Fraefel, Anton

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Fraefel, Josef Anton (* St. Gallen (Schweiz) 1. Juni 1850 † ... 1920 Schänis* Ct. St. Gallen) Pfarrer, Schriftsteller


Inhaltsverzeichnis

Sionsklänge.

Freie, dichterische Ueberarbeitung der hl. Psalmen von A. Fraefel

Uznach Ct. St. Gallen: K. Oberholzers Buchdruckerei. o. J. (1903)

Mit bischöflicher Druckbewilligung (o. J.)
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Es herrscht der Herr! Er zog sich an die Zierde, / Hat sich umgürtet mit des Herrschers Pracht. / Und fest hat er des Erdball Grund gemacht / Als Schemmel seiner Herrlichkeit und Würde.

Du bist, Jehova, Gott der Ewigkeiten, / Von Anfang an bereitet war dein Thron. / Wie rauscht so wunderbar der Wellen Ton / Und rauschet wieder in des Meeres Weiten.

Gewaltig wider sich die Fluten prallen, / Es wallt nach die empor das weite Meer / Und hört sein Lob die Sterne wiederhallen,

Wie ist dein Zeugnis wahr und voll von Ruhme! / Ja, in die Ewigkeit der Tage, Herr, / Gebühret Ehre deinem Heiligtume.

Psalm 92 (V) "Jehova herrscht". [Orthographie wie abgedruckt]
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Zum Buch:

Gebundener Hableinenband in 8°, Klammerheftung; XIV & 304 S. Frakturdruck; Überschriften in gotischer Jugendstilschrift; Buchschmuck. Die Pss–Kapitel sind nach der Vulgata gezählt. Versangaben sind nicht gemacht.

Inhalt: Widmung an Dr. Augustinus Egger, Bischof von St. Gallen, zum 70. Geburtstag • Gedicht ´juste et pie`• Vorwort • ´Pro domo`• Prophetie und Allegorie • 150 Psalmen, einige davon mit Alternativtexten als Dichtung; • Schlußsonett • Soli Deo Gloria • Verzeichnis der Feste.

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Im gut einseitigen Vorwort, datiert "Schennis, am heiligen Pfingstfeste 1903." schreibt A. Fraefel, Pfarrer, u. a.

 »Als Hilfsmittel wurden mit Ausschluß ähnlicher poetischer Versuche einzig die geschätzten Kommentare von Schegg, Thalhofer und Wolter benützt. Zum leichtern Verständnis und zum Zweck der Erbauung wurde jedem Psalmen eine kurze Notiz über dessen Veranlassung, welche den geschichtlichen Hintergrund des poetischen Gemäldes, bildet und über dessen Verwendung in der hl. Liturgie vorausgeschickt. Es bracuht kaum bemerkt zu werden, daß mit diesem Versuche keine wörtliche Übersetzung, sondern eine dichterische, wenn auch sinngetreue Überarbeitung des heiligen Textes geboten werden will. (…)«


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Biogramm:

Josef Anton Fräfel: Pfarrer, geboren in St. Gallen, bürgerlich von Henau SG, nach 35-jähriger Amtstätigkeit in Schänis SG dort gestorben. Er erhielt die Priesterweihe im Jahre 1874 und war Geistlicher von 1874 — 1878 in Jonswil, St. Gallen, 1878 —1880 in Kappel (Toggenburg, SG), 1880—1885 in Mörswil SG und von 1885 bis 1920 in Schänis SG, wo er verschiedene katholische Vereine gründete. Auf Fraefels Anregung wurde 1890 der St. Gallusturm in Schänis renoviert, 1891 die St. Sebastianskapelle an der Linth ausgebaut, 1899 die St. Leonhardkapelle restauriert. 1909 beschloss die Kirchgemeinde Schänis auf seine Initiative hin die grosse Kirchenrenovation, womit sich Fraefel ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Er befasste sich auch mit der Bearbeitung der Geschichte der Pfarrei Schänis und des fürstlichen Damenstiftes Schänis, schrieb verschiedene Theaterstücke und widmete sich auch der Poesie. Fraefel gehörte dem katholischen Kollegium des Kantons St. Gallen an; im Kapitelverbande bekleidete er seit 1909 die Stelle eines Kämmerers.

(Nekrolog im „St. Galler Volksblatt“ vom 17. und 19. Juli. Quelle: Neujahrsblatt. Hrsg. vom Historischen Verein St. Gallen 1921)

|* Schänis: andere Schreibweisen ` Schaennis, Schennis ´