Klemp, Eberhard

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Klemp, Eberhard (* Düsseldorf a. Rh. 23. Dez. 1911 † 3. Juni 2002 Krefeld, Niederrh. ) Pfarrer


Inhaltsverzeichnis

Das Schöpfungs- Wort

Eine Übertragung aus Genesis, Kapitel 1 bis 9 nach dem Hebräischen [von] Eberhard Klemp‘‘

Herausgeber: Die Christengemeinschaft Krefeld

Krefeld, Niederrhein: Selbstverlag © 1995. 1. Auflage April 1995

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IM BEGINN

schuf die Gottesmacht, zu der die Seele

in scheuer Ehrfurcht aufblickt

ELOHIM

Himmel und Erde aus Welt-Erinnerung

Und die Erde trat ins Dasein TOHU WA BOHU

— geist- erstrahlend und eine neue Gestaltung ersehnend —

und Finsternis war auf dem Antlitz des Weltgrundes

und im Luft- Element der Geist der ELOHIM

wärmekraftend über dem Antlitz der Wasser.


Und die erhabene Gottesmacht — ELOHIM — sprach:

Und Licht ward.

Und ELOHIM sah das Licht — es ist gut!

Da schied ELOHIM Licht von Finsternis.

Da nannte ELOHIM das Licht Tag

und nannte die Finsternis Nacht.

Erschaffen wurde der Abend

und erschaffen wurde der Morgen. Der erste Tag.

Kap. 1 Paradies- Zeit. Prolog 


Bookmitband.gif
Zum Buch:



Biogramm:

Eberhard Klemp war das uneheliche Kind von Johannes Klemp und Berta Dietsch. Diese gehörten 1911 für kurze Zeit der kath.-apostolischen Kirche in Düsseldorf an. Wegen des unehelichen Kindes - Johannes Klemp war zu der Zeit kinderlos verheiratet - wurden sie aus dieser Gemeinde ausgeschlossen und wandten sich notgedrungen der ev. Kirche zu. 1920 zogen die Klemps bis ca. 1923 von Düsseldorf nach Hösel. Während jener Zeit fuhr er täglich mit dem Zug in die Städt. Oberrealschule nach Düsseldorf. Wieder zurück in Düsseldorf machte er auf dieser Schule im Frühjahr 1930 sein Abitur. Sein Wunsch war es, Ingenieur zu werden. Erst kurz vor dem Abitur schwenkte er, bedingt durch den Hinweis eines Freundes, auf den Weg zur Theologie (von Haus aus war er ja evangelisch.) Da ihm Kenntnisse in den alten Sprachen fehlten, ging er auf die »Theologische Schule zu Bethel bei Bielefeld«, wo er drei Semester studierte und neben den theologischen Kursen vor allem Latein, Griechisch und Hebräisch lernte. Die Prüfungen wurden extern in Münster abgelegt. Im März 1931 bestand er Latein mit "genügend", im Juli 1931 hebräisch mit "gut" und im Sept. 1932 griechisch ebenfalls mit der Note "gut".

1932 war er mit seinem Freund Albrecht Meyer auf der Pfingstjugendtagung der Christengemeinschaft (kurz CG) in Stuttgart. Dieser hatte ihn schon ein Jahr zuvor auf die CG hingewiesen. Im Wintersemester 1932/33 studierte Eberhard K. in Bonn ev. Theologie und im Sommersemester 1933 in Marburg. In Marburg führte Robert Goebel, der Priester der CG in Marburg war, ihn in die Lehre der CG ein. Während seiner Semesterferien arbeitete Eberhard regelmäßig bei der Fa. Rheinmetall in Düsseldorf. Dort arbeitete er dann das ganze Sommersemester 1934 wie auch 1935 als Werkzeugausgeber, später dann als Präzisionsschleifer, um sich für das nun beginnende Studium am Priesterseminar der CG genügend Geld zu verdienen. Bei Rheinmetall erlitt er eine Netzhautablösung, die ihn auf dem rechten Auge völlig erblinden ließ. Dadurch wurde er "völlig wehrdienstuntauglich". Im Okt. 1935 trat er nach 4 ofiziellen Semestern des Studiums der ev. Theologie und ohne Abschluß in das Priesterseminar der CG ein. Dort wurde er am 11.07.1937 zum Priester geweiht.

Von dort wurde er nach Pforzheim gesandt. Ostern 1938 ging es dann nach Ulm. Nachdem am 9. Juni 1941 die CG von den Nazis verboten worden war, wurde er am 24. Juni verhaftet und in verschiedene Gefängnisse gebracht - zum Schluß war er im KZ Welzheim - woraus er am 17.07.1941 wieder entlassen wurde. Da die CG nun verboten war und er nicht mehr als Pfarrer arbeiten durfte, trat er im Nov. 1941 als Hilfskraft in das Büro des Baugeschäftes Eychmüller in Ulm ein. (Zu der Zeit war er schon verheiratet.) Er begann gleich nach dem Ende des Krieges wieder mit der Gemeindetätigkeit in Ulm. Im Sept. 1946 arbeitete er dann in der Gemeinde in Bietigheim, später war er dann wieder in Ulm. Im Februar 1954 kam er nach Marburg, kurz darauf begann er seine Arbeit in der CG in Düsseldorf, die bis 1955 andauert. Im Oktober 1955 zog er dann nach Krefeld, wo er bis ins Jahr 1988 Pfarrer der dortigen CG war. Der Höhepunkt seiner Zeit in der Gemeinde war der Kirchenbau im Jahre 1964.

(Mit Dank an Herrn von Krefeld für die biographische Fassung)