor christlichem Hintergrund • Persönlich gesehen.

Folgende 14 Psalmkapitel sind mehrfach übersetzt bzw. übertragen:

  • ⓵ Psalm 1: Luther ⓒ 1999 & Bibel in gerechter Sprache. –– ⓶ Ps 2: Luther ⓒ 1999 & Luther 1545.
  • ⓷ Ps 16: Luther ⓒ 1999 & Moses Mendelssohn –– ⓸ Ps. 19: Luther ⓒ 1999 (& Chr. Fr. Gellert) & M. Mendelssohn
  • ⓹ Ps. 22: Luther ⓒ 1999 & (Michael Sachs)= Leopold Zunz –– ⓺ Ps. 23: Luther ⓒ 1999 & `Einheitsübersetzung´ (mit Textänderung) & Martin Buber
  • ⓻ Ps. 87: Luther ⓒ 1999 & M. A. Klausner –– ⓼ Ps. 92: Luther ⓒ 1999 & M. A. Klausner
  • ⓽ Ps 93: Luther ⓒ 1999 & Moses Mendelssohn –– ⓾ Ps 95: Luther ⓒ 1999 & M. Mendelssohn
  • ⓫ Ps. 118: Luther ⓒ 1999 & M. Mendelssohn –– ⓬ Ps 121: Luther ⓒ 1999 & Samson Raphael Hirsch
  • ⓭ Ps 145: Luther ⓒ 1999 & N. H. Tur–Sinai (Vv. 4–5) & M. Mendelssohn (Siddur Version) –– ⓮ Ps 150: Luther ⓒ 1999 & M. A. Klausner.

Weiterhin sind noch die Vv 1 – 5 aus 5. Mose 29 (Luther ⓒ 1999) abgedruckt. Das bekannte Lied "Die Himmel rühmen" von Christian Friedrich Gellert, nach Ps 19, ist ebenfalls mitgegeben.

Pfarrerin Marion Gardei (Evangelische Kirchengemeinde Belin–Dahlem) und Rabbiner Andreas Nachama (Synagogengemeinde Sukkat Schalom Berlin) schrieben ein zweiseitiges Vorwort, datiert Berlin, den 18. März 2012. Als Auszug daraus:

»Wir haben es [das Buch, d. Vf.] so verfasst, dass wir exemplarisch ausgewählte Psalmen bearbeitet haben, die uns aus unserer unterschiedlichen Tradition nahe sind, eine subjektive Auswahl, ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit. (…) Die Kapitel über Psalm 16, 19, 92, 93, 95 118, 145 und 150 sind vom Rabbiner verfaßt, die über 1, 2, 22, 23, 87, 121 von der Pfarrerin.

Das Psalmenbuch ist generell eingeleitet auf zwölf Seiten: 1. Das biblische Buch der Psalmen 2. Sprach– und Stilelemente. 3. Pss im Gottesdienst.

Alle Psalmen sind nach der Lutherbibel, revidiert 1984, ⓒ 1999 (Stuttgart ¹⁰2008) wiedergegeben; die weiteren Texte sind entnommen aus:

Grundsätzlich mag ich solche Bücher, die aus der sonst üblichen Uniformität herausfallen; dies ist ein solches. Nur, gibt es in der evangelischen Tradition noch andere Übersetzungen als die von Luther? Ist es unabdingbar, alle 14 Ausgangstexte immer nur erstmal nach Luther `84 darzustellen?

Weiterhin sind den Herrschaften (oder dem Korrekturleser) ein paar kleine Fehler unterlaufen: Harry Torczyner nannte sich später in Israel Tur–Sinai, nicht Sinay; die aus seiner H. S. von 1993 (=1958!) zitierten zwei Verse aus Ps 145 sind an zwei Stellen fehlerhaft abgetippt. Außerdem hätte man, um die Herkunft seiner Heiligen Schrift nach Berlin (dem Wirkungsort unserer beider Autoren!!) zurückverfolgen zu können, dessen ursprüngliche "Berliner (!) Bibel" als "Quelltext" benennen sollen, denn die Übersetzung, eigentlich von Emil Bernhard Cohn, wurde dort 1937 für H. Torczyners `Heilige Schrift´ vorgenommen. Er nannte sich ja erst nach seiner Alija Naftali Herz Tur–Sinai.

Dem Erstleser dieses Buches mag es vielleicht unbekannt sein, wann und aus welcher Richtung die hier im Buch wiedergegebenen Übersetzungen ursprünglich verfasst wurden. Einzig über M. A. Klausner geben Bibliographie u. Anmerkungsapparat am Buchschluß eine eindeutige Antwort, nämlich, dass seine metrische Psalmenübertragung aus dem Jahre 1904 stammt. Wer Martin Buber, Moses Mendelssohn, S. R. Hirsch, N. H. Tur–Sinai und Leopold Zunz nicht kennt bzw. keiner Epoche zuordnen kann, wird von den Autoren ins Abseits geführt, denn in der aufgeführten Bibliographie sind deren Werke nur betreffs der Neudruck– Daten genannt. So geht es in diesem Buch also unter, dass die neben Luther 1984 zitierten Psalmen aus 1783 (Mendelssohn), 1882 (S. R. Hirsch); 1837 (L. Zunz) und erstmals 1935 (M. Buber) stammen. Auch dass Buber, Klausner, Mendelssohn, Zunz allesamt Juden waren, ist nicht explizit gesagt, einzig beim Namen Tur–Sinai darf man es vermuten. Dies sind jedoch nur Nebensächlichkeiten, die der Qualität des Buches ansonsten keinen Abbruch tun.

Das Hohelied שיר השירים

Herausgegeben von Andreas Nachama und Marion Gardei. Mit Illustrationen von Astrid Saalmann

Berlin: Hentrich & Hentrich Verlag. 1. Auflage 2016

Koph.png Wortstimme


Bookmitband.gif
Zum Buch:

Information:

Die vorliegende Ausgabe führt in verschiedene spannenden Diskurse allgemeinverständlich ein und informiert in einer kurzen Auslegungsgeschichte aus jüdischer und christlicher Sicht sowie über die musikalische Adaption vom „Lied der Lieder“. Vorangestellt sind Zeichnungen der Künstlerin Astrid Saalmann, die wunderbar mit der poetisch-sinnlichen Nachdichtung des biblischen Textes in deutscher Sprache des jüdischen Gelehrten Max A. Klausner (1848–1910) korrelieren. Im zweiten Teil wird der hebräische Originaltext aus dem Tanach der revidierten Fassung der Übersetzung Martin Luthers (© 1999) gegenübergestellt.

Die metrische Paraphrase M. A. Klausners ist dessen 3. Band »Die Gedichte der Bibel«, 1904, entnommen. ⇒ Klausner,_Max_Albert

NachamaHHL.png

Gebunden, 104 S.

Inhalt: Das Hohelied: In der Nachdichtung von Max A. Klausner. Mit Bildern von Astrid Saalmann • Einführung von Andreas Nachama und Marion Gardei • Das Wesen der Liebe von Ilka Wonschik • Das Hohelied Salomos / Schir HaSchirim – שיר השירים, in der Übersetzung von Martin Luther.




Biogramme:

Andreas Nachama:

http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Nachama

Marion Gardei:

Pfarrerin Marion Gardei ist Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz). Sie ist Mitherausgeberin der Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Dialog von Studium in Israel e.V.