Küppers, Walter

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Küppers, Walter Johann, "Johannes Walther" (* Bonn a. Rh.* 5. Mai 1872 † 1951 ebenda) Pfarrer (altkath.) Dr. phil.; Pfarrer (evang. d. APU)


Evangelien–Harmonie • Die Berichte über das Leben Jesu,

zu einer Harmonie geordnet von Dr. W. Küppers.
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Gross=Lichterfelde b. Berlin : Verlag von Edwin Runge. o. J. (1903)

Bibeltext: revidierte Lutherbibel, herausgegeben von Oskar v. Gebhardt, Leipzig 1881

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Zum Buch:

Gebundener Großoktavband; Fadenheftung; XVI & 200 S. Frakturdruck. Texte ein bis dreispaltig gesetzt, keine Beigaben. Auf das kurze Vorwort folgen die gut vierseitige Einleitung, die zweiseitige Inhaltsübersicht und ein Sach– und Stellenregister.

Im Text, der synoptisch angeordnet ist, sind folgende Stellen nicht enthalten:

Mark 16:9–20 • Luk 1:1–4 • Joh. 1:1–18.

Im Vorwort, datiert Königsberg i. Pr., im Januar 1903, schreibt "D. Verf.“:

»Ich bin überzeugt, daß die Wahrheit, deren Vertretung mir übertragen ist, durch diese Evangelienharmonie wesentlich gefördert wird; aber auf Anerkennung der berufenen Vertreter der deutschen Theologie rechne ich vorläufig noch nicht. Der einzige Weg, deren Bedenken und Vorurteile zu überwinden, scheint mir der zu sein, daß die allenthlaben auf dem Erdenrund zerstreuten Kinder Gottes, die den Geist der Wahrheit in sich haben, in immer wachender Zahl die hier gebotene Wahrheit ergreifen und sich ihrer als Waffe im Kampf gegen den herrschenden Unglauben bedienen. (…)«

Das Evangelium

neu übersetzt und einheitlich geordnet von Pfarrer Dr. Küppers

Striegau, Niederschlesien: Verlag von Theodor Urban, Inh. Jos. Karasek (o. J.) [ca. 1910]

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Schon zu Beginn bestand die zweite Person der Gottheit, und zwar bestand sie neben Gott als selbständige, göttliche Person.

Sie stand bei der Schöpfung Gott zur Seite. Durch sie ist allesgeworden; und nichts von allem, was geworden ist, ist ohne sie gweorden.

In ihr war das Leben, und dies Leben war das Licht der Menschheit. Es leuchtet in der Finsternis, die Finsternis aber hat es nicht ergriffen.

es trat ein Mensch auf, ein Gesandter Gottes; sein Name war Johannes. Er kam, um Zeugnis abzulegen als Zeuge für das Licht, auf daß sie insgesamt durch ihn zum Glauben kämen. Das Licht war er nicht, wohl aber Zeuge für das Licht.

Da trat das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, ein in die Welt, die doch durch ihn geworden ist, doch ihn nicht anerkannt.

Er kam zu seinem Volk, doch seine Volksgenossen nahmen ihn nicht auf. All denen aber, die ihn anerkannten, gab er Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, allen, die auf ihn vertrauen, die ein Leben haben, das von Gott und nicht vom Blute stammt, ein Leben, das weder im Fleische noch auch im Willen eines Mannes seinen Ursprung hat.

Einleitung bei Johannes Kap 1
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Zum Buch:
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Kartonierter Kleinoktavband, Fadenheftung; VIII & 176 S. Frakturdruck; Schrifttexte einspaltig abschnittsweise gesetzt mit Stellenverzeichnissen. Inhalts– und Stellenverzeichnisse nach dem Vorwort. Ab S. 161 ein Aufsatz mit dem Titel "Echte und unechte Evangelien oder Die Apokryphen und das Neue Testament.“.

Pfr. Dr. Küppers schrieb ein zweiseitiges, leider undatiertes und unverortetes, Vorwort. Zur Übersetzung schreibt er im pluralis maiestatis u. a.:

 »Wir haben es darum gewagt, nochmals von neuem aus dem Griechischen zu übersetzen, und zwar so frei und so gewissenhaft wie irgend möglich und vielfach mit der Absicht, gerade das zu betonen, was   a u ß e r   der ebenfalls richtigen üblischen Übersetzung   a u c h   noch im Urtext liegt und wert ist,   a u c h   betont zu werden. Die griechische Sprache ist ja so wunderbar und reich an bedeutsamen Ober= und Untertönen des Gedankens, und unsere deutsche Sprache trotz aller Biegsamkeit und Schmiegsamkeit ist kaum imstande, das alles wiederzugeben. – Dann haben wir versucht, alles, was doppelt oder dreifach in den Evangelien berichtet wird, nur einmal, aber so zu bieten, daß der volle Inhalt aller vier Berichte in fortlaufender Erzählung vorliegt, so daß das Ganze sich, wenn man so sagen darf, wie eine neue Erzählung liest. Kein Wort von irgendwelcher Bedeutung für den Inhalt des Evangeliums – das sei besonders betont – ist dabei übergangen, und doch ist ungefähr ein Drittel der Verse weggelassen [d. i. Joh 5:4, Luk 9:55 Mark 16:9–20] (…) Genannte Stellen fehlen in den besten und ältesten Handschriften und werden deshalb auch in den neueren Ausgaben des griechischen Urtextes nur noch als Randbemerkungen geführt. (…)«

Da die Perikope der beim Ehebruch ertappten Frau (Joh. 7:53–8:11) im Text steht, ist davon auszugehen, daß Küppers nach E. Nestles NTG und nicht nach Westcott & Hort (Codex Sinaiticus) verdeutscht hat. –

Nicht genau festzustellen ist die Angabe des Erscheinungsjahres, da im Buch nichts dergleichen zu finden ist; die Angaben der verschiedenen Bibliotheksdaten liegen zwischen ca. 1910 und ca. 1920. Der unten angegebene wikipedia–Artikel kennt das Buch nicht; auch nicht mehr zu finden (Jan ´21) ist der Artikel über Küppers bei alt-katholisch.de .

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Biogramm:

www.manfred-gebhard.de/Kueppers.pdf; –––– www.alt-katholisch.de/fileadmin/red_ak/CH-Archiv/6-7-05.html –––––– www.uni-protokolle.de/Lexikon/Walter_Kueppers.html ______ https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_K%C3%BCppers ____ https://de.linkfang.org/wiki/Walter_Kueppers ____ http://www.manfred-gebhard.de/Kriegsprediger.htm

|* Nach anderen Angaben geboren am 5. Juli in Heßloch, Nassauer Land (?), Vorname Walther.

Sohn des Ignaz Küppers aus Siegen; eines der Begründer der Altkatholischen Kirche in Deutschland.

1895: Weihe zum Priester. 22. März 1903: Wahl zum Pfarrer der Christ–Katholischen (=altkatholischen) Gemeinde von Königsberg, Ostpreußen.

Okt. 1925: Er verläßt nach 23 Jahren die damals noch etwa 40 Glieder zählende Gemeinde und wird evangelischer Pfarrer in Königsberg/ Ostpr.

Kueppers wird beeinflußt durch verschiedene Thesen des Chas. T. Russell, des Gründers der Watchtower Bible & Tract Soc., und verfasst Schriften unter seinem Pseudonym Johannes Walther, um nicht mit seiner Kirche in Konflikt zu geraten. In diesem Zusammenhang errechnet und verkündigt er auch sein eigenes Weltuntergangs– Datum: 21. März 1912.

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Weitere Bibelteile aus dem Bereich der Altkatholischen Kirche siehe ⇒ Watterich,_Johann und Gebet-_und_Gesangbuch_für_die_Alt-Katholiken