Jorissen, Matthias

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Jorissen, Matthias (* Wesel/ Niederrh. 26. Okt. 1739 † 13. Jan. 1823 's Gravenhage (Grafenhaag), Südholland) Pfarrer

"Wir können keine besseren Lieder finden als die Psalmen, die durch den Heiligen Geist geschaffen sind; denn wenn wir diese singen, sind wir sicher, daß uns Gott die Worte in den Mund legt." Johannes Calvin in der Vorrede zum Buch.


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Der Glaubenssatz "Ein feste Burg ist unser Gott" entstammt der Überschrift zu Ps. 46 in der alten Lutherbibel.

Die relevanten Verse lauten: "Gott ist unsere Zuversicht und Stärke" (V.2) sowie "Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz" (V. 8/12) . Matthias Jorissen dichtet die entsprechenden Verse: "Gott ist uns Zuversicht und Stärke" und "denn mit uns ist HERR Zebaoth, und unsre Burg ist Jakobs Gott." (1818 / 2006)

Bild: Portal der ev. "Waldenserkirche" Palmbach, Kr. Karlsruhe/ Baden, erbaut 1906.


¶ Neue Bereimung der Psalmen,

bestimmt fuer die reformirten deutschen Gemeinen im Grafenhaag und Amsterdam.

Wesel/ Niederrhein: M. Becker.

Grafenhaag, Südholland: J. Bouvink 1798

Die Psalmen Davids, [1876]

neu übersetzt und in Reime gebracht von Matth. Jorissen

Elberfeld, Berg. Land: [Gedruckt und zu haben bei Sam. Lucas. 1841] Druck und Verlag von Sam. Lucas. 1876

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Zum Buch:


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Dieses Buch ist laut Vorrede eines leider ungenannten Herausgebers, welche nicht datiert und verortet ist, eine posthum veranstaltete Neuausgabe. Darin heißt es auf S. 4:
»In ´ u n s e r e r ´ ´Kirche* hatten wir bis dahin die Lobwasserischen [Psalmodien, d. Vf.], welche zwar den älteren Zeiten anpaßten und auch den Sinn des Geistes ausdrückten, die aber wegen ihrer Härte und Fehler in der Sprache und im Reime, selbst nach ihrer Verbesserung vor 70 Jahren, zuletzt wenig Brauchbarkeit mehr hatten, und nun ganz vergriffen sind, so daß man keine mehr neu bekommen kann. Daher hat man wegen jener apostolischen Ermahnung (Eph. 5,19 & Col. 3,16), und damit wir neben den Liedern (deren wir viele vorzügliche haben), auch die Psalmen gebrauchen könnten, die vorliegende neueste Uebersetzung und Bereimung, mit theils neuen Melodien auflegen wollen. Sie ist von Herrn M. Jorissen, hochdeutschem Prediger im Haag in Holland, der sie vor dieser Ausgabe noch einmal durchgesehen und einige Verbesserungen angebracht hat: Sie ist dem Sinne des Geistes durchaus angemessen, und hat viel Vorzügliches.«:
*Um welche Kirche es sich hierbei handelt, kann aufgrund der anonym verfaßten Vorrede nicht gesagt werden; es wird sich jedenfalls um eine reformatorische gehandelt haben.

Das Buch erschien zuerst 1841; die 1876er Ausgabe ist eine anders ausgestattete Neuauflage. Die Vorreden sind in beiden Bänden identisch. Umfang in der 1841er Edition 152 Seiten, der 1876er Ausgabe 176 Siten; Die Pss sind nach ihrer in der Schrift aufgefundenen Reihenfolge geordnet; am Schluß des Buches ist ein Register zu finden.

(Der Titel aus 1876 ist im BB nicht vorhanden, die Infos und Scans wurde mir freundlicherweise von H. Novak, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.)

Psalmen (1940)

Anhang zum Lippischen Gesangbuch.

[Herausgeber:] Lippisches Landeskirchenamt

Detmold, Lippe: Verlag der Meyerschen Buchhandlung. 1940

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Zum Buch:
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Diese Bilder sind mir freundlicherweise von einem Antiquariat in Limburg/ Lahn zu Verfügung gestellt worden, da dieser Titel nicht zum Archivbestand gehört. Aus den Abb. können u. a. folgende Buchdaten abgeleitet werden:

  • 40 Seiten in Frakturdruck. Kleine Psalmenauswahl mit Noten bzw. Melodien. Welche Pss ausgewählt sind, kann nicht gesagt werden; jedenfalls sind der 1. und der 27. enthalten.

Im Vorwort, verfaßt Detmold, im September 1940 von Landessuperintendent Lic. [Wilhelm] Neuser (für das Lippische Landeskirchenamt) ist zu entnehmen, daß die Gestaltung der Psalmen nach Matthias Jorissen hierher übernommen wurde. (...)



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Psalmgedichte (1986)

Herausgegeben von Gisela und Bodo Hoppe

Emden, Ostfriesland: Christlicher Liederverlag Gisela Hoppe. 1. Auflage 1986

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Wie der Hirsch nach frischer Quelle / schreit nach lechzender Begier,

also schreit auch meine Seele / voll Verlangen, Gott, nach dir.

Ja, nach Gott nur dürstet mich. / Lebensquell, wo find ich dich?

Wann, wann werd ich vor dir stehen / und dein herrlich Antlitz sehen?

Tränen sind bei Nacht und Tage / meine Speise, da der Spott / tief mich kränket mit der Frage:

“Wo ist nun in Not dein Gott?“

Meine Seel zerfließt in Weh, / daß ich nicht wie ehmals geh / unter Dank– und Jubelchören, / dich in Zion zu verehren.

Ps 42, nach Matthias Jorissen
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Zum Buch:

Kartonierter Oktavband, fadengeheftet; unpaginiert (181 & (1) S.); Psalmtexte einspaltig gesetzt, meist abschnittsweise.

Psalmtexte von 44 Autoren bzw. Liederdichtern sind abgedruckt. Der Zeitraum, in dem die Dichtungen entstanden, beginnt etwa im 16. Jahrhundert; die Texte sind als Psalmvertonungen in vielen Kirchengesangbüchern abgedruckt. Die Herausgeber schreiben dann auch im Vorwort:

»Durch die Jahrhunderte hindurch wurden die Psalmen der Bibel immer wieder in Gedichtform gebracht. So mancher Dichter hat den ganzen Psalter bereimt. Aus der Fülle der Psalmgedichte wurde in dieser Sammlung für jeden Psalm eine Umdichtung ausgewählt. Welche Dichter sind vertreten? Aus früheren Jahrhunderten: Martin Luther, Kornelius Becker, Matthias Jorissen, Kaspar Ulenberg, Paul Gerhard, Johann Christoph Blumhardt u. a. Ein guter Anteil stammt aus unserem Jahrhundert, nämlich 64 Psalmgedichte. Hier sind vertreten: Rudolf Alexander Schröder, Bernt von Heiseler, Helmut Lamparter, Maria–Luise und Georg Thurmair u. a. Dieses Buch möchte dazu anregen, die Psalmgedichte jeweils mit dem biblischen Psalmtext zu vergleichen: Wie eng hat sich der Dichter an den Wortlaut der Bibel gehalten? Wie hat er die Aussagen eines Psalms in die Sprache seiner Zeit übertragen, wie hat er sie dichterisch gestaltet? (…)«

Von Matthias Jorissen stammen die folgenden Psalmen:

5 • 9 • 12 • 18 • 42 • 66 • 81 • 84 • 98 • 109 • 136

Der Psalter (Evangelisch–reformiert, 1997)

Gesamtkonzept: Evangelisch–reformierte Kirche (Synode evangelisch–refrmierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland). / Ein NES AMMIM Buch.

Gütersloh, Westfalen: ⓒ Gütersloher Verlagshaus. 1997 / 1. [Auflage] ⇒ Evangelisch–reformierte_Kirche

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Zum Buch:

Dies ist ein Sing– bzw. Reimpsalter (" Genfer Psalter "): Gebundener Kleinoktavband mit Klebebindung, 377 & (7) S. Psalmtexte einspaltig, strophenweise gesetzt. Noten für die Eingangsstrophe.

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Der Landessuperintendent der Evangelisch-reformierten Kirche, Walter Herrenbrück, Rabbiner Prof. Dr. Jonathan Magonet sowie Prof. Dr. Rolf Rendtorff schrieben undatierte Geleitworte; darin steht u. a.:

» Bei der Bereimung der 150 Psalmen war die Treue zum biblischen Text maßgebend. Der Psalm sollte nicht nachgedichtet, nicht umgedichtet werden; es ging nicht darum, ein christliches Kirchenlied zu schaffen unter Benutzung christlich verwendbarer Psalmteile. Nein, der Psaltext sollte so, wie er in der Bibel zu lesen ist, für dsa Singen im Gottesdienst bearbeitet zu werden.« (Herrenbrück) (…) »Neu ist das Sprachgewand, in das die Psalmen sich kleiden. Nicht nur, weil es die deutsche Sprache ist, die Sprache der Reformation. Auch die Nachdichtung in gereimter Form bringt ein ganz neues Element hinein, das es in dieser Form in der hebräischen Vorlage und auch in den deutschen Übersetzungen der biblischen Psalmen nicht gab.« (Magonet, Rendtorff).

In der zweiseitigen Einführung schreiben die Herausgeber u. a.:

»Die vorliegende Fasung des Psalters ist ds Ergebnis mehrjähriger Revisionsarbeit und wurde durch Synoden für verbindlich erklärt. Dem Psalter im Evangelischen gesangbuch sind die Genfer Melodien vorgegeben, die die Christen reformierter Prägung in vielen Ländern miteinander verbinden. Es sind soweit wie möglich die Bereimungen von Matthias Jorissen erhalten geblieben. Allerdings wirden behutsame Bearbeitungen vorgenommen, theologisch und sprachlich problematisce Texte durch Fassungen des 19. und 20. Jahrhunderts ersetzt und Aufträge für Neubearbeitungen erteilt. Die Psalmbereimungen folgen den hebräischen Texten der Bibel und sind in einer zeitgemäßen, gehobenen Sprache gedichtet.«

Die Textbereimungen wurden von folgenden Dichtern bzw. Bearbeitern vorgenommen, oder sind ursprünglich Bestandteile von Gesangbüchern, wobei manche Pss mehrmals vorkommen, A und B. (A)= Auswahl:

  • Fritz Baarlink: Pss 15 (A) • 51 (A)
  • Petrus Georg Bartels: Pss 23B • 139 (A)
  • Detlev Block: Pss 1 • 2 • 7 • 35 • 37 • 39 • 55 • 114 • 144
  • Maria Bützler: Pss 40
  • August Ebrard: Pss 19B • 32 • 103 (A)
  • Gerhard Fooken: Pss 3A • 4 • 6 • 80 • 104A
  • Siegfried Fornaçon: 101
  • Jürgen Henkys: Pss 3B • 14 • 21 • 22B • 23A • 26 • 46 • 53 • 56 • 64 • 75A • 104B • 110 • 112 • 129 • 131 • 149 (deutsche ÜS von Jan Wit)
  • Walter Herrenbrück: Pss 5
  • Matthias Jorissen: Pss 9 • 11 • 12 • 13 • 15 (A) • 20 • 24 • 25 • 27 • 28 • 30 • 33 • 34 • 36 • 38 • 41 • 42 • 43B • 48 • 50 • 54 • 57 • 61A • 62 • 63 • 65 • 66 • 67 • 68 • 70 • 72 • 73 • 74 (A) • 75B • 76 77 • 79 • 80 • 81 • 84 • 85 (A) • 86 • 87A • 89 • 91 • 92 • 93 • 95 • 96 • 97A • 98 • 99 • 100 • 102 • 103 (A) • 105 • 106 • 107 (A) • 108 • 109 • 111 • 113 • 115 • 116 • 117 • 118 • 119 (A) • 120 • 121 • 122A • 124 • 126 • 130 • 133 (A) • 134 • 135 • 136 • 138 • 139 (A) • 140 (A) • 142 • 143 • 145A • 146 • 147 • 148 • 150
  • Friedrich August Koethe: 145B
  • Ubbo Tiden Meyer: Pss 90
  • Alfred Rauhaus: Pss 8 • 10 • 16 • 17 • 18 • 19A • 22A • 29 • 31 • 43A • 44 • 49 • 51 • 58 • 59 • 60 • 69 • 74 (A) • 78 • 83 • 87B • 88 • 94 • 97B • 107 (A) • 122B • 123 • 125 • 127 • 128 • 132 • 133 (A) • 137 • 139 (A) • 140 (A) • 141
  • Johannes Christoph Riggenbach: Pss 47
  • Schaffhauser Psalmenbuch: Ps 71
  • Schweizer Gesangbuch: Ps 51 (A) •
  • Stapfer, Johannes: 85 (A)
  • Stein, Edith: 61B
  • Wit, Jan: 149 (niederländ. Original)

Der Psalter (Evangelisch–reformiert, 2012)

Gesamtkonzept: Evangelisch–reformierte Kirche

o. O. [Leer, Ostfriesland]: ⓒ Evangelisch–reformierte Kirche (Neuauflage 2012)

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Zum Buch:

Neuauflage der 1. Ausgabe von 1997; die war blau gebunden, die 2012er hat einen roten Einband, ansonsten, bis auf das neue Geleitwort, identisch im Inhalt.

Jann Schmidt. Kirchenpräsident, schrieb zu Leer, im Oktober 2012, das Geleitwort zur 450. Wiederkehr der ersten Ausgabe des Reimpsalters der "Psalmen Davids" aus 1562. ⇒ Evangelisch–reformierte_Kirche

Die Psalmen Davids, [2006]

in Reime gesetzt durch Matthias Jorissen, nach der Ausgabe von 1818,

mit einer Einleitung von Michael Lohrer

Tietz– Rödingen Kr. Düren, Nordrhein: Verlag Karl Jochen Gruch 2006.

Reihe: Stiftung Freunde von Quellen aus der Reformation (Stichting Vrienden van Heidelberg en Dordrecht) Band 3


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1. Aus meines Jammers Tiefe ruf ich, o Gott, zu Dir; Du halfst, wenn ich sonst riefe; mein Heil, hilf jetzt auch mir.

Mein König, hör mein Klagen, nimm meine Bitten an.

Laß, laß mich nicht verzagen, da Gnade retten kann.

2. Ach rechnest Du die Sünden dem Übertreter zu; wer kann dann Rettung finden? Wer zürnet, HERR, wie Du?

Allein Du kannst vergeben, Du tilgest alle Schuld, daß wir hinfort Dir leben, und preisen Deine Huld.

3. Ich hoff auf Dein Erbarmen, und meine Seele harrt.

O Gott, Du hast den Armen Dich oft geoffenbart.

Ach bleib mir nicht verborgen, im Finstern sehn ich mich wie Wächter nach dem Morgen, wann zeigt der Morgen Dich?

Psalm 130

www.calvinianum.de/Psalmen/index.html


Der Himmel zahllos Heer erzählt von Gottes Ehr und großer Wundertat; das Firmament voll Pracht rühmt seiner Hände Macht, die es bereitet hat.

Der Tag, der schwand, sagt an dem Tage, der begann, des Herren große Werke. Die Nacht erzählt der Nacht von dem, der sie gemacht, und seiner Kraft und Stärke.

In jeder Sprach erschallt, auf jeder Zunge hallt der Himmelsheere Lied; bis in das fernste Land, bis an der Welten Rand ihr Jubelreigen zieht.

Die Sonn aus ihrem Zelt tritt wie ein starker Held, die Laufbahn zu durcheilen; dem Bräutigam sie gleicht, der von dem Lager steigt; sie darf nicht ruhn noch weilen.

Psalm 19
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Zum Buch:

Bibliophil gebundener Kleinoktavband mit Fadenheftung, 472 S. Psalmtext einspaltig und strophenweise gesetzt. Jeder Psalm ist mit Noten abgedruckt.

Michael Lohrer schrieb eine gut dreiseitige undatierte Vorrede. Darin ist die Geschichte der Psalmdichtung, verwoben in einer Biographie Jorissens ausführlich erzählt. Anschließend hat der Herausgeber dankenswerterweise die "Vorrede von Matthias Jorissen zur dritten Auflage 1818" mitgegeben. Auf S. 464 hat Lohrer "Anmerkungen zur Textgestalt" gemacht:

»Grundlage dieser Ausgabe ist die Ausgabe letzter Hand, die 1818 in Amsterdam bei J. Brandt und Sohn erschien. Der Text wurde nur behutsam verändert. Dies betrifft einige Wörter und Formulierungen, die heute nicht mehr verständlich, oder gar mißverständlich sind.«

Die Psalmen [2009]

Nachgedichtet von Matthias Jorissen

Neu bearbeitet von Peter Karner und Josef Dirnbeck [Reformierte Stadtkirche Wien]

Wien (Austria): Evangelischer Presseverband in Österreich im Auftrag der Evangelischen Kirche A. u. H. B. in Österreich. 2009

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Der Götter Gott, der Herr der Herren spricht: dir, Erde, gilt's; hörst seine Stimme nicht?

Vom Aufgang bis zum fernen Niedergang ermunt're dich und bring ihm Lob und Dank!

Von Zion, unsres Landes Zierde, strahlt er der helle Glanz, die Schönheit Gottes malt er.

Seht, unser Gott erscheint, und er schweigt nicht. /

Ein Feuer blitzt aus seinem Angesicht, /

und um ihn her braust Sturm. So richtet er /

und donnert, daß es Erd und Himmel hör: /

„Versammelt mir, versammelt meine Frommen! /

Die meinen Bund geschlossen, sollen kommen!"

Ihr Himmel, rühmt des Herrn Gerechtigkeit! /

Gott ist ein Gott des rechtes allezeit.

Psalm 50

Herr, deinem Volk warst du in all den Jahren ein Schutz und eine Zuflucht in Gefahren, vor der Geburt der Berge, eh die Erde geboren wurde durch dein Wort „Es werde", warst du!

Du bist, und du wirst sein, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeiten, Gott.

Rufst du, o Herr: „Kehr, Mensch, zur Erde wieder", /

so wirft dein Wort uns in den Staub darnieder. /

Was sind vor dir, du Herr der Ewigkeiten, /

Jahrhunderte von unsern Lebenszeiten? /

Vor dir, o Gott, entfliehen tausend Jahr, /

so wie der Tag entflieht, der gestern war.

Psalm 90
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband mit Fadenheftung, (12) & 268 S. Psalmtexte einspaltig und strophenweise gesetzt, jeder Psalter ist mit Noten versehen. Im Gegensatz zur Ausgabe von Michael Lohrer ist dieser Titel eher einem Gesangbuch ähnlich, was das Layout betrifft. Es gibt diverse Vorwörter: des Bischofs Dr. Michael Bünker (Evang. Kirche A. B. in Österreich) und des Landessuperintendenten Mag Thomas Hennefeld (Evangel. Kirche H. B. in Österreich), ein Grußwort des Präsidenten der Generalsynode Dr. Peter Körner (1992), und ein weiteres von [Friedrich Otto] Schack (Wien 1889).

Die beiden Herausgeber verfaßten zu Wien, am 500. Geburtstag des Genfer Reformators Johannes Calvin, der sich am 10. Juli 1509 jährte, ein dreiseitiges Vorwort. Darin ist unter anderem ausgeführt:

»Was jedoch bis jetzt noch nie unternommen – um nicht zu sagen: in dieser Radikalität bisher noch von niemandem gewagt wurde, ist eine wirklich umfassende Revision des gesamten Textes. Genau dies ist jedoch die aufgabe, die wir auf uns genommen haben. Ziel unserer Neubearbeitung der Jorissen– Psalmen ist es nicht,die texte eines Kollegen aus der Goethezeit gleichsam zu „modernisieren“. Im Gegenteil: Wir haben streng daraf geachtet, kein Wort zu verwenden, das nicht auch Jorissen verwendet hätte.


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Calvin am Ort der Reformation:
Genf, Cathedrale »St. Pierre«,
reformierte Hauptkirche 


Einige weitere Pss nach M. Jorissen finden sich im Psalmenbuch von Vischer,_Wilhelm, dort ist auch die WS von Ps. 24 zu lesen.


Biogramm:

http://www.deutsche-biographie.de/sfz37847.html