Eß, Leander van & Karl van

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van Eß, Leander Johann Heinrich (* Warburg/ Ostwestfalen 15. Feb. 1772 † 13. Okt. 1847 Affolterbach/ Odenwald) Pfarrer, Pater Prof. D. OSB (säkularisiert)

van Eß, Carolus Karl (* Warburg/ Ostwestfalen 25. Sep. 1770 † 21. Okt. 1824 Kloster Huysburg/ Halberstadt, Anhalt) Priester, Pater, Prior OSB

Eine zu Unrecht in Mißkredit geratene katholische Bibel

Die Brüder van Eß schufen zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Bibelübersetzung, die auf katholischer Seite eines der wichtigsten, wenngleich auch heftig umstrittenen Gegenstücke zur späteren Allioli- Bibel war.

Joh. Heinr. van Eß trat 1790 in das Benediktinerkloster Marienmünster, Diözese Paderborn, ein; da dieses Kloster 1802 säkularisiert wurde, nutzte P. Leander die Zeit, das Neue Testament zu übersetzen. Unterstützt wurde er dabei von seinem Broder Carl. Die beiden ersten Auflagen dieses NT erschienen 1807 und 1809 in Braunschweig. Als 1830 Alliolis erster Bibelband erschien, wurde das NT der beiden van Eß- Brüder bereits in der 18. Auflage im oberpfälzischen Sulzbach gedruckt. Van Ess sammelte sogar Geld, um eine große Verbreitung zu ermöglichen. Der Regensburger Bischof Joh. Michael Sailer (1751-1832), der ihn unterstützte, gab ihm den Rat, sich bei der Übersetzung aufs Neue Testament zu beschränken. Bereits die ersten beiden, von van Ess im Eigenverlag herausgegebenen NT (1807f) waren ein Verkaufserfolg. Für den Druck der dritten und aller weiteren Auflagen ab 1816 konnte der Sulzbacher Verleger J. E. von Seidel gewonnen werden. Bemerkenswerterweise kauften mehr Protestanten als Katholiken diese Ausgabe, denn van Eß hatte - entgegen der römischen Vorgaben - auch den griechischen Grundtext für seine Üs hinzugezogen. Bischof Sailers Rat, das NT betreffs der Vorlage auf die Vulgata umzustellen, veranlaßte van Ess jedoch, weitere Approbationen zu erhalten. Die Gegner dieser Übersetzung sahen darin allerdings einen Affront gegen päpstliche Äußerungen. Das Resultat dieses Betreibens blieb nicht aus: Für seine dritte Auflage 1816 mußte er aus der Vulgata übertragen und die Abweichungen des Griechischen in die Fußnote verbannen; Ende 1821 wurde dis NT schießlich auf den Index der verboteten Bücher gesetzt. Nichtsdestotrotz blieb der Erfolg des NT nicht aus, denn die dritte Auflage besaß ja noch die bischöfliche Gutheißung. Die Übertragung des Alten Testaments gab L. v. Eß erst in den Jahren 1822 bis 1839 heraus, so daß 1840 dort schließlich die vollständige Heilige Schrift einschl. deuteronkanonischer Bücher erschienen war.

Der Gewinnüberschuß wurde sofort zum Druck weiterer Auflagen benutzt; das war auf der einen Seite dem Engagement Seidels zu verdanken, andererseits erhielt van Ess Unterstützung durch die mächtige BFBS (British and Foreign Bible Society), der die Verbreitung billiger Bibeln eine Herzensangelegenheit war. So konnten bis 1826 nahezu 600 Tausend Ex. abgesetzt werden, und dies auf katholischer als auch auf protestantischer Seite. Einzelinitiativen innerhalb der Bibelbewegung hatten vor dem Einsetzen der katholischen "Restauration" in punkto "bischöfliche Approbation" noch prägende Gestalt, ab Mitte des 19. Jhdts gewannen diese Gutheißungen jedoch mit der Aufwertung des Lehramtes immer mehr an Gewicht: Die "konkurrierende" Übersetzung des Joseph Franz v. Allioli war aus der Vulgata angefertigt und besaß so von vorne herein ein "imprimi potest", die Bibel von van Eß jedoch basierte auf den Urtexten und enthielt keine der Deuterokanonischen Schriften (evang.: Apokryphen); das half für die Verbreitung innerhalb des katholischen Raums nicht.

Die Übersetzung wurde sogar als "ungenau und vielfach unrichtig" abgestempelt und widersinnigerweise trotz einer imponierenden Anzahl von zwölf Approbationen bischöflicher Instanzen und einem kaiserlichen Privileg - wie gesagt - in die Liste "verbotener Bücher" (Index) aufgenommen. Ein Grund für diese Sanktionen war auch, daß van Eß sich engagiert zugunsten eines uneingeschränkten Bibelgebrauchs in allen Volksschichten äußerte, was die Herren des eher restriktiv denkenden Lehramtes durchaus nicht amüsierte. Durch die Unterstützung der BFBS und aufgrund ihrer übersetzerischen Qualitäten war die van Eßsche heilige Schrift aber bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts im Druck, zuletzt in Wien. Sie wird aber durch den bis zuletzt beibehaltenen Frakturdruck bald völlig in Vergessenheit geraten sein.


Die heiligen Schriften des Neuen Testaments, (1816 n. d. Vulgata)

übersetzt von Carl van Eß, und von Leander van Eß.

Dritte rechtmäßige, mit Sach= und Parallelstellen versehene, von Leander van Eß revidirte Ausgabe.

Sulzbach, im Regenkreise Baierns: in des Kommerzienraths J. E. Seidel Kunst= und Buchhandlung. (Dritte, revidirte Ausgabe) 1816


Koph.png Wortstimme

5. Denn ihr sollet so gesinnt seyn, wie Jesus christus es war;

6. welcher, obgleich er göttlicher Natur war, doch nicht als Raub sich anmaßte, daß er Gott gleich war;

7. sondern sich selbst entäusserte, Knechts=Gestalt annahm, Menschen ähnlich ward, und von Ansehn wie ein Mensch erfunden.

8. Er erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuze.

9. Darum hat auch Gott ihn erhöhet, und ihm einen Namen gegeben, der über allen Namen ist,

10. daß vor dem Namen Jesu sich alle Knie beugen derer, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,

11. und Alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sey, zur Verherrlichung Gottes des Vaters.

An die Philipper 2.
Approbationen: Wien 1816; Breslau 1815; 
Hildesheim 1807 & 1816; Ellwangen 1816; Marburg 1816 
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Zum Buch:

Kleinoktav, gebunden und fadengeheftet; LXIV & 464 S. im zweispaltigen Frakturdruck. Kapitelzusammenfassungen, Verweisstellen in den Fußnoten. Schutzbrief und Privileg des Königs von Baiern, Maximilian Joseph Graf Morawitzky ist den Approbationen der verschiedenen Bischöfe vorangestellt: des Fürst=Erzbischofs von Wien, Sigismund Anton, der Karl Joseph von Aulock, Lindner, Ludwike Zaiunz und Johann Schöpe vom Fürstbischöfl. Generalvicariat=Amtes zu Breslau; des F. Petrus Schlüter, Vicariats=Sekretär von Hildesheim (1807) sowie Karl Friedrich Freiherr von Wendt, Generalvicarius von Hildesheim (1816); des Iosephus de Metz, vom bischöfl. General=Vicariats Ellwangen.

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Schließlich erklärt L. van Eß, Marburg, im December 1816, die erzbischöfliche Approbation des Generalvicariats zu Aschaffenburg mit reichlich süffisantem Unterton:

»Das Erzbischöfliche Generalvikariat zu Aschaffenburg, meine hohe geistliche Behörde, der ich unter dem 16. Juny 1815 meine revidierte Uebersetzung des Neuen Testaments zur Censur eingesandt, hat nach einem Jahre und fünf Monathen, den 21ten November 1816 unter Anderem darüber Folgendes gnädig entschieden: Daß es
„gerne zugeben wolle, daß in seiner (nämlich in dieser meiner) Uebersetzung nichts contra fidem et mores (gegen Glauben und Sitten) enthalten sey".

Diese wenigen Worte sind jedem katholischen Leser meiner Uebersetzung des Neuen Testaments für seine Gemüths= und Gewissensruhe übergenug; da in einem anderen Sinne als in eben diesem, oder mehr als dieses die Kirchenversammlung zu Trient nicht verstanden hat, indem sie die lateinische Vulgata für authentisch erklärte, wie ich mit kirchlichen Zeugnissen dieses sattsam nachgewiesen habe in meiner Schrift: `Pragmatica Doctorum catholicorum Tridentini circa Vulgatam Decreti sensum, nec non licitum textus originalis usumtestantium Historia. Sulzbachii 1816´


Die heiligen Schriften des Alten Testaments, (I, 1822)

mit beigesetzten Abweichungen der lateinischen Vulgata, und erklärenden Sachparallelstellen,

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übersetzt und herausgegeben von Leander van Eß.

Erste, rechtmäßge Ausgabe, mit stehender Schrift.

Sulzbach, im Regenkreise Baierns: in des Kommerzienraths J. E. von Seidel Kunst= und Buchhandlung, 1822

Rechts: Verblichenes Rückenschild des 1. Bandes, 190 Jahre alt
Koph.png Wortstimme

Da sprach Mose zu Gott: Siehe! wenn ich zu den Söhnen Israel gehe,

und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch

gesendet, und sie zu mir sagen werden: Was ist sein Name?

was soll ich dann zu ihnen sprechen?

Und Gott sprach zu Mose: Ich werde seyn, der ich seyn werde!¹)

Und er sprach: So sollst du sagen zu den Söhnen Israel:

Ehjeh (d.i. ich werde seyn)²) hat mich zu euch gesandt.

Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen:

Jehova, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks,

und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt;

dieß ist mein Name in Ewigkeit, und dieß mein Andenken

von Geschlecht zu Geschlecht.

___________________________________

¹) Ich bin, der ich bin, n. d. Vulg. ²). der ist, n. d. Vulg.

Exodus / ". Mose 3: 13f


 Imprimatur: -----

Erster Theil.

Zum Buch:

Daten: Oktavband, VI und 800 pp. Frakturdruck; Schrifttext zweispaltig und versweise gesetzt. Parallelstellen am Versende. Lesarten, Alternativtexte (V) in den Fußnoten.

Beinhaltet: Pentateuch, die Geschichtsbücher, Esra n. d. Vulgata, Nehemia, Tobias, Judith, Esther (sämtl. n. d. Vulgata).

Dr. Leander van Eß verfaßte Marburg, im Januar, 1822 die Vorbemerkung; darin heißt es: »Der Hauptgrundsatz ist strenge Wörtlichkeit; sie zeigt und modificirt sich:

  • a) In Beibehaltung aller Hebraismen (...)
  • b) Im Bestreben, dasselbe Wort durch dasselbe deutsche wieder zu geben (...)
  • c) In Vermeidung aller abstracten, dem Geiste der hebräischen Sprache nicht eigenthümlichen Ausdrücke und Wendungen.
  • d) In Beibehaltung derslben Einfachheit bei Verbindungen der Sätze (...)
  • e) In Beibehaltung derselben Wortstellung (...)
  • f) Bei zweideutigen und dunklen Stellen, die es auch für den Hebräer sind werden diese ebenfalls zweideutig und nichterklärend übersetzt.
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In Beziehung auf die lateinische Vulgata sind ihre Abweichungen vom Grundtexte nach der Vaticanischen Ausgabe, Rom, 1592 worttreu übersetzt beigefügt, und wo von dieser Ausgabe die Sixtinische Ausgabe, Rom, 1590 bedeutend abweicht, bemerkt worden.


Foto: Die beiden AT- Bände
im Größenvergleich,
der zweite Band links
im Bild. Rechts: Bd 1 offen.

Die heiligen Schriften des Alten Testamentes, (II, 1840)

nach dem Grundtexte und der lateinischen Vulgata, mit erklärenden Sachparallelstellen,

übersetzt und herausgegeben von Leander van Eß.

Erste, rechtmäßge Ausgabe, mit stehender Schrift.

Sulzbach, (in der Oberpfalz Bayerns),: in der J. E. v. Seidelschen Buchhandlung, 1840.

Koph.png Wortstimme

...



Imprimatur: -----. Mit den allergnädigsten Privilegien 
der Königreiche Bayern, Sachsen, wie der
Republik Schweiz.
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Zweiter Theil.

Zum Buch:

Oktavband gebunden, (4) & 822 pp. Frakturdruck zweispaltig und versweise. Die Vulgata- Übersetzung ist durchgängig in den Fußnoten einspaltig abgedruckt. Ein Vorwort oder ähnliches ist nicht vorhanden. In dieser ersten Ausgabe des zweiten Teils des Alten Bundes sind folgende deuterokanonischen Bücher enthalten: Salomo's Weisheit –– Die Weisheit Jesus des Sohnes Sirachs oder das Buch Ecclesiasticus n. d. Vulgata –– Das Buch Baruch –– Das erste und zweite Buch der Makkabäer.

Im Bild sieht man die beiden Textvarianten
pro Seite: Oben die LXX, unten die Vulgata
des deuterokanonischen Weisheitsbuches.

Die heiligen Schriften des Neuen Testaments, (1827 n. d. Vulgata)

übersetzt und mit zugefügten Sach=Parallelstellen und grundtextlichen Abweichungen neu revidirt von Dr. Leander van Eß.

Sulzbach, im Regenkreise Baierns: in des Kommerzienraths J. E. v. Seidel Kunst= und Buchhandlung. Achtzehnte rechtmäßige, (nach der zehnten in klein 8.) Auflage mit stehender Schrift. 1827

Approbationen: München 1810; Wien (Austria) 1816; Breslau, Schles. 1815; Hildesheim, Nieders. 1807 & 1816;
Ellwangen 1816; Marburg 1816; Freiburg i. B. 1817 & 1818; Fulda, Hessen 1817; Konstanz/ Bodensee 1818; 
Aschaffenburg a. M. 1818; Würzburg, Ufr. 1818; Tübingen/Neckar 1822; Bruchsal, Baden 1826  
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, Fadenheftung; (8) & 504 S. Frakturdruck. Schrifttexte zweispaltig versweise gesetzt; Lesarten, Verweis–und Parallelstellen und Kurzerklärungen in Fußnoten.


Die Heiligen Schriften des Alten und Neuen Testamentes (1870)

Übersetzt und herausgegeben von Leander van Eß

Sulzbach/ Oberpfalz: Verlag der J. E. v. Seidelschen Buchhandlung 1870

  Imprimatur: diverse Approbationen erteilt (für das NT)


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Jauchzet, ihr Himmel, denn Jehova hat es gethan, frohlocke da unten du Erde, schreiet ihr Berge und Wälder, und alle Bäume darin!

Denn Jehova befreit Jakob, und zeigt herrlich sich an Israel.

So spricht Jehova, dein Erlöser, und dein Bildner von Mutterleibe an: Ich Jehova habe Alles erschaffen; den Himmel ausgespannt allein, und die Erde ausgebreitet von mir aus.

Ich zernichte die Zeichendeuterei der Lügenredner, und mache rasend die Wahrsager.

Ich kehre die Weisen um, und stelle ihre Weisheit als Thorheit dahin.

Jesaias 44:23-25

"Gebet Moses, des Mannes Gottes.

Herr! du warest unsre Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht;

ehe die Berge erzeugt waren, und ehe Erde und Welt erschaffen worden;

von Ewigkeit bis zu Ewigkeit bist du Gott!

Du lässest den Menschen kehren bis zur Zermalmung;

und sprichst: Kehret zurück ihr Menschen = Kinder !

Denn tausend Jahre sind in deinen Augen, wie der gestrige Tag,

der vorüber ist; und wie eine Wache in der Nacht."

Psalm 90:1- 4


"So sollet ihr also beten:

Vater Unser, der du im Himmel bist!

Geheiliget werde dein Name!

Dein Reich komme! Dein Wille geschehe

wie im Himmel, also auch auf Erden.

Gib uns heut unser tägliches Brod!

Und vergib uns unsere Schulden,

wie auch wir vergeben unsern Schuldnern.

Und führe uns nicht in Versuchung;

sondern erlöse uns vom Uebel. Amen."

Matth. 6: 9- 13

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Grundtextangaben:

„Die Übersetzung des Alten Testamentes ist nach dem Grundtexte.“

Zum Neuen Testament: „übersetzt und mit zugefügten Sachparallelstellen und grundtextlichen Abweichungen.“

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Buchdaten: Oktavband, 996 & 346 S. Frakturdruck zweispaltig; Text versweise gedruckt, Parallel- und Verweisstellen hinter den jeweiligen Versen. Alternative Lesarten des NT, meist des Griechischen, in den Fußnoten.

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Die Heiligen Schriften des Alten und Neuen Testamentes (1911 f.)

(AT:) „übersetzt".

(NT:) „übersetzt und mit zugefügten Sach=Parallelstellen und grundtextlichen Abweichungen neu revidirt.

Leipzig, Sachsen: Verlag der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft. Druck von Pöschel & Trepte 1911.

[Wien (Austria): weitere Auflagen bis 1957]

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"Keiner ist wie de Gott Jeschuruns;

er fährt daher auf dem Himmel dir zur Hülfe,

und in seiner Erhabenheit auf Wolken,

— der Wohnsitz des alten Gottes —

und nach unten die ewigen Arme;

und er vertreibt vor die den Feind, und spricht: Vertilge!

Und Israel wohnt sicher; abgesondert,

das Auge Jakobs in einem Lande von Getreide und Most,

sein Himmel träufelt Thau.

Heil dir, Israel! wer ist wie du?

Volk, beglückt von dem Herrn, dem Schilde deiner Hülfe,

und der das Schwert deiner Hoheit ist.

5. Mose 33: 26 - 29

"Nachdem Gott ehemals zu verschiedenen Zeiten

und auf mannigfache Art zu den Vätern

durch die Propheten geredet hatte;

so hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet

durch den Sohn, den er zum Erbherrn über Alles gemacht,

durch den er auch die Welten erschaffen,

der, als der Abglanz seiner Herrlichkeit und als Ebenbild seines Wesens,

Alles durch das Wort seiner Kraft erhaltend,

nach der¹ bewirkten Reinigung unserer Sünden,

zur Rechten der Majestät in der Höhe seinen Sitz genommen.,

um so viel erhabener geworden, als die Engel,

je ausgezeichneter die Würde ist,

die er vor ihnen als Erbherr erhalten." _____________________________________________________

¹ durch sich selber, setzt hier der griechische Text zu.

Hebr. 1:1- 4
Imprimatur: Approbationen vielseitig erteilt 1807 - 1818
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Zum Buch:

Oktavband, 796 S. (AT); VIII & 268 S & 8 Farbkarten (NT). Frakturdruck zweispaltig und versweise; Parallel- und Verweisstellen nach den Versen. Alternative Lesarten des NT, meist des Griechischen, in den Fußnoten.

Van Eß verzichtete auf die üblichen Anmerkungen, die eine katholische Bibel vorweisen sollte. Weiterhin übersetzte er die deuterokanonischen (=apokryphischen) Schriften nicht mehr. Auch deswegen wurde dieser Bibel die offizielle Imprimatur verweigert. In der Ausgabe von 1870 ist das Tetragrammaton mit „Jehova“ wiedergegeben, in der Späteren steht „Herr“.

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Bildergalerie

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Photos: Rückenschild des AT Bd.2 (1840), daneben beide Titel der AT– Bände, je 1. Auflage
Im Regal unten katholische Bibelausgaben benachbart: Allioli und van Eß.
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Biogramme:

Carl van Eß: 1788 Mönch und 1801 Prior der Benediktinerabtei Huysburg bei Halberstadt; nach deren Aufhebung 1804 bis zu seinem Tod im Oktober 1824 Pfarrer an diesem Ort. Als Mitübersetzer der H. S. nur in den ersten Auflagen des NT 1807 bis 1818 erwähnt und stand so im Schatten seines als Hauptverfasser genannten Bruders.

... Johann Heinrich (P. Leander). Dieser wirkte 1790 bis 1802 im Kloster Marienfelde bei Paderborn, anschließend als Pfarrer in Schwalenberg/ Lippe, ab 1812 Pfarrer und außerordentlicher Theologieprofessor in Marburg/ Lahn sowie ab 1822 Privatgelehrter. Bis 1829 Agent der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft. Er starb im Herbst 1847 im Odenwald.

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/4016/pdf/Braun_Johannes_Altenberend.pdf