Jahr, Georg H. G.: Unterschied zwischen den Versionen

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(Das Buch Hiob.)
(Die Psalmen der alten Hebräer)
 
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Buch in Frakturdruck, XII, 221 & (2) Ss.
 
Buch in Frakturdruck, XII, 221 & (2) Ss.

Aktuelle Version vom 21. November 2021, 18:23 Uhr

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Jahr, Georg Heinrich Gottlieb (* Neudietendorf / Thüringen 30. Jan. 1800 † 11. Juli 1875 Brüssel (Belgien)) Ritter, Prof. Dr. med.


Die Psalmen der alten Hebräer

in neuer Gestalt und Anschauung. Oder

Das alte Volk Israel in seiner ganzen sittlichen, politischen und religiösen Erscheinung durch seine eigenen, treu nach dem Grundtexte in heutiger Versform wiedergegebenen Gesänge, unserer Zeit zu neuer, lebendiger Anschauung gebracht.

Von Dr. G. H. G. Jahr, Ritter &c.

Neuwied/ Rhein: Verlag von G. A. van der Beeck 1864

Koph.png Wortstimme

Von Assaph. Der Götter Gott, Jehova, spricht,

den Erdkreis ruft er zum Gericht.

Aus Ost und West versammelt er

der Völker Schaaren um sich her.

Aus Zion bricht er auf in Pracht

Und schweigt nicht mehr von seiner Macht;

Feur glüht einher vor seinem Tritt,

Und Wetter künden seinen Schritt.

Er rufet seiner Himmel Heer,

Den Erdkreis ruft zu Zeugen er,

Daß mit Gerechtigkeit und Recht

Er richte alles Volks Geschlecht.

„Vereint," spricht er, „der Treuen Chor,

Das meiner Opfer Bund beschwor!"

Und Erd' und Himmel ruft ihm zu:

„Gott, Richter, Gott, gerecht bist du!"

„Hör an, mein Volk," so spricht er hier,

„Laß Israel, mich zeugen dir;

Ich will dir reden, höre mich:

Dein Gott, dein starker Gott bin I c h !

Psalm 50
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Zum Buch:

Buch in Frakturdruck, XII, 221 & (2) Ss.

Der Verfasser schrieb zu Paris, 13. November 1863, ein achtseitiges Vorwort. Der betagte Verfasser

»wagt, doch nicht ohne Bedenken, vor seinen Lesern zu erscheinen, wenn er nicht hoffte, das, was ihm an Dichtertalent abgehen mag, durch strengwissenschaftliche und interessante Anordnung des Stoffes, sowie durch höchst faßliche, den Wortlaut des deutschen Bibeltextes erläuternde, klare Diktion, vorzüglich aber durch durchgängiges Streben nach bestmöglicher Sinngetreuheit, mehr als reichlich ersetzt zu haben. Was ihm vorzüglich am Herzen lag, das war: seine Uebertragung vor Allem so abzufassen, daß dieselben nicht nur an sich selbst ohne alle weitere Anmerkungen unmittelbar verständlich würden, sondern überdies auch noch als eine Art von Leitfaden, zum besseren Verständniß des biblischen Textes dienen könnten. (…) Dabei schwebten ihm dann zugleich auch die verschiedenen theologischen Auslegungen vor, welche Rabbiner und christliche Kirchenlehrer von dem einfachen Bibelworte bisher gemacht, und er hielt es für seine erste Pflicht, die Heuligkeit des Überlieferten auf keine Weise zu verletzen, sondern, wo nur möglich Alles so zu geben, daß Jeder auch in nachstehenden Übertragungen nicht mehr und nicht weniger wieder finde, als im Grundtexte selbst.« 

Die Kapitel sind nicht in Nummernreihenfolge, sondern nach Jahrs eigener Zählung geordnet. Dazu hat er eine ganze Reihe Anordnungsnachweise mitgegeben.

Ein Jude, Rabbiner Schwarz,_Israel, hat einige Pss von Georg H. G. Jahr in seinem Buch »Glaube und Pflicht« (1877) in leichter Bearbeitung übernommen.

Das Buch Hiob.

Eine dramatische Erzählung aus den ältesten Zeiten der menschlichen Bildungsgeschichte.

In neuberichtigter und metrischer Uebertragung. Von G. H. G. Jahr, Ritter &c.

Reihe: Die poetischen Werke der alten Hebräer. (Zweiter Band. Erste Abtheilung)

Neuwied/ Rhein: Verlag von G. A. van der Beeck. 1864

Koph.png Wortstimme

O möchte man mein Wort doch niederschreiben! Eingetragen meine Reden in ein Buch, / Mit scharfem Eisen graben sie in Blei, / In Stein sie haun zum ewigen Gedächtniß;

Denn sieh, ich weiß, daß mein Bluträcher lebt / Und hier zuletzt noch auf dem Platz wird stehen!

Ob meine Haut die Würmer auch zernagen, / Die Nieren schon mir sind verzehrt im Schooß,

Doch wir mein Aug´ im Fleische Gott noch sehn, / Der naht zu meinem, keines Andern Heil.

Da werdet ihr dann sagen: „Warum ihn verfolgen? / Liegt klar am Tag nicht seiner Sache Recht?

Drum fürchtet euch vor Gottes Racheschwert! / Es ist ein Schwert des Zorns und zeigt den Bösen / Daß ein Gericht ist, Arme zu erlösen.

Kap. 19 
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Zum Buch: st

Buch in Frakturdruck; XIV & 98 S. Ab S. 62 Anmerkungen zu Hiob. Ab S. 70 Anhang:

Zerstreute Lieder Israels aus vordavidischer Zeit: 1. Mose 49 • 2. Mose 15 • 4. Mose 21 • 23 • 24 • 5. Mose 32 • 33 • Jos 10 • Richter 4/ 5 • 9 • 1 Sam 2 • 2. Sam 1 • 12 • 23 • Ps 68.

Zehn Seiten "Einleitende Vorbemerkungen schrieb "Der Verfasser", datiert Juli 1864. Darin ist kurz zur Art der Übersetzung bemerkt:

»Daß bei einer solchen Bearbeitung der Verfasser natürlich sehr oft von dem Wortlaute der Kirchenbibeln abweichen mußte, wird daher wohl auch keinen befremden, der nur überhaupt weiß, daßm es außer jenen Bibeln auch noch einen Grundtext des Wortes Gottes giebt, und daß, je nachdem ein Uebersetzer den wahren Sinn des Originals recht faßlich und begreiflich machen will, dieser oft mit den verschiedensten Ausdrücken wiedergegeben werden kann. Wohl hat man die lutherische Uebersetzung bis auf den heutigen Tag stets mit Recht um ihrer „Unübertrefflichkeit" willen gerühmt; allein was das in der That „unsterbliche Verdienst" dieser Uebersetzung ausmacht, das ist keineswegs ihre nichts weniger asl unübertreffliche Richtigkeit Richtigkeit, sondern einzig und allein die Fülle, Kraft, Gedrängtheit und wahrhaft bezaubernde Harmonie der ächt volksmäßigen Sprache Luthers, deren Vollkommenheit bisher noch von keinem Schriftsteller, selbst von Klopstock, Herder, Lessing, Schiller und Göthe nicht, in gleicher Weise erreicht worden, und wohl auch nie von irgend Einem in demselben Grade erreicht werden wird. (…)« 

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Biogramm:

Georg Heinrich Gottfried Jahr war ein Schüler Samuel Hahnemanns (1755- 1843) , des Entwicklers der Homöopathie. ___ https://www.narayana-verlag.de/Georg-Heinrich-Gottlieb-Jahr/a399