Lorenz, Felix

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Lorenz Felix "Lorenz Terentius" (* Berlin 23. Dez. 1875 † 28. Juni 1930 ebenda)


Die neue Bibel. Die Lehre Christi für den Menschen von heute.

Unter Zugrundelegeung der Evangelien dargestellt von Felix Lorenz

Berlin: Verlegt bei Gustav Ziemsen, im Jahre 1920

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Offenbarung
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Zum Buch:

Fest gebundener Oktavband, Fadenheftung; 320 S. Wunderschöne Antiquaschrift, Kolometriesatz in Rahmen mit Buchschmuck.

Inhalt: "Gottesfahrt" (Choral); "Eingangsworte" (11 S.); "Das Reich Gottes" (von Peter Damianus). – Das Evangelium (in 43 Kapiteln) • Aus der Apostelgeschichte • den Paulus=Briefen • den Petrus=Briefen • aus dem Brief an die Hebräer • aus dem Jakobus=Brief und der Offenbarung des Johannes • Das Hohelied der Liebe (1. Kor 13). –– "Ausgangsworte" • Literaturverzeichnis • Erläuterungen • Impressum mit ausführlichen Druckangaben.

In den "Eingangsworten" führt der Autor u. a. aus:

»(…) Die Evangelien von diesen Dogmen, unter denen die Lehre von der Gottessohnschaft Christi, von der Trinitas, von der unbefleckten Empfängnis Mariä an der Spitze stehen, endgültig zu befreien, um die reine Lehre des Menschensohnes Jesus in vollem Lichte hervortreten zu lassen, ist sonach die erste Aufgabe einer modernen Bibel. (…) Die theologische Textkritik will immer noch nicht einmütig zugeben, in welch hohem Maße die überkommenen „Urtexte“ unzuverlässig sind. (…) Es schien gerade jetzt an der Zeit, eine Bibel für die heutigen Menschen zu schaffen, das alte Buch des Lebens, befreit von allem, was es unserer Zeit fremd gemacht hat, in neuer Reine und Schöne auferstehen zu lassen. Ich habe versucht, dieses Werk zu schaffen. (…).

Am Buchende stehen zwei Seiten "Ausgangsworte", geschrieben von Felix Lorenz und datiert Wartburg, am Pfingstsonnabend 1920; darin ist bemerkt,

»Ohne einen mächtigen religiös=sittlichen Untergrund kann ein Volk weder aufbauen noch gedeihen, und der ist für uns in einem verjüngten von den alten Schlacken befreiten Christentum gegeben. Es mußte von seinen orientalisch=jüdischen Voraussetzungen gelöst, von den römischen Verdunkelungen ans helle Licht gebracht, kurz für das heutige deutsche Empfinden, für die Sehnsuch unserer zeit gewandelt werden, um ein neues gewltiges Leben gewinnen zu können. (…) Von der Burg des Lichts, der deutschen Gralsburg, als der Hüterin unverlierbarer Ideale, fällt ein leuchtender Strahl auf die Blätter dieses Buches.«
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Die "Erläuterungen" zur Übersetzung umfassen 14 Seiten; darin Textvergleiche mit Luther, Kurzerklärungen, Herkunft der Texterweiterungen (!), Verweisstellen zum AT.

Was in diesem Werk fehlt, ist ein Verzeichnis der verwendeten Schriftstellen; eine bestimmte Textsequenz zu finden, ist recht mühsam.


Biogramm:

Der stramm deutschnationale Felix Lorenz war Leiter der literarischen Rundschau beim Berliner Tageblatt. Unter dem Pseudonym Lorenz Terentius war er schriftstellerisch tätig: Er war Buchautor, Kritiker und Redakteur und verantwortlich für die wöchentliche Beilage beim Berliner Tageblatt.