Duhm, Bernhard Lauardus

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Duhm, Bernhard Lauardus (* Bingum im Reiderland, Ostfriesland 10. Okt. 1847 † 1. Jan. 1928 Basel (Schweiz) Prof. D.



Das Buch Hiob

Uebersetzt von D. Bernhard Duhm

Freiburg i.B.: Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1897.

Reihe: Die poetischen und prophetischen Bücher des Alten Testaments. Uebersetzungen in den Versmaßen der Urschrift. (Band) I.

Koph.png Wortstimme

„Allein wenn doch Eloah spräche,

Für dich auftäte deine Lippen,

Dich lehrte die verborgene Weisheit,

Daß wundergleich sie an Vernunft ist!

Die mehr als himmelhoch – was weißt du?

Die weiter als die Erd an Maß,

Die breiter gar ist als das Meer! ___________________________________

(Fußnote:) Wenn er vorbeischwebt und in Haft nimmt

Und Gericht beruft, wer hält ihm ab?“

Kap. 11: 5-10

23 O daß es aufgeschrieben würde,

Mein Wort gezeichnet in sein Buch,

24 Mit Eisengriffel und mit Blei

Auf ewig in den Fels gehauen!

25 Und doch, ich weiß, ein Rächer lebt mir,

Ein Stellvertreter über'm Staube

26 Ein anderer steht mir auf als Zeuge,

Der richtet dann sein Zeichen auf!

Außer dem Leibe seh ich Gott,

27 Den Ich, für Mich ich sehen werde!
Ich selber werd´ ihn sehn, kein Fremder –
Es vergehn meine Nieren mir im Busen!
Kap. 19
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband mit Fadenheftung; XX & 72 S. Frakturdruck. Schrifttext einspaltig, hauptsächlich versweise. Zusätze und Glossen in Fußnoten.

Bernh. Duhm schrieb zu Basel, den 4. Juli 1897, ein zweiseitiges Vowort. Darin steht u. a.

»Indem ich die Uebersetzung des Buches Hiob veröffentliche, glaube ich in erster Linie solchen gebildeten Laien einen Dienst zu erweisen, die sich für die wichtigsten Probleme der Menschheit religiös oder philosophisch oder wenigstens culturgeschichtlich zu interessieren vermögen. (…) [Die Dichtung von Hiob] kann zwar in formaler Beziehung den Vergleich mit den höchsten Erzeugnissen der indogermanischen Poesie nicht aushalten trotzdem gehört sie unter die großen Dichtungen der Menschheit. – Meine Uebersetzung strent nicht nach ästhetischen Wirkungen, sondern nach größtmöglicher Wörtlichkeit. Wenn ich trotzdem die eigentliche Meinung der Dichter dieses Buches oft nicht genau wiedergegeben haben sollte, so liegt das an dem schlimmen Zustande, in dem der Text auf uns gekommen ist.«

14 Seiten verwendet Duhm auf die Einleitung. Am Ende derselben korrigiert er die übliche Abfolge der Kapitel und unterteilt das Buch in fünf unterschiedliche Abschnitte, die er so auch in der Üs folgen läßt:

  • Das Volksbuch: Cap. 1,1 bis 2,13
  • Das Gedicht von Hiob: Cap. 2,14 bis 12,3 und 12,11 bis 23,17 sowie 25 bis 27; 29 bis 31 und 38 bis 40,14.
  • Die Dichtungen von jüngerer Hand: 12,4-10; 24,4-24, Cap. 28 und 30,2-8.
  • Die Elihureden: Cap. 32–37
  • Die Cap. 40,15–32 und 41.
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Tafel mit Text aus Hiob 14:9 an Duhms ehemaligen Domizil 
im St. Johanns-Rheinweg 101 am Baseler Stadtrand.

Die Psalmen

Uebersetzt von Bernhard Duhm

Freiburg i.B.: Verlag J .C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1899.

Reihe: Die poetischen und prophetischen Bücher des Alten Testaments. Uebersetzungen in den Versmaßen der Urschrift. (Band) II.

Koph.png Wortstimme

„Du, Herr, du bist zu aller Zeit

Und warst von Ewigkeit her Gott,

Bevor geboren wurden Berge,

Bevor gekreist ward Welt und Erdkreis.

Du schickst zum Staub zurück die Menschen,

Sprichst: kehrt zurück, ihr Erdenkinder!

Denn tausend Jahre sind für dich Ein Tag, ein Gestern, das vorbei ist."

____________________________

90,4b: "und eine Nachtwache in der Nacht“ (Zusatz).

Kap. 90: 1-4


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Zum Buch:

Oktavband, gebunden und fadengeheftet, XXVIII & 223 S. Frakturdruck; Schrifttext einspaltig und verswesie gesetzt; wenige Anmerkungen, Lesarten, Verweisstellen in Fußnoten. Die Kapitelüberschriften hat Duhm in der Einleitung besprochen, in der Uebersetzung aber weggelassen.

Das Vorwort verfaßte Duhm zu Basel, den 21. Dezember 1899; unter anderem schreibt der Professor:

»Auch die Uebersetzung der Psalmen will wie die des Buches Hiob nicht der Andacht und auch nicht dem ästhetischen Genusse dienen, sie will dem gebildeten Leser eine der wichtigsten Quellenschriften der Religionsgeschichte in möglichst getreuer Form übergeben. (…) Das metrum ist überall getreu wiedergegeben, doch habe ich mir bei einzelnen Gedichten, deren Metrum weniger characteristisch ist, erlaubt, jedeim Stichos eine Hebung hinzuzufügen, um möglichst wörtlich übersetzen zu können. (…) Ich bemerke noch, daß ich ab und zu an statt des Eigennamens Jahve den Ausdruck „der Herr" gebraucht habe, und daß ich leider oft genöthigt war, für das ungefüge Wort „Gottloser" das nicht immer passende „Frevler" einzusetzen.«

In der 23-seitigen Einleitung finden sich Themen behandelt wie: • Der Psalter Davids • ältere Sammlungen • Sammler und Herausgeber • Verfasser und Abfassungzeit • geschichtlich bestimmbare Psalmen • poetischer Werth • geschichtlicher und kulturgeschichtlicher Character • religiöser Character.

Das Buch Jeremia

Uebersetzt von D. Bernhard Duhm

Tübingen und Leipzig: Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1903.

Reihe: Die poetischen und prophetischen Bücher des Alten Testaments. Uebersetzungen in den Versmaßen der Urschrift. (Band) III.

Koph.png Wortstimme

„Siehe, Tage kommen, ist Jahwes Spruch, da werde ich dem David

einen gerechten Sproß erwecken, und er wird als König herrschen

und weise handeln und Recht und Gerechtigkeit üben im Lande.

In seinen Tagen wird Juda das Heil empfangen und Israel sicher wohnen;

und das ist der Name, mit dem man ihm benennen wird:

Jahwe unsere Gerechtigkeit.“

Kap.23: 5-6 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband, fadengeheftet, XXXIV & 154 S. Frakturdruck. Schrifttext je nach Wertigkeit in unterschiedlichem Druck und fortlaufend oder gerahmt bzw. kolometrisch gesetzt.

Bernh. Duhm schrieb zu Basel, 21. Januar 1903, ein zweiseitiges Vorwort. Er führt u. a. aus:

»Die Uebersetzung des Buches Jeremia würde ein sehr buntscheckiges Aussehen haben, wenn die vielen Autoren, die Glossen, die Zusätze und die Zusätze zu den Zusätzen, die Abweichungen der griechischen von der hebräischen Bibel sämmtlich genau im Druck kenntlich machen wollte; sie wäre schwer und unangenehm zu lesen. (…) Im Vorwort sowohl zur Uebersetzung des Hiob als des Psalters habe ich bemerkt, daß diese Uebersetzungen alte, religionsgeschichtlich wichtigen Quellenschriften möglichst getreu wiedergeben, aber nicht dem ästhetischen Genuß dienen wollen.«

Auf die Einleitung zum Propheten verwendet Duhm 29 Seiten.

Die Zwölf Propheten

In den Versmaßen der Urschrift übersetzt von D. Bernhard Duhm

Tübingen, Württ.: Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1910.

Reihe: Die poetischen und prophetischen Bücher des Alten Testaments. Uebersetzungen in den Versmaßen der Urschrift. (Band) IV.

Koph.png Wortstimme

„Denn viele Tage werden die Israeliten sitzen ohne König und Obersten,

ohne Opfer und Malstein, ohne Ephod und Tharafen.

Danach werden die Israeliten sich bekehren und suchen Jahwen, ihren Gott

und David, ihren König, und bebend eilen zu Jahwe und seinem Gut,

in den letzten Tagen.

Hosea 3: 4-5

8 Da sagten sie zu ihm: berichte uns doch: was ist dein Geschäft, woher kommst du, was ist dein Land und von welchem Volk bist du?

9 Er sagte zu ihnen: ich bin ein Hebräer und verehre Jahwe, den Himmelsgott, der das Meer und das Trockene gemacht hat.

10 Da gerieten die Männer in große Furcht und sagten zu ihm: was hast du getan! Denn die Männer erfuhren, daß er vor Jahwe flüchtig sei, denn er berichtigte es ihnen.

Jona 1
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Zum Buch:

Broschierter Oktavband, fadengeheftet. XXXIX & 144 S. Frakturdruck. Schrifttext je nach Wertigkeit in unterschiedlichem Druck und fortlaufend oder gerahmt bzw. kolometrisch gesetzt. Bernhard Duhm verfaßte Basel, 16. März 1910, ein zweiseitiges Vorwort. Er führt u. a. aus:

»Die Übersetzung der „Zwölf" oder der „Kleinen Propheten" schließt sich an die des Buches Hiob, der Psalmen und des Buches Jeremia an und verfolgt mit ihnen die Absicht, die wichtigsten Quellenschriften der Alttestamentlichen Religion nach Inhalt und Form so genau wiederzugeben, wie es möglich ist. Jeder Kenner der alten Texte weiß freilich, daß wir keineswegs überall sicher sagen können, was die alten Autoren eigentlich geschrieben haben; nur die Anfänger und Dilettanten können das. Es stecken also genug unsichtbare Fragezeichen in diesem Büchlein, obgleich ich seit der Zeit, wo ich bei dem Repetenten Julius Wellhausen seine erste Vorlesung über die Kleinen Propheten hörte und Heinrich Ewalds Propheten als mein erstes theologisches Buch beim Antiquar kaufte, sehr viel Mühe auf das Zwölfprophetenbuch verwendet habe.«

Die Seiten V bis XXXIX sind der Einleitung gewidmet.

oben gelisteten vier abgeschlossenen Bände geben den Bibeltext ohne Kommentar, jedoch mit wenigen Anmerkungen zum Text wieder. Der liberale Professor nimmt durchaus Textumstellungen vor und / oder setzt ganze Verse in die Fußnote.

Das Buch Jesaia

Übersetzt und erklärt von Bernhard Duhm

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. [1892] 5. Auflage 1928

Mit einem (neunseitigen) biographischen Vorwort von Walter Baumgartner.

Die 1. – 4. Auflage erschienen im „Göttinger Handkommentar zum Alten Testament in Verbindung mit anderen Fachgelehrten herausgegeben von W. Nowack. 3. Abteilung, Die prophetischen Bücher. 1. Band

(1. Aufl. 1892; 2. Aufl. 1901; 3., verb. und erweiterte Aufl. 1914; 4., neu durchgesehene Aufl. 1922)


Koph.png Wortstimme

5 „Dieser wird sagen: Jahwes bin ich,

und der sich nennen mit dem Namen Jakob,

Und jener beschreibt seine Hand „Jahwe eigen“

und empfängt den Zunamen Israel.

6 So spricht Jahwe, der König Israels,

und sein Erlöser, Jahwe der Heere:

Ich bin der Erste und der Letzte,

und außer mir ist kein Gott.

7 Und wer ist wie ich? er trete her und rufe

und melde etwas und stelle es mir gegenüber!

Wer ließ hören von uran das Künftige? und was kommt,

mögen sie uns melden!“

Jes. 44
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Zum Buch:

Daten: Großoktavband, gebunden und fadengeheftet, XIV, 490 & (2) S. Schrifttext in Antiqua– bzw Frakturdruck, je nach nach Art der Quelle; Kommentar in Frakturdruck.

Zu vier Auflagen sind Vorworte abgedruckt, das einseitige Vorwort zur ersten Auflage schrieb Bernh. Duhm Basel, den 1. Juni 1892. Darin schreibt der Universitätsprofessor:

»Dreierlei war ins Auge zu fassen: erstens die Herstellung wo nicht des ursprünglichen, so doch eines möglichen Textes. {...) Die zweite und wichtigste Aufgabe ist, herauszubringen, was die Autoren eigentlich sagen und sagen wollten. Diese Aufgabe wird niemals vollkommen erfüllt werden. (...) Die Übersetzung ist weniger schön als wörtlich.

Zur zweiten Auflage schreibt Duhm zu Basel, den 18. November 1901:

»Daß diese zweite Auflage verhältnismäßig druckfehlerfrei ist, verdanke ich teils mehreren mir von auswärts zugestellten fehlerlisten, teils der Mithilfe meiner Söhne.

Zur dritten Auflage, Basel, den 4. Februar 1914, ist gesagt:

»Wer sich die Mühe geben will, die früheren Auflagen mit der jetzigen zu vegleichen, wird sehen, daß keine Seite und oft kein Satz unverändert geblieben ist. hoffentlich sind die Änderungen, die hin und wieder ziemlich weit gehen, auch Verbesserungen. (...) Die Ersetzung der lateinischen durch die deutsche Schrift hat mich persönlich deshalb gefreut, weil die deutsche für mich deutlicher und wärmer ist ...« [heute lesen wir lieber lateinisch, d. Vf.]

Duhm schrieb nochmals einen Vierzeiler zur vierten Auflage Basel, den 15. April 1922:

»Daß in den letzten acht Jahren ein Jesaiakommentar vergriffen werden konnte, ist ein Zeichen, daß die alten Propheten noch leben. Die alten und jungen Theologen, die in dieser erbärmlichen Zeit zu den Propheten hinsitzen, werden als Mitarbeiter an der Gesundung der Menschheit sich davon erheben.«

Auf fast 470 Großoktav-Seiten kommentiert Duhm die seiner Überzeugung nach drei (oder gar vier ?) voneinander zu unterscheidenden Autoren der Jesaiarolle: 1. Jesaia, 2. Deuterojesaia, 3. Tritojesaia und der Autor der „ebed Jahwe- Lieder“. Autorenrede, Dichtung und Erzählstränge sind durch neun (!) verschiedene Schriftarten – Fraktur und Antiqua- gekennzeichnet. Für den Kommentar wird Fraktur verwendet. Dieser wendet sich jedenfalls eher an Theologen und fortgeschrittene Studenten als an Laien; auch wird die Kenntnis vor allem des Hebräischen vorausgesetzt, denn diese Begriffe sind in den Erklärungen nicht übersetzt. Der Kommentar nimmt mindestens dreiviertel Raum, meist mehr, einer Buchseite ein; Duhms Übersetzung war als ein Meisterwerk bezeichnet worden. Konservative Theologen jedoch werden seine häufigen Konjekturen kaum mit Wohlwollen akzeptieren. Die jesaianischen Prophetien sind – ganz im Sinne der Theologie dieser Zeit der Jahrhundertwende – nicht auf eine andere Epoche, etwa die neutestamentliche, anzuwenden.

Der Jude Franz Rosenzweig brachte nach der Lektüre dieses Kommentars seine Kritik auf den Punkt: „Ihre »sichersten Ergebnisse« beruhen auf der kompletten Unfähigkeit, sich in eine andere Logik hineinzudenken als in die des eigenen hohlen Kopfs. Sie reden immer von den Propheten als ob es Dichter wären und dann korrigieren sie sie, als wären es Schulaufsätze von Tertianern.“ (F. Rosenzweig, Gritli-Briefe)

Zur Person:

Die deutsche protestantische Theologie in der Mitte des 19. Jahrhunderts war hauptsächlich geprägt von vier Namen: Karl- Heinrich Graf, Albrecht Ritschl, Heinrich Ewald und Julius Wellhausen. Es war die Zeit, die Bibel im Widerspruch zur kirchlichen Tradition, als Buch wie alle anderen zu lesen. Somit war auch literarische Kritik an den biblischen Büchern mit allen Mitteln, die die Wissenschaft bot, anzuwenden. Quellen wurden geschieden, Datierungen neu vorgenommen, überlieferte Autorenschaften angezweifelt. In dieser für die westliche Theologie schwerwiegenden Umbruchszeit ging Duhm, Sohn eines ostfriesischen Bierbrauers, 1867 als Theologiestudent nach Göttingen: Geschichte, Literatur, Psychologie und Philosophiegeschichte belegte er zusätzlich.

Das Alte Testament faszinierte ihn früh. Als erste Publikation schrieb er „Anmerkungen zu den zwölf Propheten“. Ein konservativer Kollege nannte Duhms Art „originell, keck, von keiner Pietät gegen die Überlieferung angekränkelt“. Die Propheten blieben auch der Hauptgegenstand seiner Forschungsarbeit. 1885 promovierte die theologische Fakultät Basel Duhm zum D. (theol). Vier Jahre später bekam er dort sein Ordinariat. Auf Anfrage des renommierten Verlages Vandenhoeck & Ruprecht veröffentlichte er sein berühmtes Werk „Das Buch Jesaia“ im „Handkommentar zum AT“. Duhm datierte übrigens einige Prophetenschriften vor die Autoren des Pentateuch. Innerhalb seiner „Ergänzungshypothese“ sprach er z.B. die Texte vom Neuen Bund (Jer.31 f) dem Propheten Jeremia ab. Duhms häufige Textkonjekturen in den Propheten wurden allerdings durch die Veröffentlichung der Bibeltexte vom Toten Meer (nach 1948) zum Teil widerlegt (z.B. im Habakuk- Kommentar).

Der unermüdliche Professor wurde, 80-jährig noch im Amt, am 1. Sept. 1928 in seiner Wahlheimat Basel am Rhein nächst dem Spalentor von einem Automobil überfahren. Die daraufhin errichtete Verkehrsinsel trug lange Zeit noch den inoffiziellen Namen „Duhm- Insel“. Walter Baumgartner, sein Nachfolger an der theologischen Fakultät Basel, beschloß seinen Nachruf: „Solange die Prophetenbücher gelesen und erklärt werden, so lange wird man auch seiner gedenken...“

An Duhms (ehemaligen) Domizil im St. Johanns- Rheinweg 101 ist eine Tafel mit Zitat aus Hiob 14:9 angebracht:  »Vom Geruch des Wassers wird er grünen«

Birnbaums Freude wäre groß, wenn ein Leser ein gutes Foto dieser Tafel schießen und mailen/ schicken würde!