Melsheimer, Ludwig

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Melsheimer, Ludwig Friedrich (* Kleinfischlingen b. Edenkoben, Pfälzerwald 18. Aug. 1771 † 7. Aug. 1827 Böchingen b. Landau, Rheinbayern)

Pfarrer, Dr. theol.



Das Buch Hiob

aus dem Hebräischen metrisch übersetzt und durch kurze philologische Anmerkungen erläutert von D. Ludw. Friedr. Melsheimer

Mannheim/ Rhein: Verlag der Schwan= und Götz'schen Buchhandlung 1823

Koph.png Wortstimme

21. Erbarmt, erbarmt euch, meine Freunde! / Die Hand des Ewigen hat mich getroffen! –

22. Warum verfogt, wie Gott, ihr mich? / Zerfleischt mich unablässlich? –

23. O würden meine Worte aufgezeichnet, / Und eingetragen in eine Buch!

24. Mit Eisengriffeln in den Fels gegraben / Und mittelst Bley auf ewig eingeprägt!

25. Dann wüßte ich: „Mein Ehrenretter lebt, / / Bleibt spät nach mir auf Erden noch,

26. Wann lang´ schon diese meine Haut (den welken Arm zeigend) zernagt seyn wird ....“ / Doch sehen werd´ ich Gott in meinem Leibe noch,

27. Ihn werd´ ich seh´n mit eig´nen, nicht mit fremden Augen; / In meinem Innern entschwinden die Gedanken mir! –

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Anmerkung: Altern. Übersetzung: Ich werde Gott in meinem Leib noch schauen! / Ich werd´ ihn sehen und kein Fremder!“

Kap XIX
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Zum Buch:

Oktavband, gebunden; XIV, 183 & (8) S. Frakturdruck. Bibeltext einspaltig und versweise bis S. 88, darauf "Kurze Anmerkungen." bis S. 183, Kenntnisse des Hebräischen und Lateinischen sind sehr hilfreich. Die unnummerierten Seiten am Buchschluß sind "Verzeichniß[e] der Druckfehler."

Gewidmet ist das Buch "Sr. Hochwürden, dem Oberconsistorialrath [Philipp Kasimir von] Heintz" [1771-1835]; diesem "hochwürdigen, hochzuverehrendem Herrn" schrieb "gehorsamster D. L. F. Melsheimer" eine mehrseitige Lobhudelei, datiert Böchingen, den 18. Sept. 1822.

Die fünfseitige Vorrede, an ebendemselben Tag datiert, läßt den Leser u. a. wissen:

»Daß ich nicht blos für Gelehrte und eigentliche Kenner der hebräsciehn Sprache, sondern auch für ihre jüngern Freunde und Verehrer geschrieben habe, lehrt ein nur flüchtiger Blick, nicht zwar auf die Uebersetzuzng, wohl aber auf die Anmerkungen, Vorzügliche wird es mich freuen, wenn junge Theologen, denen das Buch Hiob besonders interessant sen muß, neben ihrem Rosenmüller auch mein Werkchen mit Nutzen gebrauchen können. Liebe zum Studium das A.T. und der Sprche, worin es abgefasst ist, zu erwecken, war eine meiner Hauptabsichten bey Herausgabe dieser Uebersetzung.«

Die Sprüche Salomo's

aus dem Hebräischen übersetzt von Ludw. Friedr. Melsheimer

Landau, Pfalz: Georges und Prinz, 1818. Wohlfeile Ausgabe ohne Anmerkungen.

Mannheim, Baden: Schwan & Götz 1821 (um Anmerkungen erweiterte Ausgabe)

Koph.png Wortstimme
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Zum Buch:

Dieses ist im BB noch nicht vorhanden...

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Biogramm:

Ludw. Friedr. Melsheimer, "... protestantischem Pfarrer in Böchingen bey Landau in Rheinbayern", so als Subtitel im Buch Hiob.

Melsheimer besuchte von 1787 bis 1790 ein Gymnasium in Karlsruhe; Studium in Erlangen 1790 bis 1792. In Heidelberg machte er im Dezember '92 das 1. Staatsexamen. 1793 bis '95 fungierte er als "Hofmeister" in Kirchheimbolanden/ Pfalz. Von 1795 bi 1806 wirkte er als evangelischer Pfarrer in seinem Heitatort Kleinfischlingen, danach bis 1827 im südpfälzischen Böchingen. Er war Mitglied der »Gesellschaft der Kunst und Wissenschaft« in Mainz und der Generalsynode von Kaiserslautern. Verheiratet war er mit Marie Friederike Wilhelmine geb. Steinbrunn.

Die ev. Theol. Fakultät der Universität Erlangen, wo er auch studiert hatte, verlieh ihm in Anerkennung seiner Verdienste den Titel Dr. theol.

Zur Zeit der Abfassung des Hiob- Titels war er Pfarrer der Gemeinde Böchingen. Fünf Jahre später, 1827 ist er auch, 56- jährig, an den Folgen eines „Schlagflusses" verstorben.

In einem Nachruf über den pfälzischen Pfarrer ist folgendes zu erfahren:

»Er war ein beliebter Prediger, geistreicher Gesellschafter, unermüdet in seinem Amte und in der Bildung der Jugend, für welche er ein Institut in seinem Hause errichtet hatte. Er war und blieb Mitglied in der Generalsynode von Kaiserslautern und hatte bedeutenden Antheil an der glücklich bewirkten Vereinigung der beiden Konfessionen. Die Literatur nahm alle seinen freien Stunden in Anspruch und er ist in der gelehrten Welt durch seine Übersetzung der Sprüche Salomonis und des Buchs Hiob bekannt. Die inhumane, leidenschaftliche, und man kann sagen, feindliche Kritik, welche diese letzte Übersetzung in einem gelehrten Blatte erfuhr, hat nicht wenig die letzten Jahre seines Lebens verbittert. Als Anerkennung seiner Verdienste hat ihn schon vor mehrern Jahren die theologische Fakultät in Erlangen mit dem Doktordiplom beehrt.«

(Quelle: Neuer Nekrolog der Deutschen. 5. Jahrg. 1827)

    • ..... der aus Kleinfischlingen stammende Pfarrersohn Johann Friedrich Melsheimer, der von 1831 bis 1851 hier Dienst tat. Er machte sich als Übersetzer des Buches Hiob und der Sprüche Salomons einen Namen.
(aus einer anderen Quelle (www.gendi.de/kurtbrehmer/spesbach_gesch.))