Krotz, Werner

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Schreibfeder.gif Krotz, Werner (* Wien (Austria) 30. Nov. 1941) Dr. phil.


Werner Krotz sieht sich als einer der Protagonisten einer neuen Art Theologie, die sich als "avantgardistische Theologie" versteht. Sie liest die Heilige Schrift - wie die historisch- kritische Exegese es vorgibt - als das Wort Gottes in der Sprache der Menschen, nicht etwa als von Gott herrührend und somit jenseits menschlicher Kritik befindlich. Eine wesentliche Konsequenz daraus ist, dass gesagt wird, Menschen hätten Jesus Worte in den Mund gelegt, die er (so) nicht gesagt hat, und daß Menschen ihre Ergriffenheit und Betroffenheit von und durch den Messias eben so zum Ausdruck gebracht hätten. Schriftliche Aufzeichnungen seien auch niemals abgeschlossen; die damals ausgesprochenen Verurteilungen, Verfluchungen können keineswegs mehr aufrechterhalten geschweige denn toleriert werden. Ausgrenzungen und Hass seien durch andere Darstellungen zu ersetzen, Drohworte weitgehend zu entschärfen und eine innerweltliche Finsternis etwa (bei Johannes) als nicht existierend zu konstatieren. Somit sind negativ besetzte biblische Worte, Reden und auch Geschehnisse - etwa der grausame Tod am Kreuz - durch Ermutigungen zu ersetzen und eine heilsgeschichtlich Alternative zum Kreuzestod sei denkbar. Die Drohbotschaft, über mittlerweile zwei Jahrtausende verkündet, ist durch eine kompromisslose Frohbotschaft zu ersetzen. Was Jesus wirklich gesagt hat, könne nur in geringem Ausmaß ergründet werden. Auch habe er sich nicht an seinem eigenen Worten messen können, denn er habe nicht immer klug gehandelt, wenn er z. B. pauschal verurteilte. Jesus´ Selbstbezeugung, er sei "mehr als die Propheten" sei als eine frühkirchliche Aussgage zu werten und so könne er Jesus nicht sprechen lassen.

Fridolin Stier, der verstorbene katholische Alttestamentler, würde hier sicherlich einwenden, dass in diesen Schriften der Löwe (Amos 3:8) nicht mehr brüllen darf, sondern sich doch bitte domestiziert geben sollte.

An diesen Texten von Krotz scheiden sich die Geister derer, die Heilige Schrift als Gottes unwandelbares, unveränderbares Wort sehen wollen und denen, die biblische Texte als Menschenwerk -zwar inspiriert- aber mit Verfalldatum versehen betreffs der heute so nicht mehr zu akzeptierenden harten und unmißverständlichen Urteilskraft und des Urteilsspruchs eines Gottes, der doch alle Menschen unterschiedslos liebt.

»Meine Bearbeitungen der Bibel und des Daodejing sind völlig frei gestaltet, wobei mein Schwerpunkt immer die Liebe ist.«

(Zitat: W. Krotz, wobei der Akzent dieses Zitates vor allem auf dem ersten Wort liegt. Von einer Übersetzung des griechischen Textes kann also keine Rede sein. Eine Kaufempfehlung kommt schon aus diesem Grund bestimmt nicht in Frage.)

Du bist da

Die Psalmen der Bibel in neuer Bearbeitung. [Von] Werner Krotz

Wismar, Mecklenburg: ⓒ Persimplex Verlag, 1. Auflage 2008


Paraphrase

Gott hat zu Mose gesprochen

im Dornbusch und auf dem Berg Sinai.

Nun leuchtet sein Glanz auf dem Zion,

und er spricht zu seinem Volk,

sodass es die ganze Erde hört,

bis hin zum äußersten Meer:

„Hört zu ihr Menschen,

die ihr einen Bund geschlossen habt.

Mein Volk, ich bin dein Gott

und warne dich sehr."

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Herr, du bist unsere Zuflucht

von Generation zu Generation.

Ehe der Himmel wurde

und die Erde entstand,

bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Für dich sind tausend Jahre wie ein Tag,

wie ein Windstoß.

Die Menschen sind für dich

wie das Gras auf der Wiese.

Am Morgen grünt und sprießt es,

am Abend wird es gemäht und verdorrt.

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Zum Buch:


Oktavband gebunden, 262 Seiten, einige Zeichnungen. Sämtliche Pss sind ohne Überschriften übertragen, Versangaben nicht gemacht. Krotz hat in den Jahren 2005 bis 2006 die Texte neu bearbeitet und in den Jahren darauf noch einmal gründlich überarbeitet. Als deutsche Vorlagen dienten die Üs von M. Luther 1999, die "Gute Nachricht" von 1987 sowei die Bibel von H. Menge von 1994. Vieles jedoch wurde frei ausgearbeitet. Die so genannten Rachepsalmen sind umformuliert, die Feinde des Psalmdichters werden dem Spruch Gottes überlassen und ihre Möglichkeit zur Umkehr bleibt offen.
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Bei anderen Psalmen wurden Lebensumstände um- interpretiert, damit sich der Leser eine Vorstellung der damaligen Wirklichkeit machen kann. Das ist so in Krotz´ Vorwort, datiert Bern (Schweiz), 19. 11. 2005 und Pressbaum bei Wien, 17. 12. 2007, ausgeführt. Es gibt auch einen 151. Psalm; es ist jedoch nicht der aus der Septuaginta (Davids Sieg über Goliath), sondern ein "Psalm" zu Neujahr 2008. In einem gut einseitigen Nachwort (Pressbaum, Dez. 2007) beschreibt der Autor kurz , was er von den Menschen (Juden und anderen), die zu Gott gebetet und geschrieen haben, gelernt hat und auf welche Weise er das Psalmbeten heute umgesetzt sehen will.

Als eine Art Textnachweis hat Krotz noch eine Tabelle der Zitate aus o. g. Bibelübersetzungen angefügt.

Du bist Liebe

Die Johannes-Schriften der Bibel in neuer Bearbeitung. [Von] Werner Krotz

mit einem Anhang: Christliche Grundgebete in neuer Bearbeitung

Wismar, Mecklenburg: ⓒ Persimplex Verlag, 1. Auflage 2008



Paraphrase

Gott sprach: Es werde Licht! Und das Licht entstand. So spricht er bis auf den heutigen Tag, und alles, was ist und wird, entsteht durch sein Sprechen. In diesem Sprechen ist er unser Leben und unser Licht, unser ganzes Leben und unsere einzige Leuchte, die jede Finsternis durchdringen kann.

Das Wunderbarste aber ist Folgendes: Nicht nur das von Gott Gesprochene, sondern auch sein Sprechen ist in die Welt gekommen, als das Leben und das Licht der Welt.

Das Sprechen Gottes 1, 1f


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Zum Buch:


Oktavband gebunden, 184 Ss. Zusätzlich zu den bearbeiteten Johannestexten finden sich im Anhang 15 neu bearbeitete Gebete, die allesamt der römisch- katholischen Liturgie zuzuordnen sind - inklusive des Rosenkranzgebetes. Werner Krotz hat zu Pressbaum bei Wien, 17. April 2008, das mehrseitige Vorwort beschrieben.
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Unter anderem wird betreffs der Üs ausgeführt: "Als Grundlage für die eigene Bearbeitung (...) wurden die Elberfelder Bibel 1905 (Copyright abgelaufen) und die Neue evangelistische Übersetzung (Copyright bei Karl-Heinz Vanheiden) verwendet.

Botschaft ohne Grenzen

Eine neue Zusammenschau der synoptischen Evangelien. [Von] Werner Krotz

mit einem Anhang: Das Hohe Lied und andere Beispiele der Liebe in neuer Bearbeitung

Wismar, Mecklenburg: ⓒ Persimplex Verlag, 1. Auflage 2011


Paraphrase

In diesem Kind wird sich der Geist Gottes entfalten wie in keinem Menschen zuvor. Wenn Marias Sohn geboren ist, dann gib ihm den Namen Jesus.

Der Name bedeutet „Der Herr hilft, rettet und befreit", und das wird Jesus tun, durch sein Leben und Sterben. In alter Zeit ist dem König Ahas verheißen worden, dass eine junge Frau schwanger werden und einen königlichen Sohn zur Welt bringen wird und ihm den Namen Immanuel geben wird.

Der Name bedeutet „Gott ist mit uns". Nun ist die Zeit gekommen, dass Gott in Jesus diese Verheißung erfüllt.

Josef hat einen Traum: Mt 1,18f

Lass mich das Siegel sein, das deinem Herzen nahe ist und dich für immer dem Leben übergibt. Die Liebe ist gewaltig.

Sie bannt den Tod und durchschreitet das Totenreich unversehrt.

Ihre Glut ist leidenschaftlich, ihre Flammen sind heilig, ihr Feuer ist von Gott angefacht.

Auch die größten Wasserfluten vermögen die Liebe nicht auszulöschen.

Ihre Flammen tanzen auf dem Wasser des Übelnehmens und der Verbitterung, ohne davon berührt zu werden.

Die Liebe ist nicht käuflich, doch sie schenkt sich ohne Maß.

Nach der Hochzeit: Hld 8, 5f
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Oktavband gebunden, 222 Ss. Nach der synoptischen Schau der drei ersten Evangelien und Apg. 2 ist das Hohe Lied bearbeitet; anschließend noch drei weitere kürzere Texte: "Abraham weigert sich, seinen Sohn zu opfern": 1. Mose 21,33-34; 22,1-19. "Alles hat seine Zeit" Koh. 3,1-8 und "Das Hohe Lied der Liebe": HHL mit 1. Kor. 13,1-13.


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Biogramm:

http://www.lyrik.ch/lyrzeit/krotz/krotz.htm // http://wernerkrotz.net/mensch.html