Dier, Ceslaus

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Dier, Ceslaus R. (* Schmittweiler, Lothringen 12. August 1863 † 11. Dez. 1924...) Pater Mag. theol. O.P.


Inhaltsverzeichnis

Genesis

übersetzt und erklärt von P. Ceslaus Dier O. P.

Paderborn, Lippe: Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh 1914

Imprimaturen:  Saliceti 1913 / Paderbornae 1914


Koph.png Wortstimme

Als nun die Menschen anfingen, zahlreich zu werden auf der Fläche des Erdbodens

und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Göttersöhne

die Schönheit der Menschentöchter und nahmen sich zu Weibern alle, die ihnen gefielen.

Das sprach Jahwe: „Mein Geist soll nicht immer im Menschen bestehen, weil auch er Fleisch ist,

und seine Tage werden noch 120 Jahre sein."

Die Riesen waren auf Erden in jenen Tagen und auch nachher,

als sich die Göttersöhne zu den Menschentöchtern gesellten, und diese ihnen Kinder gebaren;

das sind die Helden der Urzeit, die Hochberühmten.

Kap. 6: 1-4
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Zum Buch:

Das Vorwort schrieb der Dominikanerpater in Steinburg im Elsaß, den 28. Oktober 1913. Darin führt der Magister des Predigerodens aus: „Dem gegenwärtigen Kommentar zur Genesis ist der hebräische Text zugrunde gelegt, weil das Verständnis dieses Textes den Studierenden stets große Schwierigkeiten bereitet, während Vugata und Septuaginta leichter verständlich sind. Gegen das Dekret des Tridentinums [für Zwecke der Schriftverbreitung und -auslegung den von der heiligen Kirche für anerkannt und authentisch erklärten Vulgatatext zu benutzen, d. Vf.] glauben wir damit nicht verstoßen zu haben, zumal bei Abweichungen des hebräischen Textes von der Vulgata auch diese ausgeführt und erklärt ist." [Siehe aber die völlig unterschiedliche Praxis bei Johann Weiß' katholischem Exoduskommentar aus dem gleichen Jahrzehnt !!] „Bei der Übersetzung haben wir neben der richtigen Wiedergabe des Textes auch auf Verständlichkeit große Sorgfalt verwendet. Bei der Texterklärung haben keine Machtansprüche einer kühnen Kritik uns zur Abweichung von der Lehre und den Weisungen der katholischen Kirche veranlassen können. Die Quellenscheidung ist nach der modernen Kritik angeführt; unser Urteil folgt bei den einzelnen Abschnitten. Außer den Kirchenvätern, den Theologen und katholischen Exegeten sind auch eine Reihe von nichtkatholischen Arbeiten berücksichtigt worden, wie die Zitate zeigen." Eine Bibliographie existiert nicht.

Der Oktavband ist in Fraktur gesetzt; nach dem versweise abgedruckten Bibeltext ist der Kommentar unterteilt in "Erklärung des Textes", "Literarischer Charakter" und "Sinn des Berichtes". Die innerhalb der Texterklärung verwendeten Begriffe aus der Masora und der LXX sind nicht übersetzt. Hebräisch- und Griechischkenntnisse werden zum besseren Verständnis vorausgesetzt.

biogramm

Eintrag aus einer Liste des Dominikanerklosters Kaschau, Ostslowakei, von 1890, der noch bearbeitet werden muß: Dier R. Fr. Ceslaus 12. Aug. 1863 5. Nov. 1885 P. Franc. Graec.

Rev. Fr. Ceslaus Dier, Diaconus, Lotharingus, Schmittweiler., Studens Collegialis.

R. DIER trat in die nordfranzösische Provinz des Predigerordens (Ordo fratrum Praedicatorum, abgekürzt OP) ein, machte am 4. November 1885 Ordensprofeß und wurde am 21. Dezember 1889 zum Priester geweiht. Von Wintersemester 1889/90 bis Sommersemester 1891 studierte er für sein Lektoratsexamen (ein ordensinterner Studienabschluß, der zum Unterrichten an Ordenshochschulen befähigte - wir würden heute wohl von einem "post graduate"-Studium sprechen) an der Ordenshochschule in Graz, Steiermark. Danach wirkte er für neun Jahre als Missionar in Mossul am Tigris, wo die nordfranzösische Provinz damals missionarisch engagiert war. Im Wintersemester 1900/ 01 finden wir ihn wieder in Graz, wo er als Lektor unterrichtet. Dier kehrte nach Abschluß des Sommersemsters 1902 in seine Heimatprovinz zurück. Es gibt Hinweise darauf, daß er um die Jahrhundertwende im Ordenshaus der Dominikaner in Düsseldorf gelebt bzw. gearbeitet hat. Danach verliert sich seine Spur in den Ordensquellen, die österreichischer Provenienz sind. Das Sterbedatum stammt aus einem Totenverzeichnis der nordfranzösischen Ordensprovinz. Der Sterbeort ist nicht bekannt, anzunehmen ist etwa Steinburg im Elsaß, von wo aus er das Vorwort zum Buch schrieb.