Hirsch, Julius & Hirsch, Mendel

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Hirsch, Julius Jehuda (* Emden, Ostfriesl. ..../ 1842 Mem.png 3. Av 5669 / 21. Juli 1909 Frankfurt am Main)

Hirsch, Mendel Menachem (* Oldenburg, Oldenbg. 3. März 1833 Mem.png 28. März 1900 Frankfurt am Main) Rabbiner Dr.


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Julius Jehuda Hirsch

Das Buch Jesaia ✡ ספר ישעיה

Nach dem Forschungssystem Rabbiner Samson Raphael Hirschs übersetzt und erläutert von Julius Hirsch (hebr. / dt.)

Frankfurt a. M.: Verlag von J. Kauffmann 1911.


Koph.png Wortstimme

Der eine wird den Ausspruch tun: „   G o t t   gehöre ich an“,

den wird Er „Jakob" mit Namen nennen, der andere jedoch

verschreibt   G o t t   seine Hand, und den wird Er

mit dem Namen „Jisrael“ kennzeichnen.

So hat   G o t t   gesprochen, Jisraels König und sein Erlöser,

G o t t   Zebaoth: Ich bin der Erste und Ich bin der Letzte,

und außer mir gibt es keinen Gott.

Und wer auch beriefe gleich mir und verkündete es

und stellte es mir dar, von da an, da ich das ewige Volk

einsetzte? Mögen sie doch die Geschehnisse und was

kommen wird ihnen erklären.

Ihr habet nicht zu erschreckenund nicht zu zagen!

Habe ich nicht seit damals es dich vernehmen lassen und verkündet —

und ihr selbst seid meine Zeugen: Gibt es wirklich eine

Gottesmacht außer mir? Es gibt doch keinen Hort,

den nicht ich versorgt hätte.

Kap. 44: 5- 8 
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Zum Buch:

Gebundener Groß–8° Band, Fadenheftung; VIII, 508 & [4 Werbe–] S. Frakturdruck (betr. des deutschen Textes). Masorah und Übersetzung in zwei Spalten pro Seite, darunter der extensive Commentar.

Marcus Hirsch, Sohn des Julius Hirsch, schrieb das "Vorwort des Herausgebers", datiert Frankfurt a. M., im Elul 5670 / September 1910, also 14 Monate nach dessen Ableben; darin heißt es u. a.:

»Mit tief empfundener Wehmut geleite ich dieses Werk meines teuren Vaters זצ‘‘ל hiermit an die Öffentlichkeit. Es war ihm unendlich ans Herz gewachsen. Sieben Jahre emsiger Tätigkeit hat er diesem Buche gewidmet, und noch amletzten Tage seines Lebens waren seine Gedanken darauf gerichtet. (…) Hoch über alle Erdenschwere, wußte ihn die Liebe zum Gottesworte zu erheben; sie bannte den Druck seiner Tagessorgen, sie gewährte seinem Innern den Frieden, und auf ihr fußte die Abgeklärtheit seines Urteils und seiner Lebensauffassung. (…) Nur bis zum 17. Vers des 23. Kapitels hat er selbst die Drucklegung überwacht. (…).

Auf dieses Vorwort folgen gut drei Seiten "Vorwort des Verfassers Julius Hirsch", datiert Frankfurt a. M., 6. Kislew 5669 / 30. November 1908. Darin u. a.:

»Dem auf dem Titelblatte genannten System meines Vaters זצ‘‘ל liegt das Prinzip zugrunde, den Text der Heiligen Schrift aus diesem Texte selbst zu erklären. Dazu bedarf es aber der genauesten Beobachtung des Wortausdruckes in allen seinen Nuancen hinsichtlich der Form, der Zeit und des Geschlechts, sowie seiner Akzentuierung. Das System macht es ferner zur Aufgabe, die Bedeutung der Worte aus dem im überlieferten Schrifttum vorliegenden Sprachschatz zu ergründen, sich in den Geist der Sprache zu vertiefen und auch die lautverwandten Worte mit in den Kreis der linguistischen Forschung zu ziehen, um so über die Grundbedeutung einer Sprachwurzel Klarheit zu gewinnen. (…) Für uns steht die Authentie des uns überlieferten Prophetenwortes über jeden Zweifel erhaben da, ebenso dessen göttlicher Ursprung. Ebenso fest ist unsere Überzeugung, daß das uns durch Niederschrift erhalten gebliebene Wort eines Propheten für alle Ewigkeit Wert und Bedeutung hat. (…).«

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Mendel Menachem Hirsch

Die zwölf Propheten ✡ ספרי תרי עשר

übersetzt und erläutert von Dr. Mendel Hirsch (hebr. / dt.)

Frankfurt a. M.: Verlag von A. J. Hofmann 1900

Koph.png Wortstimme

Und ich bin doch   G o t t   , dein Gott vom Lande Mizraim her,

und einen Gott außer mir solltest du nicht kennen,

und keinen Helfer giebt es außer mir.

Ich habe dich ja versorgt in der Wüste, in dem

des Menschen spottenden Lande.

Sowie sie (jedoch) ihre eigne Weide hatten und satt wurden

kaum waren sie satt geworden, da ward hochmütig ihr Herz,

darob hatten sie mich vergessen.

Ich ward ihnen wie ein Schakal,

wie ein Leopard auf beschrittenenm Wege.

Hosea 13: 4- 6 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Klammerheftung; (8) [samt Konterfei–] & 536 S. Frakturdruck betreffs des Deutschen; Textanordnung wie oben bei Jesaia. – Ein gut einseitiges Vorwort verfasste Dr. J. H. Bondi, datiert Frankfurt a. M., im Juli 1900 (3 Monate nach Mendel Hirschs Tod); darin ist u. a. gesagt:

»Und so tritt das Prophetenwort aus Mendel Hirsch´s Übersetzung und Kommentar mit überwältigender Unmittelbarkeit – mahnend, zürnend und begeisternd in die Gegenwart hinein, erfüllt von der schauenden Verkündigung der Gotteswaltung , dem heiligen Ernste des jüdischen Pflichtenkreises und dem hehren Bewußtsein einer verheißenen Zukunft. (…) Die Drucklegung hat der Verfasser bis zum 25. Bogen selbst überwacht. Vom 26. Bogen ab übernahm der Unterzeichnete diese Aufgabe, von der Gattin des Heimgegangenen in seinem Sinne damit betraur und unter ihrem Beistande. Übersetzung und Kommentar lagen bis zum Schlusse druckfertig vor. Nur die Einleitung zu Maleachi war in der Mitte abgebrochen und mußte zu Ende geführt werden. Die Korrektur vollzog sich unter genauer Vergleichung mit dem Manuskripte. (…)«

Mendel Hirsch substituiert das Vierzeichen (Tetragramm) durch ein gesperrt gedrucktes  »G o t t«.


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Synagoge Köln, Roonstraße; Portalinschrift (unten) im Auszug
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לֹ֤א בְחַ֨יִל֙ וְלֹ֣א בְכֹ֔חַ כִּ֣י אִם־בְּרוּחִ֔י אָמַ֖ר ה'צְבָאֹות׃


Zecharja 4:6 hier in Mendel Hirschs Verdeutschung:

»Nicht mit Heeresmacht und nicht mit Leibeskraft, sondern mit meinem Geiste, spricht   G o t t   der Schöpfungsscharen" «

Die Klagelieder ✡ מגלת איכה

nach der Übersetzung von Mendel Hirsch nebst Anmerkungen (hebr. / dt.)

Frankfurt am Main: Verlag von J. Kauffmann 1903

Koph.png Wortstimme

Du o Gott, thronst in alle Ewigkeit, Dein Thron reichst bis ins

späteste Geschlecht. Warum willst du auf ewig uns vergessen,

willst uns verlassen auf die Länge der Tage?

Führe uns, Gott, zu Dir zurück, wir möchten ja gerne heim,

erneuere unsere Tage wie in der Vergangenheit.

Denn wenn Du uns auch tief verachten mußtest,

so hast Du über uns gezürnt bis zum äußersten Maße.

Kap. 5: 19- 22
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Klammerheftung; (6) & 22 S. Frakturdruck betreffs des Deutschen; Textanordnung wie oben bei Jesaia, jedoch beträchtlich weniger Kommentare.

"Dankbare Schülerinnen" widmeten dieses Buch "dem Andenken Mendel Hirsch´s". Eine od. mehrere dieser Damen sind die Verfasser des einseitigen Vorwortes, datiert Frankfurt a. M., im April 1903. Darin ist überliefert:

»Zwei größere Werke hat Mendel Hirsch uns hinterlassen; Weiteres von dem, was er plante, zur Ausführung zu bringen, ward ihm versagt. Wenn wir nun wagen, die vorliegende Übersetzung der Klagelieder zu veröffentlichen, dieselbe, die wir zu wiederholten Malen von ihm vernahmen, so geschieht dies in der Hoffnung, in ihr unserem Kreise eine gewiß nicht unwillkommene Gabe aus dem Reichtume, den Mendel Hirsch jahraus jahrein seinen Schülern spendete, darzubieten. Die Anmerkungen sind im Geiste der Erklärung, die wir von unserem Lehrer empfingen, hinzugefügt. Die Hinweise darin beziehen sich auf den Commentar des Pentateuchs und der Psalmen von Samson Raphael Hirsch und den Commentar der Haftoroth und der zwölf Propheten von Dr. Mendel Hirsch.«

Man vergleiche diese Texte mit der weiter oben zitierten Üs von Raphael Breuer! Das Vierwort in V. 19 überträgt Mendel Hirsch mit dem Überbegriff » G o t t « , hier - und auch sonst im Text - nicht gesperrt gedruckt.

Die Haftoroth ✡ ספר ההפטרות

übersetzt und erläutert von Dr. Mendel Hirsch (hebr.- dt.)

Frankfurt a. M.: Verlag von A. J. Hofmann (1896). Zweite [berichtigte & ergänzte] Auflage 1913

Koph.png Wortstimme

Da sprachen sie zu ihm: „Sage uns doch, als derjenige,

wegen dessen dieses Unglück uns kommt, was ist dein Geschäft?

Und woher kommst du? Was ist deine Heimat,

und von welchem Volke bist du? " —

Da sprach er zu ihnen: „Ein Ebräer bin ich und   G o t t ,   den Gott

des Himmels , fürchte ich, der das Meer geschaffen hat

und das Festland!" —

Da wurden die Männer von großer Furcht ergriffen und sie sagten

zu ihm: „Was hast du da getan?" Denn die Männer wußten,

daß er aus dem Angesichte   G o t t e s   fliehe, denn er hatte

es ihnen gesagt.

Jona Kap. 1: 8- 10 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; (10) [samt Konterfei–] & 520 S.; betr. Frakturdruck und Textanordnung siehe bei Jesaia. Segensgebet bei Lesung der Haftoroth in Hebräisch am Buchschluß.

Mendel Hirsch verfasste ein gut einseitiges "Vorwort zur ersten Auflage“, datiert Frankfurt a. M., im Juni 1896"; darin ist u. a. gesagt:

»In Dunkel gehüllt sind Zeit und Urheber der Einführung der Haftoroth. (…) Bei dem Versuche, nun auch im besonderen den Gedanken nachzugehen, die wohl bei dieser Auswahl maßgebend gewesen sein dürften, möchte ich hoffen, daß es mir gelungen sei, an vielen Stellen die hohe Weisheit, den ebeso tiefen wie weitschauenden Blick und die zartsinnige Auffassung, die sich in dieser Wahl offenbaren, nachgewiesen zu haben.«

Im kurzen "Vorwort zur zweiten Auflage" (undatiert) ist zu lesen:

»Diese ist ein unveränderter Abdruck der der ersten Auflage unter Berücksichtigung aller im Text vorhanden gewesenen Druckfehler. Die Uebersetzung der neu hinzugekommenen Haftara von Tisch´a b´Av entstammt der vor Jahrzehnten vorgenommenen Niederschrift einer Schülerin des Verfassers, die den genauen Wortlaut der mündlichen Uebersetzung im Unterricht wiedergibt. (…)«

Mendel Hirsch substituiert das Vierzeichen (Tetragramm) durch ein gesperrt gedrucktes »G o t t« 

Chumasch Schma Kolenu ✡ חומש שמע קולנו

(Der Pentateuch,) mit Haftarot und Megillot (hebr. / dt.) und einem einführenden Kommentar zu jeder Parascha von Marc Breuer

Deutsche, sprachlich leicht überarbeitete Übersetzung von:

Chumasch: Rabbiner Samson Raphael Hirsch. Haftarot: Mendel Hirsch. Megillot: Raphael Breuer

Bearbeitet und zusammengestellt: Edouard Selig. Veröffentlicht mit Unterstützung der Irene Bollag - Herzheimer Stiftung

Basel (Schweiz): Verlag Morascha. 2007 der 1. Auflage

Koph.png Wortstimme

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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, fadengeheftet, 1372 & (4) S.. Inhaltsverzeichnis. Schrifttexte hebräisch/ deutsch pro Doppelseite. Jede Parascha ist eingeleitet. Im Anhang finden sich Verzeichnisse der Haftaroth, ein Biblischer Index, Vortragsmelodien der Torah und die Brachot zur Tora–Vorlesung. Es sind drei Vorworte geschrieben: Das des Verlegers Edouard Selig–Bär, datiert Januar 2007 / Tewet 5767, darin u. a.: »Die Übersetzug des Toratextes stammt von Rabbiner Samson Raphael Hirsch, dem Führer des Toratreuen Judentums im 19. Jahrhundert. Die Übersetzung der Prophetenlesungen entspricht der Übersetzung seines Sohnes, Mendel Hirsch. Wir haben diese Übersetzungn nur sprachlich leicht überarbeitet, um sie dem heutigen Leser verständlicher zu machen. Die Übersetzung der fünf Rollen stammen von Rabbiner Raphael Breuer, einem Enkel von Rabbiner Hirsch.

Weiterhin das "Vorwort zu “Wissen und Wort“ von Marc Breuer (als Enführung zur jeweiligen Parascha). Schließlich noch zu ebendiesem Werk "Wissen und Werk" vom Übersetzer Erich A. Hausmann, darin eine Vita von Marc Breuer (* Frankfurt am Main 19. Nov. 1912 Mem.png 12. Jan. 2002 New York NY (U.S.A.)).

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Biogramm: