Kuntz, Manfred

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Kuntz, Manfred (* Hangard, Saarland 16. Juni 1931) Pfarrer Dr. theol.


Die Psalmen

in Strophen übersetzt von Manfred Kuntz.

Mit dem hebräischen Text und der Lutherübersetzung

Stuttgart: Calwer Verlag 2009


Koph.png Wortstimme

1 Ein Psalm Asafs.

Der Gott der Götter, der TREUE, hat geredet,

und er rief die Erde vom Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang;

2 von Zion her, der Schönheit Krone, ist Gott aufgestrahlt,

unser Gott kommt her und kann nicht schweigen:

Feuer züngelt vor seinem Angesicht her,

und rings um ihn stürmt es gewaltig:

4 er rufte den Himmel droben auf zum Zeugen

und die Erde, um sein Volk zu richten:

5 „Versammelt mir meine Getreuen,

die beim Opfer meinen Bund geschlossen haben!“

6 Da verkündeten die Himmel, wie gerecht er ist,

wenn Gott selber richtet – Sälah –:

7 „Höre doch, mein Volk, ich rede,

Israel, ich warne dich,
Gott, dein Gott, bin ich!“
50

Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes.

Vater, du, du warst ein Unterschlupf für uns

über die Geschlechter hin.

Noch waren die Gebirge nicht geboren,

noch hatten nicht gekreißt die Erde und die Welt
da warst von Ewigkeit zu Ewigkeit schon längst du, starker Gott.

Du holst den Sterblichen zurück zum Staub

und hast gesprochen: „Kehrt zurück, ihr Erdenkinder!"—

dabei sind in deinen Augen tausend Jahre

wie der Tag von gestern, wenn er geht, und wie eine Wache in der Nacht.
90: 1-4  
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Zum Buch:

Texte:

  • Biblia Hebraica Stuttgartensia, herausgegeben von Adrian Schenker, Stuttgart; 5. verbesserte Aufl. 1997
  • Luther 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung. Stuttgart: ©1999
  • Manfred Kuntz ´ in Strophen übersetzte Fassung.

Quartband gebunden, Fadenheftung; X & 410 S. Anordnung: linke Doppelseite Luther und Hebraica parallel, rechte Seite Kuntz ´ recht wörtliche Übersetzung vers– und abschnittsweise gesetzt.

Gut zwei Seiten schrieb Kuntz als Einleitung, datiert Neuweiler, im Herbst 2008; darin sagt er u. a.:

» (…) gerade in der Psalmenübersetzung bleibt es nicht verborgen, wie der Priester, Mönch [M. Luther] bei allem Mühen ums Hebräische auch immer den Vulgatatext in sich bewegte. Hieronymus hatte einst bei seiner Übersetzung aus dem Urtext auch die griechische Septuaginta gegenwärtig. Das bringt gerade auch den Freund der Lutherbibel dazu, sie am Original zu prüfen. (…) In einem langen Lernprozess wurden Kommentare, Einzeluntersuchungen und Übersetzungen immer wieder neu befragt, wurden eigene Versuche hinterfragt und korrigiert, bis es nach manchem Durchgang zur hier vorgelegten Übersetzung kam. An Literatur genannt sei hier nur eine Auswahl: neben den jüdischen Übersetzungen von Samson Raphael Hirsch, Leopold Zunz, Naftali Herz Tur–Sinai und Martin Buber die katholische Einheitsübersetzung mit den Erläuterungen von Erich Zenger und Frank–Lothar Hossfeld, die alte und die neue Zürcher Bibel, die Kommentare von Artur Weiser, Hans–Joachim Kraus und Klaus Seybold (…).

Auf acht Seiten "Übersetzen – kann man das?" führt Kuntz am Buchende nochmals das gesamte Spektrum der Kunst des Psalmenverdeutschens anhand von Beispielen von z. B. Psalm 23 und anderen dem Leser vor Augen.

In einem neueren Werk von Werner Grimm ⇒ Grimm,_W._/_Dittert,_K., Ein güldenes Kleinod Davids – Die Psalmen des Alten Testaments (2012 ff) sind 20 Psalmen vollständig und weitere 21 zum Teil von Kuntz übernommen.

Übersetzen - kann man das?

Nuancen der Psalmen 8 - 42/43 - 90. [Von] Manfred Kuntz (Hebräisch / griechisch / lateinisch / deutsch)

Tübingen/ Neckar: Verlag Werner Grimm. 1. Auflage 2012

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Zum Buch:

Hardcover Oktavband (DIN_A5), klebegebunden, 166 S. Schrifttexte einspaltig, z. Tl. parallel gesetzt: Masoretischer Text / M. Luther (1984) / M. Kuntz. Der Psalm 8 ist noch zusätzlich im Griechisch der Septuaginta und in zwei Versionen der Vulgata (iuxta (=gemäß) LXX und iuxta hebraeos) abgedruckt.

Inhalt: Übersetzen - kann man das? (13 S., mit Textbeispielen) • Psalm 8: Vom text zur Übersetzung | Mit dem Psalm unterwegs • Psalm 42/43: Vom Text zur Übersetzung | Im Horizont von Markus 8,27 – 9,1 • Psalm 90: Vom text zur Übersetzung | Vom Text zur Auslegung | Im Horizont von Hiob 5,18.

Interessant zu lesen sind die Kurzfassungen dessen, was die großen Kommentatoren Friedrich Baethgen, Bernhard Dum, Rudolph Kittel, Hermann Gunkel, Artur Weiser, Hans–Joachim Kraus, Klaus Seybold, Frank–Lothar Hossfeld / Erich Zenger und Samson Raphael Hirsch zu Psalm 8 ausführen. 


Es ist ein köstlich Ding • Psalm 92

[Von] Lothar Heß. Übersetzung des Psalms: Manfred Kuntz

Tübingen/ Neckar: Verlag Werner Grimm 2016

Reihe: BibelPsalmen • 92. Siehe auch ⇒ Grimm,_W._/_Dittert,_K.

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Zum Buch:

Übersetzung und Kommentierung des Psalm 92. DIN_A5 Heft, geklammert. 38 S.

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Biogramm:

"Die Psalmen als einer der gewichtigsten Bestandteile der Bibel haben ihn Zeit seines Lebens begleitet. Nun hat der Theologe Manfred Kuntz die 150 Gebete und Lieder des Alten Testaments in eine noch nicht dagewesene Form gegossen: Eine Gliederung in Strophen entsprechend seinem Verständnis von Sinnabschnitten. Damit aber nicht genug – Manfred Kuntz hat in seiner Bearbeitung der hebräischen Urtexte die Worte genauestens gewogen und entsprechend ihrer Bedeutung gewichtet. Manches Überlieferte ist dabei von ihm für zu leicht befunden worden. Der Sprachästhet Kuntz hält dennoch daran fest, dass »Luthers Sprache trotz aller anderen Versuche unerreicht bleibt«.Dementsprechend ist es überhaupt nicht sein Anliegen, das Bewährte zu hinterfragen, sondern ihm neue Feinheiten abzugewinnen und punktuell neu zu interpretieren. In seinem großformatigen, schon optisch ansprechenden Werk stellt der Autor seinen Neuübersetzungen der einzelnen Texte die hebräischen Vorlagen und die Luther-Übertragungen gegenüber. Ein solcher methodischer Komfort gestattet es den Lesern, zu vergleichen ohne umständlich blättern zu müssen.

Aus der theologischen und sprachlichen Beschlagenheit des promovierten Theologen schlugen 17 Jahre lang Fachkollegen Gewinn, als Kuntz von 1974 bis 1991 das Freudenstädter Pastoralkolleg leitete. Erst eine schwere Erkrankung zwang ihn, das Amt aufzugeben. Für den 78-Jährigen sind die »Psalmen die Schule des Gebets«. Seine Vorliebe für diese variantenreichen Glaubensbekenntnisse speist sich aus mehreren Erfahrungen: So nahm er das von den Nazis diskriminierte »Judenbuch« durch seine Hinwendung zum Hebräischen in stillem Protest in Schutz. Besonders wichtig wurden ihm die Psalmen während seiner Tätigkeit als Seelsorger in Stuttgart. Die »Psalmen als ein Stück tägliches Brot« begleiteten Kuntz beim intensiven Austausch mit den Geistlichen im Rahmen der Kollegsarbeit.Das vorliegende Werk, seine erste Veröffentlichung, war zunächst nur als Hausbuch in noch bescheidener Aufmachung für den eigenen Gebrauch und als Geschenk für Familienangehörige gedacht. Sein wissenschaftlicher Kollege Werner Grimm zeigte sich jedoch so überzeugt von jener ersten Fassung, dass er dem Verlag eine Publikation schmackhaft machte und Kuntz von deren Notwendigkeit überzeugte.

Bei der Entstehung des Buches erwies sich Grimm darüber hinaus als unverzichtbarer fachlicher Begleiter. Auch Kuntz‘ Ehefrau ließ nicht nach, ihn mit der intensiven Bearbeitung der Psalmen zu ermuntern. Wenngleich sich der repräsentative Band im Regal besonders schön ausmacht: Der heute im Ruhestand in Neuweiler lebende Theologe sähe es viel lieber, wenn die Ausgaben möglichst vieler Leser deutliche Gebrauchsspuren aufweisen würden."

(Gerhard KECK im >Schwarzwälder Bote< 11. Feb. 2009)