Feilchenfeld, Joseph

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Feilchenfeld, Joseph ben Zeev (* Düsseldorf, Rheinl. 11. Jan. 1869 Mem.png 2. Aug. 1927 Köln am Rhein) Dr.




Auslegung von C. 25 - 29 der „Sprüche Salomos"

Von Dr. Joseph Feilchenfeld.

In: Jeschurun: Monatsschrift für Lehre und Leben im Judentum ..., Band 14

Herausgeber: Dr. J. Wohlgemuth

Berlin N24: Verlag des Jeschurun. Vierzehnter Jahrgang. Heft 1–2 / Januar 1927

Koph.png Wortstimme

7 Wer die Tora beobachtet, ist ein verständiger Sohn; wer mit Prassern umgeht, beschimpft seinen Vater.

8 Wer sein Vermögen durch Zins und Wucher mehrt, sammelt es für einen Gönner der Schwachen.

9 Wer sein Ohr abwendet, um die Tora nicht zu hören, – sogar sein Gebet ist ein Greuel.

10 Wer Grade auf bösen Weg verleitet, der fällt in seine eigene Grube, und Untadelige erben das Gute.

11 Ein reicher Mann dünkt sich klug, aber der Schwache, wenn er verständig, ergründet ihn.

12 Wenn die Gerechten frohlocken, ist die Herrlichkeit groß; wenn aber die Frevler aufstehen, werden die Leute durchsucht.

13 Wer seine eignen Vergehen zudeckt, wird kein Glück haben; wer aber bekennt und ablässt, wird Erbarmen finden.

14 Heil dem Menschen, der beständig in Sorge ist; wer aber sein Herz verhärtet, gerät jäh ins Unglück.

Cap. 28 
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Zum Buch:

20–seitiger Aufsatz, gedruckt in Antiqua; Schrifttexte einspaltig und versweise gesetzt, reichhaltige Fußnoten: Lesarten, Verweisstellen, Grammatisches, Rückblicke auf Talmudisches, Hinweise zu weiteren Kommentatoren. Einleitung.

In der Einleitung schreibt J. Feilchenfeld u. a.:

»Bem Uebergange vom Frühjahr zum Frühsommer, am 15. Siwan, ist die 100 jährige Wiederkehr des Geburtstages von אבי זצ’’ל [meinem Vater, gesegneten Andenkens], Wolf Feilchenfeld, (…). Bei dieser Gelegenheit drängt es mich, eine kleine wissenschaftliche Gabe darzubieten, Er selbst hat unter mancherlei exegetischen Arbeiten (…) einen „exeg. Versuch über Spr. Sal.´s c. 30 und 31, 1–9“ veröffentlicht. Ich möchte hier die vorhergehenden cc. 25 – 29 behandeln, die in der Ueberschrift von 25 den „Männern Hiskias“ zugeschrieben werden.« ⇒ Feilchenfeld,_Wolf

Anmerkung:

Hier ergibt sich ein Problem: Der Aufsatz über Sprüche 30 und 31, verfasst 1858, ist von A. Feilchenfeld verfasst, so die Signatur unter dem Artikel. Ein weiterer Sohn, Abraham Alfred, kann nicht gemeint sein, der wurde erst 1860 geboren. Auf der letzten Seite des Artikels (S. 468) ist mit Dr. W. Feilchenfeld unterzeichnet. A. ist wohl ein Druckfehler.


Biogramm:

Joseph (auch Josef ben Seev) Feilchenfeld ist Sohn des ⇒ Feilchenfeld,_Wolf und dessen Ehefrau Ernestine geb. Berend. Er hatte einen Bruder, Abraham Alfred.

Er wirkte als Dirigent und Lehrer der Religionsschule in Posen; später amtierte er ebendort als Rabbiner und ab 1921 war er in Köln tätig. Sein Sohn Ludwig besuchte in Köln das damalige Friedrich-Wilhelm Gymnasium. Er war verheiratet mit Jenny, geb. Neumark, sie wohnten zuletzt in Köln, Rathenauplatz 24.

Er ist auf dem Jüdischen Friedhof in Köln-Bocklemünd bestattet.

JoFeilchSig.png
FeilchenfeldJGrab.png







Dr. Joseph Feilchenfelds Signatur auf einem Dokument 
der Religionsschule der Posener Synagogengemeinde.
• Grabstein auf dem jüd. FH Köln–Bocklemünd 
»מוה"ר ר' יוסף בן מוה"ר ר' זאב
Moreinu haRav Rav Josef ben Moreinu haRav Rav Zeev
Unser Lehrer, der Herr Rabbiner Josef, Sohn unseres Lehrers, 
des Herrn Rabbiner Zeev (Wolf)«.
Zitiert als Nachruf bzw. Eulogie ist Micha 6:8
»Er hielt Recht, übte Liebe und wandelte demütig vor seinem Gott«

Mit großem Dank für Hinweise und Foto an Barbara Becker-Jákli vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und Daniel Lemberg von der Synagogen-Gemeinde Köln.