Lanner, Alois

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Lanner, Alois (* Bozen / Südtirol 24. Jan. 1862 † 13. Nov. 1941 Innsbruck / Tirol) Landesschulinsp. Dr.



Die Psalmen [1903, anonym]

Sinngemäße Übersetzung nach dem hebräischen Urtext.

München und Wien (Austria): Jos. Rothsche Verlagshandlung 1903

Imprimatur: Rottenburg 1902


Pe.png Wortstimme

Gebet des Dieners Gottes, Moses.

O Herr, du hast uns Schutz geboten von grauer Vorzeit her bis auf das heutige Geschlecht.

Bevor die Berge sich gebildet, noch ehe sich das Land geebnet und der Himmel drüber ausgebreitet hat, warst du von Ewigkeit zu Ewigkeit derselbe Gott.

Dein Wille ist es, daß der Menschen Leib zu Staub zerfällt.

Du sprichst zu ihnen: „Schwindet hin".

Vor dir sind tausend Jahre

Wie uns ein Tag erscheint, der schon vergangen ist,

Wie eine Stunde in der Wacht.

Ps. 89 V


Zum Buch:

Der Übersetzer Dr. Lanner ist weder auf dem Titel noch im undatierten Vorwort genannt. Die Psalmen sind nach der Vulgata gezählt. Der Bearbeitung wurde folgendes "verdienstvolles Werk" zugrunde gelegt: »Psalterium seu Psalmorum juxta Vulgatam Latinam et versionem textus originalis hebraici cum notis inductionalibus et cum argumentis exegetis, quibus harmonia utiusque versionis demonstratur«, verfasst von Dr. Melchior Mlčoch, Olmütz 1890.

Buchdaten: Sedezformat, 254 S.

Die Psalmen [1912]

Sinngemäße Übersetzung nach dem hebräischen Urtext von Dr. A. Lanner.

Mit Erläuterungen von Theologieprofessor Dr. J. Niglutsch

Freiburg im Breisgau: Herdersche Verlagshandlung 1912. Zweite und dritte, verbesserte Auflage.

Imprimatur: Friburgi Brisgoviae 1912

Koph.png Wortstimme

Psalm Asaphs. -- So spricht der Allerhöchste, dem die Welt gehorcht

Vom Sonnenaufgang bis zum Niedergang,

Er, der in Sion seine Herrlichkeit enfaltet,

Der alles in Bewegung setzt, wenn er sich naht,

Daß Feuergarben prasseln und der Sturmwind tobt.

Der Himmel und die Erde beugen sich vor ihm,

Wenn er als Richter kommt und spricht: „Versammelt euch, die ihr mir ergeben dienet,

Und durch das Opfer stets den Bund mit mir erneuert."

Seht, es verkünden sein Gericht die Himmel.

Das Urteil, das Gott selbst gesprochen:

„Vernimm, mein Volk, was ich die sage,

Vernimm es, Israel, und merk es dir:

Es gibt nur einen Gott, und der bin ich.

49. Psalm (V) 1-7
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Zum Buch:

Anders als in o.g. Ausgabe ist in dieser Auflage Dr. Alois Lanner als Übersetzer genannt. Die Zählung der Kapitel ist wiederum, wie in fast allen römisch-katholischen Psalmenübersetzungen vor dem Zweiten Vaticanum, nach der Vulgata bzw. Septuaginta. Melchior Mlčoch 1890 verfasstes "vedienstvolles Werk" ist auch hier wieder der Übersetzung zugrunde gelegt. Dr. Josef Niglutsch (1844- 1918), em. Professor der Theologie am fürstbischöflichen Seminar in Trient, unternahm es, 10 Seiten "Allgemeine Bemerkungen zu den Psalmen" in den Anhang zu setzen. Die Übersetzung selbst wurde, wie im Vorwort zur 2. & 3. Auflage zu lesen, behufs der flüssigeren Lesung und leichteren Verständlichkeit sowie im Sinne neuerer Interpretationen verbessert.

Buchdaten: Kleinoktav, 236 S.

Deutsches Laienbrevier

Psalmen, Hymnen und Gebete

Freiburg im Breisgau: Herdersche Verlagsbuchhandlung 1919. Vierte [verbesserte & veränderte] Auflage der Psalmenübersetzung. [7. Auflage 1923]


Imprimatur: Friburgi Brisgoviae 1919

Koph.png Wortstimme

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Psalm .. (V)

Gepriesen sei der Herr und Israels Gott!

Er hat hat uns heimgesucht und wird sein Volk erlösen.

Das Heil hat er für uns erweckt

Im Hause Davids, seines Knechtes,

Wie er's verkündet durch den Mund der Auserwählten

Von alten Zeiten her und durch die Stimme der Propheten.

Von unsern Feinden kommt das Heil zu uns

Und aus den Händen derer, die uns hassen.

Es naht die Zeit der Gnade für die Väter

Und seines Bundes eingedenk zu sein,

Den er mit Abraham geschlossen, unserm Ahnen,

Daß er sich selbst uns schenken werde,

Daß wir, von Not und Feindes Macht befreit,

Ihm selbst einst werden dienen können

In Heiligkeit und Gerechtigkeit

An allen Tagen unsres Lebens.

Lobgesang des Zacharias Luk. 1
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Zum Buch:

»Innsbruck, im denkwürdigen November 1918«, so datiert Dr. Alois Lanner die vierte und Auflage seines Psalmenbuches. (Denkwürdig deswegen, weil am 11. jenes Monats die Kapitualtion Deutschlands und Österreich– Ungarns in Kraft trat und der 1. Weltkrieg verloren war).

Der Buchtitel wurde funktionalisiert: Begründung für diese Ausgabe war die Neuordnung des Breviers für den katholischen Klerus durch die päpstliche Bulle »DIVINO AFFLATU« von Pius X. vom 1. Nov. 1911 (Titel der Apostolischen Konstitution über die neue Verteilung des Psalteriums im römischen Brevier). Das heißt, die Reihenfolge der Pss- Kapitel wurde umgestellt, kurze Gebete für gottesdienstliche Zwecke eingefügt und Hymnen sowie alt- und neutestamentliche Cantica beigegeben. Betreffs der Buchdaten ist kein Unterschied zu den ersten beiden Ausgaben; d. h. Frakturschrift und einspaltige versweise Anordnung der Psalmen. Übersetzt ist nach dem Urtext, gezählt nach der Vulgata. Im Anschluß an die Schrifttexte hat Joseph Niglutsch – wie auch in der vorherigen Auflage – gut zehn Seiten einer „Allgemeinen Erklärung der Psalmen" gewidmet.


Weiterer Titel von Alois Lanner, im BB nicht bekannt:

Job, ein biblisches Drama

Breslau: Verlag Aderholz 1913 (und)

Innsbruck: Vereinsbuchhandlg. & Buchdruckerei 1925