Grundl, Beda

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Grundl, Beda Andreas (* Wemding, Schwaben 28. Nov. 1859 † 2. Nov. 1915 Augsburg, Schwaben) P. Dr. O. S. B.




Das Neue Testament unsers Herrn Jesus Christus

Nach der Vulgata übertragen, mit Einleitungen und kurzen Erläuterungen versehen von Dr. P. Beda Grundl, O.S.B.

Augsburg, Schwaben: Literar. Institut von Dr. Max Huttler (Michael Seitz). (1900). (Dritte Aufl. 1907) Zehnte Auflage o. J. (1916) (Elfte Auflage o. J. [ca. 1916]) (18. – 29. Aufl. bis 1925)

Approbation / Imprimatur: Augsburg 1916 / Augustae Vindelic. 1916. Erste Imprimatur: Augsburg 1900.
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Zum Buch:

Gebundener Sedezband mit Fadenheftung, VIII, 712 & 1 Doppelkartenseite (farbig). Frakturdruck. Schrifttext einspaltig; Anmerkungen, Verweis– und Parallelstellen in Fußnoten.

Dr. Placidus Glogger, O.S.B., Abt von St. Stephan, schrieb zu Augsburg, am 27. Mai, dem Feste des hl. Beda, 1916, "Zum Geleite"; Anlaß war das Verscheiden des Übersetzers am Allerseelenmorgen 1915:

»Die 10. Auflage seines Neuen Testaments hatte er beginnen, aber nicht mehr vollenden können. Dies mußten seine trauernden Mitbrüder besorgen.«
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Auf S. VI ist "Des seligen Märtyrers Thomas Morus († 6. Juli 1535) Mahnung und Warnung bezüglich der Lesung der Heiligen Schrift" abgedruckt. Eine allgemeine Einleitung (6 Seiten) folgt.

Das Buch der Psalmen (2° 1902)

Für das deutsche Volk bearbeitet und mit kurzen Erklärungen versehen von Dr. P. Beda Grundl, O.S.B.

Augsburg, Schwaben: Literar. Institut von Dr. Max Huttler (Michael Seitz). (1898). Zweite [überarbeitete] Auflage. 1902.

Imprimatur: Augustae Vindelicorum 1902
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1 Ein Psalm Davids.

Der Herr spricht zu meinem Herrn: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde als Schemel dir zu Füßen lege!"

2 Das Zepter deiner Macht entsendet der Herr aus Sion: „Herrsche inmitten deiner Feinde!

3 Bir dir ist Herrschaft am Tage deiner Kraft im Glanze des Heiligtums; aus dem Schoße erzeugte ich dich vor dem Morgensterne."

4 Der Herr schwört es und nie gereut es ihn: „Du bist Priester ewiglich nach der Ordnung Melchisedechs."

5 Der Herr zu deiner Rechten erschlägt Könige am Tage seines Zornes. 6 Er hält Gericht über die Volker, er häuft Trümmer, er zerschmettert die Häupter in weiten Landen, 7 aus dem Bach am Wege trinkt er, deshalb wird er sein Haupt erheben.

Psalm 109 (110)

29 Nun läßt du deinen Diener scheiden, o Herr, nach deinem Worte in Frieden;

30 denn meine Augen habe dein Heil gesehen, 31 das du bereitet hast vor allen Völkern:

32 ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Herrlichkeit deines Volkes Israel.

Lobgesang des Simeon. Luk. 2
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Zum Buch:

Buchdaten: Format 12° gebunden und fadengeheftet; 210 und 16 Seiten in Frakturdruck. Schrifttexte zweispaltig; Psalmüberschriften sind übersetzt, reichhaltige Anmerkungen in den Fußnoten.

Das gut einseitige Vorwort zur ersten Auflage schrieb Dr. P. Beda Grundl, datiert Augsburg, am Feste der hl. Dreifaltigkeit und am Todestage des hl. Bonifatius, des Apostels der Deutschen, 5. Juni 1898;darin ist u. a. vermerkt:

»(…) Daß auch das christliche deutche Volk wieder mehr in dem Buche der Psalmen lese, bete und lebe, wie seine Vorfahren getan, dazu ist dieses neue, bilige „Deutsche Psälterlein" herausgegeben. –«

Zur zweiten Auflage, datiert "Augsburg, am Feste des hl. Ordensstifters Benediktus, 21. März 1901", schrieb P. Beda:

»Bei der zweiten Auflage wurde der Audruck der Uebersetzung dem kirchlichen Texte näher gebracht und manche kundgegebenen Wünsche tunlichst berücksichtigt, so bezüglich der Beigabe der in den kirchlichen Tagzeiten verwendeten Lobgesänge aus den Propheten und dem hl. Evangelium.«

Die allgemeine Einleitung zum Psalter umfasst neun Seiten.

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Der Anhang enthält folgende Cantica:

  • Dan 3: 57 ff; Is. 12:1ff; Is. 38: 10ff;
  • I. Kön. 2:1ff; II. Mos. 15:1ff; Hab. 3: 2ff; V. Mos. 32: 1ff;
  • Luk. 1: 46ff und 68ff; Luk. 2: 29ff.
Weiterhin der Ambrosianische Lobgesang und das Credo des hl. Athanasius.

Zusätzlich als Buchabschluß 16 Seiten Meßgebete.


Das Buch der Psalmen (3° 1908)

nebst den in den kirchlichen Tageszeiten gebräuchlichen Lobgesängen aus den Propheten und Evangelien.

Nach der Vulgata für das deutsche Volk bearbeitet und mit kurzen Erklärungen versehen von Dr. P. Beda Grundl, O.S.B.

Anhang: Ergänzung. Die neuen Loblieder für die Laudes.

Augsburg: Literar. Institut von Dr. Max Huttler (Michael Seitz). 3. [bearbeitete Auflage] 1908 (4.- 10. Aufl. 43.-52. Tsd 1922; 17. bis 21. Auflage 59. bis 63. Tausend 1929)

Imprimatur: Augustae Vindelicorum 1908
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1 Ein Psalm Asaphs.

der Gott der Götter, der Herr spricht und beruft die Erde

vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang;

2 aus Sion strahlt die Zier seiner Schönheit.

Gott kommt sichtbar, unser Gott, und schweigt nicht;

Feuer entbrennt vor seinem Angesichte

und gewaltiger Wettersturm umgibt ihn.

4 Er beruft den Himmel in der Höhe

und die Erde um sein Volk zu richten.

5 Sammelt um ihn seine Heiligen,

die mit ihm einen Bund beim Opfer schließen!

6 Und die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit;

denn Gott ist der Richter.

7 „Höre, o mein Volk, und ich will zu dir reden

und es dir, O Israel, bezeugen:

ich bin Gott, dein Gott."

Psalm 49 (50) 

68 Gepriesen sei der Her, der Gott Israels! Denn er suchte heim und schuf die Erlösung seines Volkes

69 und er richtete ein Horn des Heiles auf im Hause Davids, seines Knechtes, 70 wie er gesprochen hat durch den Mund der Heiligen, seiner Propheten von Anbeginn:

71 Rettung von unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen, 72 um Barmherzgkeit zu tun mit unsern Väter und zu gedenken seines heiligen Bundes, 73 des Eides, den er unserem Vater Abraham geschworen hat uns zu geben,

74 daß wir ohne Furcht, befreit von der Hand unserer Feinde, ihm dienen 75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsre Tage.

Lobgesang des Zacharias, Luk 1
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Zum Buch:

Buchdaten: Format 12°, jedoch kleiner als die 2. Auflage (12,5 cm hoch vs. 14,2 cm); gebunden mit XIV, 288 und 12 Seiten in Frakturdruck. Schrifttexte einspaltig; Psalmüberschriften sind übersetzt, Anmerkungen in den Fußnoten.

In dieser dritten Auflage sind auch die beiden Vorworte der früheren Ausgaben abgedruckt. Zwei Seiten erbaulicher Art verfasste P. Beda Augsburg, am Feste der hl. Dreifaltigkeit, 6. Juni 1898 zur 1.; wenige weitere Zeilen zur (undatierten) 2. Auflage. Darin steht u. a.: » (...) wurde der Ausdruck der Übersetzung dem kirchlichen Texte näher gebracht (...). Ebenda, am Feste des hl. Maurus, 15. Januar 1908, schrieb Grundl: »Die dritte Auflage ist ein fast ungeänderter Abdruck der zweiten, nur wurde die Einleitung gekürzt«, außerdem sei eine Ausgabe "B" mit nebenstehendem lateinischen Text vom Verlag veranstaltet worden. Eine gut sechsseitige Einleitung folgt. Alle Pss sind mit Erläuterungen versehen.

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Der Anhang enthält folgende Cantica:

  • Dan 3: 57 ff; Is. 12:1ff; Is. 38: 10ff;
  • I. Kön. 2:1ff; II. Mos. 15:1ff; Hab. 3: 2ff; V. Mos. 32: 1ff
  • Luk. 1: 46ff und 68ff; Luk. 2: 29ff.
Weiterhin der Ambrosianische Lobgesang und das Credo des hl. Athanasius.

In einem gesondert paginierten und betiteltem Ergänzungsteil sind "Die neuen Loblieder für die Laudes" übertragen:

  • Dan 3:52-57; I. Chr. 29:10-13; Tob. 13:1-10
  • Jud. 16: 15-21; Jer. 31:10-14; Is. 45: 15-26; Sir. 36: 1-16.

Dieses Psalmenbuch war in noch drei weiteren Ausgaben erhältlich:

2) Ausgabe B: Mit lateinisch=deutschem Text

und sämtlichen deutschen Anmerkungen

3) Psalmen und Cantica mit Meßanhang

4) Psalmen & Cantica (…) mit Wolters Psalmerklärung

In kurzem Auszug von Julie von Massow.


Morgen= und Abendklänge aus den Psalmen

Ausgewählt und mit Erläuterungen versehen von Dr. P. Beda Grundl, O.S.B.

München, Obb.: Aussattung, Duck und Verlag von der Buchdruckerei Franz X. Seitz. 1912

Dem Buchhandel liefert aus: Literarisches Institut Dr. M. Huttler (Michael Seitz) Augsburg

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Anm.: In Vers 2 muß es  (…) Erde und Welt (…) 
heißen, statt ´Wald`.
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Zum Buch:

Dieser Kunstdruck mit farbigen Überschriften umfasst 40 Seiten Büttenpapier; jede Seite ist mit Vignetten ausgestattet.

Folgende Psalmen hat P. Beda nach der Vulgata übersetzt und dem Morgen zugeordnet: 3 - 5 - 62 (63) - 89 (90) - 94 (95); dem Abend zugeordnet: 4 - 16 (17) - 30 (31) - 90 (91) - 133 (134)- (in Klammern die Kap.- Zählung nach dem Hebräischen). Die Übersetzung ist im Vergleich zum o. g. vollständigen Pslambuch leicht bearbeitet.

Zu "Augsburg, Ostern 1911", schrieb er das kurze Geleitwort; weiterhin ist eine Präfation zum 1. Psalm des Kirchenvaters Ambrosius »Ueber den Gebrauch der Psalmen« als Einleitung "zur höheren Ehre Gottes" O.A.M.D.G. (Omnia Ad Majorem Dei Gloriam) abgedruckt.

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Ein "Schwesterband" zu diesem Kunstdruck in gleicher Ausstattung - ebenfalls als Psalmenbuch - ist unter Huttler,_Max beschrieben.

Biogramm:

Andreas Grundl war 1887 in den Benediktinerorden zu St. Stephan in Augsburg eingetreten und erhielt den Namen Beda. Als Lyzealprofessor vertrat er die altphilologischen Fächer. Seine Übersetzung fertigte er, wie es damals katholischerseits noch üblich war, aus der Vulgata an. Wegen ihrer guten Einleitungen und Anmerkungen fand diese 1900 zum ersten Male im Literarischen Institut von Dr. Max Huttler erschienene Ausgabe eine für die damalige Zeit schnelle Verbreitung. Grundls Werk wurde kirchlicherseits so geschätzt, daß er in die Vulgatakommission berufen wurde.

Juni 1884: Priesterweihe; 1884- 1885: Kaplan in Weinsfeld, Mittelfr.; April bis Juni 1885: Pfarrverweser in Jahrsdorf b. Hilpoltsein, Mittelfranken.

1885- 1886: Kooperator in Illschwang, Oberpfalz; Juli 1886: Einkleidung und zeitl. Profeß; Aug. 1890: ewige Profeß

1890- 1915: (Ab jetzt wohl in Augsburg:) Klassleiter; 1891: Promovierung zum Dr. phil.; 1908- 1915: Konrektor

1901- 1915: Hochschulprofessor für Philosophie (1901- '04); - für Pädagogik (1902- '03); - für Philologie (1910- '15); 1911- 1914: - im Germanistischen Seminar; 1904- '15: Subprior

Mitglied der Vulgatakommission; ab 1889 Bibliothekar des Historischen Vereins; Mitglied der Augsburger Schillerstiftung 1903- '15