Feilchenfeld, Wolf

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Feilchenfeld, Wolf Zeev (* Groß Glogau, Schesien 15. Siwan 5587 / 15. Juni 1827 Mem.png 3. Ijar 5673 / 10. Mai 1913 (nach anderen Angaben 28. Mai) Posen/ Warthe) Oberrabbiner Dr.


Ein exegetischer Versuch über Sprüche Sal[omos] Kap. 30 und Kap. 31,

V. 1 – 9. (In wortgetreuer Uebersetzung). Von Rabbiner Dr. A*. Feilchenfeld in Düsseldorf.

In: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums › 1858 › Heft 9f

Leipzig, Sachsen: Verlag von Heinrich Hunger. 1858

Reihe: Wissenschaftliche Aufsätze

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Worte Sammelgeist´s des Sohnes Fürchtegott´s:

Die (folgende) Verkündigung ist ein Orakel des gottsuchenden Mannes,

des gottsuchenden und (dadurch) aufgeriebenen.

Denn leerer bin ich als (sonst) ein Mann,

und nicht habe ich den Verstand (anderer) Menschen,

und nicht habe ich Weisheit erlernt, daß ich das Wissen des Heiligen wüßte.

Wer ist zum Himmel hinaufgestiegen und (wieder) heruntergekommen?

Wer hat den Wind gesammelt in seinen Fäusten?

Wer hat das Wasser eingebunden in ein Tuch?

Wer hat festgestellt alle Enden der Erde?

Welches ist sein Name, welches der Name seines Sohnes, daß du es kennen willst?

Jedes Wort Gottes ist lauter, ein Schild ist er denen, die auf ihn vertrauen.

Füge nichts hinzu zu seinen Aussprüchen, daß Er nicht an dir beweise und du zum Lügner werdest.

Cap. 31: 1- 6
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Zum Buch:

Auf mehrere Hefte und insgesamt 39 DIN_A4 Seiten verteilt ist dieser exegetische Aufsatz, gedruckt in Frakturschrift. Der Schrifttext ist einspaltig und versweise gesetzt. Der Kommentar beschreibt die historischen Umstände wie die sprachlichen Besonderheiten und geht auch auf die LXX– Lesarten ein. Zudem werden erhellende Schrifttexte mitgeliefert, nämlich Hosea 7:1–7 und Micha 7:2–6.

Feilchenfeld schreibt zum Eingang u. a.:

»Das ganze dreißigste Kapitel der Spr. Sal. erschient zunächst als eine Reihe von vereinzelten räthselhaften Lehren und Sentenzen, deren jede für sich ein abgeschlossenes Ganze bildet und mit den übrigen in keinerlei Zusammenhang steht. Durch diese oberflächliche Erscheinung irre geleitet, sind alle alten und neuen Interpreten in ihren Erklärungsversuchen unglücklich gewesen und das Verständnis des dunklen Abschnittes konnte durch sie nur wenig gefördert werden, weil ohne Beziehung auf einen eigenthümlichen historischen Hintergrund die einzelnen Satzglieder sich oft nur gewaltsam zu verständlichen Sätzen vereinigen lassen (…)...«

Der Autor will durch seine Interpretation diesem Mißstand abhelfen. Dazu liefert er eine wortgetreue Uebersetzung.

Anmerkung: |* Weshalb unter diesem Aufsatz der Namenskürzel A. steht (und nicht W.), erschließt sich mir nicht, denn Sohn Abraham Alfred war noch nicht geboren, kann ihn also nicht verfasst haben. Auf der letzten Seite des Artikels (S. 468) ist mit Dr. W. Feilchenfeld unterzeichnet. A. wird also ein Druckfehler sein.

Sohn Feilchenfeld,_Joseph hat anläßlich des 100. Geburtstages von Vater Wolf im Jahre 1927 die Cap. 26 bis 29 der Sprüche Salomo übersetzt und kommentiert, sozusagen als Fortsetzung der Arbeit seines Vaters.

Die zwei letzten Abschnitte des Pentateuch's

übersetzt und erklärt von Dr. W. Feilchenfeld.

Düsseldorf a. Rh.: Commissions– Verlag von Wilh. de Haen 1866

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Keiner gleicht dem Gotte, Jeschurun, der, über dem Himmel thronend, dir zur Hilfe ist, und in seiner Hoheit über Wolken.

Eine Burg ist der uralte Gott und unten ewige Arme.

Er hat vor dir vertrieben den Feind und (dann) gesprochen: „Vertilge!"

So besetzte sich Israel, sicher in Abgeschiedenheit, (strömte) der Quell Jakobs in ein Land voll Korn und Most:

auch die Himmel über ihm bersten von Thau.

Heil dir, Jisrael! Wer ist gleich dir, ein Volk, errettet durch Ad., den Schild deiner Hilfe, der auch das Schwert deiner Größe.

Schmeicheln müssen dir deine Feinde, und du beschreitest ihre Höhen.

______________________________________

«Ad. [=Adonai, d. Vf.] ist in der Uebersetzung anstatt des unaussprechlichen und unünbersetzbaren vierbuchstabigen Gottesnamens gebraucht.«

33: 25 - 29
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Zum Buch:

Heft in Oktavformat; 38 S. Antiquadruck (betreffs des dt. Textes); Torahabschnitte einspaltig und versweise gesetzt, Fußnoten mit Kurzerklärungen und Verweisstellen. Ab S. 9 folgen die Anmerkungen zum Text.

Das Heft ist „Dem zartsinnigen Menschenfreunde, / dem verdienstvollen Gemeinde–Vorsteher, / dem Förderer religiösen Wissens und religiösen Lebens, / Herrn Samuel Heinr. Prag, / z. Z. Stadtrath in Düsseldorf / als Liebesgabe / zur siebzigsten Geburtstagsfeier / den 28. Teiweis 5626 (15. Januar 1866) / in hochachtungsvoller Freundschaft / gewidmet vom Verfasser.“

Innerhalb der Anmerkungen werden wiederholt Abschnitte aus den Bibelwerken von Mendelssohn, Zunz, Herxheimer, Philippson sowie aus dem Commentar von [E. F. K.] Rosenmüller zitiert.


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Die Psalmen 120 - 135

[Pss 120 und 121] nach ihrem Inhalte und ihren historischen Beziehungen erläutert von Dr. W. Feilchenfeld

Breslau, Schlesien: Verlag der Schletter'schen Buchhandlung (H. Skutsch)

Reihe: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums, 15 (1866), Heft 5

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1. Lied für die Heimkehrzüge: Ich erhebe meine Augen zu den Bergen; von wannen wird mir Hülfe kommen?

2. Hülfe wird mir von Seiten Ad.´s, der Himmel und Erde gemacht.

3. Der wird wohl deinen Fuss nicht wanken lassen, nicht wird dein Hüter schlafen.

4. Es schläft ja nicht und schlummert nicht der Hüter Jisraels.

5. Ad. ist dein Hüter, Ad. dein Schutz an deiner rechten Seite.

6. Bei Tage wird die Sonne dir nicht schaden, der Mond (nicht) in der Nacht.

7. Ad. wird dich vor allem Schlechten bewahren, wird deine Seele bewahren.

8. (So) wird Ad. deinen Ausgang und deine Heimkehr behüten von jetzt an für immer.

Ps. 121
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Zum Buch:

19 Seiten, verteilt auf zwei Folgen, umfasst der Aufsatz, gedruckt in Antiqua. Beide Pss sind versweise und einspaltig gesetzt. Worterklärungen sind in den Fußnoten zu finden. Der Kommentar beschreibt die geschichtlichen Zusammenhänge, weiterhin die Meinungen, die im Talmud, Midrasch und bei den bekannten jüdischen und christlichen Auslegern vertreten sind. Die Verdeutschungen der Pss 120 und 121 sind den Erläuterungen angepasst; in der Rede Feilchenfelds heißt das »Die Uebersetzungen des Ps 120 würde gemäß meiner Auffassung lauten: (…)« bzw. »Die Uebersetzung eds Ps. 121 müsste gemäß der gegebenen Erläuterung etwa so lauten: (…)«

Diese Abhandlungen stammen aus 1866. Obwohl der Autor danach noch einige Jahrzehnte lebte, ist nur eine Forsetzung erschienen, zusammen also die Pss 120 und 121. Danach schweigt A. F. zum Thema.

Der sechsunddreißigste Psalm

(ohne Textveränderungen ) commentirt von Dr. W. Feilchenfeld

(In:) Magazin für die Wissenschaft des Judenthums. Herausgegeben von Dr. A. Berliner und Dr. D[avid] Hoffmann

Berlin: Julius Benzian. Achter Jahrgang 1881

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Dem Sangmeister — für Ad.'s Knecht, für David.

In meinem Sinne liegt mir, was die Sünde dem Bösewicht eingeben,

da Furcht vor Gott ihm nicht vor Augen stand:

Daß sie es ihm glatt gemacht in seinen Augen,

ihr Unrecht zu suchen, — um es zu hassen;

Ihres Mundes Worte sind Unheil und Trug;

aufgehört hat er, auf Wohltun zu sinnen.

(Dann) erdenkt er Unheil auf seinem Lager, — stellt er sich auf einen Weg,

der nicht gut, — verschmäht er (auch) einen schlimmen nicht.

Ad., in dem Himmel ist Deine Gnade, so (reicht) Deine Treue an die Wolken.

Deine Rechtschaffenheit gleich Gottesbergen, Deine Gerichte eine gewaltige Fluth:

Menschen wie Thieren mußt Du, Ad., helfen.

Wie kostbar Deine Gnade o Gott! so mögen die Menschenkinder

im Schatten deiner Fittiche sich bergen.

36: 1- 8
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Zum Buch:

Neun Seiten in Frakturdruck umfasst dieser Aufsatz. Der Psalm ist einspaltig gesetzt und versweise abgedruckt. Auf diesen Text folgen, ebenfalls versweise, die Kommentare.



Ein Erklärungsversuch des achtundsechzigsten Psalms

Von Dr. W. Feilchenfeld.

(In:) Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judenthums. Wissenschaftliche Aufsätze / Herausgegeben von Dr. Z. Fränkel. Fortgesetzt von Prof. Dr. H. Graetz

Krotoschin, Posen: Druck und Verlag von B. L. Monasch & Co. Neunundzwanzigster Jahrgang. (Neue Folge, zwölfter Jahrgang), December 1880

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Dem Sangmeister von David ein Psalterlied.

Es erhebt sich Gott: da zerstieben Seine Feinde, und es fliehen Seine Hasser vor Ihm.

Wie Rauch verweht wird, hauchest Du, und wie Wachs vor Feuer schmilzt, verschwinden Frevler vor Gott.

Und Gerechte freuen sich, frohlocken vor Gott und wonnerfüllt sind sie in der Freude.

Lobsinget Gott, preiset in Liedern Seinen Namen, verherrlicht den in Nebel Thronenden durch seinen Namen „Jah" und frohlocket vor ihm.

Vater der Waisen und rechtsvertreter der Wittwen ist Gott in Seiner heiligen Burg.

Gott versetzt Vereinsamte in die Heimath zurück, führt heraus in Banden Gefesselte; nur Abtrünnige wohnen in dürrem Land.

68: 1- 7
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Zum Buch:

Dieser Aufsatz in Frakturdruck hat 18 Seiten (in DIN_A 4). Der Psalm ist in vier Abschnitte unterteilt und versweise abgedruckt. Der beigegebene Kommentar umfasst Verweisstellen, Worterklärungen sowie den geschichtlichen Rahmen, innerhalb dessen der Psalm entstand.

Biogramm:

1855 bis 1872 Rabbiner in Düsseldorf, darauf nahm er ab 1872 bis 1913 den Rabbinatsstuhl eines Aqiba Eger in Posen ein.

http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2604783