Everding, Willi

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Everding, Willi (*Gelsenkirchen/ Ruhrgeb. .. Juni 1945) Pastor, Religionspädagoge


Die Psalmen ♦ Lass mich spüren, dass du da bist

150 Begegnungen mit der Quelle des Lebens [von] Willi Everding

Wesel/ Niederrhein: Kawohl Verlag. Verlag für Jugend und Gemeinde. 2011

Koph.png Wortstimme

Die Stimme unseres Gottes

kann man jeden Tag in dieser Welt vernehmen.

Von seinem Thronsitz strahlt ein Glanz aus,

der die ganze Welt umgreift.

Unser Gott ist da, er lässt seine Stimme vernehmen.

In den Gewalten der Natur

kann man seine Macht erahnen.

Der Himmel und die Erde gehören ihm.

Er hat über uns Menschen zu entscheiden.

Er ruft uns zu sich und lädt uns ein,

weil wir seine Geschöpfe sind.

Das ganze Universum bezeugt:

Unser Gott ist der Herr!

Vor ihm haben wir uns zu verantworten.

Gott macht uns deutlich: Ich allein bin euer Herr!

Ps. 50

Guter Gott, zu dir kann ich mich flüchten,

wenn ich überhaupt keinen Ausweg mehr weiß.

Vor dem Beginn aller Zeiten warst Du bereits da,

und Du wirst auch alle kommenden Zeiten überdauern.

Menschen müssen in den Tod hinein,

aber Deine Macht ruft sie daraus wieder hervor.

Vor Dir zählt keine Frist, die menschliches Leben begrenzt.

Unsere Zeiteinteilungen setzen dir keine Schranken.

Menschliches Leben fließt dahin,

vergänglich wie ein Schlaf ist es in Deinen Augen.

Vergänglich wie Pflanzen, die welk werden und vergehn.

Psalm 90
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Zum Buch:

Willi Everding schrieb in seinem einseitigen Vorwort unter anderem: "Die freien Übertragungen nehmen die Lieder des Alten Testamentes, die 150 Psalmen, auf und versuchen, sie in heutiger Sprache wiederzugeben. Mir ging es dabei nicht darum, den zahlreichen Übersetzungen biblischer Texte ein weiteres Beispiel hinzuzufügen. Vielmehr habe ich mir beim Nachsinnen der Psalmen die Menschen unserer Generation vorgestellt und versucht, ihrer besonderen Denk- und Empfindungsweise nachzuspüren und ihnen auf dierse Weise nahe zu sein."

Das bibliophil hergestellte Büchlein in Kleinoktav mit 288 Seiten ist fadengeheftet und hat einen Flexeinband sowie ein Lesebändchen. Die 150 Kapitel des Pss- Buches sind vollständig übertragen. Versangaben sind nicht gemacht, stattdessen Absätze eingefügt. Beigabe ist eine Bildmeditation über den 121. Psalm; der 119. Psalm ist sogar ausführlich eingeleitet, die durch die 22 Buchstaben des (hebräischen) "Alefbeits" eingeteilten Versgruppen sind auch durch deutsche Anfangsbuchstaben hervorgehoben.

Betreffs der freien Übertragung fallen zwei Details auf: Der Name Gottes, also die Übertragung des Tetragramms >JHWH< wird nur in seltenen Fällen benannt, etwa dann, wenn er im O- Text in Kombination mit >elohim< steht (siehe oben Ps. 50). Sonst hat der emerierte Pastor durchgängig den Begriff >Gott< gewählt. Das befremdet etwas, vor allem, weil der Untertitel des Buches doch ausdrücklich die spürbare Nähe und das Dasein des Vaters nahelegen soll; leider überwiegt hier das Wort "Gott", wie so oft im gottesdienstlichen Gebrauch der evangelischen Landeskirchen. Weiterhin sind Volks- bzw. Ortsnamen wie >Israel<, >Zion<, >Jerusalem<, die ja in den Pss eine Haus- Israel- bezogene Ausdeutung erleben, hier bewußt vermieden; anläßlich der Themenstellung mag das verständlich sein....

Biogramm:

Willi Everding hatte zunächst den Beruf eines Chemielabormanten erlernt und eine Abendoberschule besucht; dann studierte er Religiosnpädagogik und danach Theologie. Er war 13 Jahre als Gemeindepastor in einer Arbeitergemeinde Gelesenkirchens tätig und arbeitete dann 21 Jahre lang als Schulpfarrer an der Gelsenkirchener Fachschule für Sozialpädagogik aund Heilerziehungspflege. In dieser Zeit bildete er junge Menschen in den Fächern Sozialpädagogik und Ethik aus. Er lebt in Dorsten, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder sowie zwei Enkelkinder. (Info im Buch)