Das ewige Wort

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DAS EWIGE WORT


Schuster, Hermann (* Uelzen / HT Braunschweig - Lüneburg 3. Feb. 1874 † 20. Juni 1965 Hannover) StR. Lic. theol. h.c., D. h.c. Hon. Prof

Dibelius, Martin (* Dresden, Sachsen 14. Sep. 1883 † 11. Nov. 1947 Heidelberg, Kurpfalz) Dozent, Prof.

Zum Übersetzergremium:

Möglicherweise bedingt durch die Ideologie des "Dritten Reiches", als man nicht nur Jüdisches, sondern auch Christliches auf dem Müllhaufen der Geschichte sehen wollte, ist das Übersetzerteam nicht namentlich genannt. Das ist jedoch nur eine Vermutung. Der Zeitbegriff «ewig» im Titel mag aber scheinbar einen den Gegensatz dazu formulieren, wie die damaligen Machthaber die Bibel gesehen und verstanden haben wollten.

Inzwischen weiß der Vf.dieser Zeilen mehr über die Hintergründe dieser Arbeit und über zwei seiner Herausgeber: Martin Dibelius und Hermann Schuster. Auf der dritten Umschlagseite ist ein ganzseitiger Werbetext eingeschaltet für »Das Ewige Wort«. Darin sind fünf Buchbesprechungen aus theologischen und kirchlichen Blättern abgedruckt. Übertitelt ist das Ganze mit dem hier oben geschriebenen Text.

Letzterer publizierte 1941 folgenden Titel: „Das ewige Wort" - ein Ausweg aus der Bibelnot

Verlagsanzeige des Herausgebers 1941 in:

Hermann Schuster:

Luthers Bibel einst und jetzt

Leipzig, Sachsen: Leopold Klotz Verlag



„Das ewige Wort" - ein Ausweg aus der Bibelnot

Verlagsanzeige des Herausgebers 1941 in: Hermann Schuster: Luthers Bibel einst und jetzt.

Inhaltsverzeichnis

Das ewige Wort

Die Bibel in neuer Auswahl und Ordnung für jedermann

Leipzig, Sachsen: Leopold Klotz Verlag • J. C. Hinrichs Verlag 1941

Koph.png Wortstimme

"Hört zu, ihr Könige, merkt auf, ihr Fürsten!

ich will dem HErrn singen, dem Gott Israels will ich spielen.

HErr, als du von Seir auszogst, einherschrittest vom Gefilde Edoms,

da erbebte die Erde, schwankte der Himmel,

und die Wolken troffen von Wasser.

Die Berge schwankten vor dem HErrn,

vor dem HErrn, dem Gott Israels."

Deborah in Richter 5 


"Nachdem Gott vorzeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat

durch die Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet durch den Sohn,

den er zum Erben über alles gesetzt hat, durch den er auch die Welt gemacht hat.

Er, der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens,

trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort; er hat sich, nachdem er die Reinigung

von unseren Sünden vollbracht hat, »gesetzt zu der Rechten« der Majestät in der Höhe

und ist um so viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er ererbt hat,

höher ist als der ihre."

Hebräerbrief 1 


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Zum Buch:

Dieser 508 Seiten starke Oktavband sollte eigentlich unter der Rubrik "Luther" eingeordnet sein. Weil das aber weder aus dem Titel noch aus dem Inhaltsverzeichnis hervorgeht, ist er gesondert zu behandeln. Eine Art Vorwort, überschrieben und unterzeichnet mit dem Buchtitel "Das ewige Wort" gibt Auskunft über die Art der Übersetzung: "Unserem Bibeltext liegt die Übersetzung Martin Luthers zugrunde, jenes unvergängliche Zeugnis der Aneignung der Bibel durch den deutschen Geist.... An einigen Stellen entspricht sie freilich nicht mehr dem hebräischen oder griechischen Text, wie wir ihn heute mit wissenschaftlichen Mitteln feststellen.In solchen Fällen mußten wir um der Wahrheit willen von Luthers Wortlaut abweichen. Auch mußte in den Paulusbriefen, wo eine oft schwierige Gedankenführung in Luthers Deutsch dem heutigen Geschlecht nicht mehr unmittelbar zugänglich ist, eine neue Übersetzung in Anlehnung an Luthers Sprache geschaffen werden..... Bei unserer Arbeit waren wir nur auf eines bedacht: wir strebten immer danach, den wesentlichen Inhalt der Bibel unseren Lesern nahezubringen, niemals versuchten wir, ihn nach Meinungen oder Wünschen des Tages zu verändern." Dem Anspruch des treudeutschen Christen, der ja gerne alles betont Jüdische aus dem Evangelium ausgemerzt gesehen hätte, ist denn auch nicht Rechnung getragen:

Joh. 4: 22 liest denn auch: "wir aber wissen, was wir anbeten, denn das Heil ist aus dem Judenvolk hervorgegangen." So etwas konnte also durchaus 1941 noch erscheinen, wenn auch anonym.-- Der Bibeltext setzt sich etwa hälftig aus einer Auswahl aus dem AT und dem größten Teil des NT zusammen. Die biblischen Bücher sind kurz eingeleitet, die Synoptiker als Harmonie verfaßt. Danach folgt die Apostelgeschichte. Neun Paulusbriefe sind übersetzt, Timotheus, Titus und Philemon- Brief(e) weggelassen. Die allgemeinen kirchlichen Briefe sind dem Hebräerbrief vorangestellt, danach folgen die Offenbarung und schliesslich das Evangelium des Johannes. Der Bibeltext ist einspaltig in Fraktur gedruckt. Alle poetisch geformten Texte aus dem AT z.B. sind kolometrisch gesetzt. Das Auffinden der Bibelstellen wird durch zusammengefaßte Kapitel- und Versangaben in der Fußnote erleichtert. Eine Zeittafel sowie zwei Karten vom Bibliographischen Institut Leipzig stehen im Anhang.

Biogramme:

Martin Dibelius:

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Hermann Schuster:

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