Gerechte Sprache: Unterschied zwischen den Versionen

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'' 'pater'    °Vorfahren durch die Prophetinnen und Propheten gesprochen.''
 
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''In dieser beginnenden Endzeit hat Gott zu uns gesprochen''
 
''In dieser beginnenden Endzeit hat Gott zu uns gesprochen''
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'''aion'        Durch ihn hat Gott auch die °Weltzeiten gemacht. Dieses Kind''
 
'''aion'        Durch ihn hat Gott auch die °Weltzeiten gemacht. Dieses Kind''
  
'''doxa'    ist Abglanz der °Ausstrahlung und Abbild des göttlichen Wesens.''
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'' 'doxa'    ist Abglanz der °Ausstrahlung und Abbild des göttlichen Wesens.''
  
 
''Es trägt das All mit seinem kraftvollen und schöpferischen Wort,''
 
''Es trägt das All mit seinem kraftvollen und schöpferischen Wort,''

Version vom 29. November 2010, 10:22 Uhr

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BIBEL in gerechter Sprache („BigS")



Inhaltsverzeichnis

Bibel in gerechter Sprache

Koph.png Wortstimme

Ein Psalm. Von Asaf.

'el' Es spricht °Gott, die Gottheit, יha- Makomי Sie ruft der Erde laut zu, von dort, wo die Sonne aufgeht,

bis dorthin, wo sie untergeht.

Von Zion, der vollkommenen Schönheit, strahlt die Gottheit auf.

Unsere Gottheit kommt. Sie bleibt nicht stumm.

Feuer lodert vor ihrem Antlitz. Eingewaltiger Sturm umgibt sie.

Sie ruft laut dem Himmel dort oben zu und der Erde —

'am' will über ihr °Volk urteilen:

'chesed' Ladet mir vor die °Gottliebenden,

'berit' die beim Opfer die °Verpflichtung mit mir eingingen.

Der Himmel erzählt von ihrer Gerechtigkeit:

Ja, die Gottheit ist es, die richtet. SELA

____________________________________________

יha- Makomי hier steht im Grundtext jeweils das Tetragramm.

hier stehen im Buch abgek. für 'JHWH' die hebr. Buchstaben 'jud' :י....י

[Makom, hebr. ist einer der 72 Namen Gottes und bedeutet 'Ort']

(Psalm 50: 1-6)

Ich will nun an die Werke יder Ewigenי erinnern, /

und über das, was ich gesehen habe, will ich erzählen; /

'logos' durch die °Worte יder Ewigenי entstanden ihre Werke:

die strahlende Sonne blickt auf alles herab; /

'doxa' und vom °Glanz יder Ewigenי sind ihre Werke erfüllt.

Die Heiligen יder Ewigenי sind nicht imstande, /

vollständig von all ihren wunderbaren Taten zu erzählen; /

diese hat יdie Ewigeי, die Alleinherrscherin, fest begründet, /

'doxa' damit das All vor ihrer °Pracht bestehen kann. Meerestiefe

und menschliches Herz erforscht sie / und durchschaut dessen

'hypsistos' kluge Berechnungen; / denn die °Höchste kennt alles Wissen /

'aion' und blickt auf die Zeichen der °Weltzeit; sie verkündet das

Vergangene und das Zukünftige / und enthüllt die Spuren

verborgener Dinge. Kein einziger Gedanke entgeht ihr, /

und nicht ein Wort bleibt ihr verborgen. ____________________________________________

יdie Ewigeי hier steht im Grundtext jeweils das Tetragramm.

(Sirach 42: 15- 20)

'theos' Vor Zeiten hat °Gott vielfach und vielgestaltig zu unseren

'pater' °Vorfahren durch die Prophetinnen und Propheten gesprochen.

In dieser beginnenden Endzeit hat Gott zu uns gesprochen

'hyios' durch ihr °Kind, das sie zum Erben aller Dinge eingesetzt hat.

'aion' Durch ihn hat Gott auch die °Weltzeiten gemacht. Dieses Kind

'doxa' ist Abglanz der °Ausstrahlung und Abbild des göttlichen Wesens.

Es trägt das All mit seinem kraftvollen und schöpferischen Wort,

katharismos' hat die °rituelle Reinigung von der °Gottferne bewirkt 'hamartia

und sich zur Rechten der Majestät im Himmel gesetzt.

Insofern ist Gottes Kind um einiges erhabener geworden

als die Abgesandten Gottes, weil es sich von ihnen durch den Namen,

den es bekommen hat, abhebt.

(Hebräer 1: 1-4)

Bigs.png

Herausgegeben von Ulrike Bail, Frank Crüsemann, Marlene Crüsemann, Erhard Domay, Jürgen Ebach,

Claudia Janssen, Hanne Köhler, Helga Kuhlmann, Martin Leutzsch und Luise Schottroff

Gütersloh: © Gütersloher Verlagshaus in der Verlagsgruppe Random House, München.

2006 1. Auflage (3. Aufl. 2007)


Zur erstgenannten Herausgeberin:

Ulrike Bail

Dr. Ulrike Bail studierte Evangelische Theologie und Germanistik in Tübingen. Anschließend machte sie ihr Vikariat und Pfarrvikariat in der Württembergischen Landeskirche. Promotion zur Doktorin der Theologie 1997 in Bochum, Habilitation 2003. Seit 2003 Privatdozentin im Fach Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. 2004-05 Gastprofessorin für Feministische Theologie/Theologische Frauenforschung an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 2006 freischaffende Autorin und Theologin. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Umgang mit Gewalt und Trauma im Alten Testament, zu den Psalmen des Alten Testaments, zur literaturwissenschaftlichen und genderorientierten Bibelauslegung. Mitherausgeberin der "Bibel in gerechter Sprache". Mehrere Auszeichnungen: 2004 Henning-Schröer-Förderpreis für verständliche Theologie, 2007 Gottespoetinnenpreis für die Psalmenübersetzung in der ‚Bibel in gerechter Sprache’ und 2008 Literaturpreis der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung. (Info: GVH)