Kemmler, Gottlob

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Kemmler, Gottlob (*.........1823 † ....1907 ) Diaconus / Stadtpfarrer, Dekan


Hiob oder Kampf und Sieg im Leiden

In dichterischer Form wiedergegeben

1. Teil (Kap. 1 - 15) / 2. Teil (Kap. 16 - 42)

Calw, Württ.: Verlag der Vereinsbuchhandlung 1877

Stuttgart: in Kommission bei J. F. Steinkopf


Koph.png Wortstimme

Wie, das Geheimniß Gottes willst du finden,

Du völlig den Allmächtigen ergründen?

Ha, Himmelshöhen sind's, was willst du thun?

Die Höll' ist nicht so tief, was weißt du nun?

Hier ist mehr als der Erde Weite,

Hier st mehr als des Meeres Breite!

Fährt er einher

Und schließt in Bande und hält Gericht,

wer wehrt ihm, wer?

Denner kennt die sünd'gen Leute,

Er sah den Frevel, sie merkten's nicht.

Doch eh ein Kluger wird aus einem Thoren,

Wird ein Waldesel wohl zum Mensch umgeboren.

1. Teil, Zophar in Kap.11: 7-11 

O würden meine Worte doch geschrieben!

O daß sie einem Buche eingereiht,

Daß sie mit Eisengriffel und verbleit

Auf ewig in den Fels gegraben blieben!

Ich weiß es, daß mein Ehrenretter lebt

Und überm Staube sich zuletzt erhebt;

Und nach den Qualen, die die Haut mir hier

Zerfressen, frei von dieser Fleischeshülle,

Werd' ich Gott schaun in Wonnefülle,

Ihnselbst schaun zum Heile mir!

Mit meinen Augen werde ich ihn sehn

Und nicht als Fremden mehr!

Teil 2: Hiob in 19:23 - 27 


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Zum Buch:

Diese seltene Ausgabe liegt hier nicht im Original, sondern in einer Reprintausgabe als Nachdruck in DIN_A5 vor, die das Christliche Versandantiquariat E. Ingold- González in Leonberg bei Stuttgart A. D. 2009 mit aller Patina der Uredition in Frakturdruck herausbrachte.

In einem leider undatierten zweiseitigen Vorwort, schreibt Stadtpfarrer Kemmler unter anderem: Auch der Verfasse hat vor einer Reihe von Jahren eine deutsche Uebersetzung in Jamben herausgegeben, und seitdem sind ihm viele derartige Versuche zu Gesicht gekommen; aber weder seine eigene Arbeit , von so mancher Seite sie ihm auch verdankt wurde,noch andere Uebersetzungen haben ihn befriedigt, und insbesondere der Jambus ist doch im Ganzen zu dürftig und eintönig, um die Mannigfaltigkeit, Schönheit und Kraft der poetischen darstellung des originals wiederzugeben. So habe ich es denn mit dem Reim versucht und glaube damit der dichterischen Form des hebräischen Grundtextes (.....) gerecht worden zu sein.

Nach dem Vorwort folgt eine umfangreiche 24seitige Einleitung zum alten Buch. Mit Kapitel- und Verseinteilung sowie einer umfangreichen Inhaltsangabe folgen dann die Texte der Kontrahenten; in den Fußnoten ausführliche Anmerkungen zum Text. Insgesamt umfaßt das zweibändige Werk 184 Seiten; die Unterteilung in 2 Hefte hat wohl der Nachdruckverlag vorgenommen.


Biogramm:

G. Kemmler, Stadtpfarrer in Lauffen am Neckar, später Dekan des Kirchenbezirks Herrenberg (1887-1891) in Nagold.