Kaempf, Saul Isaak

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Menora7.png Kaempf, Saul Isaak Schaul Jizchak (* Lissa, Posen 6. Mai 1818 oder 1813 Mem.png 16. Okt. 1892 Prag, Böhmen) k. k. Regierungsrath etc.


Inhaltsverzeichnis

Das Hohelied,

aus dem Hebräischen Originaltext / in´s Deutsche übertragen, / wie auch / sprachlich und sachlich erläutert / und mit einer / umfassenden Einleitung / versehen /

von / Prof. Dr. S. I. Kaempf

Prag, Böhmen: Verlag von Höfer & Klouček. [1° 1876; 2° 1879; 3° 1884.] Vierte, vermehrte Ausgabe. 1890

Koph.png Wortstimme

5. Wer ist´s, die aufsteigt aus der Trift, / Gestützt auf ihren Freund? –

Da unter diesem Apfelbaum / Erweckt´ ich Dich –

Dort gebar Dich Deine Mutter – / Dort genas sie Dein, / Die Dich zur Welt gebracht.

6 O leg´ mich / Wie ein Siegel / Auf Dein Herz! / Wie ein Siegel / Auf Deinen Arm!

Denn unbeugsam / Wie der Tod / Ist die Liebe – / Ach hart / Wie die Hölle / Ist die Eifersucht;

O ihre Funken / Sind Feuerfunken – / Ja, lodernde Flamme!

7 Gewaltige Wasser – / Sie werden nicht vermögen, / Die Libe zu verlöschen, / Und Ströme werden / Sie weg nicht schwemmen! –

Wenn gäbe Jemand / Die ganze Habe seines Hauses / Um die Liebe hin – / Verachten, nur verachten / Würd´ man ihn! –

Kapitel 8
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband; LIV & 230 S. Antiquadruck; Die Übersetzung ist einspaltig, versweise und in Sinnzeilen gesetzt.

Inhalt: Widmung an Emil Roediger • Dramatisches Gedicht • Inhaltsverz. & Berichtigungen • Vorworte • Einleitung (40 S.) • Uebersetzung • Erklärungen (184 S.) • Anhänge: Gedicht von Jehuda haLevi; Sprüche des Talmud; Nachträge; Zur biblischen Textkritik; Wortregister.

Im gut dreiseitigen Vorwort zur ersten Ausgabe, datiert Prag, December 1876, läßt uns S. I. Kaempf u. a. wissen:

»Ich habe mich bei der Abfassung des Commentars lediglich vom sprachwissenschaftlichen und ästhetischen Interesse leiten lassen. Mein in vielfacher hinsicht eigenthümlicher Standpunkt in der Auffassung des Hoheliedes bedingte selbstverständlich eine neue Uebersetzung desselben. Ich habe dabei, dem freiern Flügelschlage des originals gemäss, den beweglichern jambisch-anapästischen Rhythmus gewählt; nur hier und da, wo der Inhalt es zu erheischen schien, – und nicht minder, um in den Tonfall hin und wieder Abwechslung zu bringen – habe ich vom trochäisch-dactylischen oder spond. Rhythm. Gebrauch gemacht. Ein strenges Metrum habe ich nicht anwenden wollen, weil dies dem lebendigen Inhalte der Dichtung nur eine unwillkommene Steifheit aufgeprägt und den duftenden Blüthenstaub des Urtextes verflüchtigt haben würde. (…) Was die Text–Kritik bertrifft, so habe ich mich dabei über die Conjektur bezüglich eines Vocals oder höchstens eines Buchstabens nicht hinausgewagt.«

Im Vorwort zur zweiten Ausgabe, vom Verfasser datiert Prag, Januar 1879, schreibt er u. a.:

»Der Text selber war für mich ein noli me tangere.«

Im Vorwort zur dritten Ausgabe, datiert Prag, im Mai 1864 steht u. a.:

»Wiederum waren es nur wenige Punkte, die bei der Revision eine Modificirung erfuhren. (…)«

Im Vorwort zur vierten Ausgabe, vom Verfasser datiert Prag, im April 1890, schreibt er:

»Bezüglich der verten Ausgabe weise ich nur hin auf die Beilage: „Sprüche des Talmud bezüglich der Charakterisirung des weiblichen Geschlechts.“


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Biogramm.png
Biogramm:

Der "k. k.– Regierungsrath etc." S. I. Kaempf ( Kämpf ) lebte zwischen 1876 und 1890, wahrscheinlich bis zu seinem Tod, in Prag.

http://www.jewishencyclopedia.com/articles/9114-kaempf-saul-isaac ––– https://en.wikipedia.org/wiki/Saul_Isaac_Kaempf