Geyer, Christian: Unterschied zwischen den Versionen

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(Heft 2: Brief an die Galater, sogenannter Epheserbrief, Brief an die Kolosser und an Philemon)
 
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'''Geyer, Christian'''
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'''''Geyer, Christian''''' (* Manau bei Hassfurt, Ufr. 1. Okt. 1862 † 23. Dez. 1929  Nürnberg, Mittelfr.) Pfarrer, D. Dr.
''(*1862 in Manau bei Hassfurt/ Ufr., + 1929  Nürnberg)''
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Der Pfarrerssohn Christian Geyer studierte von 1880-84 Theologie in Erlangen und Leipzig. Erste Pfarrstelle in Altdorf bei Nürnberg, ab 1891 in Nördlingen. Ab 1895 wirkte er als Präfekt des Lehrerseminars in Bayreuth und ab 1902 als Hauptprediger an St. Sebald in Nürnberg. Geyer arbeitete dort mit Friedrich Rittelmeyer eng zusammen. Als Rittelmeyer Vorkämpfer der Anthroposophie und Erzoberlenker der Christengemeinschaft wurde, trennten sich ihre Wege. D. Dr. Geyer vertrat eine liberale Richtung innerhalb der evangelischen Landeskirche. In seiner Biographie „Heiteres und Ernstes aus meinem Leben“, (München 1929) beschreibt er sowohl seine Studienzeit als auch seine Begegnungen mit den Führern der Anthroposophie Rudolf Steiner und Friedrich Rittelmeyer.
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==Die Briefe des Apostels Paulus==
 
==Die Briefe des Apostels Paulus==
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Dem aber, der euch stärken kann laut meiner Freudenbotschaft und gemäß der Verkündigung Jesu Christi, durch die das Mysterium, das in den Weltaltern verschwiegen war, jetzt offenbar geworden und durch die prophetische Schriften gemäß  Auftrag des ewigen Gottes bei allen Völkern kund gemacht ist, damit der Gehorsam des Glaubens aufgerichtet werde: dem allein weisen Gott, ihm sei durch Jesus Christus die ''Glorie auf Weltzeiten hinaus! Amen.
 
(Kap. 16: 25-27)''
 
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Ein Versuch zu ihrer Verdeutschung und Vergegenwärtigung
 
  
Augsburg: Im Bärenreiter= Verlag
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Ein Versuch zu ihrer Verdeutschung und Vergegenwärtigung [von] D. Dr. ''Christian Geyer''
  
===Heft 1 Der Brief an die Christen in Rom===
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Augsburg, Schwaben: Im Bärenreiter= Verlag
  
1925
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===Heft 1: Der Brief an die Christen in Rom===
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wie oben: 1925  
  
 
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„Ich sage euch aber: Wer immer eine Freudenbotschaft bringen wollte, die der von uns euch verkündigten zuwider wäre, auch wenn ich und meine Mitarbeiter, ja selbst wenn es ein Engel vom Himmel unternähme, den strafe Gott! Ich wiederhole feierlich: was ich soeben gesagt habe: Wer euch eine Freudenbotschaft verkündigt, die der zuwider ist, die ihr von uns empfangen habt, en strafe Gott.
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Dem aber, der euch stärken kann laut meiner Freudenbotschaft und gemäß der Verkündigung Jesu Christi, durch die das Mysterium, das in den Weltaltern verschwiegen war, jetzt offenbar geworden und durch die prophetische Schriften gemäß  Auftrag des ewigen Gottes bei allen Völkern kund gemacht ist, damit der Gehorsam des Glaubens aufgerichtet werde: dem allein weisen Gott, ihm sei durch Jesus Christus die Glorie auf Weltzeiten hinaus! Amen.
''(Galater 1: 8-9)''
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Kap. 16: 25-27
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===Heft 2: Brief an die Galater, sogenannter Epheserbrief, Brief an die Kolosser und an Philemon===
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wie oben: 1925
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„Ich sage euch aber: Wer immer eine Freudenbotschaft bringen wollte, die der von uns euch verkündigten zuwider wäre, auch wenn ich und meine Mitarbeiter, ja selbst wenn es ein Engel vom Himmel unternähme, den strafe Gott!  
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Ich wiederhole feierlich: was ich soeben gesagt habe: Wer euch eine Freudenbotschaft verkündigt, die der zuwider ist, die ihr von uns empfangen habt, den strafe Gott.
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Galater 1: 8-9
 
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===Heft 2
 
Brief an die Galater, sogenannter Epheserbrief, Brief an die Kolosser und an Philemon===
 
  
1925
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===Heft 3: Die zwei uns erhaltenen Briefe an die Gemeinde in Korinth===
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wie oben: 1926
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Uns selbst wenn solche Wesen vorhanden sind, die man fälschlich Götter nennt, es sei im Himmel oder auf der Erde, wie es ja in der Tat viele Götter und viele Herren – ich denke an die Engel – gibt, so haben doch wir es nur mit dem Einen Vatergott zu tun, von dem alle Dinge geschaffen sind und wir zu ihm hin.
 
Uns selbst wenn solche Wesen vorhanden sind, die man fälschlich Götter nennt, es sei im Himmel oder auf der Erde, wie es ja in der Tat viele Götter und viele Herren – ich denke an die Engel – gibt, so haben doch wir es nur mit dem Einen Vatergott zu tun, von dem alle Dinge geschaffen sind und wir zu ihm hin.
''(1. Kor. 8: 5-6)''
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1. Kor. 8: 5-6  
 
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===Heft 3
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''Zu den Heften:''
Die zwei (uns erhaltenen) Briefe an die Gemeinde in Korinth===
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1926
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<p style="background-color:#FFEBAD">'''Bemerkenswert an dieser Reihe ist, daß die drei Hefte 1934 in der Serie <u>► Auerbacher Bibel=Umschreibung</u> als Nebenhefte 1 bis 3 mit Übersetzerangabe D. Dr. ''Christian Geyer'' angekündigt wurden. Ob diese in Neudietendorf erschienen sind, ist nicht bekannt, aber eher unwahrscheinlich, da nirgendwo nachweisbar. Möglicherweise wollte der Verlag Jansa die Paulus- Reihe in einer Art Lizenz drucken. Die Bärenreiter- Ausgaben nehmen jedenfalls weder im Titel noch im Vorwort Bezug auf die ABU.'''</p>
  
''Zu den Heften:''
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In der Vorbemerkung zum Römerbrief wird bemerkt, dass der Versuch einer freieren Übersetzung der Briefe aus der Gemeindearbeits-Praxis hervorging. ''Geyer'' wollte dem Mangel an geeigneten Übersetzungen, die ohne Kommentar verständlich und lesbar sind, entgegenwirken. Dieser Versuch ist ihm m. E. nach durchaus gelungen. Was der Benutzung allerdings entgegensteht, ist der vom Verlag verwendete Satz: Der Text ist, wie in der Vorkriegszeit üblich, in Fraktur gedruckt, aber es fehlen sowohl Sinnabschnitte als auch Kapitel und Verszahlen; das sei in den paulinischen Briefen auch nicht der Fall gewesen. Eine bestimmte Stelle auf Anhieb zu finden, ist schier unmöglich, da der Bibeltext wie in einer Erzählung fortlaufend abgedruckt ist. (Dem kann nur mit einer Komplett-Beversung und Verkapitelung abgeholfen werden.) – Ob über die beschriebenen drei Hefte hinaus weiteres Material existiert, ist eher zweifelhaft.
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Der Pfarrerssohn ''Christian Geyer'' studierte von 1880-84 Theologie in Erlangen und Leipzig. Erste Pfarrstelle in Altdorf bei Nürnberg, ab 1891 in Nördlingen. Ab 1895 wirkte er als Präfekt des Lehrerseminars in Bayreuth und ab 1902 als Hauptprediger an St. Sebald in Nürnberg. ''Geyer'' arbeitete dort mit ''Friedrich Rittelmeyer'' eng zusammen. Als ''Rittelmeyer'' Vorkämpfer der Anthroposophie und Erzoberlenker der Christengemeinschaft wurde, trennten sich ihre Wege. D. Dr. ''Chr. Geyer'' vertrat eine liberale Richtung innerhalb der evangelischen Landeskirche. In seiner Biographie „Heiteres und Ernstes aus meinem Leben“, (München 1929) beschreibt er sowohl seine Studienzeit als auch seine Begegnungen mit den Führern der Anthroposophie ''Rudolf Steiner'' und ''Friedrich Rittelmeyer''.
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In seinen Predigten ging er von der Lebenswirklichkeit der Menschen aus und lockte damit viele tausend Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung an. Er war daher auch ein häufig aufgesuchter Seelsorger. Darüber hinaus engagierte er sich in der Volksbildung und war von 1910-1922 Mitherausgeber der Zeitschrift „Christentum und Wirklichkeit". ''Christian Geyer'' starb vor Weihnachten 1929 und wurde auf dem Nürnberger Johannisfriedhof beerdigt.
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Portal St. Sebald, Nürnberg
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Anlässlich des 150. Geburtstages seines Namenspatrons Pfarrer ''Christian Geyer'' im Sept. 2012 ehrte ihn das Christian-Geyer-Heim der Stadtmission Nürnberg mit folgenden Worten:
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»Pfr. ''Geyer'' war ein Mann, der sich in Nürnberg fast drei Jahrzehnte lang für eine offene, menschliche und aus den Wurzeln des Evangeliums lebende Kirche eingesetzt hat und damit als führender Vertreter der liberalen Theologie in Bayern bezeichnet werden kann.«
  
In der Vorbemerkung zum Römerbrief wird bemerkt, dass der Versuch einer freieren Übersetzung der Briefe aus der Gemeindearbeits-Praxis hervorging. Geyer wollte dem Mangel an geeigneten Übersetzungen, die ohne Kommentar verständlich und lesbar sind, entgegenwirken. Dieser Versuch ist ihm m. E. nach durchaus gelungen. Was der Benutzung allerdings entgegensteht, ist der vom Verlag verwendete Satz: Der Text ist, wie in der Vorkriegszeit üblich, in Fraktur gedruckt, aber es fehlen sowohl Sinnabschnitte als auch Kapitel und Verszahlen; das sei in den paulinischen Briefen auch nicht der Fall gewesen. Eine bestimmte Stelle auf Anhieb zu finden, ist schier unmöglich, da der Bibeltext wie in einer Erzählung fortlaufend abgedruckt ist. (Dem kann nur mit einer Komplett-Beversung und Verkapitelung abgeholfen werden.) – Ob über die beschriebenen drei Hefte hinaus weiteres Material existiert, entzieht sich meiner Kenntnis.
 
  
  

Aktuelle Version vom 6. Januar 2014, 17:10 Uhr

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Kreuzbraun.gif

Geyer, Christian (* Manau bei Hassfurt, Ufr. 1. Okt. 1862 † 23. Dez. 1929 Nürnberg, Mittelfr.) Pfarrer, D. Dr.



Die Briefe des Apostels Paulus

Ein Versuch zu ihrer Verdeutschung und Vergegenwärtigung [von] D. Dr. Christian Geyer

Augsburg, Schwaben: Im Bärenreiter= Verlag

Heft 1: Der Brief an die Christen in Rom

wie oben: 1925

Koph.png Wortstimme

Dem aber, der euch stärken kann laut meiner Freudenbotschaft und gemäß der Verkündigung Jesu Christi, durch die das Mysterium, das in den Weltaltern verschwiegen war, jetzt offenbar geworden und durch die prophetische Schriften gemäß Auftrag des ewigen Gottes bei allen Völkern kund gemacht ist, damit der Gehorsam des Glaubens aufgerichtet werde: dem allein weisen Gott, ihm sei durch Jesus Christus die Glorie auf Weltzeiten hinaus! Amen.

Kap. 16: 25-27


Heft 2: Brief an die Galater, sogenannter Epheserbrief, Brief an die Kolosser und an Philemon

wie oben: 1925

Pi.gif Wortstimme

„Ich sage euch aber: Wer immer eine Freudenbotschaft bringen wollte, die der von uns euch verkündigten zuwider wäre, auch wenn ich und meine Mitarbeiter, ja selbst wenn es ein Engel vom Himmel unternähme, den strafe Gott!

Ich wiederhole feierlich: was ich soeben gesagt habe: Wer euch eine Freudenbotschaft verkündigt, die der zuwider ist, die ihr von uns empfangen habt, den strafe Gott.

Galater 1: 8-9

Heft 3: Die zwei uns erhaltenen Briefe an die Gemeinde in Korinth

wie oben: 1926

Pi.gif Wortstimme

Uns selbst wenn solche Wesen vorhanden sind, die man fälschlich Götter nennt, es sei im Himmel oder auf der Erde, wie es ja in der Tat viele Götter und viele Herren – ich denke an die Engel – gibt, so haben doch wir es nur mit dem Einen Vatergott zu tun, von dem alle Dinge geschaffen sind und wir zu ihm hin.

1. Kor. 8: 5-6 

Zu den Heften:

Bemerkenswert an dieser Reihe ist, daß die drei Hefte 1934 in der Serie ► Auerbacher Bibel=Umschreibung als Nebenhefte 1 bis 3 mit Übersetzerangabe D. Dr. Christian Geyer angekündigt wurden. Ob diese in Neudietendorf erschienen sind, ist nicht bekannt, aber eher unwahrscheinlich, da nirgendwo nachweisbar. Möglicherweise wollte der Verlag Jansa die Paulus- Reihe in einer Art Lizenz drucken. Die Bärenreiter- Ausgaben nehmen jedenfalls weder im Titel noch im Vorwort Bezug auf die ABU.

In der Vorbemerkung zum Römerbrief wird bemerkt, dass der Versuch einer freieren Übersetzung der Briefe aus der Gemeindearbeits-Praxis hervorging. Geyer wollte dem Mangel an geeigneten Übersetzungen, die ohne Kommentar verständlich und lesbar sind, entgegenwirken. Dieser Versuch ist ihm m. E. nach durchaus gelungen. Was der Benutzung allerdings entgegensteht, ist der vom Verlag verwendete Satz: Der Text ist, wie in der Vorkriegszeit üblich, in Fraktur gedruckt, aber es fehlen sowohl Sinnabschnitte als auch Kapitel und Verszahlen; das sei in den paulinischen Briefen auch nicht der Fall gewesen. Eine bestimmte Stelle auf Anhieb zu finden, ist schier unmöglich, da der Bibeltext wie in einer Erzählung fortlaufend abgedruckt ist. (Dem kann nur mit einer Komplett-Beversung und Verkapitelung abgeholfen werden.) – Ob über die beschriebenen drei Hefte hinaus weiteres Material existiert, ist eher zweifelhaft.

Biogramm:

Der Pfarrerssohn Christian Geyer studierte von 1880-84 Theologie in Erlangen und Leipzig. Erste Pfarrstelle in Altdorf bei Nürnberg, ab 1891 in Nördlingen. Ab 1895 wirkte er als Präfekt des Lehrerseminars in Bayreuth und ab 1902 als Hauptprediger an St. Sebald in Nürnberg. Geyer arbeitete dort mit Friedrich Rittelmeyer eng zusammen. Als Rittelmeyer Vorkämpfer der Anthroposophie und Erzoberlenker der Christengemeinschaft wurde, trennten sich ihre Wege. D. Dr. Chr. Geyer vertrat eine liberale Richtung innerhalb der evangelischen Landeskirche. In seiner Biographie „Heiteres und Ernstes aus meinem Leben“, (München 1929) beschreibt er sowohl seine Studienzeit als auch seine Begegnungen mit den Führern der Anthroposophie Rudolf Steiner und Friedrich Rittelmeyer.

In seinen Predigten ging er von der Lebenswirklichkeit der Menschen aus und lockte damit viele tausend Menschen aus allen Schichten der Bevölkerung an. Er war daher auch ein häufig aufgesuchter Seelsorger. Darüber hinaus engagierte er sich in der Volksbildung und war von 1910-1922 Mitherausgeber der Zeitschrift „Christentum und Wirklichkeit". Christian Geyer starb vor Weihnachten 1929 und wurde auf dem Nürnberger Johannisfriedhof beerdigt.

KircheStSebaldNü.JPG
Portal St. Sebald, Nürnberg

Anlässlich des 150. Geburtstages seines Namenspatrons Pfarrer Christian Geyer im Sept. 2012 ehrte ihn das Christian-Geyer-Heim der Stadtmission Nürnberg mit folgenden Worten:

»Pfr. Geyer war ein Mann, der sich in Nürnberg fast drei Jahrzehnte lang für eine offene, menschliche und aus den Wurzeln des Evangeliums lebende Kirche eingesetzt hat und damit als führender Vertreter der liberalen Theologie in Bayern bezeichnet werden kann.«