Gutmann, Moses

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Gutmann, Moses (* Baiersdorf a. d. Regnitz, Mittelfr. 15. Juni 1805 Mem.png 1. Feb. 1862 Redwitz a. d. Rodach, Ofr.) Distriktsrabbiner



Die Apokryphen des Alten Testaments ✡ גנוזים

auf's Neue aus dem griechischen Texte übersetzt von Moses Gutmann

und durch Einleitungen und Anmerkungen erläutert

Altona b. Hamburg: Verlag von Joh. Friedrich Hammerich 1841

Koph.png Wortstimme

"Ich will nun die Werke des Herrn erwähnen,

und, was ich gesehen habe, erzählen.

Durch das Wort des Herrn sind seine Werke entstanden.

Wie die leuchtende Sonne überall hindringt,

so ist seine Schöpfung seiner Herrlichkeit voll.

Der Herr hat es seinen Heiligen nicht möglich gemacht,

alle seine wundervollen Anstalten zu erzählen,

die er, der Allmächtige getroffen,

um das Weltall zu seinem Ruhme fest zu gründen.

Er durchforschet den Abgrund und das Herz,

und die versteckten Gedanken der Menschen durchschauet er;

den der Herr kennet jede Verstellung, und sieht bis zu der Grenze der Ewigkeit.

Er verkündigt das Vergangene und das Zukünftige,

und enthüllet die Spuren der verborgenen Dinge.

Ihm entgeht kein Gedanke, nicht ein einziges Wort bleibt ihm verborgen."

Ben Sira XLII: 15 - 20
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Zum Buch:

Gebundener, fadengehefteter Oktavband, VIII, 318 & (2) S. Frakturdruck. Schrifttexte einspaltig fortlaufend gesetzt. Z. Tl. Reichhaltige Fußnoten mit Verweisstellen. Jedes Buch ist eingeleitet.

Das hebräische Wort " גנוזים Genusim" bedeutet  »verborgene« oder » zu verbergende Bücher«. Das ist laut Autor Moses Gutmann der Begriff, der hinter der griechischen Übersetzung "Apokryphen" steht. So in der sechseitigen Vorrede, die der Dirstriktsrabbiner an seinem Amtssitz im oberfränkischen Redwitz, Landkreis Lichtenfels, im October 1840 verfasste. Als Textvorlage ist der griechische Text von Augusti, Leipzig 1804, angegeben. Weiterhin schreibt Gutmann: »Die Uebersetzung schließt sich genau an diesen Texte an, und nur an äußerst wenigen Stellen, wo demselben Text gar kein Sinn abzugewinnen war, ist eine der in jener Ausgabe unter dem Text befindlichen Varianten übertragen worden.Bei der Uebersetzung habe ich mich bestrebt, möglichste Treue mit Deutlichkeit und Klarheit des deutschen Ausdrucks zu vereinigen. Das Eine ist mir so wichtig erschienen, wie das Andere.«

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Folgende Schriften sind verdeutscht:

Weisheit Salomo's ✡ Weisheit Josua Sirachs ✡ Baruch ✡ Tobi ✡ Judith ✡ apokryphische Stücke in Daniel ✡ apokryphische Buch Esra ✡ drei Bücher Makkabäer.

Alle Texte sind in Frakturschrift, wie zu jener Zeit üblich, und einspaltig verfasst. Jedes Buch ist eingeleitet und kommentiert. In den Kommentaren sind griechische und hebräische Begriffe nicht in jedem Fall übersetzt. Gutmanns Übersetzung fand auch Widerhall in Jakob >Auerbachs Schul- und Hausbibel, die darin enthaltenen Apokryphenübertragung basiert auf seinen Vorarbeiten.

Die einzige weitere vollständige jüdisch- deutsche Apokryphenübersetzung aus dem 19. Jhdt. stammt von Cassel,_David, als Zusatz zur Bibel von Zunz,_Leopold. Weiterhin hat Bernfeld,_Simon Anfang 1900 ebenfalls eine Auswahl der "Genusim" in seine Bibel aufgenommen. Zu einer Übersetzung des BEN SIRA (hebräisch / deutsch, 1814) siehe ben_Zeev,_Jehuda_L.


Briefmarke zum Lichterfest "Chanukka": 
1. Makk 4: 52- 59 und 2. Makk 10: 1- 8