Drewermann, Eugen

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Drewermann, Eugen (* Bergkamen; Ruhrgeb. 20. Juni 1940) Priester (säkularisiert); Privatdozent; Dr. theol.



Oberkirchenrat Jürgen Jeziorowski von der Pressestelle der Vereinigten Evangel.– Luth. Kirche Deutschlands schrieb am Schluß des Markusevangeliums "Eine Stellungnahme zu Eugen Drewermann; darin führt er zu Beginn aus:

:»Texte der Bibel können anfangen zu reden. Alte Texte werden jung, lebendig und aktuell. Der Katholik Eugen Drewermann gehört zu den wenigen Theologen, denen es gelingt, biblische Texte für den heutigen Menschen mit Mitteln der Tiefenpsychologie zum Sprechen zu bringen. Bilder von Erlösung werden plastisch und mitteilsam durch die modernen Tiefenpsychologie. Texte erzählen vom Heil. Drewermanns Exegese geht dabei eigene Wege, die in dieser Zuspitzung und Konsequenz so noch nicht begangen werden.«


Das Markusevangelium

in der Übersetzung von Eugen Drewermann

Olten und Freiburg im Breisgau: Walter-Verlag 1989 (1. Aufl.)


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„Und hinzu trat einer der Schriftgelehrten,

der ihre Vorbehalte gehört und gesehen hatte,

wie treffend er ihnen antwortete; er fragte ihn:

Welches ist das größte Gebot von allen? Antwortete Jesus:

das erste ist: Höre Israel, der Herr, unser Gott, einziger Herr ist er;

darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen

und aus deiner ganzen Kraft. Das zweite ist dies:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Größer als diese ist kein anderes Gebot.

Da sagte ihm der Schriftgelehrte: Treffend, Meister, der Wahrheit gemäß

hast du gesagt: Einziger ist er, und einen anderen außer ihm gibt es nicht;

und: Den Nächsten lieben wie sich selbst — weit mehr ist das

als alle Vebrennungsopfer und Schlachtopfer.“

Kap. 12: 28b- 33; Kursivdruck als Verweisstellen) 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband mit SU; Fadenheftung. 75 & (5) S. Evangeliumstext einspaltig abschnittsweise wiedergegeben mit Überschriften und reichlich Verweisstellen. AT– Verweise in Kursivdruck.

Die Einführung ist gut sechs Seiten lang, darin werden die Übersetzungsprinzipien festgelegt. Dazu mehr weiter unten zum JohannesEv.


Das Matthäusevangelium

In der Übersetzung von Eugen Drewermann

Solothurn und Düsseldorf: Walter Verlag 1993

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„So doch betet ihr: Unser Vater, himmlisch er du, // was du bist, das gelte, //

Was du wirkst, das komme, // was du willst, geschehe, //

Wie im Himmel, so auf Erden. //

Unser Brot für morgen gib uns heute. //

Und laß uns nach, was wir verschuldet, //

Wie auch wir hiermit nachlassen denen,

die sich uns verschuldet. //

Und führe uns nicht in Versuchung, //

Sondern entreiße uns dem Bösen.“

Kap. 6: 9-13 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband mit SU; Fadenheftung. 134 & (2) S. Evangeliumstext einspaltig abschnittsweise wiedergegeben mit Überschriften und reichlich Verweisstellen. AT– Verweise in Kursivdruck.

Evangeliumstext ab S. 51; Anstelle eines Vorwortes: »Fragen zur Übersetzung oder: Aramäisch auf Greichisch«, zu diesem wesentlichen Thema schreibt Drewermann 40 Seiten Text einschließlich Anmerkungen

Das Johannesevangelium

In der Übersetzung von Eugen Drewermann

Düsseldorf: Walter- Verlag 1997

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„Am Anfang steht worthafter Geist.

Denn worthafter Geist geht nach Gott.

Gott selber ist worthafter Geist.

Von Anfang an geht er nach Gott.

Alles entsteht nur durch ihn,

Und ohne ihn entsteht gar nichts.

Was immer entsteht, // ist Leben durch ihn.

Leben- das ist der Menschen Licht.

Das Licht scheint im Dunkeln,

Doch das Dunkel begreift’s nicht.“

Kap. 1: 1-5 
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Zum Buch:

Gebundener Oktavband mit SU; Klebebindung; 94 & (2) S. Das Vorwort umfasst 28 S.

Zu den drei Evangelien:

Die Oktavbände sind gebunden und mit SU versehen. Alle Evangelien werden eingeleitet. Im Matthäusbuch ist noch eine Bibliographie enthalten. In den Einleitungen geht Drewermann ausführlich auf seine Übersetzungsprizipien ein. Die Üs. von Martin Buber (AT) und Fridolin Stier (NT) werden als beispielhaft vorgeführt für eine Sprache, die den Text nicht "glatt poliert wie ein altväterlicher Bücherschrank", da "es nicht möglich ist, das Markus- Evangelium nach der Manier der Einheits- und Kommissionsübersetzungen in ein flüssig lesbares Primanerdeutsch zu bringen". Alle Evv- Texte sind in Sinnabschnitte gegliedert, Zitate aus und Anklänge an das AT sind durch Kursivdruck kenntlich gemacht. Im Johannesevangelium wurde das leider unterlassen. Überhaupt fällt auf, daß Drewermann außerordentlichen Gebrauch von Verweisen auf die hebräische Bibel macht. Wer diese Übersetzung liest, kann völlig neue Erkenntnisse gewinnen, die -- ähnlich wie bei der Lektüre der von Buber & Rosenzweig -- in die Tiefenstruktur des Textes hineinreichen.-- Alle Bücher sind mit einem vielseitigen Vorwort versehen, welcher als unabdingbarer Kommentar zum Text dient. Man sollte ihn unbedingt lesen, auch wenn hier wie überall gilt, daß es sinnvoll ist, den Fisch ohne die Gräten zu essen.

Die vier Evangelien

übersetzt von Eugen Drewermann

Düsseldorf: Patmos Verlag 2004

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Gepriesen der Herr, der Gott Israels!

Denn angeschaut hat er, geschaffen hat er: Erlösung seinem Volke.

Ja, aufgerichtet hat er ein Horn der Rettung uns,

im Hause Davids, seine Knaben und Knechtes,

wie er gesprochen hat durch den Mund der Heiligen

von Weltzeit, seiner Propheten:

Rettung von unseren Feinden

und aus der Hand all unserer Hasser,

zu wirken Mitleid mit unseren Vätern

und zu gedenken seines heiligen Bundes,

an den Eid, den er zugeschworen Abraham, unserem Vater, nämlich: zu geben uns,

furchtlos, der Hand der Feinde entrissen, ihm kultisch zu dienen

in Lauterkeit und rechtem Leben vor seinem Angesicht, zu allen unseren Tagen.

Luk. 1: 68-72; Kursivdrucke als Verweisstellen)
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Zum Buch:

Dieser klebegebundene Oktavband (Hardcover mit SU, 449 S.) ist etwas kleiner als die Einzelausgaben und bringt zu den drei bereits übersetzten Evv noch das des Lukas hinzu. Drewermann hat den Text der bereits übersetzten Teile nochmals leicht überarbeitet; das Lukasevangelium ist neu aufgenommen. Der Drucksatz ist neu, die Anordnung ähnlich wie bei den Einzelausgaben.

Ein viereitiges Vorwort ist überschrieben: "Wie zu lesen ist". Die Einführungen in die Evv- Texte sind überwiegend gleich geblieben. Auch die Textanordnung ist der der Einzelausgaben sehr ähnlich. Neu hinzugekommen sind Farbabbildungen von acht Gemälden von Rembrandt, Giorgione, Lukas Cranach d. J., Max Liebermann, Hans Hirtz, Lukas Cranach d. Ä. u.a., die auch vom Autor kommentiert werden. - Wenn Drewermann auch durch seine Kommentare zu den Evv sehr umstritten sein mag, seine Leistung als Übersetzer verdient hier alle Hochachtung. Nicht unterschlagen werden darf in diesem Zusammenhang, daß er auf diesem Gebiet (der Üs des NT) ein sehr promintentes Vorbild hat, auf dessen Kapazität er laufend verweist: Fridolin Stier!

Die vier Evangelien und die Apostelgeschichte

übersetzt von Eugen Drewermann

Düsseldorf: Patmos- Verlag © 2004; 2., durchgesehene und erweiterte Auflage 2011

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23 Denn als ich umherging und mir eure Verehrungsstätten anschaute, fand ich auch einen Altar, auf dem geschrieben stand: Einem unbekannten Gott.

Was ihr also verehrt, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch:

24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der ist der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in dem Menschenhandmachwerk von Tempeln 25 noch läßt er von menschlichen Händen sich pflegen wie einer, de etwas bedürfte, er, der selber allen Leben und Atem und alles verleiht.

26 Aus einem einzigen hat er das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es wohne auf dem ganzen Angesicht der Erde.

Begrenzt hat er dabei die zugemessenen Zeiten sowie die Grenzmarken ihres Siedlungsgebietes, 27 auf daß sie Gott suchen, ob sie ihn wohl erspürten und fänden, wo er doch nicht fern ist von einem jeden von uns.

Apostelgeschichte 17 


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Zum Buch:

Oktavband, Hardcover mit Klebebindung, 547 & (4) S. Schrifttext einspaltig abschnittsweise gesetzt, Überschriften und reichlich Verweisstellen über bzw. im Text. Jedes Buch ist seitenlang eingeführt.

Drewermann schrieb ein vierseitiges Vorwort: ”Wie zu lesen ist“ und stellt darin die literaturkritischen Fragen wie "Wer hat welche Vorlage benutzt, welche Rolle spielt die Q– Quelle, wann wurden zu den Reden Jesu die Gesprächssituationen und Werke verfasst"; weiterhin, wie entstanden die Erzähleinheiten zu den überlieferten Taten Jesu, die im Stadium der mündlichen Tradition nicht dazu bestimmt waren, eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen.

Soweit verglichen, sind die Texte der Evangelien belassen, also nicht nochmals bearbeitet.


Und der Fisch spie Jona an Land

Das Buch Jona tiefenpsychlogisch gedeutet / [Von] Eugen Drewermann

Düsseldorf und Zürich: Walter Verlag 2001


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„Sie warfen Lose, und das Los fiel auf Jona.

Da sprachen sie zu ihm:

Zeige uns doch an, wodurch um wessentwillen dieses Böse uns geschieht:

Was ist dein Gewerbe? Woher kommst du? Welches ist dein Land?

Und von wo das Volk – du? Da sprach er zu ihnen:

Ein Hebräer bin ich. Jahwe, den Gott des Himmels, bin ich fürchtig,

der das Meer und das Trockne gemacht hat.

Da fürchteten sich die Männer, eine große Furcht.“

Kap. 1: 8- 10a 
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Zum Buch:

Dieser fast quadratische Oktavband, fadengeheftet mit SU, 120 S., bringt den Text des Jona-"Märchens" mit einer Leseanleitung, einem Kommentar und Anmerkungen. Letztere sind im Gegensatz zum Haupttext zweispaltig gesetzt und nehmen die Hälfte (!) des Buchumfangs ein. In diese Anmerkungen werden auch die vier Farbabbildungen des Diurnal des Königs René d' Anjou, eines römischen Fresko, von Brueghel d. Ä. und E. Barlach sowie die s/w Abbildungen der frühchristlichen Sarkophagbilder mit einbezogen. Drewermanns eigene (?) Übersetzung orientiert sich an der von M. Buber, dessen Leitwortstil er übernimmt. Dafür gebührt ihm Lob. Für die Art des Kommentierens gilt - abgesehen davon, daß sie tiefenpsychologischer Art ist - was bereits oben gesagt wurde. Eine ausführliche Bibliographie findet sich am Buchschluß.

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Eugen Drewermann „... auf dass ihr wieder leben sollt"

Die Botschaft des Propheten Ezechiel

Herausgegeben von Bernd Marz

Zürich: © Pendo Verlag 2001

Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, o. J. Lizenzausgabe.

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Zum Buch:

Der in Auswahl beigegebene Bibeltext aus:

Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments 1931 / 1955 © Genossenschaft Verlag der Zürcher Bibel

Biogramm:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_Drewermann