Goßner, Johannes

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Kreuz7.gif Goßner, Johannes Evangelista ( * Hausen Markgrafschaft Burgau, Schwaben 14. Dez. 1773 † 30. März 1858 Berlin)

Der getaufte Katholik J. E. Gossner hatte a. D. 1815 anonym das Neue Testament nach römischen Vorgaben aus der Vulgata übersetzt, schon 1817 waren 27 Tausend Exemplare verbreitet. In jenem Jahr war bereits eine 4. und 5. Auflage herausgegeben worden. 1825 ließ Gossner in Leipzig eine "Neue, nach dem griechischen Urtext revidierte Ausgabe" herausbringen. Da Goßner von 1812 bis 1819 in München wirkte, hatte er dort seine Goßnersche Bibelverbreitungs- Anstalt aufgebaut, die von der BFBS (British & Foreign Bible Society) unterstützt wurde. Diese Münchener Initiative bestand bis ca. 1832. Bis dahin wurde Goßners NT in 32 Auflagen mit zusammen 164 Tausend Ex. erstellt.

Der Ende 1833 entzog das Generalvikariat der Erzdiözese München- Freising dem Goßnerschen NT die Approbation: Goßner war zu jener Zeit bereits zum Protestantismus konvertiert und Prediger in Berlin. Ob die Konversion entscheidend für den Entzug der Imprimatur war, ist nicht ausgemacht, denn noch 1832 hatte der Bischof von Rottenburg 200 Exemplare des Buches bestellt. Wahrscheinlicher ist, daß die Übersetzung eines Konvertiten in den Jahren konfessioneller Spannung nur noch geringe Chancen innerhalb der römischen Kirche hatte. Weiterhin ausschlaggebend waren die (sehr einseitige) Wahl des "Grundtextes" Vulgata als Basis sowie ausführliche Anmerkungen als die katholischen Merkmale einer Bibelübersetzung.

Das letzte, mit den Erklärungen von Goßner herausgegebene 8– bändige Neue Testament (ab 1888) wurde von Herausgeber, der Niedersächsischen Gesellschaft, mit einem Luthertext versehen, leider! Es kommt eigentlich nur die 1867 von der Canstein´schen BA revidierte Variante in Betracht.


Das Neue Testament [nach der Vulgata]

Das Neue Testament [anonym,] 1815

unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi

[anonym uebersetzt von Johannes Goßner]

München: Bey Jakob Giel. 1815

Mit Genehmigung des hochw. bischöfl. General= Vikariats in Freysing
Pe.png Wortstimme

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Zum Buch: (st)

Buch in Frakturdruck; (4), 438 & [5] S. Ab S. [1] im Anschluß an Offenbarung 22 steht als Anmerkung:

»Für die Leser der Vulgata wird hier bemerkt, daß man sich, navch dem Beyspiele früherer Bibelübersetzer, als: Weitenauer, Fischer, Braun etc., in folgenden Stellen dieser Uebersetzung mehr an den griechischen Grundtext gehalten habe: [... es folgen einige Dutzend Verse mit den Alternativlesarten der Vulgata]. Weiterhin auf der folgenden Seite: Sonn– und Festtägliche Evangelien und Episteln.

Der bis Sommer 1826 noch römisch- katholische Pfarrer Johann Ev. Goßner hat sich weder als Übersetzer bekannt noch ein Vorwort oder gar eine Einleitung zum NT geschrieben. Lediglich am Schluß bemerkt er sinngemäß unter Benennung mehrerer Dutzend Stellen: Übersetzt nach der Vulgata, jedoch diverse Stellen korrigiert nach dem griechichen Grundtext.

Das Neue Testament [anonym,] ³, verb. 1816

unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi

[anonym uebersetzt von Johannes Goßner]

München: In Commission bey Jakob Giel. Dritte verbesserte Auflage. 1816. Mit stehender Schrift.

Mit Genehmigung des hochw. bischöfl. General=Vikariats in Salzburg und .... in Freysing.
Pe.png Wortstimme

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Zum Buch: (st)

Buch in Frakturdruck; (4), 438 & [5] S. Ab S. [1] im Anschluß an Offenbarung 22 steht als Anmerkung:

»Für die Leser der Vulgata wird hier bemerkt, daß man sich, navch dem Beyspiele früherer Bibelübersetzer, als: Weitenauer, Fischer, Braun etc., in folgenden Stellen dieser Uebersetzung mehr an den griechischen Grundtext gehalten habe: [... es folgen einige Dutzend Verse mit den Alternativlesarten der Vulgata]. Weiterhin auf der folgenden Seite: Sonn– und Festtägliche Evangelien und Episteln.

Der bis Sommer 1826 noch römisch- katholische Pfarrer Johann Ev. Goßner hat sich weder als Übersetzer bekannt noch ein Vorwort oder gar eine Einleitung zum NT geschrieben. Lediglich am Schluß bemerkt er sinngemäß unter Benennung mehrerer Dutzend Stellen: Übersetzt nach der Vulgata, jedoch diverse Stellen korrigiert nach dem griechichen Grundtext.

❡ Das Neue Testament [anonym, ab 1818]

unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi

nach der Vulgata revidirte und verbesserte Auflage. Mit stehender Schrift.

München: In Commission bey Jakob Giel. (1818; 12. Auflage 1819; 18. Aufl. 1822; 24. Auflage 1830; 32. A. 1832)


Mit Genehmigung des hochw. erzbischöfl. Consistoriums in Salzburg
und des hochw. bischöfl. General= Vikariats in Freysing.
Pe.png Wortstimme

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Zum Buch:

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❡ Das Neue Testament [nach dem Griechischen]

unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi

Uebersetzt von Johannes Goßner. Neue nach dem griechischen Grundtexte revidirte Ausgabe.

Leipzig, Sachsen: bey Carl Tauchnitz. 1825

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Zum Buch:

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Die heiligen Schriften des neuen Testamentes [nach M. Luther, 8 Teile]

[im 1876 "revidierten" Canstein´schen Text von M. Luther] mit Erklärungen und Betrachtungen von Johannes Goßner.

Neu herausgegeben von der Niedersächsischen Gesellschaft

❶ Hamburg: Verlag der Evangelischen Buchhandlung der Niedersächsischen Gesellschaft

❷ Hamburg: Verlag der Evangelischen Buchhandlung Fr. Trümpler.


I. Teil. Das Evangelium St. Matthäi

Hamburg: wie oben ❶. 1888

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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; 448 S.; besondere, schöne Fraktur, normale für die Erklärung. Der Schrifttext ist versweise gesetzt, darunter die ausgiebigen Erklärungen, die durchweg erbaulicher Natur sind.

II. Teil: Das Evangelium Markus

Hamburg: wie oben ❶. [1°], 1887

Hamburg: wie oben ❷. Zweite Auflage 1905

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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; 248 S. (=1°) /256 S. (=2°) Besondere, schöne Fraktur, normale für die Erklärung. Der Schrifttext ist versweise gesetzt, darunter die ausgiebigen Erklärungen, die durchweg erbaulicher Natur sind.

Da Johannes Gossner zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Bandes bereits verstorben war, hat eine andere Person als Herausgeber das Vorwort, knapp zwei Seiten, geschrieben. Darin heißt es u. a.:

Es fehlt in der Gegenwart an einer Auslegung des Neues Testamentes, die auf der Höhe der Zeit stehend, – zugleich in wahrhaft edelm Sinn popular geschrieben ist und das Herz des Volkes trifft. Ehe ein solches Werk erscheint, können noch Jahrzehnte hingegen, und damit nicht auch hier, wie es oft der Fall ist, das Beste der Feind des Guten sei, so wollen und können wir dieses alte treffliche Goßnersche Buch unserm Volke nicht länger vorenthalten. Es kst ja ein Volksbuch, einfach und schlicht, kurz und treffend, jedem verständloich, inder Sprache geschrieben, die das Herz redet, und die zu dem Herzen redet. Die Pietät gegen den alten Goßner hat einschneidende Veränderungen von selbst verboten. (…)«

III. Teil: Das Evangelium Lukas

Hamburg: wie oben ❶. 1889

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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; 336 S. Besondere, schöne Fraktur, normale für die Erklärung. Der Schrifttext ist versweise gesetzt, darunter die ausgiebigen Erklärungen, die durchweg erbaulicher Natur sind.


IV. Teil: Das Evangelium Johannis

Hamburg: wie oben ❶. 1890

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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; 320 S. Besondere, schöne Fraktur, normale für die Erklärung. Der Schrifttext ist versweise gesetzt, darunter die ausgiebigen Erklärungen, die durchweg erbaulicher Natur sind.

In einem zweiseitigen Anhang ab S. 319 stehen Apokryphische Sprüche Christi, elf an der Zahl; Quellenangaben sind nicht gemacht. Goßner vermerkt in der Überschrift:

»Unser Herr Jesus hat noch viel mehr gethan und geredet auf Erden, als was die Evangelisten aufgezeichnte haben, wie es Johannes am Ende seines Evangeliums selbst bekennt. Einige solcher Sprüche Christi, die nicht in den Evangelien vorkommen, haben uns glaubwürdige Männer aufbehalten, wie sie dieselbe von den Aposteln oder von Schülern der Apostel empfangen hatten. Davon will ich nur folgende hier anführen: (…)«


V. Teil. Apostelgeschichte

Hamburg: wie oben ❶. 1891

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Petrus, voll des heiligen Geistes, sprach zu ihnen:

Ihr Obersten des Volks und ihr Ältesten von Israel!

So wir heute werden gerichtet [und wie Übelthäter behandelt] über dieser Wohlthat an dem kranken Menschen, durch welche er ist gesund geworden, [als wäre dies das schrecklichste Verbrechen, daß wir ihn gesund gemacht --] So sei euch und allem Volk von Israel kund gethan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferwecket hat, stehet dieser allhier vor euch gesund. - [ ... ] Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen [als der für nichts geachtet wurde, während ihr ihn hättet zum Fundament legen sollen;] der zum Eckstein geworden ist, [durch Gott wider euren Willen.]

Kap. 4:8-11
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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Buch in Fraktur, 274 S.

VI. Teil. [Römer bis Korinther]

Hamburg: wie oben ❶. 18xx

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Zum Buch:

Schrifttext: vermutlich M. Luther 1876

Buch im Archiv nicht vorhanden.

VII. Teil. Die kleineren Briefe des Apostels Paulus

an die Galater, Epheser, Philipper, Kolosser, Thessalonicher, an die Timotheus, Titus und Philemon von Heinrich Langenberg

Hamburg: wie oben ❶. 1893

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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Daten wie oben, 293 & (3) S.

VIII. Teil. Die apostolischen Briefe

an die Hebräer, des Jakobus, Petrus, Johannes, Judas und die Offenbarung von Heinrich Langenberg

Hamburg: wie oben ❷. 1894.

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Zum Buch:

Schrifttext: M. Luther 1876

Daten wie oben, 310 & (2) S.

Zur Person:

Johannes Gossner: http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Evangelista_Go%C3%9Fner