Knobel, August

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Knobel, August Wilhelm Karl (* Tzschecheln* Kr. Sorau, Niederlausitz 7. Feb. 1807 † 25. Mai 1863 Gießen, Hessen) Lic. Prof. Dr. phil.


Commentar über das Buch Koheleth

[samt Übersetzung] von August Knobel

Leipzig, Sachsen: Verlag von Johann Ambrosius Barth. 1836

Koph.png Wortstimme

1 Denn dies Alles bedachte ich und durchforschte es alles dieses, dass die Frommen und Weisen und ihre Thaten in Gottes Hand sind, sei es Liebe, sei es Hass, kein Mensch weiss es, Alles ist vor ihnen.

2 Alles wie Allen; ein Schicksal hat der Fromme und der Gottlose, der Gute und der Reine und der Unreine, und wer opfert und wer nicht opfert; wie der Gute, so der Sünder, wer schwört, wie er sich scheut zu schwören

3 Das ist schlimm unter Allem, was unter der Sonne geschieht, dass ein Schicksal Alle haben; und daher ist auch der Sinn der Menschenkinder voll vom Bösen und Unsinn ist in ihren Herzen ihr Lebelang, und darnach (geht es) zu den Todten.

4 Denn wer ist, der ausgenommen würde? Bei allen Lebenden gibt´s Hoffnung; denn ein lebendiger Hund ist besser als der todte Löwe.

5 Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben werden; doch die Todten wiisen nichts, und haben keinen Vortheil weiter, denn vergessen wird ihr Gedächtniss.

6 Sowohl ihre Liebem als ihr Hass, als ihr Eifer ist schon dahin und sie haben in Ewigkeit keinen Theil mehr an Allem, was geschieht unter der Sonne.

7 Wohlan, iss fröhlich dein Brodt und trink wohlgemuth deinen Wein; denn Gott hat schon sein Wohlgefallen an deinem Thun.

Kap. IX 
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Zum Buch:

Buch in Antiquadruck; VIII, 372 & (2) S.

Die "Historisch–kritische Einleitung" umfaßt 10 Paragraphen. Uebersetzung und Erklärung ab S. 107, unterteilt in 16 Abschnitten sowie einem Epilog.

Die Vorrede, datiert Breslau [Oberschlesien], im November 1835, umfasst fünf Seiten. Zur Übersetzung ist angemerkt:

»Bei der Übersetzung ist Wörtlichkeit und Treue angestrebt, zugleich aber auf deutlichen Ausdruck des Sinnes gesehn worden. Die Einteilung des Buches in Abschnitte, welche ediglich nach dem Innern desselben gemacht worden ist, schien zur leichteren Übersicht notwendig. (…) «

Schrifttexte einspaltig im Fließdruck; davor die Abschnittsbemerkungen, darauf der um hebräische und griechische Textauszüge vermehrte Commentar. Zur erfolgreichen Auswertung des Kommentars ist die Kenntnis des H sowie des Gr von Vorteil.

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Biogramm:

Tietlangabe: "Doctor der Philosophie, Licentiaten und ausserordentlicher Professor der Theologie an der Universität zu Breslau". https://www.deutsche-biographie.de/sfz43244.html

Knobels Geburtsort `Tzschecheln´ hieß von 1937 bis 1945 ´Eichenrode´, heute in der Woiwodschaft Lebus.