Menge, Hermann

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Menge, Hermann (* Seesen am Harz 7. Feb. 1841 † 8. Jan. 1939 Goslar am Harz) Gymnasialdirektor D. Dr. phil.

Dieses vom philologischen Standpunkt aus betrachtet herausragende Werk erlebte als Neues Testament "Braunschweiger Bibel" das Licht der Welt 1909, als Gesamtbibel ab 1926 bis zum Anfang des Zweiten Weltkrieges in zehn Auflagen den Buchhandel. Neben der Handbibel erschien 1928 auch eine Handausgabe im Groß-Oktav-Format. Diese beinhaltete erstmals auch die apokryphischen Bücher zum Alten Bund. Bis zu seinem Tod hat D. Dr. H. Menge - die theologische Ehrendoktorwürde wurde ihm anlässlich seiner Bibelübersetzung 1928 verliehen - die Schrift noch einige Male einer gründlichen Umarbeit unterzogen ("neu übersetzt"). Textgrundlage waren für das AT die Biblia Hebraica, für das NT das NT Graece von Nestle.

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Seit 1923 ist die Bibelanstalt / Bibelgesellschaft Stuttgart
Herausgeberin der Menge–Bibel

Bis 1989 wurden 25 Auflagen der Fraktur-Taschenbibel gedruckt. Einigen Frakturdruck– Auflagen wurden die Apokryphen beigebunden, z.B. der 12. Auflage von 1951 und der 13. Aufl. von 1954. Änderungen letzter Hand sind in die 1949 erschienene 11. Auflage eingegangen. Diese wurde dann auch zur Grundlage der 2. Neuausgabe in Antiquaschrift, die 1994 in Stuttgart erschien und als 12. (=eigentlich 26. Auflage der Gesamtausgabe) gezählt wurde. Danach erschienen 2000 und 2003 die 13. (=27.) und 14. (=28.), 2008 die 15. (=29.) Auflage. Außerdem war 1983 und 1985 eine zweibändige Ausgabe bei einem kleinen Verlag im badischen Dobel herausgekommen, ebenfalls mit dem Text der elften Auflage von 1949. In diesen neueren Ausgaben in Antiqua sind die zwischentestamentlichen Schriften (Apokryphen) nicht enthalten.

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AUFLAGENINFORMATION:

Urauflage des NT 1909 ▶ 2. Auflage als Neuausgabe Dez. 1923 ▶ 3. und 4. Auflage (NT) 1924 ▶ 1. Auflage der Gesamtausgabe Mai 1926. ▶ 2. Auflage August 1926. ▶ 3. überarbeitete Aufl. Mai 1927 (NT & Psalmen) ▶ 4. Auflage Ende 1927/ Anfang 1928 ▶ 5. Aufl. Ende 1928/ Anfang 1929 (auch als Handbibel mit Apokryphen) ▶ 6. Auflage Dez. 1929 (wahlweise auch mit Apokryphen) ▶ 7. Auflage 1931; ▶ 8. Auflage 1933/ 34; ▶ 9. Aufl. 1936 ▶ 10. Aufl. 1940 (nur NT in Neubearbeitung!) ▶ 11. völlig überarbeitete Auflage der Gesamtausgabe letzter Hand 1949. • Weitere Auflagen als Nach– bzw. Neudrucke der 11. Auflage: ▶ 12. Auflage (mit Apokryphen) 1951; ▶ 13. Auflage (mit Apokryphen) 1954.––

Die Auflagen der Neuausgaben der Deutschen Bibelgesellschaft in Antiquadruck ab 1994 wurden neu gezählt: 12° – 15° = 26° 1994, 27° 2000, 28° 2003, 29° Aufl. 2008, orientiert an der 11° letzter Hand 1949.


Braunschweiger Bibel – Das Neue Testament (1° 1909)

übersetzt von Dr. Hermann Menge. Mit Buchschmuck von Franz Stassen

Braunschweig: Eigentum, Druck und Verlag von E. Appelhans & Comp. (Rud. Stolle & Gust. Roselieb). o. J. (1909)

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Zum Buch:
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Einband aus 1909 der weiteren Ausgabe mit 40 Vollbildern.

Großoktavband gebunden und fadengeheftet, mit Illustration (ExLibris) und Buchschmuck; Frakturdruck; VI S. & 715 Spalten (4 pro Doppelseite). Schrifttexte in Doppelspalte, gerahmt. Abschnittsüberschriften, darin auch Parallelstellen; Verweisstellen im Text. keine Fußnoten.

Dr. Hermann Menge schrieb zu Goßlar am Harz, am Sonntage Oculi 1909, sein knapp vierseitiges Vorwort; darin u. a.:

»(…) Aber ebenso unbestreitbar ist die Behauptung, daß die Lutherbibel nicht nur zahlreiche Fehler und Unklarheiten enthält, sondern auch heute, nach Ablauf von fast vier Jahrhunderten, hinsichtlich der Sprache so veraltet ist, daß viele Teile derselben ohne Hilfsmittel überhaupt nicht richtig verstanden werden können und auf alle, die sie ohne besondere Vorbildung zu lesen versuchen, einen geradzu befremdlichen Eindruck machen. Es ist demnach in keiner Weise auffällig, daß das Bedürfnis einer gründlichen Nachbesserung der Lutherschen Übersetzung sich seit länger als einem halben Jahrhundert geltend gemacht hat und in immer weiteren Kreisen anerkannt worden ist. (…) Nun ist allerdings seit 1871 bzw. 1881 durch eine dazu bestellte Kommission gelehrter Theologen die sogenannte revidierte Lutherbibel veröffentlicht worden; aber die Verbesserunegn derselben sind so unzureichend, das ganze bei der Neugestaltung ist so ängstlich und einseitig, daß die betreffende Arbeit ihren Zweck nur zum geringen Teil erreicht und sich kaum irgendwo volle Anerkennung und aufrichtigen Dank erworben hat. (…) (…) Die Grundsätze, die mich bei meiner Arbeit geleitet haben, sind hauptsächlich folgende: Ich habe mich zunächst überall bemüht, mit philologischer Genauigkeit, an die ich während meiner langjährigen Amtstätigkeit als Gymnasiallehrer sowie infolge meiner schriftstellerischen Tätigkeit gewöhnt war, die Übersetzung so treu zu gestalten, daß sie darin keiner der vorhandenen nachstehe. Daß ich dabei die wichtigsten einschlägigen Hilfsmittel (besondes die Kommentare von H. A. W. Meyer, de Wette, Holtzmann, Strack und Zöckler, Joh. Weiß und Bernhard Weiß) überall zu Rate gezogen habe, bedarf kaum einer Versicherung und noch weniger einer Rechtfertigung. (…) Der griechische Text, an den ich mich schließlich mit Ausnahme ganz weniger Stellen gehalten habe, ist der von Eberhard Nestle [Hervorhebung von mir, d. Vf.] (Stuttgart 1906). Von den neueren Übersetzungen habe ich besonders die von Weizsäcker, Zittel, Bernhard Weiß, Joh. Weiß, Schlatter, Wiese und Stage zu Rate gezogen und fühle mich ihnen zu Dank verpflichtet. (…)«

Das Neue Testament (2° 1923)

übersetzt von Hermann Menge. Bildschmuck von Wilhelm Steinhausen

Stuttgart, Württ.: Privilegierte Württembergische Bibelanstalt. Zweite, neu bearbeitete Auflage 1923

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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Kleinoktavband, Frakturdruck; (8) & 472 S. Schrifttexte einspaltig abschnittweise gesetzt; Parallelstellen in den Abschnittsüberschriften, Verweisstellen im Text; einige Fußnoten mit Kurzerklärungen.

Das zweiseitige Vorwort, gegeben zu Goßlar am Harz, und datiert Weihnachten 1923, ist hauptsächlich der Begründung dieser Neuschöpfung gewidmet. Dr. Hermann Menge schreibt u.a.:

» (…) Es steht jedem Kundigen fest, daß die BibelübersetzungLuthers, aus dem Geiste des deutschen Volkes wie aus dem Bibelgeiste selbst herausgeboren, durch die wunderbare Kraft und Volkstümlichkeit des Ausdrucks bis heute als unübertroffenes Meistrwerk und Volksbuch dasteht.« (Unmittelbare Fortsetzung dieser Erklärung siehe oben 1° Aufl.)

►Das Neue Testament • Die Psalmen (3° NT, 1° Ps. 1925)

übersetzt von Hermann Menge. Bildschmuck von Wilhelm Steinhausen

Stuttgart: Privilegierte Württembergische Bibelanstalt ⓒ 1923. Dritte Auflage o. J. (1925) [Erste Ausg. der Psalmen]

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Zum Buch:

Kleinoktavband, gebunden und fadengeheftet, Frakturdruck mit (8), 629, (3) & 4 (Karten–) Ss.; Schrifttexte einspaltig abschnittsweise gesetzt. Parallelstellen in den Abschnittsüberschriften, Verweisstellen im Text, einige Fußnoten mit Kurzerklärungen. Psalmen ab S. 483, diese Texte versweise gesetzt, Psalmüberschriften vorhanden.

Gymnasialdirekto a. D. Dr. Hermann Menge verfasste das Vorwort zur zweiten und dritten Auflage, datiert Goßlar am Harz, Weihnachten 1923 / Pfingsten 1925; darin ist u. a. zu lesen, als Fortsetzung des in der 1° Aufl. (s. o.) Begonnenen:

»Die vorliegende Übersetzung macht nicht den Anspruch, an Luthers Meisterschaft heranzureichen, aber ich habe mich bei meiner Arbeit von Grundsätzen leiten lassen, durch welche sie vielleicht manchen dienlich werden darf, die den sicheren und festen Ankergrund ihrer Seele in Gottes Wort suchen. (…) Sodann ist es mein ernstes Bestreben gewesen, meine Übersetzung nicht nur in ein verständliches und klares, auch von Fremdwörtern möglichst gereinigtes modernes Deutsch zu kleiden, sondern auch auf die Wiedergabe der Stimmung und Färbung jedes Buches oder Abschnittes, ja jeder Stelle bedacht zu sein, um ebensowohl die unvergleichliche Einfalt und Natürlichkeit der geschichtlichen Stücke zum Ausdruck zu bringen, wie auch den mannigfaltigen Stilformen der Briefe des Neuen Testaments Rechnung zu tragen.«

Am Schluß des NT sind, verfasst von Pfarrer J. Deggau, einem Freunde des Künstlers W. Steinhausen, "Nähere Erläuterungen zu den Textbildern" abgedruckt (12 S.). Ein Inhaltsvetzeichnis beschließt das Buch.

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NT & Psalmen, 3. Aufl. 1925

Das Alte Testament (1926)

übersetzt von Hermann Menge.

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt, o. J. (1926).

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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Kleinoktavband, Frakturdruck; (8), 1116, 80 & 4 (Karten–) S. Schrifttexte einspaltig abschnittsweise gesetzt; Psalmentexte versweise. Abschnittsüberschriften, darin auch Parallelstellen. Keine Verweisstellen, aber alternative Lesarten und Kurzerklärungen in Fußnoten. Im Anhang 80 Seiten "Helisgeschichtlicher Wegweiser"; "Nachtrag zum heilgeschichtlichen Wegweiser"; Maße und Gewichte, Geld und Zeitrechnung sowie eine Zeittafel.

Es sind zwei Vorworte geschrieben; Dr. Hermann Menge verfasste zu Goßlar am Harz, Thomasstr. 5, 7. Februar 1926 (»an meinem 85. Geburtstage«) zwei Seiten, der Verwaltungsrat der Privileg. Württ. Bibelanstalt zu Stuttgart, den 18. Februar 1926, diverse Zeilen. Menge schreibt u. a.:

»


Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments (1° 1926)

Übersetzt von Hermann Menge.

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt. o. J. [1. Auflage der Gesamtausgabe Mai 1926); ohne weitere Auflageninformationen im Impressum. [2. Auflage Gesamtbibel August 1926].

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Zum Buch:

Kleinoktavband, gebunden und fadengeheftet; (8), 1116, 358, 80 & [4 Karten–] S. Frakturdruck. Die angegebenen 80 Seiten bestehen aus dem "Heilsgeschichtlichen Wegweiser, dem Nachtrag desselben und dem üblichen Anhang.

Vorworte wie im AT 1926 oben. Kein weiteres Vorwort für das NT, das jedoch überarbeitet war, sowohl betreffs des Schrifttextes als auch der Abschnittsüberschriften. Der Schriftsatz ist etwas kleiner als in den vorangegangenen Ausgaben.

Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments (3° 1927)

übersetzt von Hermann Menge.

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt. Dritte, verbesserte Auflage (Mai) 1927.

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Zum Buch:

Oktavband gebunden und fadengeheftet; Frakturdruck. VIII, 1115, 360, 90 & (2) S. plus 4 Kartenseiten. Sonst wie oben.

Abgedruckt sind die 1926 verfassten Vorworte aus Goßlar und Stuttgart; weiterhin das von Dr. Hermann Menge am 1. Mai 1927 zu Goßlar am Harz geschriebene Vorwort zur dritten Auflage. Darin u. a.:

»Für die Herstellung dieser dritten und überarbeiteten und bei der Kürze der Zeit nach Möglichkeit verbesserten Auflage haben mir die zahlreichen Bemerkungen und Vorschläge, die an mich gelangt sind, schätzenswerte Dienste geleistet. (…) Besonders erwähnen möchte ich noch, daß ich (wenn auch nicht leichten Herzens) dem Wunsch der Stuttgarter Freunde stattgegeben habe, ich möchte an den Stellen des Neuen Testaments, wo Paulus die Wendung gebraucht »in Christus“ oder „in Christus sein“, die wörtliche Übersetzung an Stelle der Umschreibung setzen. Der Ausdruck ist so prägnant und inhaltsreich, daß immer etwas verloren geht, wenn man ihn umschreibt (…).


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"Alpha & Omega"– Symbol ab 1927, jedoch nicht auf allen Ausgaben zu sehen.

Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments • Die Apokryphen (5° 1928)

Übersetzt von Hermann Menge. Handbibel

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt. (5. Auflage = 1. Aufl. der Gesamtausgabe) 1928.

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Gebundener, fadengehefteter Großoktavband, Frakturdruck; (8), 1136 (AT), 202 (Apokr.), 358 (NT) & 76 (Anhnag) S.; 4 Kartenseiten.

Menge schrieb zu Goßlar, am Reformationsfest 1928, das dreiseitige Vorwort zur Handausgabe; darin u. a.:

»Was nun die vorliegende Ausabe im besonderen betrifft, so möchte ich zunächst darauf hinweisen, daß sie einen an vielen Stellen verbesserten Text darbietet. Ich bin bemüht gewesen, überall, wo es nötig war, die bessernde Hand anzulegen. (…) Die Freinde meines Bibelwerks werden es dankbar begrüßen, daß ich der vorliegenden Handbibel eine Übertragung der alttestamentliche Apokryphen beigegeben habe Sind die auch nach Luthers Wort der Heiligen Schrift nicht gleichzuachten, so enthalten sie doch viel Wertvolles, Herz– und Gemütbildenes, und ich glaube mich der Hoffnung hingeben zu dürfen, daß die von mir dargebotene Übertragung nicht nur einem wirklichen Bedürfnis unserer zeitentgegenkommt, sondern auch dazu beitragen wird, die Apokryphen den Bibellesern lieb zu machen.«

Weiterhin brachte der Verwaltungsrat der Privileg. Württ. Bibelanstalt (als Herausgeber) noch seine Freude über den Neudruck zum Ausdruck (Stuttgart, November 1928).

Anm.: Die Apokryphen waren auch als Separatausgabe erhältlich.


Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments (5° 1929)

übersetzt von Hermann Menge.

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt. Fünfte, neu durchgesehene Auflage 1929.

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Gebundener, fadengehefteter Oktavband, Frakturdruck, VIII, 1148 (AT), 368 (NT) & 96 (Anhang) S.; 4 Kartenseiten.

Abgedruckt sind die beiden bekannten Vorworte aus Goßlar und Stuttgart (1926); weiterhin das zur dritten, verbeserten Auflage (Mai 1927, siehe oben). Eines zur fünften, neu durchgesehenen Auflage existiert nicht, obwohl der alttestamentliche Text durchaus überarbeitet worden war. Die Begründung dazu ist wohl aus der wohl gleichzeitig erschienenen Handausgabe zu entnehmen. Auch das NT ist durchgesehen und bearbeitet.

Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments (6° 1929)

Übersetzt von Hermann Menge.

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt. Sechste Auflage o. J. (Dez.) 1929

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Gebundener, fadengehefteter Oktavband, Frakturdruck, VIII, 1148 (AT), 368 (NT) & 96 (Anhang) S.; 4 Kartenseiten.

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Abgedruckt sind die beiden bekannten Vorworte aus Goßlar und Stuttgart (1926); weiterhin das zur dritten, verbeserten Auflage (Mai 1927, siehe oben). Eines zur sechsten Auflage existiert nicht.

6. Auflage in braunem Ledereinband

Das Neue Testament (10° 1940)

übersetzt und neu bearbeitet von Hermann Menge.

Stuttgart: Privileg. Württ. Bibelanstalt. [Zehnte, neu bearbeitete Auflage] 1940.

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Gebundener, fadengehefteter Oktavband, Frakturdruck, 412 & 96 (Anhang) S.; 1 Kartenseite, 3 S. s/w Photos.

Die beiden bekannten Vorworte aus Goßlar und Stuttgart sind hier nicht mehr abgedruckt. Diese Ausgabe beinhaltet als Teil der 10. Gesamtauflage alle Verbesserungen aus Menges letzter Hand.

In der GesamTausgabe ist, datiert Stuttgrat, am Reformationsfest 1940, das Vorwort zur zehnten Auflage abgedruckt; hier ist u. a. zu lesen:

»Bis zuletzt hat er [D. Dr. Hermann Menge] unablässig an seiner Bibelübersetzung weitergearbeitet in dem Bestreben, dem Bibelleser eine möglichst getreue Wiedergabe des Grundtextes zu vermitteln. So hat er uns denn ein Manuskript hinterlassen, das gegenüber dem bisher veröffentlichten Wortlaut der „Menge– Bibel" zahlreiche Änderungen und Erweiterungen der Übersetzung aufweist. Um den Sinn des Bibelwortes tunlichst zu verdeutlichen, hat er an vielen Stellen verschiedene Redewendungen und Wörter gleichsam zur Wahl gegeben, und wo verschiedene Übersetzungen möglich sind, diese in Anmerkungen notiert. Häufig laßt die wiederholte Korrektur im MAnuskript erkennen, wie oft er sich alles überlegt hat und mit welcher Gewissenheit er darum besorgt war, den zutreffenden Ausdruck zu finden.« 

Die Heilige Schrift Alten u. Neuen Testaments • Die Apokryphen (12° 1951)

Übersetzt und neu bearbeitet von Hermann Menge.

Berlin (DDR): Evangelische Haupt= Bibelgesellschaft. 1960. Nachdruck der 12. Auflage der Originalausgabe (Stuttgart 1951)


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Oktavband, gebunden und fadengeheftet; Frakturdruck. VI, 1214 (AT), 212 (Apokr.), 412 (NT), 95 (Anhang) & (2 gez. Karten–) S.

Abgedruckt sind die Vorworte von Menge, Goßlar 1926, das zur dritten Auflage vom 1. Mai 1927 sowie das Nachwort zur elften Auflage, verfasst vom Verwaltungsrat der Württ. Bibelanstalt, Stuttgart, September 1949. Darin ist u. a. zu lesen: »Kurz vor seinem Tode übergab der ehrwürdige Bibelübersetzer Gymnasialdirektor a. D. Dr. Hermann Menge, der an seinem Werke in unermüdlicher Treue weiterarbeitete, der Württ. Bibelanstalt eine letzte Fassung seiner Übersetzung. Davon konnte der Text des Neuen Testaments 1940 noch herausgegeben werden; die Veröffentlichung des Alten Testaments und damit der gesamten Bibel war in den schweren Kriegs– und Nachkriegsjahren nicht mehr möglich.«

Die Heilige Schrift. Die Apokryphen (13° 1954)

Übersetzt und neu bearbeitet von Hermann Menge.

Stuttgart: Priv. Württemb. Bibelanstalt, 13. Auflage 1954.

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Oktavband, gebunden und fadengeheftet; Frakturdruck. VI, 1214 (AT), 212 (Apokr.), 412 (NT), 95 (Anhang) & (6 gez. Karten–) S. sowie 10 S. mit s/w Photos. Beigegeben ist weiterhin ein achtseitiges Heft "Nimm und lies!, Winke fürs Bibellesen" von Prälat D. Groß, Stuttgart.

Abgedruckt sind die Vorworte von Menge, Goßlar 1926, das zur dritten Auflage vom 1. Mai 1927 sowie das Nachwort zur elften Auflage, verfasst vom Verwaltungsrat der Württ. Bibelanstalt, Stuttgart, September 1949. Darin ist u. a. zu lesen: »Kurz vor seinem Tode übergab der ehrwürdige Bibelübersetzer Gymnasialdirektor a. D. Dr. Hermann Menge, der an seinem Werke in unermüdlicher Treue weiterarbeitete, der Württ. Bibelanstalt eine letzte Fassung seiner Übersetzung. Davon konnte der Text des Neuen Testaments 1940 noch herausgegeben werden; die Veröffentlichung des Alten Testaments und damit der gesamten Bibel war in den schweren Kriegs– und Nachkriegsjahren nicht mehr möglich.«

Folgende Bände erschienen als Nachdruck der 11. Auflage 1949 (letzter Hand) ohne Apokryphen in Antiqua:

♦ Die Heilige Schrift. (Dobeler 2–bändige Ausg.)

Übersetzt von Hermann Menge

Dobel Kr. Calw, Schwarzw.: Schweizerische Glaubensmission.

Zwei Bände: NT, erschienen 1984. AT, erschienen 1986

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Menge–Bibel in Antiquadruck, Verlags–Anzeige 2002/'03

Diese beiden Bücher sind im Archiv nicht vorhanden.

♦ Die Heilige Schrift. [Stuttgarter Neuausgabe ab 1994]

Übersetzt von Hermann Menge

Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft (12. – 15. = 26. – 29. Aufl.) 1994, 2000, 2003, 2008.

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Gebundener Oktavband, fadengeheftet, Antiquadruck. Weiteres ähnlich der unten besprochenen Krefelder Ausgabe.

►Die Heilige Schrift (Krefelder Ausgabe)

übersetzt von Hermann Menge. [Durchgearbeitet von Ewald Frank]

Ohne Orts- und Jahresangabe; (Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft). Sonderausgabe für die Freie Volksmission Krefeld (2007)

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Gebundener Oktavband, fadengeheftet, Goldschnitt abgerundet, 1328 & 448 S. Schrifttexte zwei–, poetisch geformte einspaltig. Ohne Impressum, ohne Jahres– und Druckangabe (2007). Kein Vorwort, keine Karten o. ä. Im Anhang Hermann Menges "Wie ich zur Übersetzung der H. S. gekommen bin". Informationen zum Bibelbuch im Gemeinderundbrief von Oktober 2007.

Diese Bibelausgabe wurde von Br. Ewald Frank und weiteren Mitarbeitern der Freien Volksmission Krefeld "Zeile um Zeile, Vers für Vers, Kapitel für Kapitel mehrmals gelesen und durchgearbeitet. Wo ein zweites Wort in Klammern zur Wahl gestellt wurde, haben die Bearbeiter andere Übersetzungen zu Rate gezogen, um festzustellen, welch ein Wort den Sinn am besten trifft. Dadurch entstand eine Bibel, die für Jung und Alt gleichermaßen gut lesbar ist.

Die Deutsche Bibelgesellschaft in Stuttgart erklärte sich damit einverstanden, den Druck der Bibel zu übernehmen".

(Sinngemäße Wiedergabe aus dem Rundbrief Oktober 2007 der Freien Volksmission Krefeld)

Zum bearbeiteten Originaltext:

Hermann Menge übersetzt sehr formalgetreu; das zeigt sich insbesondere an einer sehr schwierigen Stelle in 1. Mose 4:(6-)7: Da sagte der HErr zu Kain: „Warum bist du erregt geworden, und warum hat sich dein Angesicht finster gesenkt (oder: schlägst du den Blick zu Boden)? „Wird nicht, wenn du recht handelst, dein Opfer angenommen? [a. Ü.:) Ist's nicht also: wenn du recht handelst, so kannst du (dein Antlitz frei) erheben?] lagert (oder lauert) nicht, wenn du böse handelst, die Sünde vor der Tür (als ein Feind, dessen) Verlangen auf dich gerichtet ist, den du aber bezwingen sollst?"

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E. Franks Bearbeitung läßt die in Klammern gesetzten Wörter (durchgängig) weg und endet so an dieser Stelle in einem völlig unverständlichen Satzgefüge: Da sagte der HERR zu Kain: „Warum bist du erregt geworden, und warum hat sich dein Angesicht finster gesenkt? „Wird nicht, wenn du recht handelst, dein Opfer angenommen? Lagert nicht, wenn du böse handelst, die Sünde vor der Tür Verlangen auf dich gerichtet ist, den du aber bezwingen sollst?".

Worauf es Menge hier ankommt, ist, den Wechsel im Hebräischen vom Feminin der "Sünde" auf den Maskulin des "Feindes" (d.h.: des feindlichen Dämons) in der Übersetzung herauszuarbeiten; diese wesentliche Unterscheidung, die auch eine beträchtliche geistliche Konsequenz betreffs des Umgangs mit dämonischen Mächten in der Seelsorge nach sich ziehen muß, leisten nur sehr wenige Bibelübersetzungen, leider! Meiner Überzeugung nach wird hier Menges beträchtliche Mühe, die besonderen Eigentümlichkeiten der hebräischen Sprache ins Deutsche hinüberzusetzen, durch Ewalds unnötige und sinnentstellende Kürzungen zunichte gemacht.


Das Neue Testament nach der Übersetzung Dr. Hermann Menges enthält auch das Werk

Hexapla - Sechs Bibelübersetzungen in einer Übersicht

Pfäffikon, Zürich: Verlag Mitternachtsruf 1989;

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Zum Buch:

Dieses Buch enthält neben Menge folgende Übersetzungen: Dr. Abraham Meister (Erstveröffentlichung), Martin Luther 1912, Franz Eugen Schlachter, Revidierte Elberfelder Bibel und Ludwig Albrecht.

>siehe unter ⇒ Meister,_Abraham

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Weiterhin erschienen in der Übersetzung von Menge (1949) folgende Bibelteile mit Erklärungen bzw. erklärenden Anmerkungen:

►Das Hohelied.

Erklärt von Albert Goßweiler.

Dobel Kr. Calw, Schwarzw.: Albert Goßweiler Verlag o.J. (ca. 1980)

►Johannesevangelium

Mit erklärenden Anmerkungen von Albert Goßweiler.

Dobel Kr. Calw, Schwarzw.: Verlag Schweizerische Glaubensmission, Deutscher Zweig e.V 1983

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Biogramm:

Hermann Menge, in Seesen am Harz geboren und aufgewachsen, besuchte zuletzt das Gymnasium in Brauschweig und studierte in Göttingen Altphilologie und Geschichte, promovierte zum Dr. phil. Er war Gymnasiallehrer in Helmstedt, Holzminden, Sangerhausen, schliesslich Gymnasialdirektor in Wittstock. Er verfasste Latein- und Griechischlehrbücher sowie den bekannten Griechisch–Deutsch Langenscheidt.

In Goslar am Harz entstand Hermann Menges Heilige Schrift; Gedenktafel an der Frankenberger Kirche »St. Peter & Paul«
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Nach seiner Pensionierung lebte er mit seiner Familie in Braunschweig, Harzburg und endlich in Goslar im Harz, wo er das Neue Testament übertrug und danach, in 13-jähriger Arbeit, das Alte Testament vollendete. Obwohl er auch das Fach Religion unterrichtet hatte, bezeichnete er sich selbst als "Duodezchristen". Erst durch seine Arbeit an der Übersetzung der Heiligen Schrift wurde er "aus dem geistigen Schlafe und geistlichen Tode erweckt und zu einem neuen Leben hingeführt". Das vollendete AT verschloss er in seinem Schreibtisch, ohne jede Hoffnung, einen Verleger zu finden. Erst durch die Vermittlung eines Freundes konnte die Württembergische Bibelanstalt, die bereits die zweite und folgenden Auflagen des NT übernommen und publiziert hatte, gewonnen werden, das AT und schliesslich die Gesamtausgabe zu drucken.

http://www.richardwolf.de/latein/menge.htm

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