Meister, Abraham

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Meister, Abraham (* Ronsdorf Kr. Lennep, Bergisches Land 21. Dez. 1901 Mem.png 16. Nov. 1990 ebenda) Dr. h.c. Dr. theol.



Das neue Testament ✡ [in: Hexapla]

übersetzt von Dr. h.c. Dr. theol. Abraham Meister ; © by Verlag Mitternachtsruf Pfäffikon ZH

in: Hexapla - Sechs Bibelübersetzungen in einer Übersicht:

Abraham Meister (Ersterscheinung), Martin Luther (Text 1912), Franz Eugen Schlachter (1952), Revidierte Elberfelder Bibel (Ed. Brockhaus 1985), Hermann Menge (11° 1949), Ludwig Albrecht (1926/ 14° 1988)

Pfäffikon, Zürich: Verlag Mitternachtsruf. 1989

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Zum Buch:

Daten der Hexapla: Gebunden und fadengeheftet in Lexikon- Oktav. (8) & 952 pp.

Wim Malgo schrieb im November 1989 ein kurzes Vorwort. Darin kündigt er auch die Fortsetzung "Altes Testament" an, die in drei Bänden erscheinen würde. Da Ludwig Albrecht das AT nur in Teilen übersetzt und diese Arbeit zudem nicht veröffentlicht hat, wird stattdessen die jüdische Übersetzung von Naftali Herz Tur- Sinai (Siehe ⇒ Torczyner,_H._=_Tur-Sinai,_N._H.) zum Einsatz kommen.

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Die Herausgeber der Hexapla, Bernhard und Thérèse Graf-Défago schrieben eine kurze Einführung: Darin ist bemerkt, daß eine erste Hexapla ("Sechsfache") vom Kirchenvater und Theologen Origenes stammte, der ein Bibelwerk des Alten Testaments zusammenstellte, das aus dem hebräischen Grundtext und fünf griechischen Übersetzungen in sechs Kolumnen bestand. In diesem stattlichen Band wurden die Titel, um die Aufteilung übersichtlicher zu gestalten, auf beiden Seiten über drei Spalten [pro Seite] hinweg geführt und mit Abschnitt- und Parallelstellenangaben versehen.

Da die Arbeit von Abraham Meister vorher bei keinem Verlag erschienen war und somit eine Erstveröffentlichung ist, wurde über die Aufnahme in die "Sechsfache" nichts weiteres gesagt, leider auch nicht darüber, wann diese Übersetzung angefertigt wurde. Die Übersetzung ist eine sehr formale und genaue.

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Bilder der frühen Verlagsinfo zur Hexapla

[ Das Alte Testament ]

übersetzt von Dr. h.c. Dr. theol. Abraham Meister

o. O. [Ronsdorf, Berg. Land]: Manuskript. o. J. [ca. 1960er Jahre]

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Zum Buch:

Unveröffentlichtes Manuskript auf Schreibmaschine getippt. Einspaltig gesetzt, viele Verweisstellen je an den Versen. Jedes Buch ist eingeleitet.

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Biogramm:

Abraham Meister hatte einen jüdischen Vater und eine christliche Mutter.

Er wurde am Ende 1901 in Ronsdorf nahe Wuppertal geboren. 1916 verließ er die Volksschule. Der ihm aufgezwungene ungesunde Beruf als Schleifer und schlechte Arbeitsverhältnisse, Arbeitslosigkeit und folglich große Armut, wie auch eine trostlose Umgebung und Lebensgefahren spornten ihn mit starkem, unwiderstehlichem Drang an, die ganze Bibel weit über hundertmal zusammenhängend durchzustudieren. Mit großem Eifer erlernte er als Autodidakt die biblischen Ursprachen. Dadurch gelangte er zur festen Glaubens- und Heilsgewißheit, was in strengstem Kontrast zur liberalen und modernen Theologie stand.

Während der Nazizeit stand Abraham Meister in ständiger Lebensgefahr, da er zwar einer sogenannten "privilegierten Mischehe" entstammte, aber dennoch als "Halbjude" galt. Die Wehrmacht gewährte ihm während 20 Monaten "Schutzasyl". Im letzten Jahr des 2. Weltkrieges diente er als Prediger bei der Bekennenden Kirche. Im 48. Lebensjahr machte er das Abitur beim Kultusministerium in Düsseldorf, anschließend absolvierte er ein vierjähriges Theologiestudium an der Universität Münster i. W., woraus 30 Seminararbeiten über alle theologischen Disziplinen entstanden. Abraham Meister arbeitete auch an der Wuppertaler Studienbibel mit (Lukas-Evangelium), sowie an der Neuherausgabe der Stuttgarter Jubiläumsbibel (2. Buch Mose) und ist der Urheber des Lexikons zur Elberfelder Bibel. Er dozierte am Wuppertaler Bibelseminar über Exegese des Alten und Neuen Testamentes in Hebräisch und Griechisch und war auch als Dozent an der Bibelschule Breckerfeld tätig. Er war Mitarbeiter der Zeitschrift "Bibel und Gemeinde" des Bibelbundes, und zwar betreffs Judentum, Textfragen, Fragenbeantwortung (AT und NT), Dogmengeschichte und Dogmatik. Israel, das Land der Bibel, durfte er zweimal besuchen.

Die Früchte des mehr als 50jährigen Bibelstudiums sind: Die Übersetzung der ganzen Bibel (wobei nur das NT in der Hexapla herauskam), über 40.000 biblische Studien, exegetische Kommentare zu fast allen biblischen Büchern des Alten und neuen Testamentes, einige kirchengeschichtliche Biographien, wie Ignatius von Antiochien, Augustinus, Chrysostomus, Theodor von Mopsuestia, Thomas von Aquin, Savonarola, Martin Bucer, Johann von Staupitz, sowie eine vollständige Systematik, eine Beschreibung sämtlicher Freikirchen, biblische Heilswahrheiten, hymnologische und philosophische Studien, die Schöpfungsberichte in naturwissenschaftlicher Beleuchtung und zahlreiche Predigtentwürfe.

Abraham Meister hat u. A. folgende Werke veröffentlicht: Das Alte Testament im Neuen; Der Prophet Daniel; zahlreiche theologische Abhandlungen in Zeitschriften; Der Stammbaum Jesu Christi; Biblische Namen; Die Erziehungsweisheit in den Sprüchen Salomos; Die pädagogische und psychologische Weisheit Jesu Christi; Die messianische Verheißung im Alten Testament und ihre Erfüllung durch Jesus von Nazareth; das "Biblische Namen-Lexikon"; die Konkordanz zum Heidelberger Katechismus; Namen und Charakterzüge der Erlösten des Herrn; Namen des Ewigen.