Fenz, Augustinus Kurt

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Fenz, Augustinus Kurt (* Gaubitsch, Niederösterr. 8. Dez. 1935 ) Pater OCist. Lic. theol. Dr. theol. Univ. Doz. Prof



Mein ganzes Glück bist Du

Psalmenmeditationen - Schritte zur Vertiefung. [Von] Augustinus Kurt Fenz

(Bibeltexte: Einheitsübersetzung 1980)

Leipzig, Sachsen: St. Benno Verlag 1998

Koph.png Wortstimme

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Imprimatur: Wien 1997 (siehe Graphik)


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Zum Buch:
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Aus dem Vorwort "Zum Hintergrund": »Eine Studie wird hiermit vorgelegt, bisweilen provozierend ein Entwurf, stellenweise eine kurze, skizzenhafte Dastellung; mitunter eine Vorarbeit zu einem weitern Vorhaben, dann aber doch immer wieder mehr, was über eine bloße Information oder einen Report hinausreicht.«

Dieses Buch ist eine umfassende Studie über alt- und neutestamentliche Loblieder und Psalmen, exemplarisch aus den verschiedenen literarischen Gattungen ausgewählt; diese Texte werden aus allen erdenklichen Blickwinkeln beleuchtet, erklärt, mit Schaubildern vor Augen geführt, meditiert und kommentiert. Hebräische und griechische Urtextpassagen sind oft beigegeben, im Anhang zum Teil sogar komplett abgedruckt. Das Magnificat (Lobgesang der Maria aus Luk. 1), der dazugehörige Referenztext (Lied der Hanna 1. Sam 2) sowie 13 Psalmen:

11 -- 14 -- 15 -- 19 -- 22 -- 23 -- 46 -- 50 -- 73 -- 84 -- 93 -- 118 -- 130) sowie die Vaterunser- Texte (Mat 6 und Luk 11) sind ausgelegt und bibeltheologisch aktualisiert. Danach folgt eine ausführliche Arbeit über die Entstehung der Psalmen samt literarischer Einordnung. Auch die Einschätzungen z. B. der bibelkritischen Professoren Wellhausen und Gunkel (fraktionsübergreifend!) werden sehr informativ behandelt. Im Anhang finden sich außer dem Abkürzungsverzeichnis noch die Erklärungen zu den nahezu 800 Fußnoten im Text. Technische Daten: Oktavband, Hardcover, fadengeheftet.

Das Gebet der Jahrtausende

Aktualisierte Psalmenübersetzung für die Praxis. Aus dem hebräischen Text neu formuliert. [Von] Augustinus Kurt Fenz

Leipzig: St. Benno Verlag 1998

 Imprimatur: Wien 1997


Koph.png Wortstimme

"Gepriesen sei der Allmächtige, unser Gott! *

Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *

in einem von ihm erwählten Geschlecht.

So hat er verheißen von alters her *

durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet von unseren Feinden *

und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /

und an seinen heiligen Bund gedacht, *

an den Eid, den er unseren Stammvätern geschworen hat."

Benedictus Luk 1 


"Allmächtiger, du bist uns Zuflucht *

von Geschlecht zu Geschlecht!

Bevor die Berge entstanden / ehe die Erde

und das Weltall geschaffen wurden, *

bist du von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Du läßt die Menschen um Staub zurückkehren *

uns sprichst: „Kehrt zurück, ihr Menschen!"

Tausend Jahre sind in deinen Augen

wie der entschwundene gestrige Tag, *

wie eine kurze Nachtwache."

Psalm 90 
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Zum Buch:

Als Folgeband ist dieses knapp 250 Seiten starke Buch konzipiert. Die Psalmen werden als Buch der Kirche behandelt und so beschrieben, wie sie in einem Zeitabschnitt von vier Wochen gebetet werden können. Es mag also als Gebets- Betriebsanleitung dienen. P. Fenz weiß um die Herausforderung, wenn er ausführt:

"Soweit möglich werden in dieser Übertragung die sogenannten unzutreffend bezeichneten „Fluchverse" als Ausdruck des Gerechtigkeits- und Ordnungssinns Gottes formuliert. Die mitunter für den modernen Menschen allzu anthropomorphe Darstellungsweise Gottes wird - wo sie einigermaßen erträglich scheint - belassen: es sollte ja keine „theologisch keimfreie" Nachdichtung entstehen."

Das Buch beginnt mit einer 30- seitigen Einführung: «Weshalb und wie Psalmen rezitieren», danach folgen Übersetzungen der drei Lieder aus dem ersten Lukas- Kapitel: Benedictus, Magnificat und Nunc dimittis und der Psalmen. Über die Weglassung der Überschrift zum 90. Psalm braucht man nicht streiten, im Benedictus jedoch wird der jüdische Aspekt, nämlich die Davids- Herkunft des Gesalbten Jesus und die Vaterschaft Abrahams katholisch "keimfrei" weggebetet.-- Der Psalmtext ist nicht mit Versangaben versehen, diese sind jedoch durch Abschnitte etwa gekennzeichnet. Nahezu 70 Anmerkungen im Anhang verweisen u. a. auf die Urversion dieser Ausgabe aus 1988-1991, auf Referenzstellen zum NT und auf die Brauchbarkeit von diversen Psalmenausgaben für die Nutzung zum Gebet. Die Machart des katholischen Buches entspricht genau der des oben beschriebenen Zwillingsbandes.

Das große Buch der Psalmen

Der Psalter neu übersetzt mit vertiefenden Meditationen. [Von] Augustinus Kurt Fenz

Leipzig: St. Benno Verlag 2007

Imprimatur: Wien 1997
Koph.png Wortstimme

"Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, *

vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.

Ein Tag sagt es dem andern, *

eine Nacht bezeugt der anderen diese Erkenntnis.

Dies ist keine Sprache, dies sind nicht Worte; *

Stimmen werden nicht gehört.

Und doch geht ihr Ruf über die ganze Welt, /

ihre Kunde bis an die Grenzen des Erdkreises. *

Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut."

Psalm 19 


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Zum Buch:

Dieser Titel ist eine unveränderte Einbandausgabe der beiden erstgenannten Titel; auch dieses Buch ist fadengeheftet. Die Genauigkeit der bibliographischen Angabe zum Titel läßt allerdings zu wünschen übrig: Im Impressum wird mit keinem Wort darauf verwiesen, daß dies ein zusammengebundenes Exemplar zweier bereits zehn Jahre zuvor erschienener Bände ist. Außerdem wird mißverständlich genannt: "Alle Bibeltexte Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 1980 KBwS", wo das doch nur für den zweiten Teil des Buches gilt.

Die Heiligenkreuz – Bibel ♦ Das Alte Testament

neu übersetzt & kommentiert [Auswahlbibel] von Augustinus Kurt Fenz

Leipzig, Sachsen: St. Benno Verlag o. J. (Frühjahr 2009)

 Imprimatur: Stift Heiligenkreuz 2007
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"...und sie zu mir sagen: Wie ist sein Name? -

Was soll ich ihnen dann antworten?

Elohim antwortete Mose: Ich bin der „Ich-bin-da".

Und er fuhr fort: So sollst du den Israeliten sagen:

Der „Ich-bin-da" hat mich zu euch gesandt.

Und Elohim sprach weiter zu Mose:

So sollst du zu den Israeliten sprechen:

Jahwe, der Elohim eurer Väter, der Elohim Abrahams,

der Elohim Isaaks und der Elohim Jakobs,

hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit

und das mein Gedächtnis < meine Benennung >

von Geschlecht zu Geschlecht."

Ex. 3 


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Zum Buch:

In diesem klebegebundenen Hardcover- Oktavband finden sich etwa fünfzig bis sechzig Prozent des alttestamentlichen Textbestandes, Psalmen von vorneherein ausgenommen; die hatte P. Augustinus ja bereits 1998 eigens übertragen. Keines der Bücher ist vollständig vorhanden, auch nicht etwa die Jona- Geschichte. Gänzlich fehlen: Josua, Richter, Ruth, Esra, Esther, 1. Makkabäer, Judith, Tobit, Psalmen, Hohelied, Klagelieder, Obadia, Nahum, sowie Haggai. Dafür sind die vorhandenen Texte ausführlich und auch für Laien sehr verständlich erklärt und kommentiert. Der Bibeltext ist im Gegensatz zu den Erklärungen fett gedruckt, beverst und einspaltig gesetzt. Allfällige Anmerkungen zum Text sind in den Erklärungen enthalten. Fenz schrieb ein gut ein-seitiges undatiertes und unverortetes Vorwort. Ein Abkürzungs- und Inhaltsverzeichnis findet sich am Schluß des 730- seitigen Buches.

Das Farbfoto des leeren Chorgestühls der Stiftskirche Heiligenkreuz auf dem Buchcover sollte für Leser aus den Fraktionen der »getrennten Brüder« nicht unbedingt ein Anathema für die Lektüre sein. Auch wenn die Kommentierung mit Sicherheit für Bibelarbeiten sehr nützlich ist, bleibt die Frage, wem letztlich mit einer Auswahlbibel geholfen ist.

Die Heiligenkreuz – Bibel ♦ Das Neue Testament

Die Evangelien / [in Auswahl] neu übersetzt & kommentiert von Pater Augustinus Kurt Fenz

Leipzig, Sachsen: St. Benno Verlag o. J. (Oktober 2009)

 Imprimatur: --------------
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Als es aber die sechste Stunde war, kam eine Finsternis über das ganze Land

bis zur neunten Stunde; und zur neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme:

Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott,

warum hast du mich verlassen? Und als einige der Dabeistehenden es hörten,

sagten sie: Siehe, er ruft nach Elija! Es lief aber einer und füllte einen Schwamm

mit Essig, und steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach:

Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt, ihn herabzunehmen.

Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus und hauchte den Geist aus.

Und er Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten.

Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber dabeistand, sah,

wie er verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!

Mk. 14: 33-29 


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Zum Buch:

Gebundener Oktavband mit Klebebindung; 456 S.; Schrifttexte abschnittweise einspaltig gesetzt, ausführliche Kommentare in Doppelspalte. Abkürzungs– und Inhaltsverzeichnis am Buchschluß. Ein knapp zweispaltiges Vorwort, undatiert, schreibt u. a.:

»Im nun Folgenden werden die Kerntexte der Evangelien, ausgehend vom Urtext, näher erläutert, um sie für die persönliche Meditation, aber auch für die Verkündigung und die biblische Unterweisung fruchtbar zu machen. Mein Hauptanliegen war es, darzustellen, was im Text genau enthalten ist. Auf die Darstellung anderer Auslegungstheorien habe ich dabei verzichtet. (…) Die vorliegende Übersetzung versucht, die umgangssprachliche Darstellung des griechischen Originals wiederzugeben. Interpretiert werden alle Evangelienabschnitte der Sonn- und Feiertage der Lesejahre A, B und C.«
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Laut Verlagsangabe (Feb. 2010) wird diese Reihe - etwa mit einer Fortführung der NT- Üs, auch aufgrund des fortgeschrittenen Alters von P. Fenz, - eher nicht vollendet werden.

Biogramm:

Ende 1935 geboren in Gaubitsch im Weinviertel. 1954 Matura am Bundesgymnasium in Hollabrunn. 1954 Eintritt in das Stift Heiligenkreuz. 1954-1958 Studium an der Hauslehranstalt Heiligenkreuz. 29. Juni 1959 Priesterweihe durch Kardinal Franz König. 1960 Lizenziat (Lic. theol.) an der Päpstlichen Hochschule S. Anselmo in Rom. 1962 Lizenziat (Lic. bibl.) am Bibelinstitut in Rom. 1963 Promotion summa cum laude an der Thomas-Universität (Angelicum) in Rom.1964 Professor für Altes Testament in Heiligenkreuz; anschließend zeitweise auch an den Theologischen Lehranstalten im Stift Klosterneuburg und St. Gabriel (Mödling). 1965-1967 Lehrauftrag für Aramäisch, Syrisch und höhere Exegese an der Univ. Wien. 1966 Pfarrer von Sittendorf, Aufbau einer umfassenden Jugendpastoral. 1967-1971 Supplent (Lehrbeauftragter) in den alttestamentlichen Fächern an der Univ. Graz. 1972 Habilitation an der Universität Graz.

1977-1989 Dekan der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz: Unter seiner Leitung wurde das Institutum Theologicum zur Hochschule erhoben.

1989 empfängt er als Dekan den Präfekten der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, mit den Mitgliedern der Europäischen Bischofskonferenz an der Hochschule Heiligenkreuz. Leitung zahlreicher bibelarchäologischer Reisen durch das Heilige Land, Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten, Griechenland, Malta und Türkei für das Katholische Bibelwerk Stuttgart, das Österreichsche Katholische Bibelwerk und die Studenten der Hochschule Heiligenkreuz.

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2007 Ernennung zum Institutsvorstand des Institutes für Biblische Wissenschaften an der Päpstlichen Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz

Das Stift Heiligenkreuz, das dem Buch seinen Namen gab, liegt im Wienerwald und ist ein Zisterziensterkloster. Es wurde 1133 gegründet und ist das zweitälteste Zisterziensterkloster der Welt. Der römische Papst hat es anlässlich seines Besuches 2007 und die dort befindliche philosophisch- theologische Hochschule (gegr. 1802) zur päpstlichen Universität ernannt.

Glasmalerei, Abtei Heiligenkreuz