Hennen, Bernard

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Hennen, Bernard (* Steinborn, Kr. Daun, Eifel 18. April 1881 † 2. Juni 1956 Trier/ Mosel) Prälat, Ökonom und Güterdirektor


Vesper der Hochfeste / Psalmen

Sonntagskomplet / Psalmen[auswahl] deutsch und lateinisch / Von Bernard Hennen / Priesterseminar Trier

Trier/ Mosel: Verlagsbuchhandlung der Paulinus – Druckerei. o. J. (1932)

Imprimatur: Treviris 1932
Koph.png Wortstimme

1 In des Allerhöchsten Hut wird wohnen und im Schutz des Allmächtigen weilen:

2 Wer da sprciht: Meine Zuflucht ist der Herr, mein Gott und mein Hort, auf den ich vertraue;

3 Denn er wird vor der Schlinge dich bewahren, als Schild umgibt dich seine Treue.

4 Seine Fittiche wird er decken über dich, und unter seinen Schwingen bist du geborgen.

5 Nicht hast du zu fürchten ein Schrecknis der Nacht und nicht den Pfeil, der bei Tage fliegt:

6 Nicht eine Pest, die im Dunkeln schleicht, nicht eine Seuche, die am Mittag wütet.

Psalm 91 (90 V) [1. Übersetzung]

1 Wer in der Hut des Höchsten wohnt, der findet Ruhe im Schutz des Himmelsgottes.

2 Er spricht zum Herrn: Mein Schutz bist du und meine Zuflucht, mein Gott, auf den ich vertraue.

3 Denn er bewahrt mich vor des Jägers Schlinge, vor bösem Ungemach.

4 Mit seinen Schwingen wird er dich decken; du bist geborgen unter seinen Flügeln.

5 Mit einem Schild umgibt dich seine Treue: nicht brauchst du zu fürchten das Grauen der Nacht.

6 Nicht vor dem Pfeile, der am Tage fliegt, vor Unheil, das im finstern schleicht, vor Überfall und Teufel zur Mittagszeit.

Psalm 90 (V). [2., Parallelübersetzung zur Vulgata]

Hoch preise, meine Seele, den Namen des Herrn: Und mein Geist frohlocke in Gott, meinem Heile!

Weil er großes an mir getan, der da mächtig ist und heilig: So werden mich selig preisen von nun an alle Geschlechter.

Es wirket Recht der Herr mit dem Arme seiner Macht: Den stolzen Geist er sondert vor dem ihn fürchtend Herz.

Mächtige er vom Throne stürzt, die Niedern zu erhöhen: Arme mit Gaben er bereichert, und Reiche er verarmen läßt.

Siehe, es hat der Herr gesehen auf die Niedrigleit seiner Magd: Der sich annahm seines Dieners Israel, seiner Barmherzigkeit eingedenk.

Wie unsern Vätern er versprochen, Abraham und seiner Nachkunft: So währet allzeit seine Huld und von Geschlecht zu Geschlecht.

"Magnificat", Lukas 1:46f, [1. Übersetzung]

46b Hoch preiset meine Seele den Herrn: 47 Und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heile!

48 Denn er hat gesehen auf die Niedrigkeit seiner Magd: siehe von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter.

49 Denn Großes hat an mir getan der da mächtig ist und dessen Name heilig.

50 Und seine Barmherzigkeit waltet von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.

51 Er übt Macht mit seinem mächtigen Arm; er zerstreut, die da hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.

52 Die Mächtigen stürzt er vom Throne und erhöht die Niedrigen.

53 Die Hungrigen erfüllt er mit Gütern, und Reiche läßt er leer ausgehen.

54 Er hat sich angenommen seines Knechtes Israel, war eingedenk seiner Barmherzigkeit:

55 Wie zu unsern Vätern er gesprochen, zu Abraham und seinem Samen in Ewigkeit.

"Magnificat", Lukas 1:46f, [2., Parallelübersetzung zur Vulgata]
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Zum Buch:

Gebundener Sedezband mit Fadenheftung, 288 S. Antiquadruck. Vulgatatext und zweifache Übersetzungen von 22 Psalmen, gezählt nach der V:

4 – 90 – 109 bis 116 – 119 – 120 – 121 – 125 bis 129 – 131 – 133 – 137 – 138 – 147, das "Magnificat" Luk. 1:46f und das "Nunc dimittis" Luk2:29f.

Überschriften sind nicht enthalten, Versangaben nur bei der 2. Variante, parallel zur V, gesetzt.

Der Verfasser schrieb ein zweiseitiges undatiertes Vorwort. Darin heißt es u. a.:

»Der Verfasser will hier dem Beter den Vollwert der Vesper bieten indem er (…) die Psalmen so anordnet und gliedert, daß ein gewisses Ebenmaß entsteht und dre Gedankengang leicht verständlich das bietet, was der Psalmist dem Beter zur frommen Erwägung übergeben wollte. (…) Wenn dieser Wortlaut häufig von einer wörtlichen Wiedergabe des Vulgatatextes stark abweicht, so geschieht das zur Erreichung eines fortlaufenden, systematisch aufgebauten, sich leicht einprägenden Wortlautes, was andere Bearbeitungen teils durch Versauswahl oder freiere Übersetzungsformen zu erzielen suchten, wobi aber kaum ein geeigneter Andachts–Wortlaut herauskam. Das in den Andachten gebotene Psalmgebet ist ganz und gar nach den Regeln der hebräischen Poesie eingestellt und aufgebaut.«

Drei Seiten widmet Hennen dem "Aufbau und Inhalt der Vesper". Darin läßt der Prälat den Beter wissen:

»Den vollständigen am brennenden Dornbusch geoffenbarten Gottesnamen Jahve glaubten die Juden der späteren Jahrhunderte nicht aussprechen zu dürfen und lasen dafür Adonai, das wir meistens mit Herr wiedergegeben finden.«

“Einige kurze Bemerkungen zu den einzelnen Psalmen" stehen auf den Ss. 10 bis 14, nämlich zu oben aufgeführten Pss (ohne Pss 4 und 90). Im letzte Satz bemerkt Hennen, »Zur Übersetzung der Psalmen siehe Ecker, Katholische Hausbibel. Hennens Übersetzung hat die von ⇒ Ecker,_Jakob (1903) zwar zum Vorbild genommen, wie aus Ps. 91:6 (2., Parallelübersetzung zur Vulgata) zu ersehen, aber diese ist durchaus bearbeitet.


Biogramm:

http://www.geschichte-des-weines.de/index.php?option=com_content&view=article&id=283:hennen-bernhard-1881-1956&catid=45:persoenlichkeiten-a-z&Itemid=83