Graf, Julius

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Graf, Julius (* Mühlen b. Horb/ Neckar (?) 12. Sept. 1878 † 19. Dez. 1955 Schwäbisch Gmünd, Württ.) Oberpräzeptor, Kaplan




Inhaltsverzeichnis

Der Hebräerbrief

Wissenschaftlich-praktische Erklärung [samt Übersetzung] von Julius Graf

Freiburg im Breisgau: Herdersche Verlagshandlung 1918

 Imprimatur: Friburgi Brisgoviae 1917
Koph.png Wortstimme

„In mannigfachen Zeiten und Formen hat einst Gott vor alters

zu den Vätern in der Person der Propheten geredet,

in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen

in der Person seines Sohnes,

welchen er zum Universalerben eingesetzt,

durch welchen er auch die Welten erschaffen hat, - des Sohnes,

welcher der Abglanz seiner Herrlichkeit

und der Abdruck seines (göttlichen) Wesens ist

und das All trägt durch sein allgewaltiges Wort,

- des Sohnes, der von sich aus Sühne für die Sünden geschaffen

und nun zur Rechten der Majestät in der Höhe sich gesetzt hat –

um soviel erhabener als die Engel geworden, als der Name,

den er geerbt hat, den der Engel übertrifft.

1: 1-3
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Zum Buch:

Das Vorwort ist 1917 in Schwäbisch Gmünd vom Verfasser geschrieben. Dr. Graf war am dortigen Realgymnasium Oberpräzeptor.

Johann Evangelist >Belser, selbst Verfasser mehrerer Bibelkommentare (siehe dort) war Grafs Lehrer. Er gab auch die Anregung zu diesem Werk. Graf hat denn auch den Hebräerbrief dem Andenken seines Lehrers gewidmet.

Der Großoktav- Band steht im Regal passend neben Belsers Kommentaren. Auch dieses Werk ist lesefreundlich in Antiqua gedruckt. Im Vergleich nimmt sich Graf etwas weniger „theologisch“, auch sind griechische Vokabeln meist übersetzt. Es finden sich sogar Graphiken als Erklärungshilfen. Graf legt Wert auf eine redliche Auslegung z.B. über die Dauer des Opferdienstes Jesu und stellt biblische Aussage in vorsichtige Opposition zur römisch-katholischen Meinung. Das verwundert angesichts des Erscheinungsdatums: Das erste Vatikanische Konzil war „gerade mal“ 48 Jahre zuvor zu Ende gegangen.


Freiburg i. B.: Ort der Imprimatur
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Zur Person:

(Der Geburtsort "Mühlen" ist gesichert; daß es sich um dasjenige am Neckar handelt, wahrscheinlich.) Dr. Julius Theodor Graf war am Hindenburg-Gymnasium in Schwäbisch Gmünd Studienrat und Religionslehrer. Zudem war er ab 1909 Oberpräzeptor und zugleich Kaplan am "Münster zum Heiligen Kreuz" ebenda. 1947 ging er in den Ruhestand. Mehr ist z. Zt. nicht bekannt