Klein, Josua: Unterschied zwischen den Versionen

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Klein, Josua (* Schloß Erlach in Obermais bei Meran, Südtirol 1867 † ...)


Inhaltsverzeichnis

Neuer Bund

Evangelien–Harmonie und Erklärte Apokalypse

[von Josua Klein]

Meran, Südtirol: F. W. Ellmenreich´s Verlag. 1894

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Zum Buch:
  • 1. Teil: Evangelien– Harmonie / Organisch– Ästhetisch / Wortgetreu / Ohne Zusatz, ohne Weglasse, ohne Widerspruch.
  • 2. Teil: Erklärte Apokalypse / Organisch–Historisch / Wortgetreu / Real – Ideal

das alte ſ # großes ẞ ſ


Biogramm:

»Im Jahr 1903 kaufte Josua Klein (1867-1945) in Amden, einer am Walensee in der Schweiz gelegenen Berggemeinde, für sehr viel Geld zahlreiche Häuser und Wiesen, Äcker und Wälder. Josua Klein, Sohn eines freireligiösen Privatgelehrten, und Max Nopper (1861-1932), ein aus Gewissensgründen aus dem Dienst der Württembergischen Armee ausgetretener Offizier, ließen die erworbenen Häuser reparieren und eine große Scheune und einen Zentrumsbau errichten. Josua Klein plante in Amden Tempel errichten zu lassen und engagierte für diese Aufgabe den Berliner Künstler Fidus (1868-1948). Unter deutschen Lebensreformern hieß es, in Amden entstehe ein Gottesreich auf Erden, und mit wachem Interesse verfolgten die Gründer der Siedlung Monte Verità am Lago Maggiore die Aktivitäten am Walensee. Die Überzeugung, es liege in der Macht des einzelnen Menschen, sich den Konsequenzen historischer Prozesse zu entziehen, verbunden mit dem Glauben, daß in jeder Mikrogesellschaft der Keim für eine neue und bessere Welt liege, war zentral für die Amdener Siedler und später auch wirksam im Künstlerkreis um Otto Meyer-Amden (1885-1933), dem unter anderem Oskar Schlemmer, Willi Baumeister, Albert Pfister und Hermann Huber angehörten.« (degruyter.com)

Vom Schweizer, der aus einer kleinen Berggemeinde ein irdisches Paradies machen wollte – und scheiterte:

Einen Tempel will er bauen, ebenso eine Bahn vom Walensee zum Speer. Auf dem Grappenhof in Amden lässt sich Josua Klein 1903 als religiöser Erneuerer mit Familie und Getreuen nieder. Er endet als Schwindler, die Siedlung aber bleibt. 

Im Jahr 1867 kommt Josua Klein im Schloss Erlach in Obermais bei Meran zur Welt. Sein Vater ist ein freireligiöser Privatgelehrter und Schriftsteller, seine Mutter Dichterin. Gut behütet wächst er auf, verlässt mit 21 Jahren das Südtirol und reist nach Amerika. 1901 kehrt er mit Frau und zwei Söhnen nach Europa zurück, theosophische und okkulte Geschichten im Gepäck. Zur selben Zeit kauft Max Nopper, ein aus Gewissensgründen aus dem Dienst der Württembergischen Armee ausgetretener Offizier, in der sankt-gallischen Berggemeinde Amden das Heimwesen Grappen. Josua Klein kommt hier erstmals 1902 zu Besuch, im April 1903 lässt er sich hier mit seiner Familie nieder.

Auf der nach Süden ausgerichteten Sonnenterrasse über dem Walensee blüht seine Phantasie. Von Baron Hoffmann aus Leipzig erhält er umgerechnet 400'000 Franken, um in Amden eine Siedlung aufzubauen – Klein interpretiert die grosszügige Gabe als Honorar für seine Mitwirkung bei der Heilung einer seelisch erkrankten preussischen Prinzessin. Schon im Juni und Juli 1903 kauft er für 321'850 Franken zehn Wohnhäuser, 23 Wirtschaftsgebäude, dazu Wiesen, Äcker und Wald, lässt die Häuser soweit nötig instandstellen, dazu eine Scheune und einen Zentrumsbau bauen. Die Kolonie Grappenhof entsteht als Spielplatz experimenteller Lebensformen und religiöser Visionen. Josua Klein sieht sich als Lebensreformer, träumt von der Realisierung eines irdischen Paradieses.«