Köster, Friedrich Burchard

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Köster, Johann Friedrich Burchard (* Kloster Loccum/ Steinhuder Meer 30. Juli 1791 † 16. Dez. 1878 Stade/ Unterelbe) D.


Das Buch Hiob und der Prediger Salomo's

nach ihrer strophischen Anordnung übersetzt. [Von] Fr. B. Köster

Nebst Abhandlungen über den strophischen Charakter dieser Bücher. Zum Gebrauche bey akademischen Vorlesungen.

Schleswig an der Schlei: Im Königlichen Taubstummen- Institut. 1831

Koph.png Wortstimme

21 Erbarmt, erbarmt euch mein, ihr, meine Freunde! / Denn Gottes Hand hat mich berührt.

22 Warum verfolgt ihr mich wie Gott. / Und könnet euch an meinem Fleisch nicht sättigen?

23 O daß doch meine Worte aufgeschrieben, / O daß sie in ein Buch verzeichnet würden!

24 Daß sie mit einem Eisen=Griffel und mit Blei / Auf ew´ge Zeit in einen Felsen eingehauen würden!

25 Denn ich weiß: mein Rächer lebt / Und der Letzte wird er auf dem Staube stehn.

26 Und nachdem meine Haut also zerschlagen ist, / Ja, aus meinem Leibe werde ich Gott schauen.

27 Den werd´ Ich schauen, / Den werden meine Augen sehn, und nicht ein Anderer! / Es schmachten meine Nieren in meinem Innern.

Hiob 19

9 Was Bleibendes hat der, der etwas thut, / In dem, womit er sich müht?

10 Ich sehe die Plage, / Die Gott, den Menschenkindern gegeben, sich daran zu plagen.

11 Alles hat er schön zu seiner Zeit gemacht. / Zugleich aber hat er die Welt in ihren Sinn gelegt, / Auf daß der Mensch nicht entdecke das Thun, / Das Gott thut, vom Anfange bis zum Ende.

12 Ich weiß, daß nichts Gutes an ihnen ist, / Als sich zu freun und Gutes zu thun in ihrem Leben.

13 Zugleich aber – wenn irgend Jemand ißt und trinkt / Und Guts genießt in all seiner Müh, / Das ist eine Gabe Gottes.

14 Ich weiß, daß Alles, was Gott thut, für immer ist. / Man kann dazu nichts zuthun, und davon nichts abziehn. / Gott aber thuts, daß man sich vor ihm fürchte.

15 Was ist, war längst; / Und was seyn wird, ist längst gewesen: / Demm Gott sucht Entschwundenes.

Prediger 3


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Zum Buch: st

Buch in Frakturdruck; XXVI & 147 S. Schrifttexte einspaltig und abschnitts– bzw. versweise gesetzt, je nach Erzählart; jedes Kapitel ist kurz eingeleitet.

Zu Hiob: Anstelle eines Vorwortes bzw. einer Einleitung ist „Ueber den Strophenbau des Buches Hiob" Ausführliches gesagt, "Geschrieben im Januar 1831". Hiob endet mit S. 98

Zum Prediger Salomo´s: Die Einleitung (14 S.) heißt hier „Ueber die symmetrische Anordnung des Prediger Salomo´s“


Die Psalmen

nach ihrer strophischen Anordnung übersetzt.

Mit Einleitungen und Anmerkungen von D F. B. Köster

Königsberg, Ostpreußen: Verlag der Gebrüder Bornträger. 1837

Koph.png Wortstimme

1 Stets zu singen. Ein Lied David´s.

2 Die Himmelerzählen Gottes Ehre, / Und seiner Hände Werk zeigt an das Firmament.

3 Tag für Tag strömt aus das Wort, / Und Nacht für Nacht bringt die Kunde.

4 Kein Wort ist da, und keine Reden: / Nicht gehört wird ihre Stimme.

5 In die ganze Erde geht aus ihre Schnur, / Und an´s Ende der Welt ihre Worte.

Dem Sonnenball hat er ein Zelt an ihnen gesetzt.

6 Und er gleicht einem Bräutigam, hervortretend aus seiner Kammer; / Freut sich, wie ein Held, zu laufen den Weg.

7 Vom Ende des Himmels geht er aus, / Und bis zu dessen Gränzen sein Kreislauf; / Und nichts ist verborgen vor seiner Hitze.


8 Jehova´s Lehre ist sonder Tadel, Herz–erquickend. / Jehova´s Zeugnis ist sicher, macht Thoren weise.

9 Jehova´s Befehle sind recht, Herz–erfreuend. / Jehova´s Gesetz ist rein, Augen erleuchtend.

10 Jehova´s Machtgebot ist lauter, besteht für immer. / Jehova´s Satzungen sind Wahrheit, sind ganz gut;

11 Sind wünschenswerther als Gold und viel feines Gold; / süsser als Honig und Seim der Honigscheibe.

Psalm XIX
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Zum Buch: st

Buch in Antiquadruck; XXIV & 465 S. Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt, davor die Einleitung zum Psalm, darauf die Anmerkungen.

In der Vorrede, die fünf Seiten umfasst und nicht datiert ist, schreibt der Verfasser u. a.:

»In der Uebersetzung bekenne ich gern mit Herrn D. de Wette gewetteifert zu haben, da ich seine Verdeutschung der Psalmen unter allen vorhandenen für die gelungenste halte. Ich habe daher das Gute, welches ich in ihr fand, dankbar benutzt; aber doch auch zu manchen, wie ich meine, nicht unerheblichen Verbesserungen Anlass gefunden. Leider konnte ich die neueste Ausgabe des De Wetteschen Commentars, welchem die Uebersetzung beygefügt ist, erst von der zweiten Hälfte meines Buches an benutzen. Die Aufgabe war: die heiligen Dichter ganz in ihrem natürlichen Tone reden zu lassen; zugleich aber, nach Luthers treffendem Ausdruck, sie zu zwingen, Deutsch zu reden. So viel wie möglich, habe ich daher für jedes hebräische Wort das entsprechende deutsche überall beybehalten: die großartige Einfachheit der heiligen Dichtkunst wird dadurch dest fühlbarer. (…)«

Aud die Vorrede folgen 13 Seiten "Vorbemerkungen“ zu den fünf Teilen des Psalterbuches.


Biogramm:

http://www.gelehrtenverzeichnis.de/person/9a4e1fe3-84a2-43b1-a1b0-060e9528a1a2?lang=de __ https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Köster